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Flaschenzug für drehend arbeitende Tiefbohranlagen.
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hakens wirkt und dazu dient, die nach erfolgtem Fördern abgeschraubten Gest ngestücke aus der Gewindeverbindung herauszuheben ohne die Fördertrommel nochmals betätigen zu müssen. Durch die Verlegung der Feder zwischen die Seilrollen des Flaschenzuges wird dessen Bauhöhe vermindert und die nutzbare Förderhöhe des Bohrturmes vergrössert.
Es ist selbstverständlich, dass bei einer entsprechenden Ausbildung des Flaschenzuges ausser der erwähnten Feder auch noch andere Teile der Bohrvor- richtung, beispielsweise auch der Spülkopf, in den Flaschenzugkörper hineinverlegt werden kann, an welchem das Bohrgerät bei der Bohrarbeit hängt und welcher bei den derzeit gebräuchlichen Ausführungen am Förderhaken des Flaschenzuges hängend angeordnet ist ; desgleichen ist es möglich, eine das Gewicht der Bohrgeräte messende Waage in den Flaschenzug einzubauen usw.
Die Anordnung der Seilrollen bei einem so verbreiterten Flaschenzug kann auf verschiedene Arten erfolgen. Insbesondere ist es möglich, diese in gleicher oder in verschiedenen Höhen anzuordnen, desgleichen auch sie auf einer gemeinsamen oder auf mehreren unter Winkel stehenden Achsen zu lagern.
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rollen und für das Flasehenzugseil ausgebildet werden.
Die verbreiterte Bauart des Flaschenzuges ermöglicht es auch, an diesen Puffer mit genügend kräftigen Federn anzuordnen, um im Falle eines Zusammenstossens der beiden Flaschenzugteile die volle Energie der Antriebskraftmaschine aufzuzehren, ohne die zulässige Beanspruchung der Seile zu übersehreiten. Es ist auch möglich, die Pufferfedern oder andere für den Zweck besonders vorgesehene Federn bzw. elastische Vorrichtungen mit dem Förderhaken des Flaschenzuges zu verbinden und derart zu bemessen, dass sie die beim Beginn der Bohrung infolge des grossen Gestängedurchmessers und dessen geringer Zugbeanspruchung noch mangelhafte elastische Wirkung des Gestänges, welche insbesondere beim Nachlassen des Bohrwerkzeuges durch Handsteuerung nachteilig in Erscheinung tritt, zu verbessern.
Es ist selbstverständlich, dass eine Vergrösserung des Abstandes der Seilrollen am beweglichen Teil des Flaschenzuges auch eine Änderung der Rollenanordnung am feststehenden Teile des Flaschenzuges zur Folge haben muss. Erfindungsgemäss ist es jedoch nicht nur möglich, den bisher als zulässig betrachteten Winkel zwischen den auf die Rollen auflaufenden und von diesen ablaufenden Seilstücken beizubehalten, sondern diesen Winkel auf Null zu verringern, wodurch erreicht wird, dass die Höhe des
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brückenden bzw. verbindenden Rollen des feststehenden Flaschenzugteiles schief angeordnet werden und einen solchen Durchmesser erhalten, dass die tangentialen Lote dieser Rollen Tagenten an die entsprechenden unteren Rollen bilden.
Bei einer derartigen Anordnung der Seilrollen verlaufen sämtliche Seile des Flaschenzuges vollständig senkrecht und parallel zueinander, und es treten an den Rollen Seiten- drüeke und Kippmomente überhaupt nicht auf.
Die Seilrollen des feststehenden Flasehenzugteiles werden bei Drehbohranlagen derzeit entweder auf einigen in der Krone des Bohrturmes gelagerten Balken angeordnet oder zu einem Block zusammengefasst, der im wesentlichen nach den gleichen Gesichtspunkten konstruiert ist, wie diese für den unteren beweglichen Flasehenzugblock derzeit wahrgenommen werden. Die erstgenannte Anordnung hat den Nachteil, dass die Seile nach keiner Richtung parallel verlaufen und dass beim hochgezogenen Flaschenzug nur eine Komponente der Kraft in der Bewegungsrichtung wirkt, wodurch die Hubkraft des Flaschenzuges bei unveränderter Leistung der Antriebskraftmaschine mit zunehmender Förderhöhe abnimmt.
