AT143360B - Dichtung für Hauptdruckzylinder, insbesondere für hydraulische Bremsvorrichtungen. - Google Patents

Dichtung für Hauptdruckzylinder, insbesondere für hydraulische Bremsvorrichtungen.

Info

Publication number
AT143360B
AT143360B AT143360DA AT143360B AT 143360 B AT143360 B AT 143360B AT 143360D A AT143360D A AT 143360DA AT 143360 B AT143360 B AT 143360B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
piston
seal
cylinder
hydraulic braking
ring
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Hydraulic Brake Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hydraulic Brake Co filed Critical Hydraulic Brake Co
Priority to AT145236D priority Critical patent/AT145236B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT143360B publication Critical patent/AT143360B/de

Links

Landscapes

  • Transmission Of Braking Force In Braking Systems (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Dichtung für Ilauptdruekzylinder, insbesondere für hydraulische Bremsvorrichtungen. 



   Die Erfindung betrifft eine Dichtung für Hauptdruekzylinder, insbesondere von hydraulischen Bremsvorrichtungen, obgleich sie sich auch für andere Zwecke eignet. 



   Bei hydraulischen Bremsvorrichtungen und andern Vorrichtungen zur Übertragung von Kraft durch ein flüssiges Mittel ist es äusserst wichtig, dass in der Vorrichtung keine Undichtigkeit entsteht und dass keine Luft in dieselbe eintreten und sich mit der darin enthaltenen Flüssigkeit mischen kann. Bei einer jetzt gebräuchlichen Bauart von hydraulischen Bremsen ist das eine Ende des Verdichtung-   oder Hauptdruckzylinders demEinfluss der Aussenluft   ausgesetzt, und es ist wesentlich, dass dieses Zylinderende mit einer äusserst wirksamen Dichtung versehen ist, um das Entweichen der Flüssigkeit aus dem Zylinder bzw. das Eindringen von Luft in den Zylinder während des Betriebes zu verhindern. 



   Die Erfindung bezweckt demnach, eine Dichtung zu schaffen, die sich insbesondere zur Abdichtung der freiliegenden Enden der Verdichtungszylinder von hydraulischen Bremsen und andern zur Übertragung von Kraft dienenden Druckmittelvorrichtungen eignet ; eine etwaige Abnutzung der Dichtung-   fläche,   die bei längerem Gebrauch der Vorrichtung, zu welcher die genannte Dichtung gehört, entstehen kann, soll selbsttätig ausgeglichen werden. Die Dichtung soll ferner der Hin-und Herbewegung des Kolbens im   Verdichtungszylinder einen möglichst   geringen Reibungswiderstand darbieten und sich etwaigen   Ungleichmässigkeiten   in den Teilen, zwischen welchen die Abdichtung gewährleistet werden soll, selbsttätig anpassen sowie sich ohne Verformung der Teile derselben einbauen lassen. 



   Andere Zwecke und Vorteile ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung. 



   In der Zeichnung zeigt Fig. 1 eine hydraulische Bremsvorrichtung nach der Erfindung in Schematischer Darstellung ; Fig. 2 den Flüssigkeitsbehälter mit dem Hauptdruckzylinder einer solchen Brems-   vorrichtung   mit näheren Einzelheiten und Fig. 3 die Dichtung nach der Erfindung in   grösserem   Massstab und in deutlicherer Darstellung. 



   Gemäss der Zeichnung (Fig. 1) besteht die hydraulische Bremsvorrichtung aus einem Flüssigkeitsbehälter   10,   der mit einem Hauptdruckzylinder 11 verbunden ist. In diesem bewegt sich ein Kolben 12, 
 EMI1.1 
 oder Ruhestellung zurückkehrt. Das rechte oder Auslassende des Hauptdruckzylinders 11 ist mit einer Leitungsanordnung 15 verbunden, die zu den Radbremszylindern 16 führt, in welchen sich gegenläufige Kolben 17 bewegen, die mit den Bremsschuhen 18 verbunden sind, wodurch diese gegen die Brems- 
 EMI1.2 
 in die Rückzugsstellung gebracht. 



