AT14299U1 - Hufschutz sowie Verfahren zum Beschlagen eines Pferdes mit einem Hufschutz - Google Patents

Hufschutz sowie Verfahren zum Beschlagen eines Pferdes mit einem Hufschutz Download PDF

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AT14299U1 ATGM50127/2014U AT501272014U AT14299U1 AT 14299 U1 AT14299 U1 AT 14299U1 AT 501272014 U AT501272014 U AT 501272014U AT 14299 U1 AT14299 U1 AT 14299U1
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    • A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01L—SHOEING OF ANIMALS
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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Hufschutz (1) für ein Huftier wie ein Pferd, umfassend ein aus einer Aluminiumlegierung bestehendes Basiselement (2), welches auf einem Huf eines Huftieres befestigbar, insbesondere aufnagelbar, ist, wobei das Basiselement (2) einen Schuss (3) und zwei mit dem Schuss (3) verbundene Schenkel (4) aufweist. Um eine besonders gleichmäßige Druckverteilung zu erreichen, ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass eine Breite (9) des Basiselementes (2) am Schuss (3) mehr als 15 %, insbesondere mehr als 20 %, einer Länge (8) des Basiselementes (2) beträgt, wobei optional eine Edelstahleinlage zur Erreichung einer hohen Standzeit lösbar mit dem Hufschutz (1) verbunden ist. Darüber hinaus betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Beschlagen eines Pferdes mit einem Hufschutz (1), wobei der Hufschutz (1) auf einem Huf eines Pferdes befestigt, insbesondere aufgenagelt, wird.

Description

Beschreibung
HUFSCHUTZ SOWIE VERFAHREN ZUM BESCHLAGEN EINES PFERDES MIT EINEMHUFSCHUTZ
[0001] Die Erfindung betrifft einen Hufschutz für ein Huftier wie ein Pferd, umfassend ein auseiner Aluminiumlegierung bestehendes Basiselement, welches auf einem Huf eines Huftieresbefestigbar, insbesondere aufnagelbar, ist, wobei das Basiselement einen Schuss und zwei mitdem Schuss verbundene Schenkel aufweist.
[0002] Darüber hinaus betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Beschlagen eines Pferdes miteinem Hufschutz, wobei der Hufschutz auf einem Huf eines Pferdes befestigt, insbesondereaufgenagelt, wird.
[0003] Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Vorrichtungen für einen Hufschutz einesHuftieres wie eines Pferdes bekannt geworden, beispielsweise Hufeisen. Hufeisen bestehen inder Regel aus Eisen oder Stahl und werden auf einem Huf eines Pferdes aufgenagelt. Durchauf die Hufe aufgebrachte, in der Regel u-förmige Hufeisen wird eine verbesserte Haftung derHufe auf einem Untergrund erreicht. Nachteilig bei Hufeisen des Standes der Technik ist, dassdiese einerseits ein hohes Gewicht aufweisen. Andererseits führen Hufeisen häufig zu einerungleichen Druckverteilung am Huf eines Pferdes, wodurch insbesondere Hufwände sehr starkbelastet werden. Dies führt zu einer erhöhten Abnutzung und ungünstigem Abrollverhalten desHufes.
[0004] Hier setzt die Erfindung an. Aufgabe der Erfindung ist es, einen Hufschutz der eingangsgenannten Art anzugeben, welcher leichtgewichtig ist und dennoch eine gleichmäßige Druck¬verteilung am Huf ermöglicht.
[0005] Weiter soll ein Verfahren der eingangs genannten Art angegeben werden, welches eineVerbindung zwischen einem Hufschutz und einem Huf mit besonders gleichmäßiger Druckver¬teilung auf dem Huf ermöglicht.
[0006] Die erste Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass bei einem Hufschutz dereingangs genannten Art eine Breite des Basiselementes am Schuss mehr als 15 %, insbeson¬dere mehr als 20 %, einer Länge des Basiselementes beträgt, wobei optional eine Edelstahlein¬lage zur Erreichung einer hohen Standzeit lösbar mit dem Hufschutz verbunden ist.
