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Verfahren zur Gewinnung von Tonaufzeichnungen.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zur Gewinnung von Tonaufzeichnungen durch geregelte Mischung von Tonströmen, die von mehreren, miteinander zu vereinigenden Tonaufzeichnungen, Tondarbietungen u. dgl., herrühren. Es ist bereits bekannt, zwei zu verschiedenen Zeiten aufgenommene Ton-bzw. Bilddarbietungen dadurch miteinander in synchrone Übereinstimmung zu bringen, dass nach den Aufzeichnungen der älteren Darbietung ein besonderes Dirigiermittel, beispielsweise ein Dirigierband, eine Dirigierscheibe od. dgl., hergestellt wird, die dann als Leitmittel bei der zweiten Darbietung dient, so dass die Übereinstimmung beider Darbietungen gewährleistet wird.
Es ist ferner auch bekannt, ähnliche Dirigiermittel nach Art einer Partitur auszuführen und für die Zwecke der Leitung eines Orchesters oder mehrerer Darbietungsgruppen durch einen Dirigenten, Regisseur od. dgl. zu benutzen.
Durch die Erfindung werden nun ähnliche Dirigiermittel für einen völlig neuen Zweck benutzt, nämlich für die Zwecke der Tonmixung.
Bei der Mischung von vorhandenen Tonaufzeichnungen und nachträglich erzeugten neuen Tondarbietungen oder beim Mischen mehrerer vorhandener Tondarbietungen mit oder ohne neuen Tondarbietungen ist es eine wichtige Aufgabe der Tonmeister, die Stärke der einzelnen Wirkungen bzw. Teildarbietungen so zu regulieren, dass durch das Zusammenwirken der verschiedenen Tondarbietungen eine richtige Gesamtwirkung erzielt wird. So muss oftmals die musikalische Darbietung unterdrückt werden, um Solisten oder Sprecher stärker hervorzuheben, und es wird umgekehrt eine zu laute Sprachwiedergabe abgeschwächt oder eine zu leise Musikwiedergabe stärker bewirkt werden müssen u. dgl. m., insbesondere wenn es sich um Tonbildfilme handelt, bei denen Bildwirkung und Tonwirkung in Übereinstimmung sein müssen.
Diese Regulierarbeit wurde bisher lediglich nach Gutdünken des Tonmeisters und lediglich nach Gehör vorgenommen, indem der Tonmeister mittels Kopfhörer od. dgl. die Wiedergabe beim Übertragungsprozess abhörte und im Bedarfsfalle die einzelnen Regler betätigte.
Durch die Erfindung werden nun die Fehler und Schwierigkeiten, die sich bei der Regelung der Tonmischung durch Abhören ergeben und die unter anderm darin bestehen, dass die einzelnen Regelungseingriffe entweder zu spät einsetzen oder quantitativ zu stark oder zu schwach beginnen u. dgl., dadurch beseitigt, dass der Tonmeister nach einem Dirigiermittel nach Art der bekannten pirigierbänder, Dirigerseheiben od. dgl. arbeitet, in welchem die vorzunehmenden Eingriffe, ihr Ausmass, ihre Zeitpunkte bzw. sonstigen Merkmale eingetragen sind und welches Dirigiermittel in synchroner Übereinstimmung mit ablaufenden vorhandenen Tonaufzeiehnungen bzw. in synchroner Übereinstimmung mit dem gegebenenfalls auch vorhandenen, die neuen Darbietungen leitenden Dirigiermittel bewegt wird.
Dieses Tonmischungsleitmittel bietet den wesentlichen Vorteil, dass der Zeitpunkt des Einsetzens der einzelnen Tonregler sowie die andern erwähnten Massnahmen ohne weiteres ersichtlich sind, so dass ein äusserst präzises Arbeiten des Tonmeisters ermöglicht wird.
Als Leitmittel für den Tonmeister können alle für die Zwecke der Nachsynchronisierung bzw. für die Zwecke von Orchesterleitungen u. dgl. bekannten Dirigiermittel benutzt werden. Mit besonderem Vorteil werden solche mit gleichmässiger Fortbewegungsgeschwindigkeit bzw. Winkelgeschwindigkeit zur Anwendung gelangen.
Die Herstellung der als Leitmittel dienenden Dirigiereinrichtungen kann in an sich bekannter Weise an Hand von einer oder mehreren probeweisen Wiedergaben der einzelnen Teiltondarbietungen, aus denen die Gesamttondarbietung gemischt werden soll, erfolgen. Es werden die einzelnen Stellen der Tondarbietungen, an denen Eingriffe des Tonmeisters erfolgen sollen, festgestellt und eingetragen.
Der genaue Ort der Eintragung kann auch unter Zuhilfenahme beispielsweise von vorhandenen, für die Nachsynehronisierung dienenden Dirigiermitteln festgestellt werden, so dass durch das Abhören nur eine annähernde Bestimmung zu erfolgen braucht u. dgl. Gemäss der Erfindung ist es auch möglich, die Regelung bei der Tonmischung selbsttätig durch die in einem Dirigiermittel eingetragenen Zeichen vorzunehmen, wie dies für andere Zwecke bekannt ist.
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