AT141536B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung mit Einkerbungen versehener Gebäckstücke. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung mit Einkerbungen versehener Gebäckstücke.Info
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Description
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Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung mit Einkerbungen versehener (jtebäekstiicke.
Bei den in den meisten Bäckereien im Handbetriebe erzeugten, mit Einkerbungsfurchen versehenen Gebäcksorten, z. B. Langsemmeln, werden die an der Oberfläche derselben mit 01 oder Fett bestrichenen und auf eine mehlbestaubte Unterlage aufgelegten Formlinge bzw. vorgeformten Teigstücke mit Hilfe eines vollen oder gegebenenfalls auch eines hohlen und ölabgebenden Druckstabes durch Eindrücken ) desselben in das betreffende Teigstück gekerbt, d. i. an ihrer Oberfläche mit einer Einkerbungsfurche versehen. Die mit solchen Einkerbungsfurchen versehenen Semmeln werden sodann mit der geölten oder gefetteten Oberfläche nach abwärts auf das Gärtuch verlegt und einer durch die Gärung bedingten Auflockerung des Teiges unterworfen, worauf diese Teigstucke wieder mit der Einkerbung nach aufwärts in den Backofen eingeführt oder eingeschossen werden.
Dieses bekannte Verfahren hat eine grosse Beschmutzung der Ladentücher durch die mit Öl oder Fett bestrichenen, umgewendet aufgelegten Formlinge sowie auch eine Reihe umständlicher und zeitraubender Arbeitsverriehtungen im Gefolge. Von diesen bekannten Verfahren unterscheidet sich nun das Verfahren gemäss der Erfindung und die Vorrichtung zur Durchführung desselben dadurch. dass die auf einer mit Mehl bestaubten festen Unterlage aufgelegten vorgeformten Teigstücke durch einen Druckstab bis auf eine über der Unterlage verbleibende dünne Teigsehieht eingedrückt werden, worauf mit Hilfe der an dem Driiekerstab anhaftenden dünnen, durchgedrückten Haut die mit ihren beiden mehlbestaubten Teilen sich nach abwärts zu einer Semmel zusammenfaltenden Formlinge emporgezogen werden können.
Durch ihre eigene Schwere bzw. durch ihr Eigengewicht löst sich nun in geringer Höhe über der festen Unterlage die Semmel wieder vom Drücker los und legt sich auf die Unterlagsplatte auf und wird von derselben, ohne weiter gewendet werden zu müssen, auf das Gärbrett aufgesetzt. Die Einkerbung sowie auch die unteren Hälften der beiden Semmelteile sind zufolge ihrer früheren, auf der mehlbestaubten Unterlage erfolgten Auflagerung gleichfalls mit Mehl bestaubt und werden die nach diesem Verfahren hergestellten Semmeln nach der durch die Gärung erfolgten Lockerung gewendet und mit der Einkerbung nach aufwärts in den Backofen eingeführt.
Die zur Darstellung und Durchführung des vorstehenden erfindungsgemässen Verfahrens dienenden Vorrichtungen sind in der Zeichnung in den Fig. 1-7 dargestellt, u. zw. zeigen die Fig. 1-3 die einzelnen Phasen der nach dem neuen Verfahren vorgenommenen Semmelerzeugung und die Fig. 4-7 eine beispielsweise Ausführungsform der Vorrichtung zur Durchführung des neuen Verfahrens. Fig. 1 zeigt das Einkerben eines auf einer mehlbestaubten Unterlage 15 aufliegenden Formlings 29 mittels des Drückers 28.
Fig. 2 zeigt den an den Drückerstab. 28 anhaftenden und durch denselben emporgezogenen, sich zur Semmel 29'zusammenfaltenden Formling und Fig. 3 die vom Drücker herabgefallene fertige Semmel 29".
Fig. 4 zeigt die Innenanordnung der einen weiteren Gegenstand der Erfindung bildenden Vorrichtung für die Durchführung des neuen Verfahrens in einer Draufsicht bei abgenommener oberer Drückerscheibe.
Fig. 5 einen Längsschnitt durch die Vorrichtung nach der Linie J-. S der Fig. 4 bzw. Fig. 6 sowie einen zu diesem Längsschnitt durch den Mehlbehälter nach der Linie E-F der Fig. 6 parallelgeführten Schnitt. während Fig. 6 eine Draufsicht auf die zusammengesetzte Vorrichtung und Fig. 7 einen nach der Linie C-D der Fig. 6 durch den Mehlbehälter geführten Längsschnitt in Verbindung mit einer Vorderansicht des unteren Gehäuseteiles darstellt.
Auf einer aus starkem Blech hergestellten Fussplatte 1 ist ein feststehender Gehäusering 3 befestigt.