[0007] Durch eine entsprechende Ausbildung wird verglichen mit Hufeisen des Standes derTechnik ein wesentlich breiterer Schuss erreicht. Dadurch ergibt sich eine große Auflageflächefür einen Huf, wodurch eine besonders gleichmäßige Druckverteilung erreicht wird. Es hat sichgezeigt, dass mit einem entsprechenden Hufschutz auch eine gute Druckverteilung erreichtwird, weil lokale Druckspitzen unmittelbar zu Verformungen in der Aluminiumlegierung undsomit einer lokalen Materialanpassung führen. Darüber hinaus wird durch die breite Ausbildungdes Hufschutzes am Schuss, welcher auch Zehenteil genannt wird, eine hohe Kontaktgüte desHufschutzes mit einem Untergrund erreicht, sodass ein mit einem entsprechenden Hufschutzbeschlagenes Pferd insbesondere auf einem Sandvliesboden eine gute Haftung erzielt,wodurch ein starkes Stoppen auch auf einem solchen Untergrund möglich ist. Weiter wird durchden Einsatz der Aluminiumlegierung ein geringes Gewicht des Hufschutzes erreicht. Eine be¬sonders hohe Standzeit kann erreicht werden, wenn eine Edelstahleinlage vorgesehen ist,welche üblicherweise bodenseitig angeordnet und lösbar bzw. auswechselbar mit demHufschutz verbunden ist.
[0008] Es hat sich bewährt, dass eine Breite der Schenkel mehr als 10 %, vorzugsweise mehrals 15 %, insbesondere mehr als 20 %, einer Länge des Basiselementes beträgt. Dadurch wirdeine sehr breite Auflagefläche für den Huf auf dem Basiselement auch seitlich erreicht, welchezu einer günstigen Druckverteilung und einer gleichmäßigen Belastung des Hufes führt.
[0009] Für eine gute Anpassbarkeit des Hufschutzes an einen Huf ist es günstig, wenn dasBasiselement hufeisenförmig ausgebildet ist. Eine hufeisenförmige oder u-förmige Ausbildung des Basiselementes, wobei das Basiselement in einem hinteren Bereich eine offene Außenkon¬tur aufweist, ermöglicht einen besonders guten Schutz eines Hufes in einem vorderen Bereich.
[0010] Alternativ kann auch vorgesehen sein, dass das Basiselement eine geschlossene Au¬ßenkontur aufweist. Eine geschlossene Außenkontur, wobei in der Regel im Basiselement eineoder mehrere zentrale Ausnehmungen gebildet werden, kann insbesondere vorteilhaft sein, umein Einspritzmaterial zwischen Huf und Hufschutz anzuordnen. Ein Einspritzmaterial wird übli¬cherweise zwischen Huf und Hufschutz angeordnet, um eine gleichmäßige Kraftübertragungvom Huf auf den Hufschutz zu ermöglichen und Hohlräume auszufüllen, sodass sich keinSchmutz in Hohlräumen zwischen Huf und Hufschutz sammeln kann. In der Regel wird beihierzu Hufeisen des Standes der Technik zwischen Huf und Hufeisen eine Siliconplatte ange¬ordnet, um gleichzeitig eine Dämpfung zu erreichen und einen guten Kontakt mit dem Ein¬spritzmaterial sicherzustellen. Bei einem erfindungsgemäßen Hufschutz kann das Einspritzma¬terial, beispielsweise Silicon, unmittelbar zwischen Huf und Hufschutz angeordnet werden, weilsich das Einspritzmaterial gut mit der Aluminiumlegierung verbindet, aus welcher das Basisele¬ment besteht. Darüber hinaus weist die Aluminiumlegierung gute Dämpfungseigenschaften auf,weswegen eine zusätzliche Siliconplatte auch für eine Schwingungsdämpfung entbehrlich ist.