Überdies treten Seitenkräfte auf, und es sind die Lager der Rollen einzeln zu schmieren. Bei den block-
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Seilrollen zueinander parallel verläuft, diese in einem geschlossenen Hohlkörper anzuordnen, welcher in ähnlicher Weise ausgebildet ist wie der bereits vorstehend erwähnte Hohlkörper des beweglichen Flaschenzuges.
Beim feststehenden Flaschenzug, bei welchem die Mehrzahl der Rollen oder alle schief angeordnet
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Es ist zwar schon bekannt, die Rollen von beweglichen Flaschenzüge derart anzuordnen, dass sie sich in einem grösseren Abstande voneinander befinden, als dies vom Standpunkte einer ausreichenden Lagerung notwendig wäre, d. h. die Flaschenzüge zu verbreitern, doch geschah dies bisher nicht deshalb, um die Flaschenzüge gegen eine Verdrehung um die eigene Achse zu sichern, sondern aus andern Gründen.
So insbesondere bei Zwillingsrollenzügen, bei welchen die an einem Flaschenzug hängende Last gleichzeitig durch zwei Seiltrommeln angehoben wird, um zu verhindern, dass durch das Aufwickeln des Flaschenzugseiles auf nur einer Trommel neben der senkrechten auch noch eine waagerechte Bewegung eintritt.
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In den Fig. 2-6 ist der untere bewegliche Rollenbloek eines Flaschenzuges dargestellt, bei welchem die Seilrollen 3 in vier aufeinander senkrecht stehenden Ebenen liegen und von der Mittelachse möglichst weit entfernt sind. Die Achsen 4 der Rollen sind einerseits in der Gehäusewand des Tragkörpers 5, anderseits mit konischem Sitz in dessen mittleren Teil festgelagert. Die Rollen laufen auf Walzenlager 6, die durch Büchsen 7 in entsprechender Entfernung voneinandergehalten werden.
Der Lagerraum in der Nabe der Rolle ist durch Deckel 8 öldicht abgeschlossen. Das Gehäuse 5 hat an den Stellen, an denen sich die Rollen befinden, je zwei Stege 9 angegossen, die sich mit geringem Spiel dem Umfang der Rollen anpassen und ein Herausspringen der Seile verhindern. Im mittleren Teil des Tragkörpers ist ein Bolzen 10 verschiebbar, an dessen ösenartigem Kopf mittelbar oder unmittelbar der Lasthaken 11 (Fig. 6) hängt.
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über eine Führungsbüchse 14 auf eine kräftige Feder 15, welche dazu dient, beim Abschrauben des Bohrgestänges das abgeschraubt Stück aus dem Gewinde zu heben, ohne die Fördertrommel nochmals betätigen zu müssen.
Im Deckel 16 des Gehäuses ist ein Puffer 17 angeordnet, dessen Feder 18 den Stoss milder, der durch ein allfälliges Anschlagen des Flaschenzugbloeks an einen feststehenden Teil, insbesondere dem oberen Rollenbock, bei zu grosser Förderung entstehen kann. Das Gehäuse ist im unteren Teil als Schmiermittelbehälter 19 mit sichtbarem Inhalt (20 in Fig. 6) ausgebildet. Es ist eine sogenannte
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Die Fig. 5 zeigt, dass der Abstand c der der Längsachse des Flaschenzuges näher angeordneten Seilrollen von dieser Längsachse grösser ist als die Differenz d der Abstände zwischen der von der Längsachse weiter entfernt angeordneten Rollen und den zur Längsachse näher liegenden Rollen von dieser Längsachse.
