AT142784B - Verfahren zum Beizen von tierischen Fasern, insbesondere Haaren für die Filzherstellung, vorzugsweise Hutfilzherstellung. - Google Patents
Verfahren zum Beizen von tierischen Fasern, insbesondere Haaren für die Filzherstellung, vorzugsweise Hutfilzherstellung.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zum Beizen von tierischen Fasern, insbesondere Haaren für die Filzherstellung, vorzug- weise Hutfilzherstellung. Die Rohmaterialien der Hutfilzindustrie, wie insbesondere Haare, werden zur Erhöhung der Walk- fähigkeit mit Salpetersäure und Quecksilbernitrat gebeizt. Alle Versuche, die giftigen Quecksilbersalze durch andere nicht giftige Metallsalze zu ersetzen, haben bisher zu keinem Erfolg geführt. Man hat auch an Metallsalzen freie Beizen versucht, bei welchen das Haar einer Beizung mit oxydierenden Stoffen, wie Salpetersäure, Wasserstoffsuperoxyd od. dgl., unterworfen wird. Mit Salpetersäure konnte wohl eine Walkfähigkeit der Haare erzielt werden, aber bei der hiefür erforderlichen Salpetersäurekonzentration wurden die Haare, abgesehen von der starken Angilbung bzw. Gelbfärbung, spröde und brüchig. Auch Wasserstoffsuperoxyd und andere sauerstoffabspaltende Stoffe führten zu keinem Erfolg. Es ist auch vorgeschlagen worden zum Beizen von Haar, um es walkfähig zu machen, dasselbe mit Wasserstoffsuperoxyd und einem als Sauerstoffüberträger dienenden Salz mit Ausschluss von Queck- silbersalzen in neutraler oder saurer Lösung gegebenenfalls im Verein mit Salpetersäure zu behandeln (Österr. Patentschrift Nr. 118442). Die vorliegende Erfindung geht davon aus, dass für die Erzielung einer guten Beizwirkung die Einführung einer gewissen Mindestmenge von Metallsalzen in die Faser unerlässlich ist. Bei dem den Gegenstand der Erfindung bildenden Verfahren wird mit Metallverbindungen, die nicht als Sauerstoff Überträger wirksam sind, im Verein mit Wasserstoffsuperoxyd und Salpetersäure gebeizt. Die Verwendung derartiger Metallverbindungen im Verein mit Wasserstoffsuperoxyd und Salpetersäure, wobei durch letztere auch der Zerfall von Wasserstoffsuperoxyd verlangsamt wird, ermöglicht die Verwendung weit grösserer Mengen von Metallverbindungen als für eine katalytisehe Zersetzung des Wasserstoffsuperoxyds erforderlich wäre, ohne dass eine zu heftige Oxydation der Haare bzw. eine vorzeitige Zersetzung des Wasserstoffsuperoxyds eintreten kann. Zweckmässig ist die Verwendung solcher Metallverbindungen, die leicht von der Faser aufgenommen werden, wie Zink-, Zinnverbindungen u. dgl. Ausgeschlossen soll hiebei die Anwendung von Aluminiumverbindungen sein. Bei Ausführung des Verfahrens werden die Metallverbindungen in grösseren als katalytisch wirkenden Mengen, zweckmässig in Mengen von über 10%, angewendet. Die Salpetersäuremengen müssen so gross gehalten werden, dass eine Hydrolyse von Metallverbindungen nicht oder nur in untergeordnetem Masse eintritt. Durch die Einführung solcher Metallmengen in die Faser wird die Brüehigkeit bzw. Sprödigkeit der oxydierten Haare aufgehoben, das Altern der gebeizten Haare beschleunigt und eine gute Walkfähigkeit bzw. elastischer und weicher Griff erzielt. Die Erfindung ermöglicht den Ersatz der üblichen giftigen Queeksilbersalze durch andere Metalle bzw. Metallverbindungen. Bei dem Verfahren gemäss der Erfindung kann die Faser entweder zuerst der Behandlung mit Wasserstoffsuperoxyd und nachher der Metallbehandlung oder umgekehrt oder beiden Behandlungen gleichzeitig unterworfen werden, wobei die verwendeten Wasserstoffsuperoxydmengen und Metallmengen je nach der erwünschten Beizwirkung geregelt bzw. gegenseitig eingestellt werden können. Das Verfahren gemäss der Erfindung kann auch für das Beizen von Wolle, insbesondere von schlecht walkenden Wollsorten und Wollabfällen, verwendet werden. Beispiel : Die Felle bzw. Haare werden in der üblichen Weise mit einer Beize behandelt, die pro Liter zirka 200 g Zinknitrat, 20 ecm Salpetersäure (400 Bé) und je nach Qualität und Beizung 80-120 wu Wasserstoffsuperoxyd (30%) enthält. **WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zum Beizen von tierischen Fasern, insbesondere Haaren für die Filz-, vorzugsweise Hutfilzherstellung, mit Wasserstoffsuperoxyd und Salpetersäure unter Zusatz von Metallverbindungen, dadurch gekennzeichnet, dass man zwecks Erhöhung der Beizwirkung solche Metallverbindungen verwendet, die nicht als Sauerstoffüberträger wirksam sind, u. zw. in grösseren als katalytisch wirkenden Mengen, zweckmässig in Mengen von über 10%. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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