AT143037B - Verfahren zur Darstellung von Lösungen flüssiger Wurmmittel. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Lösungen flüssiger Wurmmittel.

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  Verfahren zur Darstellung von Lösungen flüssiger Wurmmittel. 



   Bekanntlich lassen sieh die in der Therapie verwendeten flüssigen Wurmmittel wie beispielsweise
Tetrachlorkohlenstoff, ol. chenopodii u. a. wegen ihres widerlichen Geschmackes und ihrer Reizung der
Schleimhäute schlecht einnehmen und man ist daher darauf angewiesen, falls man sie nicht in Gelatine- kapseln verabfolgen will, sie mit Getränken zu verordnen. Dies ist aber nur ein notdürftiger Behelf, da die Mittel in den Getränken unlöslich sind, wodurch eine Beseitigung oder Verminderung der unangenehmen
Eigenschaften ausgeschlossen ist. Die Verwendung der Mittel in Form von Gelatinekapseln hat den
Nachteil, dass manche nach erfolgter Verdauung der Gelatinekapsel in der konzentrierten Form auf den
Magen-Darmtrakt Reizwirkungen ausüben.

   Sie in Form von alkoholischen oder andern Lösungen zu verwenden hat den Nachteil, dass diese Lösungen beim Zusammentreffen mit Wasser oder wässrigen
Flüssigkeiten, wie Speichel, die wirksamen Substanzen wieder ausfallen lassen. Es ist bisher noch kein
Verfahren bekannt geworden, flüssige Wurmmittel in konzentrierte Lösungen überzuführen, welche mit
Wasser oder wässrigen Flüssigkeiten ohne Abscheidung der wirksamen Stoffe mischbar sind. 



   Es wurde nun gefunden, dass es gelingt, aus flüssigen als Wurmmittel bekannten Substanzen und
Salzen basischer Derivate höherer einbasischer Karbonsäuren Lösungen herzustellen, welche mit Wasser mischbar sind, ohne dass die wirksamen Stoffe zur Abscheidung gelangen. Vielmehr bekommen die
Lösungen auf mässigen Wasserzusatz eine rahmartige Konsistenz, während mit viel Wasser fein disperse Emulsionen erhalten werden. Das Verfahren kann mit allen Verbindungen höherer einbasischer Karbon- säuren ausgeführt werden, welche eine basische Gruppe tragen und daher in Form von Salzen in Wasser löslich sind, z. B. die in den Patentschriften Nr. 121566, Nr. 128043, Nr. 130645 und Nr. 131608 beschriebenen Verbindungen. Als höhere einbasische Carbonsäuren kommen beispielsweise in Frage die Säuren mit wenigstens 10 Kohlenstoffatomen, z.

   B. Ölsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, Laurylsäure. Besonders geeignet sind für das Verfahren die Salze der   basisehen Karbonsäureverbindungen   mit organischen Karbonsäuren, z. B. die Aketate, Propionate, Butyrate, Laktate, Benzoate, welche häufig ölige Konsistenz aufweisen. Es gelingt leicht, nach dem neuen Verfahren Lösungen jeder beliebigen Konzentration herzustellen. Die Lösungen können mit Getränken eingenommen oder auch in Kapseln verabfolgt werden. 



  Den Lösungen können Hilfsstoffe und andere gewünschte Arzneimittel, Geschmackskorrigenzien u. a. zugesetzt werden. Flüssige Wurmmittel sind z. B. Tetrachlorkohlenstoff, Tetrachloräthylen, Askaridol, oleum chenopodii. 



   Es war nicht vorauszusehen, dass es gelingen würde, konzentrierte Lösungen aus flüssigen Wurmmitteln und Salzen basischer Derivate höherer einbasischer Karbonsäuren zu erzielen, da die flüssigen Wurmmittel in Wasser so gut wie unlöslich, dagegen löslich in Fetten sind, während die Salze der basischen Karbonsäureverbindungen in Wasser löslich sind. Aus den Schweizer Patentschriften Nr. 83626, Nr. 81549 und Nr. 79798 ist zwar bereits das Löslichmachen von in Wasser unlöslichen oder schwer löslichen Stoffen, wie z. B. Eiweisskörper oder   fettähnlichen   Stoffen mit Hilfe von Salzen oder Amiden organischer Säuren, beschrieben.

   Diese Salze und Amide gehören jedoch nicht zu den Salzen basicher Derivate höherer ein basischer Karbonsäuren, auch ist in den genannten Patentschriften ein Hinweis auf Wurmmittel nicht zu finden. 

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 EMI2.1 
 der Formel 
 EMI2.2 
 gelöst. 
 EMI2.3 
 
 EMI2.4 
 oder die Kondensationsprodukte aus Ölsäure oder Stearinsäure mit   a-diaethylamino-ss-oxypropylamin   oder a-diaethylamino-ss-oxy-g-phenylaminopropan verwandt werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung von Lösungen flüssiger Wurmmittel, gekennzeichnet durch die Verwendung von Salzen basischer Derivate höherer einbasischer Karbonsäuren als Lösungsmittel.
AT143037D 1932-10-25 1933-10-16 Verfahren zur Darstellung von Lösungen flüssiger Wurmmittel. AT143037B (de)

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