In den Fig. 7 und 8 ist ein nach den gleichen Gesichtspunkten gebauter beweglicher Rollenbock eines Flaschenzuges dargestellt, welcher jedoch vollständig aus Schmiedestahl hergestellt ist. Der Tragkörper 30 bildet mit vier Zapfen, deren Achsen sich unter rechtem Winkel schneiden (Fig. 8) und auf welchen die Seilrollen 31 fliegend gelagert sind, ein einziges Stück. In einer zentralen Bohrung des Tragkörpers gleitet ein Bolzen 32, an dessen ösenartigem Kopf der Lasthaken hängt. Die Zugkraft im Bolzen wirkt auf eine Mutter. 33 und ein Führungsstück. 34 auf zwei durch einen Ring. 35 getrennte Federn 36 und 37. Ein Puffer 38 mit einer aus Flachstahl hergestellten Feder 39 dient dem oben angeführten Zweck.
Die Schmierung der Seilrollen erfolgt von einer einzigen Schmiervase 40 aus durch im Tragkörper gebohrte Kanäle 41.
Der Flaschenzugblock ist durch eine an einer Nabe 42 angenietet Blechverschalung 43 und einen Deckel'44 allseitig geschlossen. Die Nabe, die durch einen Keil 45 gegen Verdrehung gesichert ist, wird samt der Verschalung von unten auf den Tragkörper aufgeschoben und mittels einer Mutter 46 befestigt.
Der Deckel 44 wird mit Hilfe von versenkbaren Ösen 47 von oben aufgesetzt, mittels Dübels 48 in angeschweissen Butzen 49 zum Gehäuse in die richtige Lage gebracht und durch Schrauben 50 niedergehalten.
Gegen das Herausspringen der Seile aus den Rollen schützen Winkeleisensegmente 51.
Nach den Fig. 9-12 besteht der mittlere Tragkörper 55 aus einem hohlgebohrten, mehrmals abgesetzten, geschmiedeten Stück, auf welchem zwei Achsen 56 und 57 (Fig. 11 und 12), die an ihren Enden die Seilrollen 58 tragen, von unten aufgezogen sind. Die Rollenachsen können, wie dargestellt, in einer vertikalen Ebene liegen, aber auch sich unter einem rechten Winkel kreuzen. Der Puffer 59, ebenso die Blechverschalung 60 sind wie in Fig. 7 ausgebildet. Wie aus Fig. 10 ersichtlich ist, ist der Abstand g der der Längsachse des Flaschenzuges näher angeordneten Seilrollen von dieser Längsachse grösser als die Differenz f der Abstände zwischen den von der Längsachse weiter entfernt angeordneten Rollen und den zur Längsachse näher liegenden Rollen von dieser Längsachse.
Die Fig. 13 stellt ebenfalls einen zweckmässig aus Schmiedestahl hergestellten Tragkörper eines beweglichen Flaschenzugblocks dar, bei welchem die Rollenachsen jedoch in einer waagerechten Ebene liegen. Die eine Achse 63 ist auf das zylindrische abgesetzte Mittelstück 64 aufgezogen, die andere 65 durchdringt als zylindrisches glattes Stück sowohl den Mittelkörper als auch die erste Achse. Die Feder 66 der Zugstange 67wird von unten in den hohlen Tragkorper eingeführt und wirkt aufeinenFührungskolben 6
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in Reibung und Wärme umzuwandeln. Der Hohlraum des Mittelstüekes kann als Schmiermittelbehälter benutzt werden, wenn die Zugstange im Bodenstück 71 mittels einer nicht dargestellten Stopfbüchse abgedichtet wird.
Durch gebohrte Kanäle in den Achsen gelangt das Schmiermittel zu den Lagerstellen der Seilrollen.
