AT14254U1 - Fensterprofil - Google Patents

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AT14254U1
AT14254U1 ATGM50133/2014U AT501332014U AT14254U1 AT 14254 U1 AT14254 U1 AT 14254U1 AT 501332014 U AT501332014 U AT 501332014U AT 14254 U1 AT14254 U1 AT 14254U1
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Fensterprofils (1) nach dem ein Profilkörper (2) aus einem Kunststoffprofil mit zumindest einem metallischen Verstärkungselement (6) verstärkt wird, wobei das Verstärkungsprofil (6) in einer Ausnehmung (5), insbesondere einer Nut, des Kunststoffprofils, die an einer äußeren Oberfläche (4) des Kunststoffprofils ausgebildet ist, angeordnet und mit dem Kunststoffprofil mit einem Klebstoff (7) verklebt wird.

Description

Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Fensterprofils nach dem einKunststoff profil mit zumindest einem metallischen Verstärkungselement verstärkt wird, wobeidas Verstärkungsprofil in einer Ausnehmung, insbesondere einer Ausnehmung, insbesondereder Nut, des Kunststoffprofils, die an einer äußeren Oberfläche des Kunststoffprofils ausgebildetist angeordnet wird. Weiter betrifft die Erfindung ein Fensterprofil aus Kunststoff mit einemProfilkörper, der eine äußere Oberfläche aufweist, in der zumindest eine Ausnehmung, insbe¬sondere eine Nut, angeordnet ist, sowie mit zumindest einem Verstärkungselement, das in derAusnehmung, insbesondere der Nut, in der äußeren Oberfläche angeordnet ist.
[0002] Aus der DE10 2010 030 310 A1 ist ein Verbundprofil für Fenster und Türen mit einemextrudierten Kunststoffprofil und mindestens einem mit diesem weitgehend schubfest verbun¬den Verstärkungselement bekannt. Dieses weist mindestens ein Haltelement am Verstärkungs¬element zur Herstellung einer Stoff-, reib- und/oder formschlüssigen Verbindung zwischen Ver¬stärkungselement und Kunststoffprofil auf, wobei das Haltelement in der Ebene des Verstär¬kungselementes sowohl in Quer- und Längsrichtung des Verstärkungselements wirkt. DasVerstärkungselement besteht unter anderem aus Metall, bevorzugt Stahl oder Aluminium, undkann als Band, als Leiste und/oder als Draht ausgebildet sein. Es kann erst nach dem weitge¬henden Abkühlen des Kunststoffprofils in von außen zugängliche Nuten in das Kunststoffprofileingepresst werden. Gemäß einer Ausführungsvariante dieses Verbundprofils ist vorgesehen,dass der Draht zusätzlich zum Prägen der Oberfläche auch auf etwa 120 bis 200 °C aufgeheiztwird. Nach dem Einpressen wird die Wärme in den benachbarten Kunststoff eingeleitet, sodassdieser erweicht und fließfähig wird, wodurch der Kunststoff die Hinterschneidungen im Drahtweitgehend ausfüllt. Es soll damit erreicht werden, dass nach dem Abkühlen der Draht und derKunststoff optimal verbunden sind, sodass große Schubkräfte übertragen werden können.Nachteilig ist dabei, dass aufgrund der großen Unterschiede in den thermischen Ausdehnungs¬koeffizienten und den E-Modulen zwischen Kunststoff und Metall das Langzeitverhalten dergewünschten Eigenschaften nicht das gewünschte Ergebnis zeigt.
[0003] Die Aufgabe vorliegender Erfindung besteht darin, eine Möglichkeit zu schaffen, mit derdie Langzeitbeständigkeit derartiger Verbundprofile für Fenster verbessert werden kann.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung wird bei dem eingangs genannten Verfahren dadurch gelöst,dass das Verstärkungselement mit dem Kunststoffprofil mit einem Klebstoff verklebt wird. Wei¬ter wird die Aufgabe der Erfindung mit dem eingangs genannten Fensterprofil gelöst, bei demdas Verstärkungselement in der Ausnehmung, insbesondere der Nut, mit dem Profilkörper übereinen Klebstoff verklebt ist.
