AT142096B - Hochspannungssicherung. - Google Patents

Hochspannungssicherung.

Info

Publication number
AT142096B
AT142096B AT142096DA AT142096B AT 142096 B AT142096 B AT 142096B AT 142096D A AT142096D A AT 142096DA AT 142096 B AT142096 B AT 142096B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
hoehspannungssieherung
cross
wire
fusible
section
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Aeg Union Elek Wien
Filing date
Publication date
Application filed by Aeg Union Elek Wien filed Critical Aeg Union Elek Wien
Application granted granted Critical
Publication of AT142096B publication Critical patent/AT142096B/de

Links

Landscapes

  • Fuses (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Hochspannungssiclerung.   



   Es sind   Hochspannungssicherungen   bekannt, bei denen ein folienartiger Schmelzleiter verwendet wird. Dieser ist in Asbest oder ein anderes hitzebeständiges Papier eingewickelt oder als dünner Metall- 
 EMI1.1 
 ganze Metall verdampft werden, um dadurch die Bildung von Schmelzperlen zu verhindern, die brennbares Material in der Nähe der Sicherung zu entzünden und das Innere der   Patronenhülse   mit   geschmolzenem   Metall zu verseuchen drohen. Durch die Anordnung des Schmelzleiters in einem Papierwickel wird jedoch leicht eine Sprengwirkung beim Auftreten eines Lichtbogens erzielt, so dass der angestrebte Zweck nicht erreicht werden kann. 



   Um die Nachteile der bekannten Einrichtung zu vermeiden, wird nach der Erfindung der folienartige Schmelzleiter, dessen Stärke nicht mehr als   0'l mm   beträgt, als ein auf Glas oder   keramischem   
 EMI1.2 
 die gleichzeitige Anwendung eines folienartigen Sehmelzleiters in einem pulverförmigen Medium wird erreicht, dass beim Verdampfen des Metalls die Metalldämpfe sich an den pulverförmigen Teilchen rasch niederschlagen und von dem Pulver fast restlos aufgenommen werden.

   Infolgedessen wird im Gegensatz zu den bekannten Sicherungen, bei denen nur ein der Stromstärke angepasster relativ starker Draht als   Sehmelzleiter   vorgesehen wird, eine sehr wirksame   Löschwirkung   erzielt und der Lichtbogen in kürzester 
 EMI1.3 
 Wenn die   Sehmelzleiter   mit ihrer ganzen Länge an dem   prismatischen   Körper anliegen, so hat dies den Nachteil, dass das Löschmittel die Schmelzleiter nicht allseitig berührt. Es sind zwar auch Sicherungen bekannt, bei denen der   zickzack- oder schraubenlinienförmig   angeordnete Schmelzleiter 
 EMI1.4 
 keiten, insbesondere, wenn der Querschnitt bzw. die Stärke des   Schmelzleiters   und die Ganghöhe der   Schrauben-bzw.

   Zickzaekwicklung   klein sind, wie das meistens bei höheren Spannungen der Fall ist. 



  Ferner besteht die Gefahr, dass der lose im   Lösehlllittel liegende Sehlllelzleiter sieh   im Betriebe unter dem Einfluss von   Erschütterungen   oder dynamischen Kräften bei Überströmen oder Kurzschluss verschiebt. 
 EMI1.5 
 linie um einen prismatischen Körper aus Isoliermaterial, der einen solchen Querschnitt besitzt, dass die Schmelzleiter nur mit geringen Teilen ihrer Länge aufliegen. Dadurch, dass die Schmelzleiter   nunmehr   fast auf ihrer ganzen Länge allseitig von   Löschmitteln   umgeben und zugleich in ihrer Länge fixiert sind, 
 EMI1.6 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   In Fig. 2 ist ein Wicklungsträger innerhalb der Sieherungspatrone im Querschnitt gezeigt. Der Sehmelzleiter e ist um den aus Isoliermaterial bestehenden Wicklungsträger   d   von doppelkreuzförmigem
Querschnitt gewickelt. Dieser ist in einem Rohr a aus Isoliermaterial untergebracht, das seinerseits mit dem   Löschmittel   c gefüllt ist. Der Querschnitt des   Wicklungsträgers   kann natürlich auch die Gestalt eines Einfachkreuzes erhalten. Die Verwendung eines doppelkreuzförmigen Querschnittes des Wicklungsträgers hat jedoch zur Folge, dass die Sicherungspatrone einen ovalen Querschnitt erhält. 



