AT143234B - Fernmeldekabel mit wärmeempfindlichem Dielektrikum, insbesondere für den Betrieb mit sehr hohen Frequenzen. - Google Patents

Fernmeldekabel mit wärmeempfindlichem Dielektrikum, insbesondere für den Betrieb mit sehr hohen Frequenzen.

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AT143234B
AT143234B AT143234DA AT143234B AT 143234 B AT143234 B AT 143234B AT 143234D A AT143234D A AT 143234DA AT 143234 B AT143234 B AT 143234B
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AT
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telecommunication cable
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cable
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Hans Dr Ing Carsten
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Siemens Ag
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    Femmeldekabel   mit   wärmeempfindliehem   Dielektrikum, insbesondere für den Betrieb mit sehr hohen
Frequenzen. 



   Bei der Auflegung der Kabelmäntel auf die Seele von elektrischen Kabeln lassen sich bekanntlich hohe Temperaturen in der Regel nicht vermeiden. Diese hohen Temperaturen können das der Isolation der elektrischen Leiter dienende Dielektrikum besonders bei Fernmeldekabeln beschädigen, bei denen das Dielektrikum häufig aus wärmeempfindliehen Stoffen besteht. Es hat sieh herausgestellt, dass besonders diejenigen Stoffe, die als Dielektrikum bei denjenigen Fernmeldekabeln in Frage kommen, die für den Betrieb mit sehr hohen Frequenzen bestimmt sind, in erhöhtem Mass   wärmeempfindlieh   sind. Infolgedessen ist man gezwungen, entweder solche Stoffe als Dielektrikum zu verwenden, die, wie z. B.

   Papier, weniger wärmeempfindlich und dafür in elektrischer Hinsicht ungünstiger sind, oder besondere wärmeunempfindliche Schichten zwischen Kabelseele und Kabelmantel zu legen, die mehrere, besonders beim Betrieb mit sehr hohen Frequenzen, störende Sprünge des Dielektrikums hervorrufen. 



   Bei dem Fernmeldekabel gemäss der Erfindung sind diese und andere Nachteile vermieden, und trotzdem wärmeempfindliche Dielektrika anwendbar. Gemäss der Erfindung ist über der mit einem wärmeempfindlichen Dielektrikum aufgebauten Kabelseele zunächst eine dünne elektrisch leitende Schicht, darüber eine stärkere wärmeabhaltende Schicht und erst über dieser der wasserdichte, vorzugsweise aus einem Metall, wie Blei, bestehende Mantel und eine Kabelbewehrung angeordnet. 



   Die dünne elektrisch leitende Schicht dient in erster Linie zur Begrenzung des elektrischen Feldes auf das günstige Dielektrikum und ermöglicht die Anwendung wärmeabhaltender Schichten ohne Rücksichtnahme auf ihre elektrischen Eigenschaften. Darüber hinaus kann die dünne elektrisch leitende Schicht auch zum   Wärmeschutz   der Kabelseele dadurch herangezogen werden, dass sie eine nach aussen blanke Oberfläche erhält und dadurch als Strahlungsschutz für die Kabelseele verwertet wird. Man kann die blanke Oberfläche beispielsweise durch Verwendung   natürlich   blanker Stoffe, aber auch durch Verwendung von   nachträglich   blank gemachten Stoffen erhalten.

   Die dünne elektrisch leitende Schicht kann beispielsweise als Metallisierung eines möglichst   unhygroskopisehen   und vorzugsweise in Bandform, z. B. eines getränkten Papierstreifens, auf die Kabelseele aufgebrachten Trägers ausgebildet sein. Die dünne elektrisch leitende Schicht lässt sich auch insofern noch mit besonderem Vorteil verwerten, dass 
 EMI1.1 
 schicht dienen und die Kopplungsfreiheit und andere Eigenschaften des Kabels verbessern. 