Innerhalb des Gehäuseringes 3 und in der Mitte der Fussplatte 1 befindet sieh ein Drehzapfen 4. um welchen eine gegen die Fussplatte 1 durch eine mit einer Rille 6 versehene IYntellagsseheibe. 5 gestützte Antriebsscheibe 7 drehbar gelagot ist. Über der Antriebsscheibe 7 und gleichfalls um den Zapfen 4 drehbar ist
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auf demselben mit einem Nabenansatz 14 eine mit Randleisten 21 versehene Drückerscheibe-M auf- gesetzt, welche auf ihrer unteren Seite im Gehäuseraum einen Antriebsring 12 besitzt, in dessen Umlauf- rille 11 eine Antriebssehnur 10 eingreift. An der unteren Antriebsscheibe 7, welche im allgemeinen mit der oberen Drückerscheibe 13 nicht in Verbindung und Berührung steht, ist eine um einen Bolzen 9 drehbare Exzenterrolle 8 angeordnet, welche mit der Antriebsschnur 10 verbunden ist.
Diese Exzenterrolle 8 wirkt beim Anziehen der Antriebsschnur 10 oder eines sonstigen Zugorgans als ein gegen den Antriebs- ring 12 der oberen Drückerscheibe angepresstes kuppelndes Organ, durch welches beide Scheiben 7. 1. 3 fallweise in eine zwangsläufige Verbindung und gleichsinnige Drehrichtung gebracht werden. Die Antriebs- scheibe 7 steht weiters unter der Einwirkung einer auf ihrer unteren Seite im Gehäuse angeordneten Zugfeder 18, welche mit einem Ende in einem Zapfen 19 der Antriebsscheibe 7 und mit dem ändern
Ende in einem Zapfen 20 des feststehenden Gehäuseringes 3 befestigt ist.
Die Zugfeder 18 hat stets das
Bestreben beim Nachlassen des Zuges auf die Antriebsseheibe dieselbe unabhängig von der oberen Drücker- scheibe 13 immer in ihre Ausgangsstellung (Ruhelage) zurückzuführen. Die in der Rille 11 der oberen
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nung herausgeleitet und mit dem Drückerstab 28 (Semmeldrücker) verbunden. Ein an der Antriebsschnur 10 angebrachtes Anschlagstück 16 begrenzt einen zu weit gehenden, unter der Einwirkung der Zugfeder 18 erfolgenden Rücklauf der Antriebsscheibe 7 über ihre normale Ruhelage hinaus. Die geringe tellerförmige Vertiefung der mit Randleiste 21 ? versehenen Drüekerseheibe wird mit einem die Mehlbestaubung aufnehmenden Stoffe 15 ausgekleidet.
Die Drückerscheibe 13 ist über vier im Gehäusering 3 eingelassene Schraubenköpfe oder Stifte 32 geführt und durch dieselben auch seitlich unterstützt. Über die Drückerscheibe 13, 15 ist ein nach unten offener Mehlbehälter 22,23 von z. B. dreieckiger Gestalt angeordnet, dessen äussere verlängerte Seitenwand 23 gleichzeitig zur Befestigung des Mehlbehälters mit dem Gehäusering 3 durch eine Schraube 23'dient.
Im Mehlbehälter ist ein im Querschnitt trapezförmiger Schaber 24 eingelegt, durch dessen Gewicht das im Behälter eingebrachte Mehl 26 beim Drehen der Drückerscheibe
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äussere Wand 23 durch eine Lederdiehtung 25 abgeschlossen, welche teilweise auf die Abstreiffläehe 24' des Schabers übergreift, während zwischen dem äusseren Ende des Schabers 24 und der äusseren Mehlbehälterwand 23 ein Dichtungsstreifen 27, z. B. Filz, Gummi od. dgl., eingelegt ist.
Zur Vornahme der Einkerbung wird das vorgeformte Semmelteigstück 29 auf die mehlbestaubte Drückerplatte 13, 15 aufgelegt, mittels des Drückerstabes 28 wird sodann die Einkerbung vorgenommen, worauf nach Emporheben des Drückers und Anziehen der mit demselben verbundenen Antriebsschnur 10 der Drückerscheibe die an dem Drücker anhaftende und mit demselben emporgezogene sowie sich mit ihren mehlbestaubten Teilen nach abwärts zusammenfaltende Semmel von dem Drücker (Semmel-
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seheibe in die Lage 30 (Fig. 6) gebracht und von hier bereits gärfähig und ohne sie zu wenden auf das Gärtuch bzw. Gärbrett aufgesetzt werden kann.
Beim Nachlassen des Zuges auf die Antriebsseheibe und bei dem gleichzeitig damit erfolgenden Drücken einer neuen Semmel wird unter der Einwirkung der Zugfeder 18 die Schnur 10 bis zum Anschlag 16 derselben in das Gehäuse eingezogen, wobei die Exzenterrolle 8 mit dem Antriebsring 12 entkuppelt bleibt. Durch die Randleisten 21 wird der Semmeldrücker stets in gleicher Lage gegenüber der Oberfläche der Drückerscheibe erhalten, so dass ein zu weitgehendes Durchdrücken und Zerreissen der Teigstüeke verhindert wird und die durchgedrückte Teighaut stets eine gleiche Stärke erhält.