[0011] Um eine besonders lange Lebensdauer des Hufschutzes zu erreichen, hat es sich alsgünstig erwiesen, dass eine Einlage wie eine Platte oder eine Zehenkappe am Schuss mit demBasiselement verbunden ist. Die Platte oder die Zehenkappe, welche vorzugsweise aus einemvom Basiselement verschiedenen und härteren Material wie Stahl besteht, ist in der Regel aneiner Kappenausnehmung am Basiselement mit dem Basiselement lösbar und somit auswech¬selbar verbunden. Üblicherweise überragt die wechselbare Zehenkappe das Basiselement,sodass diese dem Huf einen seitlichen Halt in einem vorderen Bereich gibt. Dadurch wird einer¬seits eine Kontaktfläche zwischen Huf und Hufschutz erhöht, wodurch ein Verschleiß vermindertwird. Andererseits wird durch eine Zehenkappe eine verbesserte Befestigung des Hufschutzesam Huf erreicht. Weiter können dadurch Zehen des Huftieres geschützt werden.
[0012] Eine besonders hohe Lebensdauer bzw. Haltbarkeit wird erreicht, wenn die Einlage auseinem verschleißfesten Material besteht. In dem Zusammenhang hat es sich als günstig erwie¬sen, wenn die Einlage aus Stahl, insbesondere einem Edelstahl, besteht. Die Edelstahleinlagekann somit als mit dem Schuss lösbar verbundene Platte oder Zehenkappe ausgebildet sein,um eine besonders hohe Standzeit zu erreichen.
[0013] Zur Erreichung eines geringen Gewichtes des Hufschutzes kann grundsätzlich einebeliebige Aluminiumlegierung eingesetzt werden. Um eine hohe Verschleißfestigkeit sowie einebesonders gute Druckverteilung bei hoher Festigkeit des Hufschutzes zu erreichen, ist es be¬vorzugt, dass die Aluminiumlegierung enthält (in Gewichtsprozent) mehr als 0 bis zu 1,4 %, vorzugsweise 0,3 % bis 0,5 %, insbesondere 0,4 % Silicium mehr als 0,5 % bis zu 1,5 %, vorzugsweise 0,4 % bis 0,6 %, insbesondere 0,5 % Eisen mehr als 0,2 % bis zu 3,0 %, vorzugsweise 1,2 % bis 2,0 % Kupfer mehr als 0 bis zu 1,3 %, vorzugsweise 0,2 % bis 0,4 %, insbesondere 0,3 % Mangan mehr als 1,1 % bis zu 3,9 %, vorzugsweise 2,1 % bis 2,9 % Magnesium mehr als 0 bis zu 1,3 %, vorzugsweise 0,18 % bis 0,28 % Chrom mehr als 4,1 % bis zu 7,1 %, vorzugsweise 5,1 % bis 6,1 % Zink mehr als 0 bis zu 1,2 %, vorzugsweise 0,1 % bis 0,4 %, insbesondere 0,2 % Titan
Rest Aluminium und herstellungsbedingte Verunreinigungen.
[0014] Es hat sich gezeigt, dass diese Legierung besonders gut geeignet ist, um einerseitsauftretende Druckspitzen durch ein Plastifizieren abzubauen, sodass ein aus einer entspre¬chenden Aluminiumlegierung gefertigtes Basiselement sich auch noch während einer Benut¬zung einem Huf des Pferdes anpasst, wodurch eine optimale Passform und eine gleichmäßige
Druckverteilung erreicht werden. Andererseits weist diese Legierung auch eine hohe Festigkeitauf, wodurch eine hohe Haltbarkeit erreicht wird. Darüber hinaus nimmt diese Aluminiumlegie¬rung auftretende Schwingungen aufgrund eines Dämpfungsverhaltens der Aluminiumlegierungbesonders gut auf, weswegen auch ohne zusätzliche Siliconplatte zwischen Huf und Hufschutzeine starke Dämpfung erreicht wird. Ferner hat sich gezeigt, dass sich ein Einspritzmaterial wiebeispielsweise Silicon besonders gut mit einem aus einer entsprechenden Aluminiumlegierungbestehenden Basiselement verbindet.