[0005] Es sei darauf hingewiesen, dass die Begriffe Klebstoff und Kleber synonym verwendetwerden.
[0006] Von Vorteil ist dabei, dass mit dem Klebstoff eine Art „Puffer“ geschaffen wird, über dendie unterschiedlichen thermischen Ausdehnungskoeffizienten zwischen dem Kunststoff desProfilkörpers und dem metallischen Verstärkungselement besser aufgefangen werden können,sodass also die durch die höhere thermische Ausdehnung des metallischen Verstärkungsele¬mentes erzeugten Kräfte nicht unmittelbar auf den Kunststoff einwirken. Zudem kann durch diestoffschlüssige Verbindung zwischen dem Profilkörper und dem Verstärkungselement ohnezusätzliche Bauteile, wie die in der voranstehend DE-A1 genannten Halteelemente, und ohnezusätzliche Bearbeitungsschritte, wie das in dieser DE-A1 genannte oberflächliche Prägen desDrahtes, eine verbesserte flächige Kraftübertragung erreicht werden, wodurch im Vergleich zuder formschlüssigen Verbindung zwischen dem Kunststoff profil und dem Verstärkungsdrahtnach der DE-A1 die Langzeitbeständigkeit bzw. die Lastspitzenverteilung, die durch das Auf¬fangen der Ausdehnungen des Kunststoffprofils auftritt, des Fensterprofils nach der Erfindungdeutlich verbessert werden kann.
[0007] Gemäß einer Ausführungsvariante des Verfahrens kann der Klebstoff vor dem Einlegen des Verstärkungselementes in die Ausnehmung, insbesondere die Nut, eingebracht werden. Eswird damit eine bessere Verteilung des Klebstoffs über die Oberfläche des Verstärkungsele¬mentes beim Einführen des Verstärkungselementes in die Ausnehmung, insbesondere die Nut,erreicht. Darüber hinaus ist die Einbringung des Klebstoffs in die Ausnehmung, insbesonderedie Nut, verfahrenstechnisch einfacher ausführbar, wobei Dosierungsfehler durch eine be¬reichsweise zu große Menge an Klebstoff während des Einbringens des Verstärkungselemen¬tes infolge der Klebstoffverdrängung durch das Verstärkungselement einfach ausgeglichenwerden können.
[0008] Es ist bevorzugt, wenn ein Volumen an Klebstoff verwendet wird, dass das Verstär¬kungselement nach dem Einbringen in die Ausnehmung, insbesondere die Nut, zumindestannähernd vollständig von dem Klebstoff bedeckt ist. Es wird damit erreicht, dass das Verstär¬kungselement, das ja an der äußeren Oberfläche des Kunststoffprofils angeordnet ist, besservor Witterungseinflüssen geschützt ist, ohne dass zusätzliche Maßnahmen in Hinblick auf denKorrosionsschutz des Verstärkungselementes erforderlich sind. Es kann damit also eine Verein¬fachung des Verfahrensablaufs zur Herstellung des Fensterprofils durch Reduktion von Arbeits¬schritten erreicht werden.
[0009] Bevorzugt wird ein Klebstoff verwendet, der eine Viskosität bei 20 °C zwischen 10.000mPa s und 900.000 mPa s aufweist. Es kann damit die zumindest annähernd vollständigeUmflutung des Verstärkungselementes mit dem Klebstoff beim Einsetzen des Verstärkungs¬elementes verbessert werden, wodurch der zumindest annähernd vollständige Verschluss derAusnehmung, insbesondere der Nut, mit dem Klebstoff erreicht werden kann. Darüber hinausist damit auch die Dosierung des Klebstoffs einfacher ausführbar.
[0010] Zusätzlich oder alternativ dazu kann vorgesehen werden, dass das Verstärkungsele¬ment und/oder der Klebstoff vor und/oder nach dem Einsetzen des Verstärkungselementes indie Ausnehmung, insbesondere die Nut, erwärmt wird oder werden, um die gleichmäßige Ver¬teilung des Klebstoffs in der Ausnehmung, insbesondere der Nut, und um das Verstärkungs¬elemente herum zu unterstützen.