   Der Behälter 10 sitzt gewöhnlich (Fig. 2) auf der Motorseite der Apparatenwand eines Kraftfahrzeuges und ist durch eine Leitung 21 mit dem Hauptzylinder 11 verbunden, der für gewöhnlich unter dem Fussbrett angeordnet ist. Diese Verbindung wird für   gewöhnlich   durch eine Öffnung 22 hergestellt, die, wenn die Teile sich in der aus Fig. 2 ersichtlichen   Rückzugs-oder Ruhestellung   befinden, unmittelbar in das rechte oder Verdichtungsende des Zylinders 11 mündet. Die Leitung 21 steht auch durch eine Öffnung   2.   mit einer im Kolben 12 vorgesehenen Aussparung 24 in Verbindung. 



   Der Kolben 12 ist mit einem Teil 25 versehen, der als Büchse zur Aufnahme der abnehmbaren Kolbenstange 26 ausgebildet ist, die lediglich gegen den Fuss dieser Büchse stösst und mit dieser nur durch Berührung verbunden ist. Der Teil 25 ist mit einem sich nach aussen erstreckenden Flansch 27 und 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 unmittelbar neben diesem mit einem zylindrischen Teil   28   versehen. Ein Gummiring 29 von zylindrischem
Querschnitt ist neben dem Flansch 27 angeordnet und wird gegen diesen sowie gegen die Zylinderwand durch einen ringförmigen Keil 30   angedrückt.   Die auf den Gummiring 29 zur Wirkung gelangende Fläche des ringförmigen Keils 30 ist so ausgebildet, dass sie den Ring 29 gegen den Flansch mit einer grösseren Kraft als gegen die Zylinderwand presst, indem z.

   B. die geneigte Fläche des Keils unter einem Winkel von mehr als 450 mit der Zylinderachse gebildet wird. 



   Der innere Umfang 31 des Keilringes 30 erhält einen etwas grösseren Durchmesser als der zylindrische Teil 28 des Kolbens, und der äussere Umfang 32 des Keilringes erhält einen kleineren Durchmesser als die Zylinderbohrung, so dass der Keil ein Schwebekeil ist, der sich   selbsttätig   entsprechend den Änderungen der Grösse oder Ausgestaltung der Teile einstellt, die im Betrieb durch Abnutzung auftreten können oder schon bei der Herstellung sich innerhalb der Toleranzgrenzen ergeben. 



   Der Keil 30 wird mit dem Ring 29 durch eine Feder   33   in Berührung gehalten, die sich gegen den Kolbenkopf 34 stützt, der in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise oder durch Verschraubung, Vernietung oder durch sonstige geeignete Mittel am Kolbenteil 25 befestigt werden kann. 



   Es wurde gefunden, dass die Feder 33 eine verhältnismässig schwache Feder sein kann, denn es genügt, um eine wirksame Abdichtung zu erhalten, den Gummiring 29 schwach gegen die Zylinderwand   anzudrücken.   Dieses ist deshalb wichtig, weil es die Reibung zwischen Kolben und Zylinderwand verringert und eine Bremsvorrichtung ergibt, die leichter zu bedienen ist und allgemein   als "feinfÜhlige   Bremse"bezeichnet werden kann. 



   In der Fig. 2 ist das linke Ende des Zylinders 11 durch einen Stiefel   35   abgeschlossen dargestellt. 



  Dieser Stiefel besteht aus einem biegsamen Gummi-oder Lederschlauch, der dazu dient, Schmutz und Feuchtigkeit von diesem Zylinderende fernzuhalten und nicht den Zweck hat, das Entweichen von Flüssigkeit aus dem Zylinder zu verhindern. Tatsächlich ist dieser Stiefel mit einer kleinen   Öffnung   36 versehen, durch welche das Innere desselben ständig mit der Aussenluft in Verbindung gehalten wird.

   Da das linke Ende des Hauptzylinders   sohin   dem Einfluss der Aussenluft ausgesetzt, die Aussparung 24 aber mit   Flüssigkeit   unter einem Überdruck von   0. 6   bis   0'9'in   gefüllt ist, ist es klar, dass die Dichtung wirksam arbeiten muss, um das Entweichen von Flüssigkeit zu verhindern ; anderseits soll aber die Dichtung das Eindringen von Luft in die Flüssigkeit während des   Rückzugshubes   des Kolbens verhindern. 



  Die Umstände, welche bestrebt sind, ein solches Eindringen von Luft längs der Dichtung zu bewirken, ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung der Wirkungsweise der Bremsvorrichtung. 