[0015] Mit Vorteil wird eine Aluminiumlegierung zur Herstellung eines Hufschutzes für ein Huf¬tier wie ein Pferd verwendet, wobei die Aluminiumlegierung enthält (in Gewichtsprozent) mehr als 0 bis zu 1,4 %, vorzugsweise 0,3 % bis 0,5 %, insbesondere 0,4 % Silicium mehr als 0,5 % bis zu 1,5 %, vorzugsweise 0,4 % bis 0,6 %, insbesondere 0,5 % Eisen mehr als 0,2 % bis zu 3,0 %, vorzugsweise 1,2 % bis 2,0 % Kupfer mehr als 0 bis zu 1,3 %, vorzugsweise 0,2 % bis 0,4 %, insbesondere 0,3 % Mangan mehr als 1,1 % bis zu 3,9 %, vorzugsweise 2,1 % bis 2,9 % Magnesium mehr als 0 bis zu 1,3 %, vorzugsweise 0,18 % bis 0,28 % Chrom mehr als 4,1 % bis zu 7,1 %, vorzugsweise 5,1 % bis 6,1 % Zink mehr als 0 bis zu 1,2 %, vorzugsweise 0,1 % bis 0,4 %, insbesondere 0,2 % Titan
Rest Aluminium und herstellungsbedingte Verunreinigungen.
[0016] Insbesondere aufgrund einer hohen Festigkeit dieser Aluminiumlegierung wird eine hoheHaltbarkeit eines Hufschutzes bei gleichzeitig guten Dämpfungseigenschaften erreicht. Weiterermöglicht ein derartiger Hufschutz eine unmittelbare Verbindung mit einem Einspritzmaterialwie Silicon.
[0017] Die weitere Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass bei einem Verfahrender eingangs genannten Art ein erfindungsgemäßer Hufschutz eingesetzt wird. Somit ergibtsich eine besonders verschleißfeste Verbindung von Huf und Hufschutz, weil das aus einerAluminiumlegierung bestehende Basiselement mit einem breiten Schuss eine gleichmäßigeDruckverteilung ermöglicht, welche für einen geringen Verschleiß günstig ist.
[0018] Ein besonders einfaches Verfahren wird erreicht, wenn nach einem Befestigen desHufschutzes am Huf ein Einspritzmaterial, insbesondere Silicon, zwischen den Hufschutz undden Huf eingespritzt wird, wobei sich das Einspritzmaterial mit dem Hufschutz verbindet. Weildas aus einer Aluminiumlegierung bestehende Basiselement eine gute Verbindung zwischendem Einspritzmaterial und dem Basiselement ermöglicht, kann eine zusätzliche Siliconplatteentfallen, sodass aufgrund des Einsatzes eines erfindungsgemäßen Hufschutzes ein besonderseinfaches Verfahren zum Beschlagen eines Pferdes erreicht wird.
[0019] Weitere Merkmale, Vorteile und Wirkungen der Erfindung ergeben sich anhand dernachfolgend dargestellten Ausführungsbeispiele. In den Zeichnungen, auf welche dabei Bezuggenommen wird, zeigen: [0020] Fig. 1 bis 4 verschiedene Ausführungen eines erfindungsgemäßen Hufschutzes mit offener Außenkontur; [0021] Fig. 5 bis 12 weitere Ausführungen einer erfindungsgemäßen Hufschutzes mit ge¬ schlossener Außenkontur.
