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Vorrichtung zum Formen flach vorgewalzter Teigstücke zu Wecken oder Kuppeln (Berliner Knuppern).
Es sind schon Vorrichtungen bekannt, bei welchen das Formen der TeigstÜcke zu Wecken oder Knüppeln (Berliner Knüppeln) in der Weise vor sich geht, dass die flach vorgewalzten Teigstüeke mittels eines gleichzeitig als Förderorgan derselben dienenden Bandes vorzugsweise an zwei gegenüberliegenden Randteilen gegen die Mitte zu eingerollt werden. Bei den bekannten Einrichtungen dieser Art werden die Seitenkanten des das Einrollen der seitlichen Teigkanten bewirkenden, im übrigen waagrecht verlaufenden Förderbandes durch seitlich in die Bandbahn hineinragende senkrechte Profilwalzen nach innen umgebogen. Dies hat aber den Nachteil, dass das Band infolge der verschiedenen Geschwindigkeit der einzelnen Teile des Walzenprofils einer starken Reibung und demgemäss auch einem ziemlieh hohen Verschleiss unterworfen ist.
Man hat nun, um diesem Übelstand zu begegnen, versucht, die Formung der Teigstücke durch zwei nebeneinanderliegende, gekreuzte Förderbänder vorzunehmen, die entsprechend
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einrollen. Diese Einrichtung hat aber wieder den Nachteil, dass durch die getrennte Anordnung zweier Bänder, z. B. durch ungleiche Haftreibung zwischen Band und Teigstück, Anlass zu Verzerrungen des letzteren gegeben erscheint oder dass das Teigstiick zu früh losgelassen wird.
Die Erfindung vermeidet die Nachteile der bekannten Einrichtungen dadurch, dass das Förder- band durch mehrere paarweise angeordnete Führungen (Rollen, feste Führungsbahnen od. dgl. ) beein- flusst wird, die lediglich durch ihre Stellung zur Bahn des Bandes das ebene Profil desselben allmählich in ein schlauchförmiges und dieses wiederineinebenes Profil überleiten, wobei das wiedereben gelegte Band- stüek einen Teil der Fertigformvorriehtung bildet bzw. die Abgabe der Teigstücke an die Fertigformvorrichtung veranlasst.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes, u. zw. zeigen die Fig. 1 und 2 eine schematische Seitenansicht bzw. Draufsieht der Einrichtung, die Fig. 3-5 Quer-
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das Teigstück in den einzelnen Phasen des Verfahrens darstellen.
Die von Hand oder mittels einer Wirkmaschine vorzugsweise kugelförmig geschliffenen Teig- stücke 1 (Fig. 6) werden von der Zubringetrommel 2 einem über die Rollen 3 und 4 laufenden endlosen Band 5 zugeführt und von diesem zunächst unter eine Rolle 6 durchgezogen. Dadurch erhält das Teigstück die in Fig. 7 dargestellte flache, vorzugsweise scheibenförmige Gestalt. Die weitere Formgebung des Teigstückes wird durch das Band 5 besorgt, welchem zu diesem Zweck durch z. B. als Rollen (Walzen) 8 bzw. 9, 10 bzw. 11 ausgebildete oder durch feststehende Führungen die in den Fig. 3-5 dargestellten, allmählich ineinander übergehenden Quersehnittsformen erteilt werden. Das Teigstück selbst ist in diesen Figuren strichliert angedeutet.
Wie aus den Fig. 3-5 zu ersehen ist, besteht die Formgebung darin, dass vom scheibenförmigen Teigstück zwei gegenüberliegende Randstellen vorerst gegen die Mitte eingeschlagen (Fig. 4) und hierauf weiter eingerollt werden (Fig. 5). Will man mit der erfindungsgemässen Einrichtung sogenannte"Weckerl"erzeugen, so wird das Teigstück, welches nach Durchlauf des Bandes 5 durch die Rollen 11 die in Fig. 8 dargestellte Form aufweist, durch eine Rolle 12 der Fertigformvorriehtung breitgedrückt. Es erhält dadurch gemäss Fig. 9 die bauchige Form eines Wecken. Sollen aber mit der Einrichtung sogenannte Knüppel"erzeugt werden, so werden die Teigstücke mittels eines Laufbandes 15 vom Band 5 einem über die Rollen 16 und 17 laufenden Band 18 zugeführt.
Zwischen diesem und einer unter dem Druck einer Feder (oder eines Gewiehtes) 19 stehenden Platte 20, welche Teile ebenfalls eine
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Fertigformvorrichtung bilden, werden nun die Teigstücke durchgewälzt, wodurch sie die in Fig. 10 dargestellte, zylindrische Knüppelform"erhalten. Die Walze 12 wird dabei vorzugsweise ausser Wirkung gebracht. Bei der Erzeugung von Weekerln"kann umgekehrt die eben beschriebene Walzeinriehtung ausser Wirkung gesetzt werden, was dadurch geschieht, dass man entweder das Laufband 15 oder die Platte 20 unwirksam macht.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Formen flach vorgewalzter Teigstücke zu Wecken oder Knüppeln (Berliner Knüppeln) durch Einrollen der Teigstücke mittels eines gleichzeitig als Förderorgan derselben dienenden Bandes, gekennzeichnet durch mehrere paarweise angeordnete Führungen (Rollen, feste Führungbahnen od. dgL), die lediglich durch ihre Stellung zur Bahn des Bandes das ebene Profil desselben allmählich in ein schlauchförmiges und dieses wieder in ein ebenes Profil überleiten, wobei das wieder eben gelegte Bandstück einen Teil der Fertigformvorrichtung bildet bzw. die Abgabe der Teigstücke an die Fertigformvorrichtung veranlasst.