AT141586B - Patronenzuführer für Feuerwaffen von hoher Feuergeschwindigkeit. - Google Patents

Patronenzuführer für Feuerwaffen von hoher Feuergeschwindigkeit.

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AT141586B
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Ferenc Gebauer Ing
Danuvia Ipari Es Kereskedelmi
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Description


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    Patronenzufuhrer   für Feuerwaffen von   hoher Feuergeschwindigkeit.   
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 und Schlägen unterworfen, wodurch unausrechenbare, unerwünschte   Bewegung-,   besonders Schwingung- erscheinungen (Resonanzen) auftreten, welche das einwandfreie Arbeiten der Feuerwaffe sehr oft ernstlich gefährden. 



   Das Auftreten der erwähnten Resonanzerscheinungen bei den bekannten   Patronenzuführern   ist darauf zurückzuführen, dass die Patronen auf ihrem Wege vom Magazin bis zum Laderaum nicht genügend sicher erfasst sind, so dass sie innerhalb der übermittelnde Organe nachteilige, wenn auch kurz andauernde
Nebenbewegungen ausführen können. 



   Zweck der Erfindung ist die Beseitigung dieser Nebenbewegungen, wodurch eine vollständige
Betriebssicherheit der Feuerwaffe hinsichtlich   Einführung   der Patronen in den Laderaum erzielt wird. 



   Nach der Erfindung wird die Patrone auf ihrem Weg vom Gurt zum Laderaum ständig federnd festgehalten. Durch die Abfederung oder federartige Ausbildung der festhaltenden Bestandteile wird den jeweils vorhandenen kleinen Abmessungsunterschieden der einzelnen Patronen Rechnung getragen. 



   Zur Übermittlung der Patrone dient eine im Waffengehäuse gelagerte bekannte   Zuführerschwinge,   welche ein Lager oder eine Ausnehmung zur Aufnahme der Patrone hat. Diese Schwinge steht nun unter der Wirkung einer Sehwenkfeder und einer am   Verschluss angebrachten   und mit einer Leitfläche der
Schwinge zusammenwirkenden Steuernocke, wobei Feder und Nocke gegeneinanderarbeiten. 



   Die Schwenkfeder drückt die Schwinge frei von ihrer   Patronenaufnahmestellung   in die Abgabestellung und die Nocke stellt die Schwinge wieder in die Aufnahmestellung zurück. Der Patronenzieher kann ein einarmiger Hebel sein, der mit seinem Drehpunkt auf dem Verschluss schwenkbar gelagert ist ; seine Schwenkbewegung wird mittels einer Warze od. dgl. gesteuert, welche in einer Leitkurve, Steuernut od. dgl. der Schwinge verschiebbar geführt ist. Diese Führung erfolgt derart, dass die ausgezogene Patrone durch die am freien Ende des Hebels ausgebildete   Auszieherkralle   so lange erfasst wird, bis die Patrone ihre Stellung in dem obenerwähnten Lager vollständig eingenommen hat. 



   Die Kralle wird unmittelbar oder mittelbar durch eine Feststellfeder in die Ringnut der Patrone hineingedrückt ; diese Feder ist auf der Schwinge vorgesehen und   drückt   nach Einspringen der Kralle in die   Patronenhülsennut   auf die Patrone selbst, bis der Verschluss diese aus ihrem Lager herausgeschoben hat. 



   In der Zeichnung ist ein   Ausführungsbeispiel   des   Patronenzufuhrers   nach der Erfindung dargestellt. Fig. 1 zeigt die Anordnung im vertikalen Längsschnitt bei geschlossenem Verschluss, unter Fortlassung der dem Zuschauer näher liegenden Hälfte der zweiteiligen Zuführerschwinge. Fig. 2 zeigt denselben Schnitt bei offenem Verschluss, mit vollständiger   Zuführerschwinge.   Fig. 3 ist ein Querschnitt der   Zuführerschwinge nach   der Linie III-III der Fig. 2, unter Weglassung einiger Bestandteile. 



   Die Patrone 1 soll aus dem Magazin 2 in den Laderaum 3 des Laufes 4 herübergebracht werden (Fig. 1). Zu diesem Zweck wird sie durch das   Verschlussstück     5,   beim Öffnen desselben, mittels der Kralle 6 des Patronenziehers 7 aus dem Magazin 2 in das   Patronenlager   8 der Zuführerschwinge 9 hineingezogen, dann zusammen mit der Schwinge abwärts in die Lage nach Fig. 2 geschwenkt und   schliesslich   durch das Verschlussstück 5 beim   Schliessen   aus dem   Patronenlager   in den Laderaum 3 hineingeschoben. 

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   Die Zufiihrerschwinge 9 besteht aus zwei zusammenpassenden Längsteilen (Fig. 3) und ist mittels des Bolzens 10 im Waffengehäuse 11 schwenkbar gelagert (Fig. 1). Sie hat an ihrer unteren Seite eine zylindrische Ausnehmung, die als Lager 8 für die Patrone bei ihrer Übertragung in den Laderaum dient. 
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 entlang derselben kann sich die Leiste 13 des   Verschlussstückes   (Fig. 2) nach vorne bewegen und dabei die Patrone aus dem Lager 8 in den Laderaum 3   hinüberschieben.   