   Die über der dünnen elektrisch leitenden Schicht angeordnete stärkere   wärmeabhaltende   Schicht kann beispielsweise aus Stoffen mit geringem Wärmeleitvermögen, z. B. Papier, Glasgespinsten oder Faserstoffen wie Asbest bestehen, die schon in dünnen Schichten einen genügenden   Wärmeschutz   für die Kabelseele bilden und gegebenenfalls mit Tränkungsmitteln feuehtigkeitsabstossend gemacht sind, falls sie nicht schon ohnehin genügend   feuehtigkeitsabstossend   sind. Man kann die wärmeabhaltende Schicht jedoch auch aus wärmeableitenden Gebilden, z. B. Metallgespinsten oder   Metallgefleehten,   mit besonderem Vorteil auch aus Metallgebilden mit grosser   wärmereilektierender   Oberfläche aufbauen. Hiefür eignet 

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 sich z. B.

   Metallwolle, die aus einzelnen Fäden oder Streifen solcher Metalle besteht, deren Sehmelzpunkt über den bei der Aufpressung des äusseren Metallmantels des Kabels auftretenden hohen Temperaturen liegt. 



   Ein besonderer Vorzug der gemäss der Erfindung aufgebauten Fernmeldekabel besteht darin, dass bei ihnen nicht nur die Anwendung der aus Gründen der   elektrischen Übertragung   besonders günstigen Dielektrika ermöglicht ist, sondern dass sie ausser diesem mehr fabrikatorischen Vorteil auch einen be-   trieblichen   Vorteil insofern aufweisen, dass durch den   Wärmeschutz zugleich auch   ein Schutz der Kabelseele gegen   Tagesschwankungen   der Temperatur des Kabels bewirkt wird. Infolgedessen ermöglicht es die Erfindung auch, praktisch brauchbare Luftkabel für den Betrieb mit sehr hohen Frequenzen herzustellen. 



   In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines Kabels gemäss der Erfindung schematisch in Form eines Kabelquerschnitts dargestellt. Die Kabelseele besteht aus dem eigentlichen Kabelkern   1,   dessen elektrische Leiter beispielsweise mit Polystyrol isoliert sein mögen, und einer zusätzlichen dielektrischen Schicht 2, die auch aus Polystyrol besteht. Diese Schicht 2 kann eine Band-oder Fadenlage oder auch ein geschlossener Mantel sein. Über ihr liegt die dünne elektrisch leitende   Schicht 3,   die aus einem   schrauben1inienförmig   aufgewickelten Metallband besteht, welches durch nachträgliche Bearbeitung mit Kaliber-und Polierwalzen geglättet und blank gemacht worden ist.

   Darüber liegt eine in dichten Windungen aufgebrachte Asbestkordel 4, die nach aussen durch den wasserdichten Kabelmantel 5 abgeschlossen ist, der beispielsweise aus Blei bestehen möge. Über dem Bleimantel liegt eine Bewehrung 6, beispielsweise aus längsverseilten und gegen den Bleimantel isolierten Runddrähten. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1.   Fernmeldekabel mit wärmeempfindlichem Dielektrikum,   insbesondere für den Betrieb mit sehr hohen Frequenzen, dadurch gekennzeichnet, dass über der Kabelseele zunächst eine dünne elektrisch leitende Schicht, darüber eine   stärkere   wärmeabhaltende Schicht und erst über dieser der wasserdichte vorzugsweise aus einem Metall, wie Blei, bestehende Mantel und eine Kabelbewehrung angeordnet sind.

Claims (1)

  1. 2. Fernmeldekabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die dünne elektrisch leitende Schicht eine nach aussen und gegebenenfalls auch nach innen blanke Oberfläche hat.
    3. Fernmeldekabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die dünne elektrisch leitende Schicht als Metallisierung eines unhygroskopischen, vorzugsweise in Bandform aufgebrachten Trägers ausgebildet ist.
    4. Fernmeldekabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wärmeabhaltende Schicht aus Metallgebilden mit grosser wärmeref1ektÏerender Oberfläche, z. B. Metallwolle besteht.
    5. Fernmeldekabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wärmeabhaltende Schicht aus Stoffen mit geringem Wärmeleitvermögen, z. B. Papier, besteht.
    6. Fernmeldekabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wärmeabhaltende Schicht aus wärmeableitenden Gebilden, z. B. Metallgespinsten oder Metallgeflechten besteht. EMI2.1
AT143234D 1933-11-16 1934-11-12 Fernmeldekabel mit wärmeempfindlichem Dielektrikum, insbesondere für den Betrieb mit sehr hohen Frequenzen. AT143234B (de)

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