  Dies ist besonders für eine mehrphasige Anordnung von Vorteil. Wird nämlich dann die Sicherungpatrone entsprechend der Fig. 3 so befestigt, dass die grössere Querschnittsachse ganz oder annähernd senkrecht zur Befestigungsfläche steht, dann ergibt sich bei gleichem Isolierabstand eine viel geringere Raumbeanspruchung als bei rundem Querschnitt der Patrone. Die Gesamtanordnung ist aus Fig. 3 zu ersehen. Die mit ovalem Querschnitt ausgeführten Patronen a der Phasen I, II, III sitzen mit ihren metallischen Anschlussenden in den Haltern g, die ihrerseits von den auf der Grundfläche befestigten Stützisolatoren   11,   getragen werden. 



   Damit die Erwärmung infolge des durchgehenden Stromes eine starke Widerstands erhöhung herbeiführt, ist es zweckmässig, den   Schmelzleiter   möglichst lang zu gestalten. Der Kurzschlussstrom wird dann vor seiner Abschaltung stark in seiner Grösse vermindert. Da der Elektrodenabstand mit 
 EMI2.1 
 dass der Einzelschmelzdraht oder die parallel geschalteten Schmelzdrähte auf einem vorzugsweise flachen unter höherer Wärmewirkung zerspringenden Stab von einer durch den Abstand der äusseren Elektroden gegebenen Länge aus Glas oder keramischer Masse derart aufgewickelt werden, dass bei einem zur Vermeidung von Rückziindungen erforderlichen Mindestabstand der Wicklung die Drahtlänge möglichst gross ist. 



   Da sich vor dem Durehsehmelzen um den Sehmelzleiter eine Schmelzröhre bildet, die aus dem Material des   Schmelzleiterträgers   besteht, braucht mit Rücksicht auf die Isolation der Abstand nicht   grosser   gewählt zu werden, als dass sich gerade die Schmelzröhren bilden können. Man kommt daher im allgemeinen mit einem Mindestabstand von dem etwa 6-10fachen Drahtdurchmesser aus. Bei flachen Drähten ist mit der Breite der Drähte zu rechnen. Wendet man bei grösseren Nennstromstärken zur besseren Wärmeabgabe zwei oder mehrere parallele Schmelzleiter an, so gilt der   Gesamtdurchmesser   bzw. die Gesamtbreite der Drähte. Als Material des Schmelzleiters kommen Metalle in Frage, deren Leitfähigkeit bis zum Durchschmelzen stark abnimmt. Hiezu eignen sich gute Leiter, wie Silber.

   Es lassen sich aber auch eigentliche Widerstandsmaterialien, z. B. Eisen und seine Legierungen, mit Vorteil verwenden. 



   Um das Durchschmelzen der beschriebenen Sicherungen sichtbar zu machen, kann man für Niederspannungssicherungen bekannte Abschmelzkennzeichen vorsehen, die darauf beruhen, dass ein zum eigentlichen Schmelzleiter parallel geschalteter Draht von höherem Widerstand als jener vorgesehen wird und bei dessen Durchschmelzen eine Feder aufspringt, die die Kennmarke aus der   Sicherungspatrone   hervortreten lässt. 



   Das Prinzip des zum Schmelzleiter parallelen Kenndrahtes kann man auch für höhere Spannungen 
 EMI2.2 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 so weit erhöht, dass der Strom sich auf einen Wert vermindert, der beim schliesslichen Durchschmelzen   des Leiters m leicht unterbrochen wird, ohne dass ein Stehlichtbogen entsteht. Nach dem Durchsc hmelzen   des Kenndrahtes wird die Feder der Anzeigevorrichtung freigegeben. 



   Bei den beschriebenen Sicherungen macht es Schwierigkeiten, die dünnen Metallfolien oder Drähte aus gut leitendem Metall an die Fassungen der Sicherungspatrone   anzuschliessen.   Weichlöten, Hartlöten, Schweissen oder Klemmen mittels Schrauben bzw. Schellen hat sich als unvorteilhaft erwiesen. Lötverbindungen erscheinen deshalb ungeeignet, weil die Schmelztemperatur des Lotes wesentlich tiefer liegt als die des Schmelzleiters. Klemmverbindungen können anderseits dadurch leicht schadhaft werden, 
 EMI3.1 
 und eine nachteilige Wärmestauung. 