   Das freie Herabschwenken der Schwinge 9 (Fig. 1) erfolgt unter Wirkung einer am Waffengehäuse befestigten, als Blattfeder ausgebildeten Schwenkfeder 14 beim Öffnen des Verschlussstückes 5. Auf dem   Verschlussstück   ist eine Nocke 15 vorgesehen, die zum Hochheben der Schwinge in die Lage nach Fig. 1, nach Hinausschieben der Patrone aus dem Lager   8,   mit einer Leitfläche 16 der Schwinge zusammenwirkt. Nocke und Leitfläche sind seitlich angeordnet (vgl. die Leitfläche 16 in Fig. 3). Beim Hochschwenken der Schwinge wird die Druckkraft der Feder 14 überwunden. 



   Der Patronenzieher 7 ist als einarmiger Hebel am   Verschlussstück   5 schwenkbar gelagert und ist an seinem freien Ende als Kralle 6 zum Ausziehen der Patrone aus dem Magazin 2 ausgebildet. Die Kralle 6 wird durch einen Arm eines doppelarmigen Feststellhebels 17 unter Einwirkung der Feststellfeder 18 zum Einschnappen in die Ringnut der Patronenhiilse gebracht. Der Patronenzieher 7 ist mittels seiner Warze 19 in einer Steuernut 20 der Schwinge geführt, so dass die Kralle 6 die Bewegungen sowohl des Verschlussstückes als auch der Schwinge mitmacht. Die Steuernut 20 ist derart ausgestaltet, dass sie die Kralle 6 aus der Nut der Patrone heraushebt, sobald die Patrone ihre Stellung im Lager 8 eingenommen hat, wobei ihr Boden auf dem Boden des Lagers aufliegt. 



   Die Wirkungsweise des beschriebenen   Patronenzuführers   ist die folgende : Ausgehend von dem in Fig. 1 dargestellten Zustand, wenn   nämlich   das   Verschlussstück   nach hinten zu gleiten beginnt, zieht die Kralle 6 des Patronenziehers die Patrone 1 aus dem Magazin 2 nach hinten. Bis zum vollständigen Ausziehen kippt der Boden der Patrone wegen ihrer nach dem Geschoss hin eingezogenen Form immer mehr und mehr herunter. Das Lager 8 hatte von Anfang an eine derart schräge Stellung, welche im 
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 sind in der Praxis nicht mathematisch gleich. Der Patronenzuführer nach der Erfindung hat noch den bereits erwähnten grossen Vorteil, dass auch mit Dimensionsverschiedenheiten gerechnet wird, welche bei den bekannten Vorrichtungen oft die Klemmung der Patronen verursachten. So kann z.

   B. die Schwinge 9 beim Ausziehen der Patrone unter etwaigem Druck der letzteren gegen die Kraft der Schwenkfeder 14 nach oben ausweichen. 



   Am Anfang des Ausziehens gleitet die Kralle 6 unter dem Hebel 17 hinweg, und sobald sie unter den Einfluss der Steuernut 20 gelangt, springt der abgefederte   Feststellhebel   auf die Patrone hinüber und hält sie in ihrer Lage in der Schwinge 9 bis zum Ende der Übertragung der Patrone in den Laderaum. 



   Nachdem die Kralle 6 die Patrone vollständig in das Lager 8 hineingezogen hat, wird sie gleichzeitig unter Wirkung der entsprechend ausgestalteten Steuernut 20 aus der Ringnut der Patrone herausgehoben. In dem gleichen Zeitpunkt oder schon etwas früher hat die   Geschossspitze   ihre Auflage an der Stelle a des Magazins 2 verlassen und mangels irgendeiner Unterstützung kippt die Schwinge nebst Patrone unter Wirkung der   Schwenkfeder. M   in ihre durch den Anschlag 21 begrenzte untere Lage hinunter (Fig. 2). Dann läuft das Verschlussstück wieder vor und die Patrone wird durch die Leiste 13 aus ihrem Lager 8 hinaus und in den Laderaum 3 hineingeschoben.

   Inzwischen hat die Nocke 15, wenn die Patrone ihre Auflage im Lager 8 schon verlassen und ihre Unterstützung bereits im Laderaum 3 gefunden hat, die Schwinge mittels der   Leitfläehe   16 in die Stellung nach Fig. 1 entgegen der Kraft der Schwenkfeder 14 hochgehoben ; unterdessen gleitete die Kralle des Patronenziehers in der Steuernut vorwärts und schnappt in die Ringnut der folgenden Patrone ein. 



   Die Patrone wird demnach auf ihrem ganzen Weg sicher und federnd festgehalten, wodurch einerseits jede ungewollte Nebenbewegung verhindert wird und anderseits den Verschiedenheiten ihrer Abmessungen Rechnung getragen ist. 