Die Fig. 14-17 stellen einen Flaschenzugblock dar, bei welchem sich vier Seilrollen 75 im Innern eines zylindrischen Hohlkörpers 76 von grosser Festigkeit befinden, dessen Wände mit geringem Spiel
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ist. Längs des Hohlzylinders verläuft auf dessen Rücken eine kräftige Rippe 77, um die durch die Seilschlitze entstehende Verminderung des Widerstandsmomentes auszugleichen. Die Seilrollen sind in grossen
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Die Achse ist zu beiden Seiten jeder Rolle unterstützt, u. zw. in einer Nabe in der Mitte des zylindrischen Hohlkörpers, in den Naben von in diesen eingeschobenen und bei 79 befestigten Scheiben 80 und schliesslich in den gewölbten, in den Zylinderkörper eingeschraubten Abschlussdeckel 81.
Im mittleren Teil des Flaschenzugblocks bilden Zwiscl1enwände zwei Kammern 82 und ? (Fig. 16), welche zur Aufnahme von
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Schmiermittel mittels eines Dochtes 84 durch eine Längsbohrung in der Achse und entsprechenden Querbohrungen zugeführt. Zur Schmierung der Seilrollen wird das in der zweiten grösseren Kammer 83 lagernde Schmiermittel unter Verwendung einer nicht dargestellten Pumpe benutzt. Flüssigkeitsstandgläser 85 und 86 zeigen den Füllungsgrad de Kammern an. Ein Puffer 87, dessen Blattfeder 88 in zwei gabelförmigen
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dass sie die ganze Energie der Antriebskraftmaschine aufnehmen kann, ohne hiebei die Seile unzulässig hoch zu beanspruchen.
Der Lasthaken 90 (Fig. 17) ist elastisch und universalbeweglieh aufgehängt und
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die Muttern 94 pressen, hochgezogen werden. Die Federräume sind durch Kappen 95 nach oben abge- schlossen. Um den mittleren Zapfen des Querbolzens ist ein Kreuzgelenk 96 verdrehbar, um dessen Achse 97 ein topfartig ausgebildetes Gehäuse 98 (Fig. 15) schwingen kann. Letzteres nimmt das Walzenlager 99 des Lasthakens auf. Auf beiden Seiten des Flaschenzugkörpers sind Schilder 100 befestigt, welche verhindern, dass letzterer beim Anheben an vorstehenden Hindernissen hängenbleibt. Dem gleichen Zweck dient ein Bügel 101, der um die Achse 91 schwingen kann.
Die Fig. 18-20 stellen ebenfalls den unteren Rollenbock eines Flaschenzuges mit breiter Rollen-
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hängt. Wie im früheren Beispiel ist dieser z. B. in einem Kreuzgelenk 107 universalbeweglich befestigt. Die Zugstange wirkt über eine Mutter 108 auf eine Schraubenfeder 109, welche sich auf eine Führunghülse 110 stützt. Diese geht in zwei flache Bänder 111 über, deren Verbindung als Pufferkopf H ausgebildet ist. Die Pufferfeder 11. 3 ist eine Blattfeder, deren Enden sich auf zwei Rollen 114 stützen und die in der Mitte mittels eines um den Zapfen 115 schwingbaren Federbügels 116 gefasst wird. Der Zweck dieser Feder ist ein mehrfacher. Sie dient beim Anstossen als Puffer und vermindert beim Fördern die im Moment des Anhebens oder Abbremsens auftretenden Beschleunigungs-bzw.
Verzögerungswider- stände. Ferner hat die Feder noch folgenden Zweck : Beim Bohrvorgang hängt das Bohrwerkzeug am Flaschenzug. Das Bohrgestänge ist elastisch und erhält eine von der jeweiligen Belastung und von seiner
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im Gestänge vermindert, da die Zugkraft um den vergrösserten Sohlendruck kleiner geworden ist. Mit zunehmendem Bohrfortschritt wird die Dehnung wieder erhöht. Trotz der Verminderung des Sohlendruckes wird dieser jedoch innerhalb des Dehnungsbereiches des Bohrgestänges nicht auf Null sinken. Bei Beginn einer Bohrung wird mit einem Bohrgestänge von grossem Durchmesser und Querschnitt, aber geringer Länge gearbeitet. Die Dehnung des Bohrgestänges infolge des Eigengewichtes ist daher gering.