[0022] Fig. 1 und 2 zeigen ein aus einem Basiselement 2 bestehendes erstes Ausführungsbei¬spiel eines erfindungsgemäßen Hufschutzes 1. Das Basiselement 2, welches u-förmig bzw.hufeisenförmig ausgebildet ist, besteht aus einer Aluminiumlegierung und weist einen Schuss 3mit einer Breite 9 auf, welche etwa 20 % bis 30 % einer Länge 8 des Basiselementes 2 beträgt.Dadurch wird eine besonders breite Auflage für den Huf erreicht, wodurch eine gleichmäßigeDruckverteilung erzielt wird. Aufgrund der eingesetzten Aluminiumlegierung ist eine gute An- passbarkeit des Basiselementes 2 an den Huf gegeben. Dabei passt sich das Basiselement 2auch noch während einer Benutzung durch eine Plastifizierung des Basiselementes 2 an denHuf an, um Druckspitzen zu reduzieren. Wie ersichtlich weist das Basiselement 2 kleinere Na¬gellöcher 5 auf, durch welche das Basiselement 2 mittels Aufnageln mit dem Huf eines Pferdesverbunden werden kann. Endseitig an ebenfalls breit ausgebildeten Schenkeln 4, welche auchals Seitenteile bezeichnet werden, weist das Basiselement 2 Stollenlöcher 7 auf, in welcheStifte oder Stollen eingesetzt werden können, um eine Trittsicherheit zu erhöhen. Diese Stollen¬löcher 7 können auch konisch ausgebildet sein, um eine besonders stabile Verbindung derStifte oder Stollen mit dem Basiselement 2 zu ermöglichen. Wie dargestellt ist eine Kante desBasiselementes 2 an den Schenkeln 4 sowie an einer konkaven Innenseite mit einer Fase 10versehen, um ein Ausbrechen der Kanten zu vermeiden. Das Basiselement 2 weist in einemBereich am Schuss 3 eine Kappenausnehmung 11 zur Aufnahme einer Zehenkappe 14 odereiner Platte 13 auf.
[0023] Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Hufschutzes 1. DerHufschutz 1 umfasst ein Basiselement 2, welches ähnlich dem in Fig. 1 und 2 dargestellten miteiner an einem hinteren Ende offenen Außenkontur ausgebildet ist. Das Basiselement 2 weist ineinem vorderen Bereich eine Kappenausnehmung 11 auf, in welche eine flächige Platte 13eingesetzt ist. Die flächige Platte 13 kann aus demselben Material wie das Basiselement 2 oderaus einem verschleißfesteren Material bestehen. Wird eine Platte 13 aus einem verschleißfes¬ten Material wie Edelstahl eingesetzt, kann eine Einsatzdauer bzw. Standzeit des Hufschutzes1 erhöht werden.
[0024] Fig. 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung. Das Basiselement 2 ent¬spricht dem in Fig. 3 dargestellten, jedoch ist bei diesem Ausführungsbeispiel eine mit demBasiselement 2 verbundene Zehenkappe 14 vorgesehen. Die Zehenkappe 14 ist dabei in dieKappenausnehmung 11 am Schuss 3 eingesetzt und erstreckt sich wie ersichtlich über dasBasiselement 2 hinaus, sodass die Zehenkappe 14 einem Huf seitlichen Halt bieten kann undZehen des Huftieres schützt. Üblicherweise besteht die Zehenkappe 14 aus einem verschlei߬festen Material, vorzugsweise Edelstahl.