   Eine ältere, ebenfalls schwingende Patronenzuführung ist in der deutschen Patentschrift Nr. 336921 beschrieben. Bei dieser erfolgen aber Heben und Senken der Zuführerschwinge gleicherweise zwangsläufig und die Ausziehkralle ist nicht in der Schwinge geführt, sondern auf einem geradlinig bewegten Zubringer gelagert.

   Um bei dieser Anordnung eine grössere Richtungsänderung der Patrone während des Ausziehens aus dem Magazin zu vermeiden, ist die Achse der Schwinge entsprechend weit von dem Magazin verlegt, da sonst die Kralle aus der Ringnut der Patrone herausspringen und die Schwinge in ihrer oberen Stellung   verklemmt werden konnte.   Bei dieser bekannten Anordnung wird die Patrone niemals allseitig ergriffen, so dass sie, aus dem Magazin herausgezogen, mit hoher Geschwindigkeit gegen den Boden der   Schwinge -stösst,   von dort zurückprallt und infolge des noch raschen Hinunterkippens in solche Schwingungen geraten kann, welche die Einführung der Patrone in den Laderaum vereiteln. 



   Innerhalb ihrer baulichen und funktionellen Grenzen kann die vorliegende Erfindung mit weitgehenden Abänderungen   ausgeführt   werden, ohne dass dadurch auch die Erfindung selbst eine Änderung erleiden würde. 

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   So kann z. B. der Feststellhebel J7 auch ganz wegbleiben. Als Ersatz dafür kann die Feststellfeder 18 nach vorn verlängert werden, so dass sie dann unmittelbar auf den Patronenzieher bzw. die Patrone zu liegen kommt. Zum Festhalten der Patrone im Lager   (8)   der Schwinge können auch die Seitenwände der letzteren federnd ausgebildet werden, so dass die Patrone zwischen diesen geklemmt wird. In diesem Falle wird der Feststellhebel 17 bzw. die Feder 18 nur den Zweck haben, die Patronenzieherkralle 6 in die Ringnut der Patrone hineinzudrücken. Die   Patronenzieherkralle   6 kann auch in anderer Weise mit dem Verschluss verbunden sein. Die Zuführerschwinge kann in der Abgabestellung ausser der Federkraft noch durch andere Mittel gegen ein ungewolltes Hinaufkippen gesichert werden. Ebenso könnte die Schwinge (z.

   B. durch einen Anschlag) auch dagegen gesichert werden, dass sie infolge der hohen Geschwindigkeit des Aufschwenken über die gewünschte Höhe schwingt. 



     PATENT-ANSTRÜCHE   :
1. Patronenzuführer für Feuerwaffen von hoher Feuergeschwindigkeit, gekennzeichnet durch eine die Schwinge   (9)   ständig nach der Abgebestellung hin belastende Schwenkfeder   (14)   und durch eine an der Schwinge angebrachte, auf die Patrone bis zu ihrer Einführung in den Laderaum ständig einwirkende Feststellfeder.

Claims (1)

  1. 2. Patronenzuführer nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen am Verschluss schwenkbar angelenkten und gleichzeitig an der Schwinge (9) geführten Patronenzieher .
    3. Patronenzuführer nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch folgende Organe zur Überführung der Patronen eines Magazins (2) oder Gurtes in den Laderaum (3) des Laufes : eine Zu- führerschwinge (9) mit in ihrer Patronenaufnahmestellung. schräg nach der Patrone hin ansteigend EMI3.1 ihrer Aufnahmestellung in die Abgabestellung und zum Festhalten der Schwinge in der Abgabestellung während der Einführung der Patrone in den Laderaum ; eine mit einer Leitfläche (16) der Schwinge zusammenarbeitende Nocke (15) am Verschlussstück (5) zum Hochschwenken der Schwinge in die Aufnahmestellung gegen die Kraft der Schwenkfeder (14) ;
    ein am Verschlussstück schwenkbar gelagerter und zugleich in einer Steuernut (20), Kurvenleitung od. dgl. der Schwinge geführter Patronenzieher (7) ; ein unter der Wirkung der an der Schwinge angebrachten Feststellfeder (18) zuerst auf die Kralle (6) des Patronenziehers, dann auf die Patrone selbst drückender Feststellhebel (17) ; ein Anschlag (21) zur Abgrenzung der niedergesc11wenkten Lage der Schwinge (9).
    4. Patronenzuführer nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine Feststellfeder (18), welche unter Weglassung des Feststellhebels unmittelbar zuerst auf die Kralle (6) und dann auf die Patrone drüe, kt.
    5. Patronenzuführer nach Anspruch 3 oder 4, gekennzeichnet durch federnde Ausbildung der Seitenwände der Schwinge (9) zum Festhalten der Patrone im Lager (8). EMI3.2 EMI3.3
AT141586D 1934-02-10 1934-02-10 Patronenzuführer für Feuerwaffen von hoher Feuergeschwindigkeit. AT141586B (de)

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