[0011] Nach einer anderen Ausführungsvariante des Verfahrens ist vorgesehen, dass als Ver¬stärkungselement ein Rundstab mit einem Durchmesser von mindestens 2,4 mm eingesetztwird. Einerseits wird durch die Verwendung eines Rundstabes als Verstärkungselement dessenUmflutung durch den Klebstoff beim Einführen in die Ausnehmung, insbesondere die Nut, ver¬bessert. Andererseits wird damit eine Oberflächengröße des Verstärkungselementes zur Verfü¬gung gestellt, die eine bessere Lastabtragung ermöglicht, wodurch die Belastung der Klebever¬bindung pro Flächeneinheit reduziert werden kann, wodurch die Langzeitstabilität des Verbun¬des zwischen dem Kunststoff des Profilkörpers und dem metallischen Verstärkungselementeweiter verbessert werden kann.
[0012] Es ist weiter von Vorteil, wenn ein Klebstoff verwendet wird, der eine Wasserdampfdiffu¬sionswiderstandszahl μ nach DIN EN ISO 12572 in der zum Anmeldetag gegenständlicherErfindung gültigen Fassung von mindestens 40.000 aufweist. Es kann damit die Langzeitstabili¬tät der Verbindung Kunststoff/Metall verbessert werden, da das Metall besser vor Korrosiongeschützt werden kann, sodass also auf dem Metall des Verstärkungselementes keine sichablösenden Korrosionsschichten gebildet werden.
[0013] Bevorzugt ist das Verstärkungselement unterhalb einer Dichtung oder Abdeckung ange¬ordnet, wodurch der Verbindungsbereich Kunststoff/Metall ebenfalls besser vor der Bewitterungbzw. Bewetterung geschützt werden kann.
[0014] Aus demselben Grund kann vorgesehen werden, dass das Verstärkungselement imBereich einer Bauanschlussfuge angeordnet ist.
[0015] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figurnäher erläutert.
[0016] Es zeigt in vereinfachter, schematischer Darstellung: [0017] Fig. 1 einen Querschnitt eines Fensterprofils.
[0018] Einführend sei festgehalten, dass die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wiez.B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezo¬gen sind und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lagezu übertragen.
[0019] In Fig. 1 ist ein Querschnitt durch ein Fensterprofil 1 dargestellt. Insbesondere handeltes sich bei dem Fensterprofil 1 nach Fig. 1 um ein so genanntes Blendrahmenprofil. Das Fens¬terprofil 1 kann aber auch als Flügelrahmenprofil ausgebildet sein.
[0020] Ein Flügelrahmenprofil wird bekanntlich zur Herstellung eines Flügelrahmens, der dieVerglasung des Fensters aufweist, verwendet. Ein Blendrahmenprofil wird demgemäß zurHerstellung eines Blendrahmens des Fensters verwendet. Der Blendrahmen ist dabei jenerRahmen, an dem der Flügelrahmen am geschlossenen Zustand des Fensters anliegt.
[0021] Es sei weiter angemerkt, dass das Fenster auch eine Tür sein kann, beispielsweise eineTerrassentür oder eine Hub/Schiebetür.
[0022] Derartige Fenster und Türen werden zum Verschließen von Öffnungen in Gebäudenverwendet.
[0023] Das Fensterprofil 1 weist einen Profilkörper 2 auf. Der Profilkörper 2 besteht aus einem(thermoplastischen) Kunststoff, wie beispielsweise Polyvinylchlorid (PVC), Polypropylen (PP),einem WPC-Werkstoff (Wood Plastics Composite), etc.. Die Verwendung von Kunststoffen ist inder Fertigung bereits bekannt, sodass sich weitere Ausführungen dazu erübrigen.
[0024] Bevorzugt besteht der Profilkörper 2 aus PVC.
[0025] Der Profilkörper 2 ist also so genanntes Hohlkammerprofil mit zumindest einer Hohl¬kammer 3 ausgebildet. Auch dies ist aus dem Stand der Technik bekannt. Zumindest eine vonmehreren Hohlkammern 3 kann zur Aufnahme eines Wärmedämmstoffes verwendet werden.Es ist auch allgemein üblich, dass in zumindest einer von mehreren Hohlkammern 3 ein Verstei¬fungsprofil aus Stahl angeordnet wird. Dies ist bei dem Fensterprofil 1 nach der Erfindung nichterforderlich, sodass also sämtliche Hohlkammern 3 frei von Versteifungselementen bzw. Ver¬steifungsprofilen ausgebildet sein können.