[0025] Fig. 5 und 6 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßenHufschutzes 1. Im Unterschied zu den in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispielenweist das in diesem Ausführungsbeispiel dargestellte Basiselement 2 eine geschlossene Au¬ßenkontur auf und eine zentrale Ausnehmung 12 auf. Weiter sind bei diesem Hufschutz 1 Ein¬spritzöffnungen 6 vorgesehen, durch welche ein Einspritzmaterial zwischen das Basiselement 2und den Huf eingespritzt werden kann. Aufgrund der Aluminiumlegierung, aus welcher dasBasiselement 2 besteht, verbindet sich das Einspritzmaterial direkt mit dem Basiselement 2,sodass keine zusätzliche Siliconplatte oder dergleichen zwischen Huf und Hufschutz 1 erforder¬lich ist. Darüber hinaus weist auch diese Ausführungsform einen breiten Schuss 3 und Schen¬kel 4 mit einer Breite 9 von etwa 15 % einer Länge 8 des Basiselementes 2 auf, um eine großeAuflagefläche und eine gute Druckverteilung zu ermöglichen. Auch diese Ausführungsformweist in einem vorderen Bereich am Schuss 3 eine Kappenausnehmung 11 zur Aufnahme einerZehenkappe 14 oder dergleichen auf.
[0026] Fig. 7 zeigt einen weiteren erfindungsgemäßen Hufschutz 1, welcher ein Basiselement2, welches ähnlich dem in Fig. 5 und 6 dargestellten ist, und eine mit dem Basiselement 2 ander Kappenausnehmung 11 verbundene flächige Platte 13 zur Standzeiterhöhung aufweist. Dieflächige Platte 13, welche mit dem Basiselement 2 verschraubt ist, ist üblicherweise aus einemverschleißfesten Stahl ausgebildet.
[0027] Fig. 8 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßem Hufschutzes 1,wobei das Basiselement 2 gemäß Fig. 7 in Verbindung mit einer Zehenkappe 14 dargestellt ist.Die Zehenkappe 14 ist dabei in der Kappenausnehmung 11 mit dem Basiselement 2 verbun¬den, üblicherweise mittels Schrauben.
[0028] Fig. 9 bis 12 zeigen weitere Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen Hufschut¬zes 1. Auch bei diesen Ausführungsbeispielen weisen die Basiselemente 2 eine geschlossene
Außenkontur auf. Im Unterschied zu den in Fig. 5 bis 8 dargestellten Basiselementen 2 weisendie in den Fig. 9 und 10 dargestellte Basiselemente 2 auch einen zentralen Steg 15 auf, wel¬cher den Schuss 3 des Basiselementes 2 bzw. einen vorderen Bereich und einen hinterenBereich des Basiselementes 2 verbindet. Dadurch ergeben sich zwei Ausnehmungen 12 imBasiselement 2. Diese Ausführungsform eines Basiselementes 2 ermöglicht eine besondersgroße Kontaktfläche zwischen Hufschutz 1 und Huf, wodurch eine gute Druckverteilung möglichist. Darüber hinaus weist diese Ausführungsform auch in einem vorderen Bereich am Schuss 3Einspritzöffnungen 6 auf, um Einspritzmaterial wie Silicon zwischen Huf und Hufschutz 1 einzu¬spritzen. Dadurch wird eine besonders gute Druckverteilung erreicht. Fig. 9 zeigt das Basisele¬ment 2 in Verbindung mit einer flächigen Platte 13, während Fig. 10 das Basiselement 2 inVerbindung mit einer Zehenkappe 14 zeigt. Die in den Fig. 11 und 12 dargestellte Ausführungs¬form weist weder eine Platte 13 noch eine Zehenkappe 14 auf.
[0029] Bei sämtlichen dargestellten Ausführungsbeispielen besteht das Basiselement 2 auseiner Aluminiumlegierung. Besonders günstig ist es, wenn die Aluminiumlegierung enthält (inGewichtsprozent) mehr als 0 bis zu 1,4 %, vorzugsweise 0,3 % bis 0,5 %, insbesondere 0,4 % Silicium mehr als 0,5 % bis zu 1,5 %, vorzugsweise 0,4 % bis 0,6 %, insbesondere 0,5 % Eisen mehr als 0,2 % bis zu 3,0 %, vorzugsweise 1,2 % bis 2,0 % Kupfer mehr als 0 bis zu 1,3 %, vorzugsweise 0,2 % bis 0,4 %, insbesondere 0,3 % Mangan mehr als 1,1 % bis zu 3,9 %, vorzugsweise 2,1 % bis 2,9 % Magnesium mehr als 0 bis zu 1,3 %, vorzugsweise 0,18 % bis 0,28 % Chrom mehr als 4,1 % bis zu 7,1 %, vorzugsweise 5,1 % bis 6,1 % Zink mehr als 0 bis zu 1,2 %, vorzugsweise 0,1 % bis 0,4 %, insbesondere 0,2 % Titan
Rest Aluminium und herstellungsbedingte Verunreinigungen.