   Nimmt man an, dass die Teile sich in der Ruhestellung befinden, wie in Fig. 2 der Zeichnung dargestellt, so wird der Kolben   12,   wenn der Bedienende auf das Pedal   1. 3 drÜckt, nach rechts   in der Zeichnung vorgeschoben. Diese Bewegung hat zunächst zur Folge, dass die mit der Vorderseite des Kolbens verbundene Gummimanschette 37 die Öffnung   22 schliesst   ; bei weiterem Vorschieben des Kolbens wird nun Flüssigkeit aus dem rechten Zylinderende über das Doppelabsperrventil   38   in die Leitungsanordnung 15   gedrückt.   Das Absperrventil 38 kann die Bauart nach den Zeichnungen aufweisen und somit 
 EMI2.1 
 Bauart haben.

   Durch dieses Eindringen von Flüssigkeit in die Leitungsanordnung werden die Kolben 17 in den Radbremszylindern auseinandergedrückt und hiedurch die Bremsschuhe 18 gegen die Bremstrommeln 19 angedrückt. 



   Sobald der Bedienende nun den Fuss vom Pedal 13 abhebt und dieses sowie die Kolbenstange 26 durch die Wirkung der Feder 14 unabhängig von den andern Teilen der Vorrichtung in die Ruhestellung zurückgebracht werden, wird der Kolben 12 für gewöhnlich durch die Feder 39 schneller in seine Ruhestellung zurückgebracht, als die   Flüssigkeit   über das Drosselventil 38 durch die unter dem Einfluss der Federn 20 in die Ruhestellung zurückgebrachten Radbremszylinderkolben 17 in   denHauptzylinder zurück-   geleitet wird.

   Hiedurch entsteht ein Unterdruck im rechten Ende des Hauptdruckzylinders, und während des Rückzugshubes des Kolbens 12 fällt die   Gummimansehette   37 zusammen, so dass Flüssigkeit vom ringförmigen Raum 24 durch im Kolbenkopf vorgesehene Kanäle 40 und über die Gummimanschette in das rechte Ende des Hauptzylinders fliessen kann. In diesem Augenblick nun besteht das Bestreben, dass Luft längs des Dichtungsringes 29 ins Innere des Zylinders angesaugt wird. Dieser Lufteintritt wird gemäss vorliegender Erfindung verhindert, da der biegsame Ring 29 eine äusserst wirksame Dichtung bewirkt. 



   Nachdem der Kolben 12 seine Ruhestellung erreicht hat, die in den Fig. 1 und 2 ersichtlich ist, wird durch die Öffnung 22 die freie Verbindung zwischen dem Behälter 10 und dem rechten Ende des Hauptzylinders wiederhergestellt, so dass ein etwaiger   Überschuss   an Flüssigkeit, der während des Rückzugshubes des Kolbens 12 an diesem vorbei angesaugt wurde, dann in den Behälter 10 zurÜckfliessen 
 EMI2.2 
 
Beim Zusammenbau des Kolbens 12 verfährt man in der Weise, dass der Gummiring 29, der Keilring   30   und die Feder 33 auf den Teil 25 aufgeschoben werden, bevor der Kopf 34 an dem genannten 
 EMI2.3 
 Art, beispielsweise gemäss dem Patent Nr.

   137717, bei welcher es nötig war, einen Gummiring unter Dehnung über einen   Begrenzungsvorsprung   des Kolbens zu schieben, bevor er in die zu seiner Aufnahme 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 bestimmte Nut eingesetzt werden konnte. Durch diese   anfängliche   Dehnung des Gummiringes konnte dieser Ring seine Form verlieren, so dass seine Wirksamkeit als Dichtungsmittel verringert wurde. 
 EMI3.1 
 es sich doch von selbst, dass noch weitere Ausführungsformen möglich sind, ohne vom Wesen der Erfindung abzuweichen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Dichtung für Hauptdruekzylinder, insbesondere für hydraulische Bremsvorrichtungen, mit einem eine Ringnut aufweisenden Kolben, dadurch gekennzeichnet, dass gegen den Kolbenflansch (27) mittels eines federbelasteten Druckorgans   (30)   ein elastischer Dichtungsring (Gummiring 29) gedrückt wird, wobei die Arbeitsflächen des   Kolbenflansches   (27) und des Druckorgans   (30)   derart in bezug aufeinander angeordnet sind, dass sie miteinander einen Winkel   einschliessen,   demzufolge der Dichtungring (29) in Berührung mit dem Kolbenflansch (27) und mit der Zylinderwand gedrückt wird. 
 EMI3.2 