[0026] Das Fensterprofil 1 wird üblicherweise nach einem Extrusionsverfahren als Stangenwarehergestellt und auf die erforderliche Größe des Fensters oder der Tür abgelängt.
[0027] Der Profilkörper 2 weist eine äußere Oberfläche 4 auf. In dieser äußeren Oberfläche 4ist zumindest eine Ausnehmung 5, insbesondere eine Nut, angeordnet bzw. ausgebildet, in derein Verstärkungselement 6 aufgenommen genommen ist.
[0028] In der in Fig. 1 konkret dargestellten Ausführungsvariante des Fensterprofils 1 sind dreiAusnehmungen 5, insbesondere Nuten, an der äußeren Oberfläche 4 des Profilkörpers 2 aus¬gebildet, in denen jeweils ein Verstärkungselement 6 angeordnet ist. Diese drei Ausnehmungen5, insbesondere Nuten, sind dabei in den Eckbereichen des Profilkörpers 2 ausgebildet.
[0029] Es ist im Rahmen der Erfindung aber möglich, dass der Profilkörper 2 weniger als dreioder mehr als drei derartige Ausnehmungen 5, insbesondere Nuten, an seiner äußeren Ober¬fläche 4 aufweist, beispielsweise nur eine oder zwei oder vier oder fünf, etc.
[0030] Weiter ist es möglich, dass diese Ausnehmungen 5, insbesondere Nuten, nur auf dieEckbereiche des Profilkörpers 2 beschränkt sind. Es können aber auch alternativ dazu oderzusätzlich dazu Ausnehmungen 5, insbesondere Nuten, zur Aufnahme von Verstärkungsele¬menten 6 zwischen den Eckbereichen vorgesehen werden.
[0031] Obwohl bevorzugt in sämtlichen dieser Ausnehmungen 5, insbesondere Nuten, Verstär¬kungselemente 6 angeordnet sind, besteht die Möglichkeit, dass einzelne dieser Ausnehmun¬gen 5, insbesondere Nuten, keine Verstärkungselemente 6 aufweisen.
[0032] Das Verstärkungselement 6 ist bzw. die Verstärkungselemente 6 bestehen aus bzw. sind aus einem metallischen Werkstoff hergestellt. Insbesondere besteht das Verstärkungsele¬ment 6 bzw. bestehen die Verstärkungselemente 6 aus Stahl.
[0033] Das oder die Verstärkungselement(e) 6 weisen bevorzugt einen zumindest annäherndkreisrunden Querschnitt auf, sind also als Rundstab bzw. Draht ausgebildet. Das oder die Ver-stärkungselement(e) 6 können aber als Flachprofil ausgebildet sein. Weiter kann eine Mischungaus unterschiedlichen Profilquerschnitten der Verstärkungselemente 6 vorgesehen sein, dassalso in zumindest einer von mehreren Ausnehmungen 5, insbesondere Nuten, ein Rundstabbzw. Draht und in (den) anderen bzw. den restlichen Ausnehmungen 5, insbesondere Nuten,Flachprofile angeordnet sind.
[0034] In der bevorzugten Ausführungsvariante des Fensterprofils 1 werden ausschließlichRundstäbe bzw. Drähte als Verstärkungselemente 6 verwendet. Besonders bevorzugt weisendiese einen Durchmesser von mindestens 2,4 mm auf. Beispielsweise können die Rundstäbeeinen Durchmesser aufweisen, der ausgewählt ist aus einem Bereich von 2,4 mm bis 8 mm,insbesondere aus einem Bereich von 2,4 mm bis 5 mm.
[0035] Das oder die Verstärkungselement(e) 6 ist bzw. sind vorzugsweise jeweils einteiligausgebildet und erstrecken sich zumindest annähernd über die gesamte Länge des Fensterpro¬fils 1. Mit zumindest annähernd ist in diesem Zusammenhang gemeint, dass sie kurz vor denStirnseiten des Profilkörpers 2 enden können, um damit den Eckverbund zwischen den zu demBlendrahmen bzw. Flügelrahmen miteinander verbundenen Fensterprofilen 1 nicht zu stören,d.h. das Zusammenschweißen der Fensterprofile zu dem jeweiligen Rahmen zu ermöglichen.Dies insbesondere deswegen, da durch das Zusammenschweißen der Fensterprofile 1 diesegeringfügig kürzer werden.