Das Werkzeug wird mit einem gewissen Sohlendruck belastet, und wenn dieser durch das Tieferbohren sinkt, so nimmt er infolge der geringen Dehnungsmöglichkeit nicht langsam, sondern schnell ab. Wird also das Werkzeug am Flaschenzug nicht elastisch befestigt, so ist eine häufige Betätigung der Naehlassvorriehtung not- wendig und die Regelung des Sohlendruckes wird ungenau.
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als Waage benutzt und zur Bestimmung des am Flaschenzug hängenden Gewichtes dienen. In diesem Falle muss sie nur mit einer Anzeigevorrichtung, beispielsweise einem Zeiger und Zifferblatt, für das Ablesen
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verbunden mit 119, 120 und 121 (Fig. 20), zur Aufnahme des Schmiermittels für die Seile und 122 für die Lagerstellen dient.
Der Flasehenzugsbloek ist an seiner Aussenfläche nach jeder Richtung abgerundet, so dass er allenfalls Hindernisse zur Seite schieben kann, ohne hängenzubleiben.
Die Fig. 21 und 22 zeigen in schematischer Darstellung bzw. schiefer Projektion die Anordnung der Seilrollen am beweglichen und am unbeweglichen Teil eines Flaschenzuges, wenn die Seile, wie dies
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bei Flaschenzügen bisher üblich war, mit einem gewissen spitzen Winkel zur Rollenebene auf die Rollen auflaufen : Der bewegliche Teil des Flaschenzuges hat bei dem Ausführungsbeispiele der Zeichnung vier kreuzweise angeordnete Seilrollen 125 von gleichem Durchmesser, der feststehende Teil fünf Seilrollen, von welchen vier Seilrollen 126 zueinander parallel liegen und den gleichen Durchmesser als die unteren Rollen besitzen.
Um trotz dem grösseren Abstand der Rollen125 voneinander die Seile so zu führen, dass deren Winkel zur Ebene der Seilrollen keine unzulässig grosse werden, ist die mittlere Rolle 127 schief angeordnet und hat einen grösseren Durchmesser, so dass das auf diese auflaufende bzw. von dieser ab- laufende Seilstück mit den unteren entsprechenden Rollen denselben Winkel bildet. Es ist selbstver- ständlich, dass anstatt der Rolle 127 auch zwei in einer gemeinsamen Ebene liegende Rollen treten können, wenn deren Durchmesser nicht grösser sind als der Halbmesser der Rolle 127.
In den Fig. 23 und 24 ist die Seilverbindung der beiden Rollensysteme eines Flaschenzuges dar- gestellt, bei welchem die unteren Rollen dz auf einer gemeinsamen Achse und in entsprechend grosser ver- schiedener Entfernung n bzw. o voneinander gelagert sind. Würden die Seile bei dieser Anordnung in der bisher gebräuchlichen Art geführt werden, so würden die an-und ablaufenden Seilstücke miteinander zu grosse Winkel bilden, es entständen Kräfte, die Kippmomente auf die Rollen ausüben und die Seile stark verschleissen würden.
Diese Nachteile sind erfindungsgemäss dadurch vermieden, dass die Rollen dz il, 135 des oberen feststehenden Flaschenzuges zu den Rollen 130 des unteren beweglichen Flaschen- zugteiles nicht parallel, sondern schief stehen, u. zw. derart, dass die Mittelpunkte der Rollen neben-bzw. untereinander (Fig. 24) in einer Ebene liegen, zu welcher die einzelnen Rollenachsen unter verschiedenen Winkeln geneigt sind. Die verschieden grossen Durchmesser der oberen Rollen ergeben sich aus der Bedingung, dass die Seile senkrecht hängen, parallel zueinander verlaufen und alle an-und ablaufenden Seilstücke in je einer gemeinsamen Ebene liegen müssen. Auf diese
Weise wird die Seil-und Lagerreibung auf das geringstmögliche Mass herabgesetzt, und Kipp- momente werden ganz vermieden.
