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Stossventil mit Puffer für Stossheber.
Die Erfindung bezieht sich auf Stossventile mit Puffer für Stossheber (hydraulische Widder).
Der Zweck der Erfindung ist, die Widder auch für grosse Druckgefälle und grosse Betriebswasermengen mit günstigem und konstantem Wirkungsgrad verwendbar zu machen, ohne die Betriebssicherheit und Dauerhaftigkeit der Widderanlagen zu gefährden. Zu diesem Zwecke wird die elastische Wirkungsweise angestrebt.
Es ist bekannt, Stossventile für Stossheber mit einem Puffer zu versehen, um die Ventilschläge unschädlich zu machen. Beispielsweise wurde bereits in der Verlängerung der Ventilstange eine von der Feder abgestützte Scheibe vorgesehen, die eine Kautschuk-oder Lederplatte trägt.
Die vorliegende Erfindung besteht in einer vorteilhaften Ausbildung eines Puffers für Stossheber : u. zw. ist erfindungsgemäss die Führung des Stossventils als Luftpuffer ausgebildet. Die Erfindung besteht ferner in verschiedenen weiteren zweckmässigen Ausgestaltungen des Luftpuffers.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Die Figur stellt einen Stossheber im Längsschnitt dar, mit geschnittenem Windkessel, Unterteil und Stossventil mit Puffer, aus dessen Schnitt der Druckraum mit der Steuerung durch Luftlöcher, Einstellvorrichtung und Dich- tungen ersichtlich ist. Die Flanschen sind aus der Ebene herausgedreht und dieselben in der andern Ansieht gestrichelt dargestellt.
Die Wirkungsweise ist folgende : Das Betriebswasser wird aus der Quelle, dem Bach oder Fluss entnommen und durch die Druckleitung 1 dem Unterteil 2 und dem Stoss ventil j zugeführt. Das Unterteil 2 ist rechts und links mit ovalen Flanschen 4 ausgebildet. an welche das Stoss ventil j respektive die Druckleitung 1 angeschlossen ist. Das eintretende Wasser findet zum Teil durch die Ablauflöcher 6
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axial geführt ist. Die Stirnseite der Führungsstange des Stossventilkegels 5 gibt in der Anfangsstellung die Luftlöcher 16 (Schlitze) frei.
Der zylindrische Kompressionsraum steht in dieser Stellung der Führungs- stange mit der Aussenluft in Verbindung, und der Druck im Kompressionsraum passt sich somit dem atmosphärischen Luftdruck an. Durch das Schliessen des Stossventilkegels-5 wird derselbe aus der Anfangsstellung gebracht, und durch die Führungsstange werden hiebei die Luftlöcher 16 geschlossen. Die im zylindrischen Kompressionsraum befindliche Luft kann nicht entweichen und wird dadurch komprimiert. Ein Ausströmen der komprimierten Luft wird durch entsprechende Dichtungen 17 verhindert. Der Kompressionsdruck kann mit Stellschraube 18 eingestellt werden, und der eingestellte Druck wird mit Gegenmutter 19 fixiert.
Die Einstellung der Kompression erfolgt derart, dass ein ruhiges Schliessen des Stossventilkegels 5 auf dem Ventilsitz 8 eintritt und dadurch ein Schonen der Sitze gewährleistet ist und dass, wenn das Wasser in der Druckleitung 1 wieder zur Ruhe gekommen ist. der Druck im Kompressionsraum so hoch ist. dass ein sicheres Öffnen des Stossventilkegels 5 durch Expandieren der komprimierten Luft eintritt. Das Öffnen hat einen momentanen Druckabfall in der Druckleitung 1 zur Folge. Der Stossventitkegel J wird nun einerseits durch die expandierende Luft und anderseits durch die Spiralfeder 7 in seine Anfangsstellung gebracht.
Das Wasser in der Druckleitung 1 kommt wieder in Bewegung
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Drucksteigerung in der Druckleitung 1 aufgezehrt. das Wasser somit in der Druckleitung 1 zur Ruhe gekommen, so tritt ein neuerliches Öffnen des Stossventilkegels 5 durch die expandierende Luft und
Spiralfeder 7 ein. Das Spiel wiederholt sich selbsttätig bei jedem Hub. Das Wasser wird somit durch die komprimierte Luft im Windkessel 12 der Verbrauchsstelle zugeführt.
Durch die Erfindung des Stossventils mit Luftpuffer werden folgende Vorteile erreicht. Der Stoss- heber kann durch die elastische Wirkungsweise jeder gegebenen druckhöhe h und Betriebswassermenge angepasst werden. Dadurch können Stossheber überall dort mit Vorteil aufgestellt werden, wo die natur- lichen Bedingungsen gegeben sind. Die Stossheber arbeiten nahezu kostenlos, ohne Bedienung und Wartung, mit günstigen Anschaffungskosten. Die Schädlichkeit der Stösse wird durch das Stossventil mit Luft- puffer zuverlässig vermieden. Die Wirkungsweise ist keine stossweise, sondern. wie erwähnt, eine elastische. welche der Wirkung von expandierenden Gasen nahekommt, was den Wirkungsgrad günstig beeinflusst.
@ Die bekannten Wasserschläge werden verhindert, was sich ganz besonders auf die Rohrleitungen und damit auf die gesamte Haltbarkeit der Widderanlagen günstig auswirkt und dadurch eine lange Lebens- dauer gewährleistet. Durch die Nutzbarmachung grosser Druckhöhen und Betriebswassermengen tritt eine ganz bedeutende Steigerung der lebendigen Kraft und dadurch der Leistung ein. Es werden be- deutende Steigeningen sowohl der Steighöhe (Förderhöhe) wie auch der Liefermenge erreicht. Durch
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wie für Industrien, Gemeinden. Landwirte u. dgl. mehr.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Stossventil mit Puffer für Stossheber, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung dieses Ventils als Luftpuffer ausgebildet ist.