[0036] Im Folgenden wird der Einfachheit halber lediglich auf ein Verstärkungselement 6 Bezuggenommen. Die Ausführungen dazu sind aber auf sämtliche derartigen Verstärkungselemente 6zu übertragen, d.h. dass bei der Verwendung der Mehrzahl in Bezug auf das Verstärkungsele¬ment 6 dessen Mehrzahl mitzulesen ist.
[0037] Das Verstärkungselement 6 ist mit der äußeren Oberfläche des Profilkörpers 2 in derAusnehmung 5, insbesondere der Nut, verklebt, wie dies bei dem in Fig. 1 rechts unten darge¬stellten Verstärkungselement 6 gezeigt ist. Die Verklebung erfolgt über einen Klebstoff 7, derbereichsweise zwischen der Ausnehmungsoberfläche, insbesondere der Nutoberfläche, undder Oberfläche des Verstärkungselementes 6 angeordnet ist. Das Verstärkungselement 6 istalso teilweise in dem Klebstoff 7 eingebettet.
[0038] Um dies zu erreichen kann in einem ersten Verfahrensschritt der Klebstoff 7 in die Aus¬nehmung 5, insbesondere die Nut, eingebracht werden und in einem darauf folgenden Verfah¬rensschritt das Verstärkungselement 6 in das Klebstoffbett und die Ausnehmung 5, insbesonde¬re die Nut, eingebracht werden. Vorzugsweise erfolgt das Einbringen des Verstärkungselemen¬tes 6 in die Ausnehmung 5, insbesondere die Nut, nicht durch Einschieben in Richtung derLängserstreckung des Fensterprofils 1 sondern durch Eindrücken in einer dazu senkrechtenRichtung.
[0039] Das Verstärkungselement 6 wird vorzugsweise off-line eingesetzt, d.h. eingeklebt, alsonicht während der Herstellung des Profilkörpers 2 des Fensterprofils 1.
[0040] Es ist aber auch möglich, dass das Verstärkungselement 6 vor dem Einsetzen in dieAusnehmung 5, insbesondere die Nut, mit dem Klebstoff 7 versehen wird, beispielsweise durchAufstreichen oder Aufsprühen oder Auftauchen. Dies kann insbesondere erfolgen, wenn dieAusnehmung 5, insbesondere die Nut, einen größeren Durchmesser aufweist als das Verstär¬kungselement, sodass beim Einsetzen des mit dem Klebstoff 7 versehenen Verstärkungsele¬mentes 6 dieser nicht von diesem abgestrichen wird.
[0041] Generell kann die Ausnehmung 5, insbesondere die Nut, einen beliebigen Querschnittaufweisen. Es ist jedoch von Vorteil, wenn die Ausnehmung 5, insbesondere die Nut, hinter¬schnitten ist, sodass das Verstärkungselement 6 in die Ausnehmung 5, insbesondere die Nut, hineingedrückt werden muss und in der Folge bis zum Erhärten des Klebstoffs 7 in der Aus¬nehmung 5, insbesondere der Nut, durch zumindest teilweisen Formschluss gehalten wird.
[0042] Weiter kann die Ausnehmung 5, insbesondere die Nut, einen gerundeten Ausneh¬mungsgrund, insbesondere Nutengrund, aufweisen, wodurch die Verteilung des Klebstoffs 7beim Hineindrucken des Verstärkungselementes 6 in die Ausnehmung 5, insbesondere die Nut,besser verteilt werden kann.
[0043] Als Klebstoff 7 kann ein 1K- oder 2K-Methacrylat-Klebstoff oder ein 1K- oder 2K-Polyurthan-Klebstoff oder ein 2K-Epoxiklebstofff oder ein Hybridklebstoff verwendet werden.