[0030] Ein erfindungsgemäßer Hufschutz 1 ist bei geringem Gewicht sehr langlebig, wodurchaufgrund der Kombination einer Aluminiumlegierung mit guter Verformbarkeit und der besonde¬ren konstruktiven Ausführung des Basiselementes 2 mit breitem Schuss 3 und breiten Schen¬keln 4 eine gleichmäßige Druckverteilung sowie gute Anpassung des Basiselementes 2 aneinen Huf erreicht wird. Dadurch ergibt sich eine Einsatzzeit des Hufschutzes 1 von zehn biszwölf Wochen, welche durch Einsatz von Edelstahleinlagen wie eine aus Edelstahl bestehendeZehenkappe 14 auf rund 16 Wochen erhöht werden kann. Somit kann eine mit dem erfindungs¬gemäßen Hufschutz 1 erreichbare hohe Standzeit durch den Einsatz von Edelstahleinlagenweiter erhöht werden.
[0031] Weiter ergibt sich durch die konstruktive Ausführung mit breitem Schuss 3 und breitenSchenkeln 4 eine besonders gute Haftung eines mit einem entsprechenden Hufschutz 1 be¬schlagenen Pferdes auf einem Boden, insbesondere auf einem Sandvliesboden, sodass einstarkes Stoppen ermöglicht wird. Weiter wird durch die breite konstruktive Ausbildung ein gerin¬ges Einsinken des Hufes in einen Boden erreicht, wodurch auch ein günstiges Abrollverhaltenerreicht wird.
[0032] Im Gegensatz zu herkömmlichen aus einem Eisenmetall bestehenden Hufeisen weistein erfindungsgemäßer Hufschutz 1 auch ein verbessertes Dämpfungsverhalten aufgrund derAluminiumlegierung auf, sodass auch zur Schwingungsdämpfung keine zusätzliche Siliconplat¬te erforderlich ist. Dadurch werden einerseits Kosten verringert. Andererseits ist auch ein Ver¬fahren zum Beschlagen eines Pferdes mit einem erfindungsgemäßen Hufschutz 1 einfacherund prozesssicherer umsetzbar, als dies bei Verfahren des Standes der Technik möglich ist,welche zumeist den Einsatz einer Siliconplatte zur Schwingungsdämpfung erfordern. Weiterwird eine erhöhte Stabilität erreicht, weil der Hufschutz 1 direkt am Huf sitzt.

Claims (10)

  1. Ansprüche 1. Hufschutz (1) für ein Huftier wie ein Pferd, umfassend ein aus einer Aluminiumlegierungbestehendes Basiselement (2), welches auf einem Huf eines Huftieres befestigbar, insbe¬sondere aufnagelbar, ist, wobei das Basiselement (2) einen Schuss (3) und zwei mit demSchuss (3) verbundene Schenkel (4) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Breite (9) des Basiselementes (2) am Schuss (3) mehr als 15 %, insbesondere mehr als 20 %,einer Länge (8) des Basiselementes (2) beträgt, wobei optional eine Edelstahleinlage zurErreichung einer hohen Standzeit lösbar mit dem Hufschutz (1) verbunden ist.
  2. 2. Hufschutz (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Breite (9) derSchenkel (4) mehr als 10 %, vorzugsweise mehr als 15 %, insbesondere mehr als 20 %,einer Länge (8) des Basiselementes (2) beträgt.