Claims (1)

  1. Querschnitt aufweist.
    3. Dichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die schräge Fläche des Keiles (30) mit der Zylinderachse einen Winkel einschliesst, der grösser als 45 ist, so dass der Ring (29) gegen den Kolbenflansch (27) mit einer grösseren Kraft gedrückt wird als gegen die Zylinderwand.
    4. Dichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtungsring (29) im Normalzustand kreisförmigen Querschnitt aufweist. EMI3.3
AT143360D 1932-10-06 1933-10-03 Dichtung für Hauptdruckzylinder, insbesondere für hydraulische Bremsvorrichtungen. AT143360B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT145236D AT145236B (de) 1933-10-03 1934-06-18 Dichtung für Hauptdruckzylinder, insbesondere für hydraulische Bremsvorrichtungen.

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US143360XA 1932-10-06 1932-10-06

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT143360B true AT143360B (de) 1935-11-11

Family

ID=21764859

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT143360D AT143360B (de) 1932-10-06 1933-10-03 Dichtung für Hauptdruckzylinder, insbesondere für hydraulische Bremsvorrichtungen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT143360B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1192532B (de) Hilfskraftvorrichtung, insbesondere zum Betaetigen der Bremsen von Kraftfahrzeugen
DE590619C (de) Nachfuellvorrichtung fuer eine hydraulische Bremseinrichtung, insbesondere eines Kraftfahrzeuges
DE659857C (de) Nachfuellvorrichtung fuer den Druckzylinder einer Fluessigkeitsbremse fuer Kraftfahrzeuge
DE1134904B (de) Mit einem Hauptzylinder kombiniertes Bremsventil fuer eine insbesondere fuer Kraftfahrzeuge vorgesehene hydraulische Bremsbetaetigungsanlage
AT143360B (de) Dichtung für Hauptdruckzylinder, insbesondere für hydraulische Bremsvorrichtungen.
DE590921C (de) Hydraulische Bremseinrichtung fuer Kraftwagen
DE653133C (de) Bremsdruckzylinder fuer Kraftfahrzeuge
DE576304C (de) Kolben zur Kraftuebertragung, insbesondere fuer den Hauptdruckzylinder einer hydraulischen Bremseinrichtung fuer Kraftfahrzeuge
DE633824C (de) Hydraulische Bremsvorrichtung, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge
DE69102047T2 (de) Flüssigkeitspumpe.
DE2328246A1 (de) Druckzylindervorrichtung
DE600388C (de) Hydraulische Bremsvorrichtung mit einem Druckzylinder
DE953943C (de) Nachstellvorrichtung fuer die Spreizglieder einer hydraulischen Bremse, insbesondere an Kraftfahrzeugen
AT137721B (de) Hydraulische Bremse, insbesondere für Kraftfahrzeuge.
DE932768C (de) Hauptzylinder fuer hydraulische Bremsen, insbesondere an Kraftfahrzeugen
DE816790C (de) Hauptzylinder fuer hydraulische Bremsen, insbesondere an Kraftfahrzeugen
DE727299C (de) Hydraulische Bremseinrichtung, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge
DE671926C (de) Kolben, insbesondere fuer die Druckfluessigkeitsbremse eines Kraftfahrzeuges
AT143359B (de) Vorrichtung zur hydraulischen Kraftübertragung, insbesondere für hydraulische Bremsen von Kraftfahrzeugen.
AT158531B (de) Zylinder mit Kolben, insbesondere Bremszylinder für hydraulische Bremsen von Kraftfahrzeugen.
DE707699C (de) Druckeinrichtung fuer hydraulische Bremsen von Kraftfahrzeugen
DE2227233A1 (de) Tandemhauptzylinder fuer hydraulische bremsanlagen
AT154314B (de) Druckerzeugungsvorrichtung für Druckmittel, insbesondere für Druckflüssigkeitsbremsen von Kraftfahrzeugen.
AT153084B (de) Druckerzeugungseinrichtung, insbesondere für hydraulische Bremseinrichtung von Kraftfahrzeugen.
DE711499C (de) Abdichtung der Kolben von Radbremszylindern von Kraftfahrzeugen