[0044] Vorzugsweise wird ein Klebstoff 7 verwendet, der eine Viskosität bei 20 °C zwischen10.000 mPa s und 900.000 mPa s, insbesondere zwischen 100.000 mPa s und 300.000 mPa s,aufweist.
[0045] Es ist weiter bevorzugt, wenn der Klebstoff 7 eine Wasserdampfdiffusionswiderstands¬zahl μ nach DIN EN ISO 12572 von mindestens 40.000, insbesondere von mindestens 50.000,beispielsweise zwischen 55.000 und 60.000, aufweist.
[0046] Nach einer Ausführungsvariante des Fensterprofils 1 kann vorgesehen sein, dass dasVerstärkungselement zumindest annähernd vollständig, insbesondere vollständig, in dem Kleb¬stoff eingebettet ist, wie dies anhand der linken unteren Ausnehmung 5, insbesondere der Nut,des Fensterprofils 1 in Fig. 1 dargestellt ist. Dazu wird vorzugsweise ein Volumen an Klebstoff 7in die Ausnehmung 5, insbesondere die Nut, eingebracht, dass das Verstärkungselement 6nach dem Einbringen in die Ausnehmung 5, insbesondere die Nut, durch die Verdrängung desüberschüssigen Klebstoffs 7 in Richtung aus der Ausnehmung 5, insbesondere der Nut, herauszumindest annähernd vollständig von dem Klebstoff 7 bedeckt ist.
[0047] Mit zumindest annähernd vollständig ist in diesem Zusammenhang gemeint, dass dieStirnflächen des Verstärkungselementes 6 frei von Klebstoff 7 sein können, das Verstärkungs¬element 6 aber über seine gesamte Mantelfläche, also die Fläche in Umfangsrichtung desVerstärkungselementes 6, mit dem Klebstoff bedeckt ist.
[0048] Vorzugsweise wird dabei die Ausnehmung 5, insbesondere die Nut, zur Gänze mit demKlebstoff 7 ausgefüllt (abgesehen von dem Volumen der Ausnehmung 5, insbesondere der Nut,das das Verstärkungselement 6 benötigt).
[0049] Das für die Ausführungsvariante erforderliche Volumen an Klebstoff 7 ist abhängig vomVolumen der Ausnehmung 5, insbesondere der Nut, und kann anhand weniger Versuche ermit¬telt werden.
[0050] Alternativ oder zusätzlich dazu kann auch vorgesehen werden, dass nach dem Einbrin¬gen des Verstärkungselementes 6 in die mit dem Klebstoff 7 versehene Ausnehmung 5, insbe¬sondere Nut, eine zusätzliche Klebstoffschicht auf das Verstärkungselement 6 aufgebracht wird,sodass dieses zumindest annähernd vollständig mit dem Klebstoff 7 bedeckt ist bzw. die Aus¬nehmung 5, insbesondere die Nut, mit dem Klebstoff 7 verschlossen wird.
[0051] Nach einer anderen Ausführungsvariante des Fensterprofils 1, die anhand der linkenoberen Ausnehmung 5, insbesondere der Nut, in Fig. 1 dargestellt ist, kann das Verstärkungs¬element 6 unterhalb einer Dichtung 8 oder einer Abdeckung angeordnet sein. Unterhalb beziehtsich dabei nicht zwingendenweise auf die vertikale Richtung sondern darauf, dass das Verstär¬kungselement 6 zwischen dem Ausnehmungsgrund, insbesondere der Nutengrund, und derDichtung 8 bzw. der Abdeckung angeordnet ist.
[0052] Die Dichtung 8 ist eine übliche im Fensterbau verwendete Dichtung, wie sie z.B. zurHerstellung der Schlagregendichtheit des Fensters oder der Tür eingesetzt wird.
[0053] Bei dieser Ausführungsvariante des Fensterprofils 1 ist es also nicht notwendig, dass fürdas Verstärkungselement 6 gesonderte Ausnehmungen 5, insbesondere der Nuten, im Profil¬körper 2 vorgesehen werden, sondern können die ohnehin im Profilkörper 2 ausgebildetenAusnehmung 5, insbesondere der Nuten, für das Einsetzen der Dichtungen 8 verwendet wer- den.