  3. 3. Hufschutz (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Basiselement (2) hufeisenförmig ausgebildet ist.
  4. 4. Hufschutz (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Basiselement (2)eine geschlossene Außenkontur aufweist.
  5. 5. Hufschutz (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eineEinlage wie eine Platte (13) oder eine Zehenkappe (14) am Schuss (3) mit dem Basisele¬ment (2) verbunden ist.
  6. 6. Hufschutz (1) nach einem der Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlageaus Stahl, insbesondere einem Edelstahl, besteht.
  7. 7. Hufschutz (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass dieAluminiumlegierung enthält (in Gewichtsprozent) mehr als 0 bis zu 1,4 %, vorzugsweise 0,3 % bis 0,5 %, insbesondere 0,4 % Silicium mehr als 0,5 % bis zu 1,5 %, vorzugsweise 0,4 % bis 0,6 %, insbesondere 0,5 % Eisen mehr als 0,2 % bis zu 3,0 %, vorzugsweise 1,2 % bis 2,0 % Kupfer mehr als 0 bis zu 1,3 %, vorzugsweise 0,2 % bis 0,4 %, insbesondere 0,3 % Mangan mehr als 1,1 % bis zu 3,9 %, vorzugsweise 2,1 % bis 2,9 % Magnesium mehr als 0 bis zu 1,3 %, vorzugsweise 0,18 % bis 0,28 % Chrom mehr als 4,1 % bis zu 7,1 %, vorzugsweise 5,1 % bis 6,1 % Zink mehr als 0 bis zu 1,2 %, vorzugsweise 0,1 % bis 0,4 %, insbesondere 0,2 % Titan Rest Aluminium und herstellungsbedingte Verunreinigungen.
  8. 8. Verwendung einer Aluminiumlegierung zur Herstellung eines Hufschutzes (1) für ein Huftierwie ein Pferd, wobei die Aluminiumlegierung enthält (in Gewichtsprozent) mehr als 0 bis zu 1,4 %, vorzugsweise 0,3 % bis 0,5 %, insbesondere 0,4 % Silicium mehr als 0,5 % bis zu 1,5 %, vorzugsweise 0,4 % bis 0,6 %, insbesondere 0,5 % Eisen mehr als 0,2 % bis zu 3,0 %, vorzugsweise 1,2 % bis 2,0 % Kupfer mehr als 0 bis zu 1,3 %, vorzugsweise 0,2 % bis 0,4 %, insbesondere 0,3 % Mangan mehr als 1,1 % bis zu 3,9 %, vorzugsweise 2,1 % bis 2,9 % Magnesium mehr als 0 bis zu 1,3 %, vorzugsweise 0,18 % bis 0,28 % Chrom mehr als 4,1 % bis zu 7,1 %, vorzugsweise 5,1 % bis 6,1 % Zink mehr als 0 bis zu 1,2 %, vorzugsweise 0,1 % bis 0,4 %, insbesondere 0,2 % Titan Rest Aluminium und herstellungsbedingte Verunreinigungen.
  9. 9. Verfahren zum Beschlagen eines Pferdes mit einem Hufschutz (1), wobei der Hufschutz (1)auf einem Huf eines Pferdes befestigt, insbesondere aufgenagelt, wird, dadurch gekenn¬zeichnet, dass ein Hufschutz (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 eingesetzt wird.
  10. 10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass nach einem Befestigen desHufes ein Einspritzmaterial, insbesondere Silicon, zwischen den Hufschutz (1) und den Hufeingespritzt wird, wobei sich das Einspritzmaterial einerseits mit dem Hufschutz (1) undandererseits mit dem Huf verbindet. Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
ATGM50127/2014U 2014-08-07 2014-08-07 Hufschutz sowie Verfahren zum Beschlagen eines Pferdes mit einem Hufschutz AT14299U1 (de)

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