   Zuverlässig erscheint daher allein eine   Schweissverbindung.   Diese wird bekanntlich meist durch elektrische   Punktschweissung   ausgeführt. Sie gelingt aber nach den bisher üblichen Methoden nur bei verhältnismässig dicken Schmelzleitern. Versucht man hingegen, Metallfolien von einigen Hundertstelmillimeter Stärke oder dünne Drähte mittels elektrischer Punktschweissung mit den Fassungen oder mit an diese angeschlossenen Zwischenstücken zu verbinden, so zeigt sich, dass die   Sehmelzleiter   infolge ihrer geringen Wärmekapazität und der geringen Querwärmeleitfähigkeit an der   Schweissstelle   verbrennen. 



   Um nun die elektrische Punktschweissung für die Herstellung der Anschlüsse bei Folien oder dünnen Drähten als Schmelzleiter ermöglichen zu können, werden diese zwischen zwei den Anschluss an die Fassung vermittelnde Bleche von einigen   Z ? hnte ! nr ! Iimeter   Stärke gelegt und mit ihnen durch   Punktschweissung   verbunden. Alsdann kommen beide Elektroden der   Schweissmaschine   nur mit den Blechen in Berührung. Dadurch wird eine Überhitzung der Folie oder der dünnen Drähte durch die 
 EMI3.2 
 dass der Schmelzleiter nicht zwischen zwei getrennte   Anschlussbleche   eingelegt, sondern in ein Blech eingefaltet wird.

   Durch diese Anordnung wird erreicht, dass ein grosser Teil des   Schweissstromes   nicht auf geradem Wege von Elektrode zu Elektrode, sondern durch das den Schmelzleiter umhüllende Blech fliesst und dabei nur dieses erhitzt. Die zum Verschweissen nötige Temperatur wird in diesem Falle nur zum geringen Teil durch den die   Schweissstelle   direkt durchfliessenden Strom erzeugt ; vielmehr wird sie hauptsächlich durch den Wärmeübergang von dem Anschlussblech an den Schmelzleiter erreicht. 



   Bei Verwendung breiterer Folien oder mehrerer paralleler Drähte als Sohmelzleiter sind mehrere 
 EMI3.3 
 meiden, dass sich unter dem Einfluss der bei der ersten   Schweissung   auftretenden hohen Temperaturen
Oxydhäute auf den dieser Schweissung benachbarten Teilen bilden und die weiteren Schweissungen erschweren, wird ein sonst für Hartlötungen benutztes Flussmittel, wie eine   Boraxlösung,   in fein verteilter Form auf die zu verschweissenden Flächen aufgebracht und auf diesen mittels vorheriger Benetzung mit einer geeigneten Flüssigkeit, wie z. B. Wasser, festgehalten. 



   In Fig. 5 ist die Verschweissung einer als Schmelzleiter dienenden Folie e mit zwei voneinander getrennten Blechstreifen s und t gezeigt, von denen der Blechstreifen s zu dem Anschluss an die Fassung der Patrone dient. Die   Punktschweissung   ist bei   n   ausgeführt. In Fig. 6 ist eine Verschweissung der in ein Blech s eingelegten Folie e dargestellt. Das Blech s wird nach dem Verschweissen mit der Folie in die durch Strichlung angedeutete Form gebogen und so an die Fassung der Patrone angeschlossen. 



   Fig. 7 zeigt eine Anordnung für die Verbindung einer besonders breiten Folie e mit einem Anschlussblech s, in das es gefaltet ist. Hiebei sind an den Stellen   u   mehrere Punktschweissungen ausgeführt. 



   Die in den Fig. 5-7 dargestellten Ausführungsbeispiele beziehen sich ebenfalls auf Folien als Schmelzleiter. Die Ausführung des Anschlusses bzw. die Art der   Punktschweissung   bleibt im Prinzip dieselbe, wenn man an Stelle der Folie einen oder mehrere parallele dünne Drähte nimmt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Hochspannungssicherung mit folienartigem Schmelzleiter für mittlere und höhere Betriebs- 
 EMI3.4 


Claims (1)