[0054] Es ist auch möglich, dass das Verstärkungsprofil 6 im Bereich einer Bauanschlussfuge 9im Profilkörper 2 angeordnet ist, wie dies in Fig. 1 bei den beiden unteren Ausnehmungen 5,insbesondere Nuten, dargestellt ist.
[0055] Der Bereich der Bauanschlussfuge 9 des Fensterprofils 1 ist jener Bereich, der dafürvorgesehen ist, den Anschluss des Fensters an das Gebäude herzustellen. Üblicherweise istdies bei so genannten Kunststofffenstern ein vertiefter Bereich des Profilkörpers 2, wobei dieVertiefung durch eine Überstand von zwei Seitenwänden 10, 11 des Profilkörpers 1 gebildetwird, wie dies in Fig. 1 zu sehen ist.
[0056] Zur Erleichterung des zumindest teilweisen Einbettens des Verstärkungselementes 6 inden Keber 7 kann vorgesehen werden, dass das Verstärkungselement 6 und/oder der Klebstoff7 vor dem Einsetzen des Verstärkungselementes 6 in die Ausnehmung 5, insbesondere dieNut, erwärmt wird oder werden. Es ist aber auch die nachträgliche Erwärmung des Verstär¬kungselements 6 und/oder des Klebstoffs 7 möglich, beispielsweise mittels induktiver Behei¬zung des metallischen Verstärkungselementes 6. Die Temperatur, auf die das Verstärkungs¬element 6 und/oder der Klebstoff 7 erwärmt wird bzw. werden kann dazu ausgewählt sein auseinem Bereich von 40 O bis 60 O, wobei das Verstärkungselement 6 auch auf eine zur Tem¬peratur des Klebstoffs 7 unterschiedliche Temperatur erwärmt werden kann.
[0057] Es kann auch ein Verstärkungselement 6 verwendet werden, dessen Oberfläche aufge¬raut ist. Ebenso kann ein Profilkörper eingesetzt werden, dessen Oberfläche in der Ausneh¬mung 5, insbesondere der Nut, aufgeraut ist. Die Oberflächenrauigkeiten können durch bekann¬te Oberflächenbehandlungen erzeugt werden.
[0058] Es sei erwähnt, dass - obwohl dies voranstehend nicht ausgeführt wurde - die Oberflä¬che der Ausnehmung 5, insbesondere der Nut, und/oder die Oberfläche des Verstärkungsele¬mentes 6 vor dem Verkleben einer entsprechenden, für Verklebungen üblichen Oberflächenbe¬handlung zum Reinigen der Oberflächen unterzogen werden können.
[0059] Im Rahmen der Erfindung wurden anhand eines Fensterprofils 1 die Längenänderungdes Verstärkungselementes 6 gemessen. Zum Vergleich wurde ein Fensterprofil nach der DE102010 030 310 A1 dem gleichen Test unterzogen. Die Ergebnisse sind nachfolgend wiederge¬geben. Als Verstärkungselement 6 wurde jeweils ein Schweißdraht 1000 mm x 2 mm verwen¬det. Die Fensterprofile selbst bestanden jeweils aus PVC.
[0060] Längenänderung eines Fensterprofils nach der DE10 2010 030 310 A120 <0-1000 mm 600-1002 mm-10O - 997 mm [0061] Drahtüberstand beim Fensterprofil nach der DE10 2010 030 310 A1200 -1,6 mm 600 -bündig-10O - 2,57 mm [0062] Längenänderung eines Fensterprofil 1 nach der Erfindung mit eingeklebten Drähten20 0- 995 mm 60 0- 995,5 mm-20 0- 994 mm [0063] Es wurde kein Drahtüberstand oder Rückzug des Drahtes bei den unterschiedlichenTemperaturen beobachtet. FAZIT: [0064] Die Verbindung der Drähte zum PVC-Profil kann deutlich höhere Kräfte übertragen alsdie reine Klemmung und Aufschrumpfen von PVC auf Stahl.
[0065] Die Ausführungsbeispiele zeigen und beschreiben mögliche Ausführungsvarianten desFensterprofils 1, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass auch diverse Kombinationen dereinzelnen Ausführungsvarianten untereinander möglich sind.