Die Zugfeder 18 gelangt bei der allmählichen Bewegung der Antriebs-
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drehung der Scheiben gegebenenfalls auch in der Lage M" in die untere Rille 6 der Unterstützungscheibe 5 einlegen, so dass die Zugfeder 18 einer weitgehenden Verdrehung der Scheiben 7 und 3 folgen kann. An Stelle der Zugfeder 18 kann auch z. B. unter der Antriebsscheibe 7 ein mit derselben verbundenes und den festen Drehzapfen 4 umgebendes, nicht weiter dargestelltes Federgehäuse. z. B. mit einer Spiralfeder, angeordnet sein, von welcher je ein Ende mit dem Gehäuse bzw. mit dem festen Drehzapfen 4 verbunden ist. An den übrigen Einrichtungen der Semmeldrückvorrichtung ändert sieh hiedurch jedoch nichts.
Das neue Verfahren zur Einkerbung und Erzeugung der Semmeln kann auch in der Art maschinell zur Ausführung gebracht werden, dass die vorgeformten Teigstücke auf eine mit Mehl bestaubte Grund- platte reihenweise aufgesetzt und von langen Drückerstäben gleichzeitig gedrückt werden.
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Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von mit Einkerbungen versehener Gebäckstücke mittels eines Druckstabes, dadurch gekennzeichnet, dass die auf eine kontinuierlich und gleichmässig mit Mehl bestaubte. feste oder bewegliche Unterlage aufgesetzten vorgeformten Teigstücke auf ihrer oberen unbestaubten Seite mittels eines an sich bekannten Drückers bis auf eine durch einen erhöhten Rand (21) auf der Druckfläche (15) begrenzte Teigstärke durchgedrückt werden und die an dem Drücker (28) hiedurch anhaftenden Formlinge anschliessend mittels des Drückers hoehgezogen werden,wodurch sich die mohl- <Desc/Clms Page number 3> EMI3.1 feste Unterlage zurückfällt.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet. dass die auf eine kontinuierlich mit Mehl j bestaubte Grundplatte reihenweise aufgesetzten vorgeformten Teigstücke mittels langer von Hand aus oder maschinell bewegter Druckstäbe gleichzeitig gedrückt werden.3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch l. dadurch gekennzeichnet. dass dieselbe eine obere, um einen festen mittleren Drehzapfen (4) bewegliche Unterlagsscheibe (13) und eine untere um den Drehzapfen (4) gleichfalls verdrehbare und unter der Einwirkung einer Rückzug- ) feder (18) stehende Antriebsscheibe (7) aufweist, wobei die Scheiben (7, 13) beim Anziehen bzw.Emporheben des Drückerstabes (28) durch ein von demselben beeinflusstes Zugorgan (10) und Kupp- lungselement (8) der Antriebsseheibe (7) zu einer gleichzeitigen und gleichsinnigen Drehrichtung ver- anlasst werden, wonach die Antriebsscheibe (7) beim Nachlassen des auf dieselbe einwirkenden Zuges durch ihre Rückzugsfeder (18) in ihre Ausgangsstellung zurückgeführt wird.4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterlagsscheibe (13) auf der unteren Seite mit einem um den Drehzapfen (4) konzentrisch verlaufenden Antriebsring (12) nebst Antriebsrille (11) versehen ist und die in der Antriebsrille eingelegte Antriebsschnur (10) an einem Ende mit einer auf der unteren Antriebsscheibe (7) angebrachten und um einen Zapfen (9) drehbaren Exzenter- und Kupplungsscheibe (8) verbunden ist, während das andere Ende der Antriebssehnur (10) mit dem ) Drückerstab (28) in Verbindung ist und einen ausserhalb des feststehenden Gehäuseringes (3) ange- brachten Anschlag (16) besitzt (Fig. 4).5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterlagsseheibe (13) zur stets gleichmässigen Begrenzung der Druckeinwirkung des Druckstabes (28) auf die aufgesetzten Formlinge (29) mit Randleisten (21) versehen ist und dass die untere Fläche der TTnterlagsseheibe (13) zur Sicherung gegen seitliche Schwankungen während der Einwirkung des Drückerstabes (28) über EMI3.26. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die innerhalb der Randleisten (21) tellerförmig vertiefte Oberfläche der Unterlagsseheibe mit einer das einzureibende Mehl aufnehmenden Stoffschicht (. ) bekleidet ist.7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 bis 6. dadurch gekennzeichnet, dass unmittelbar über der Unterlagsseheibe (13) ein nach unten offener-Mehlbehälter (22, 23) mit einem in demselben auf der Stoffschicht (15) der Unterlagsseheibe aufliegenden, mit geneigter scharfkantiger Abstreiffläche (24') versehener Mehlschaber (24) angeordnet ist. durch dessen Eigengewicht das im Behälter eingebrachte Mehl (26) Über der zu bestaubenden Stoffschicht (1. der Unterlagsscheibe bei jeder Bewegung derselben gleichmässig eingerieben wird.8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 bis 7. dadurch gekennzeichnet, dass an Stelle der Rückzugfeder (18) an der Antriebsseheibe (7) ein Federgehäuse mit einer in demselben angebrachten, einerseits mit dem Gehäuse, anderseits mit dem festen Drehzapfen (4) in Verbindung stehenden Rückzugfeder angeordnet ist. EMI3.3
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