  1. <Desc/Clms Page number 4>
    5. Hochspannungssicherung nach den Ansprüchen 1 bis 4, insbesondere für hohe Stromstärken, dadurch gekennzeichnet, dass die Sieherungspatrone (a) einen ovalen Querschnitt besitzt und bei mehrphasiger Anordnung so befestigt ist, dass die grössere Querschnittsachse annähernd senkrecht zur Be- festigungsfläche steht (Fig. 3). EMI4.1 spiralenförmig auf einem Träger mit einem Querschnitt in Form eines Doppelkreuzes aufgewickelt ist (Fig. 2).
    7. Hochspannungssicherung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Windungen des oder der Schmelzleiter (e) einen solchen Mindestabstand voneinander besitzen, dass EMI4.2 aus der Isoliermasse bilden, einander gerade berühren.
    8. Hoehspannungssieherung nach den Ansprüchen 1 bis 7, bei welcher ein zur Auslösung der Anzeigevorrichtung dienender Kenndraht (m) dem eigentlichen Schmelzleiter (e) parallel geschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, dass zu dem Kenndraht ein hoehohmiger Widerstand (n) in Serie geschaltet ist, der so bemessen ist, dass der Kenndraht (rit) stets zuerst ohne Bildung eines Stehlichtbogens durchsehmilzt (Fig. 4).
    9. Hoehspannungssieherung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Widerstand (J aus dem gleichen Material wie der Kenndraht (m) besteht und dass sein Querschnitt mindestens gleich oder grösser als derjenige des Kenndrahtes ist (Fig. 4).
    10. Hoehspannungssieherung nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der EMI4.3 wie der eigentliche Schmelzleiter, umgeben ist (Fig. 4).
    11. Hoehspannungssieherung nach den Ansprüchen l und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der EMI4.4 elektrische Punktschweissung verbunden ist (Fig. 5-7).
    12. Hochspannungssicherung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Schmelz- leiter (e) in ein Blech (s) derartig eingefaltet ist, dass bei der Punktschweissung ein Teil des Stromes durch das gefaltete Blech fliesst (Fig. 6).
    13. Hoehspannungssieherung nach den Ansprüchen 11 und 12, insbesondere mit einem Schmelz- EMI4.5 vorgesehen sind (Fig. 7).
    14. Hoehspannungssieherung nach den Ansprüchen 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Schmelzleiter (e) aus Silber besteht, hingegen die ihn an der Schweissstelle einschliessenden Bleche (s, t) ans Kupfer (Fig. 5-7). EMI4.6
AT142096D 1933-07-20 Hochspannungssicherung. AT142096B (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT142096B true AT142096B (de) 1935-06-11

Family

ID=2578

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT142096D AT142096B (de) 1933-07-20 Hochspannungssicherung.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT142096B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2903442C2 (de)
DE2820524C2 (de) Festelektrolytkondensator mit Schmelzsicherung
DE2917328A1 (de) Galvanisches element mit innerer schmelzsicherung
DE2124028C3 (de) Elektrischer Rohrheizkörper
DE3042830C2 (de)
DE2947185A1 (de) Gesicherte elektrolyt-kondensatoranordnung
DE2363896A1 (de) Strombegrenzungssicherung
DE1160079B (de) Elektrische Schmelzsicherung mit drahtfoermigem Schmelzleiter
AT142096B (de) Hochspannungssicherung.
DE1588034B2 (de) Von der umgebungstemperatur abhaengige elektrische sicherung
DE3231841A1 (de) Elektrische schmelzsicherung und dafuer vorgesehenes sicherungselement
DE1463771A1 (de) Strombegrenzungs-Schmelzsicherung
DE2121120C3 (de) Übertemperatursicherung fur eine elektrische Wicklung
CH171496A (de) Hochspannungssicherung.
DE497223C (de) Sicherung mit geschlossenem Schmelzeinsatz fuer Motorschutz
DE663377C (de) Hochleistungssicherung fuer hohe Nennstromstaerken und hohe Spannungen
DE559053C (de) Verfahren und Einrichtung zum Zuenden von elektrischen Leuchtroehren mit Gluehelektroden
DE1955672A1 (de) Sicherung
DE667550C (de) Hochleistungsschmelzsicherungspatrone
AT99499B (de) Thermoelektrisches Meßgerät.
DE481911C (de) Schmelzpatrone mit einer oder mehreren mittels eines leicht schmelzbaren Lotes geloeteten Heizspulen, insbesondere fuer Fernsprechanlagen
DE1564016C3 (de) Anschlußfahne für elektrische Spulen mit Wicklungen aus Folienband
DE527944C (de) Schmelzsicherungspatrone
DE1564016B2 (de) AnschluBfahne für elektrische Spulen mit Wicklungen aus Folienband
DE1588582C (de) Schmelzsicherung