[0066] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Ver¬ständnis des Aufbaus des Fensterprofils 1 dieses bzw. dessen Bestandteile teilweise unma߬stäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
BEZUGSZEICHENLISTE 1 Fensterprofil 2 Profilkörper 3 Hohlkammer 4 Oberfläche 5 Ausnehmung 6 Verstärkungselement 7 Klebstoff 8 Dichtung 9 Bauanschlussfuge 10 Seitenwand 11 Seitenwand

Claims (12)

  1. Ansprüche 1. Verfahren zur Herstellung eines Fensterprofils (1) nach dem ein Profilkörper (2) aus einemKunststoffprofil mit zumindest einem metallischen Verstärkungselement (6) verstärkt wird,wobei das Verstärkungsprofil (6) in einer Ausnehmung (5), insbesondere einer Nut, desKunststoffprofils, die an einer äußeren Oberfläche (4) des Kunststoffprofils ausgebildet ist,angeordnet wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungselement (6) mit demKunststoffprofil mit einem Klebstoff (7) verklebt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Klebstoff (7) vor demEinlegen des Verstärkungselementes (6) in die Ausnehmung (5), insbesondere die Nut,eingebracht wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Volumen an Kleb¬stoff (7) verwendet wird, dass das Verstärkungselement (6) nach dem Einbringen in dieAusnehmung (5), insbesondere die Nut, zumindest annähernd vollständig von dem Kleb¬stoff (7) bedeckt ist.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungs¬element (6) nach dem Einsetzen in die Ausnehmung (5), insbesondere die Nut, mit einerKlebstoffschicht zumindest annähernd vollständig abgedeckt wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kleb¬stoff (7) mit einer Viskosität bei 20 °C zwischen 10.000 mPa s und 900.000 mPa s verwen¬det wird.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Ver¬stärkungselement (6) und/oder der Klebstoff (7) vor und/oder nach dem Einsetzen desVerstärkungselementes (6) in die Ausnehmung (5), insbesondere die Nut, erwärmt wirdoder werden.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass als Verstär¬kungselement (6) ein Rundstab mit einem Durchmesser von mindestens 2,4 mm einge¬setzt wird.
  8. 8. Fensterprofil (1) aus Kunststoff mit einem Profilkörper (2), der eine äußere Oberfläche (4)aufweist, in der zumindest eine Ausnehmung (5), insbesondere eine Nut, angeordnet ist,sowie mit zumindest einem Verstärkungselement (6), das in der Ausnehmung (5), insbe¬sondere der Nut, in der äußeren Oberfläche (4) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,dass das Verstärkungselement (6) in der Ausnehmung (5), insbesondere der Nut, mit demProfilkörper (2) über einen Klebstoff (7) verklebt ist.
  9. 9. Fensterprofil (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungsele¬ment (6) zumindest annähernd vollständig in dem Klebstoff (7) eingebettet ist.
  10. 10. Fensterprofil (1) nach Anspruch 8 oder 9 dadurch gekennzeichnet, dass der Klebstoff (7)eine Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl μ nach DIN EN ISO 12572 von mindestens40.000 aufweist.
  11. 11. Fensterprofil (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass dasVerstärkungselement (6) unterhalb einer Dichtung (8) oder einer Abdeckung angeordnetist.
  12. 12. Fensterprofil (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass dasVerstärkungselement (6) im Bereich einer Bauanschlussfuge (9) angeordnet ist. Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
ATGM50133/2014U 2014-08-26 2014-08-26 Fensterprofil AT14254U1 (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
RU2836534C1 (ru) * 2024-09-09 2025-03-17 Общество с ограниченной ответственностью "Компания "Грайн" Система главных профилей для сборки оконных и дверных блоков

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DE3236357A1 (de) * 1982-10-01 1984-04-05 Wilfried Dipl.-Ing. 7031 Nufringen Ensinger Verfahren zum verbinden der metallischen innen- und aussenteile eines verbundprofils mit einem isoliersteg aus kunststoff
DE102008017879A1 (de) * 2008-03-20 2009-09-24 Sls Kunststoffverarbeitungs Gmbh & Co. Kg Verfahren zum Herstellen von Kunststoff-Profilen mit Verstärkungseinlage und danach hergestellte Profile
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