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Dampferzeugungsanlage.
Bei Heizanlagen mit Hochdruckdampf über 30 Atm. verlassen die Abgase den Kessel mit höherer
Temperatur. Es werden daher meistens Abhitzekessel angeordnet, welche Dampf niedrigeren Druckes zur Betätigung der Hilfsapparate der Anlage usw. erzeugen. Die Wärmeaufnahme von Hochdruckkesseln und Abhitzekesseln steht in einem bestimmten, durch die Grössen der Heizflächen festgelegten Verhältnis, steht aber natürlich nicht immer im Einklang mit der von den beiden Kesseln abzugebenden Wärmemenge. Es müssen daher immer die Sicherheitsventile eines Kessels abblasen, wenn ein anderes Verhältnis der abzugebenden Wärmemenge infolge Betriebsschwankung erforderlich ist.
Gemäss vorliegender Erfindung wird dieser Übelstand dadurch behoben, dass eine vom Hochdruckdampf durchströmte Heizschlange, welche je nach Bedarf Wärme vom Hochdruckkessel in den Abhitzekessel überträgt, vorgesehen ist. Die Hochdruekheizfläehe wird gegenüber der Heizfläche des Abhitzekessels grösser bemessen, als dem normalen Verhältnis der Wärmeabgabe beider Kessel entspricht. Die Heizschlange kann im Wasserinhalt des Abhitzekessels selbst oder auch in. einem mit dem Wasserraum des Abhitzekessels kommunizierenden Behälter oder ähnlichem angeordnet werden.
Bei Heizanlagen ist es üblich, das Kondensat des Heizdampfes wieder in den Kessel zurückzuführen.
Dies ist bei Heizanlagen mit Hoehdruckdampf besonders wichtig, um den Kraftbedarf der Speiseeinrichtung, die nur für geringe Verluste berechnet ist, möglichst klein zu halten. Es ist daher sehr wichtig, dass der Hochdruckdampf oder das Hoehdruekkondensat aus der Heizschlange oder ein Gemisch beider in den Hochdruckkessel zurückgeleitet wird, so dass der Hochdruckkessel in seinem Wasserinhalt dadurch keinen Verlust erleidet.
Eine Ausführungsform ist beispielsweise in Anwendung bei dem durch Patent Nr. 117697 geschützten Verfahren zur Erzeugung von Hochdruckdampf in der Zeichnung dargestellt.
1 ist der Dampferzeuger, 2 die Dampfumwälzpumpe, 3 der Überhitzer, 4 die Heizschlange an der Verwendungsstelle für die Hochdruckheizung und 5 der Abhitzekessel.
In den Abhitzekessel 5 ist die Heizschlange 6 eingelegt, deren Zuleitung z. B. bei a hinter der Umwälzpumpe abzweigt und deren Ableitung bei b in den Dampferzeuger mündet. Die Heizschlange kann natürlich auch auf andere Weise an den Hochdruckkessel oder die Heizung angeschlossen werden.
Die Leitungen der Heizschlange 6 sind durch Ventile 7 und 8 absperrbar, wobei z. B. das Ventil 7 ausserdem als Regelventil dient. Das Regelventil soll automatisch in einer bekannten Weise vom Druck des Abhitzekessels betätigt werden und seine Stellung durch eine Zeigervorrichtung anzeigen. Durch diese Einrichtung ist es möglich, bei schwankender Wärmeabgabe der Heizschlange 4 und schwankender Dampfentnahme des Abhitzekessels 5 die Anlage klaglos entsprechend den einleitenden Bemerkungen im Betriebe zu halten, wobei der Wasserinhalt des Hochdruckkessels dadurch nicht verändert wird.
Mit grossem Vorteil wird der Erfindungsgedanke bei Heizanlagen angewendet, welche hohe Raumtemperaturen erfordern. Im allgemeinen muss der Dampf in der Heizschlange 4 bis auf Sättigungtemperatur abgekühlt werden, wenn nicht eine Drucksteigerung im Hochdruckkessel und darauffolgendes Abblasen der Sicherheitsventile eintreten soll.
Nach der Erfindung wird nun durch die Heizschlange 6 so viel Wärme an den Inhalt des Niederdruekdampferzeugers abgeführt, dass die vorerwähnte Drucksteigerung vermieden wird. Der Hochdruckdampf kann nun die Heizschlange 4 wesentlich überhitzt verlassen. Die Heizschlange 4 arbeitet nun mit wesentlich höheren Mitteltemperaturen in der Heizschlange 4, ohne dass dadurch der Druck des Hochdruckkessels steigt. Selbstverständlich muss auch in diesem Falle die Heizfläche des Hochdruckdampfkessel entsprechend dieser Wärmemenge grösser bemessen werden.
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EMI2.1
druckkessel wesentlich grössere Speicherfähigkeit des Niederdruekkessels ausgenützt werden, und es wird dadurch auch möglich, Belastungsspitzen an der Hoehdruckheizschlange 4 leicht aufzunehmen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
EMI2.2
gekennzeichnet, dass neben der Hochdruckheizschlange (4) noch eine weitere, gleichfalls vom Hochdruckdampr durchströmte Heizschlange (6) vorgesehen ist, die dem Abhitzekessel (5) Wärme in regelbarer Menge zufiihrt,'wobei das hiebei entstehende Kondensat in den Hochdruckkessel zurückgeleitei wird.