Die beiden Endrollen 131 und 1J4 müssen nicht unbedingt schief gestellt werden, sondern können auch parallel zu den unteren Rollen angeordnet werden, wenn die Breite des Bohrturmes dies zulässt. Von den Endrollen laufen die Seile einerseits zur Fördertrommel, deren
Breite verhältnismässig gering ist, und anderseits zu einer Hilfstrommel, welche im Falle eines Versagens der Fördertrommel verwendet werden kann oder die auch als Speicher für ein längeres Seilstück dient.
Werden die unteren Seilrollen kreuzweise angeordnet, so lässt sich die letztbeschriebene Seilführung auch in diesem Falle anwenden, wie das Beispiel Fig. 25 und 26 zeigt.
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achse des Flaschenzuges näher liegenden Seilrollen von dieser Längsachse grösser ist als die Differenz h bzw. j, m, o, q der Abstände zwischen den von der Längsachse weiter entfernt angeordneten Rollen und den zur Längsachse näher liegenden Rollen von dieser Längsachse.
Die Fig. 27-29 zeigen die dem Schema der Fig. 21 entsprechende Ausbildung des oberen feststehenden Teiles eines Flaschenzuges. In einem zylindrischen Hohlkörper 140, der durch Zwischenwände in drei Räume geteilt ist und der in der Mitte in einen prismatischen Hohlkörper übergeht, sind in den äusseren Räumen je zwei Seilrollen 141, 142 angeordnet. Die Rollen, die mit geringem Spiel in den Hohlraum hineinpassen, um ein Herausspringen der Seile aus den Rillen zu verhindern, sitzen auf einer gemeinsamen Achse. M-3, deren Wälzlager 144 einerseits in einer Zwischenwand, anderseits in einem angeschraubten, mit Tragösen 145 ausgestatteten Abschlussdeckel 146 untergebracht sind.
Die eine Rolle 142 ist mit der Achse verkeilt, die andere Rolle 141 lauft frei auf dieser Achse und ebenfalls
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Im mittleren prismatischen Teil des Tragkörpers ist die schiefstehende Seilrolle 150 (Fig. 27) unterebracht, deren Achse ebenfalls auf Kugellagern ruht. Dieser Teil ist mit einem Deckel 151, in welchen eine Öse 152 zum Anheben desselben eingeschraubt ist, abgeschlossen. Der untere Teil des mittleren Hohlkörpers ist als Schmiermittelbehälter ? J3 ausgebildet, dessen Inhalt an einem Flüssigkeitsstandzeiger 154 festgestellt werden kann. Eine durch eine Abflachung des Bordes einer Seilrolle betätigte Pumpe 155 fördert das Schmiermittel aus dem Behälter 1:M durch Röhrchen 156 auf die Seile. Ein zweiter obenliegender Behälter 157 mit sichtbarem Inhalt 158 steht durch Röhrchen 159 mit den Lagerstellen
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stellen zu.
Die Lagerung des gesamten Körpers erfolgt auf vier Profilträgern 160, welche so angeordnet werden, dass zwischen je zwei von ihnen ein Seil durchläuft. Hiedurch ergibt sich für den Tragkörper die geringste Biegungsbeanspruchung, wodurch er in seiner Ausführung leicht gehalten werden kann.
Die Fig. 30-32 stellen dieselbe Rollenanordnung in Aufriss, Grundriss und Kreuzriss, jedoch in offener Ausführung dar. Die Mittelrolle ist in den Fig. 30 und 31 gegenüber ihrer Stellung in Fig. 32 verdreht gezeichnet. Auf einem schmiedeeisernen Rahmen 165 ruhen ein als Ölbehälter ausgebildeter mittlerer Tragkörper 166 und beiderseits von diesem zwei Lagerböcke 167. Zwischen diesen und dem Tragkörper befinden sich je zwei Seilrollen 168, hievon ist die eine auf der Achse aufgekeilt, die andere auf ihr leerlaufend angeordnet, wie im vorhergehenden Beispiel beschrieben. Auf den Tragkörper ist ein um seine Mittelachse verdrehbarer, zweibeiniger Lagerbock 169 aufgesetzt, in welchem die obere schiefstehende Rolle 170gelagert ist, deren Schräglage durch Verdrehen des Lagerbockes eingestellt werden kann.
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Die Fig. 33-36 stellen ebenfalls eine unverschalte Ausführung des oberen Rollensystems eines Flaschenzuges dar, bei welcher sämtliche Seile parallel zueinander gemäss dem Schema Fig. 23,24 geführt werden. Die Rollen 174 haben, wie erwähnt, verschiedene Durchmesser, und ihre Achsen sind unter verschiedenen Winkeln zur Vertikalebene geneigt. Sie sind in zwei Höhenlagen angeordnet und auf zweibeinigen Böcken 175-179 gelagert. Die höher liegenden drei Böcke sind samt den Rollen auf einer gemeinsamen Grundplatte 180, die darunterliegenden auf je einer Grundplatte 181 und 18 ; 2 verdrehbar, wodurch eine genaue Einstellung der Schräglage der Rollen erfolgen kann. Die Grundplatten sind auf bzw. in einem transportablen Eisenkonstruktionsrahmen 183 befestigt.
In den Fig. 37 und 38 ist eine andere AusfÜhrungsmöglichkeit des feststehenden Rollensystem sehematisch dargestellt. Die Seilrollen 185 sind in einem dreieckigen Bock 186 aus Profileisen teils hängend, teils stehend in verdrehbaren Gabelböcken 187 gelagert, wodurch sie in die erforderliche Schräglage genau eingestellt werden können.
Die vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele beziehen sich durchwegs auf Flaschenzüge, bei welchen der bewegliche Block vier und der unbewegliche Block fünf Seilrollen haben. Es wurde dieses
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darstellt. Es ist jedoch selbstverständlich, dass der Erfindungsgegenstand auch für Flaschenzugsblocke 'mit einer andern Rollenzahl anwendbar ist, insofern diese grösser als drei ist. Insbesondere ist es auch möglich, beide Flaschenzugsteile mit der gleichen Zahl von Rollen zu versehen, namentlich wenn auf die Möglichkeit der Betätigung beider Seilenden des Flaschenzuges kein Wert gelegt wird. Die Zahl der Rollen des unteren Flaschenzuges kann auch 5, 6,7, 8 oder mehr betragen, namentlich, wenn die Flaschenzüge eine Konstruktion erhalten, wie sie in den Fig. 14-20 dargestellt ist.
Ist die Zahl der
Seilrollen des unteren Flaschenzuges eine ungerade, d. h. durch zwei nicht teilbar, so ist es nur notwendig, eine Seilrolle in die Längsachse des Flaschenzuges zu verlegen. In einem solchen Falle kann allerdings der Lasthaken bzw. dessen Verlängerung nicht in der Längsachse des Flaschenzuges angeordnet werden, wie dies beispielsweise in Fig. 18 dargestellt ist, sondern muss ähnlich, wie dies aus den Fig. 14 und 15 zu ersehen ist, durch zwei Zugstangen 92 und einen Querbolzen 91 getragen werden, welche Zugstangen
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wird sich hiebei wie früher in der Längsachse des Flaschenzuges befinden.
PATENT-ANSPRtCHE :
1. Flaschenzug für drehend arbeitende Tiefbohranlagen, dadurch gekennzeichnet, dass zum Zwecke der Erhöhung des Widerstandes gegen Verdrehung die Rollen bzw. Rollenpaare des Flaschenzuges in
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wobei die der Längsachse näher liegenden Rollen möglichst weit auseinandergerückt und möglichst nahe zu den von der Längsachse weiter entfernt angeordneten Rollen gelagert sind.
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