AT144025B - Verfahren zur Darstellung von wasserlöslichen Metallmercaptoverbindungen. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von wasserlöslichen Metallmercaptoverbindungen.

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    • C07H23/00Compounds containing boron, silicon or a metal, e.g. chelates or vitamin B12

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Darstellung von   wasserlöslichen     Metallmereaptoverbindungen.   



   Im Stammpatent Nr. 129303 ist ein Verfahren zur Darstellung therapeutisch wertvoller wasserlöslicher Metallmereaptoverbindungen   geschützt,   das darin besteht, dass man Salze des Goldes, Wismuts, Arsens, Kupfers, Antimons, Urans, Quecksilbers, Wolframs   oder Molybdäns   mit thiosubstituierten Kohlenhydraten umsetzt. Diese Umsetzung kann nach den Angaben der britischen Patentschrift Nr. 293363 
 EMI1.1 
 verwendet werden können, während beim Verfahren des Stammpatentes bzw. bei dem in der eingangs erwähnten britischen Patentschrift beschriebenen Verfahren, bei denen die nur schwer völlig rein darzustellenden thiosubstituierten Kohlenhydrate zur Verwendung gelangen, Metallverbindungen erhalten werden, die erst durch wiederholtes Umfällen gereinigt werden müssen. 



   Beispiel 1 :   1'62 Gewichtsteile 1-Natriumthioglucose   werden in 50 Teilen Wasser gelöst ; unter Rühren wird allmählich eine Lösung von 5'92 Gewichtsteilen Kaliumauribromid oder 3'03 Gewichtsteilen Aurichlorid in 30 Teilen Wasser bei   6-100 zugetropft.   



   Die Reaktion verläuft bei Anwendung von Aurichlorid in folgender Weise : 
 EMI1.2 
 
Es findet also gleichzeitig eine Oxydation der Mereaptoverbindung zum Disulfid statt, wobei das dreiwertige Gold in einwertiges übergeht. 



   Es beginnt alsbald die Ausscheidung der   1-Aurothioglucose.   Nachdem alles zugesetzt ist, rührt man   noch   Stunde und saugt den ausgeschiedenen Niederschlag ab, wäscht ihn wiederholt mit Wasser gut aus und trocknet ihn durch Waschen mit Alkohol und Äther. Schliesslich wird die Verbindung im Vakuum über Phosphorpentoxyd bis zur Gewichtskonstanz getrocknet. 



   Statt des Natriumsalzes kann man auch die äquivalente Menge eines andern Alkali-oder Erdalkalisalze der   l-TMoglucose   anwenden. 



   Beispiel 2 :   41'3   Gewichtsteile   1-Natriumthioglucose   werden in 30 Teilen Wasser suspendiert und unter Rühren 12'3 Gewichtsteile Antimontrichlorid eingetragen. Nach halbstündigem Ruhen ist vollständige Umsetzung erfolgt und eine klare Lösung entstanden. Bei Zugabe von 300 Teilen absoluten Alkohols scheidet sich die 1-Antimontrithioglucose zunächst als Öl ab, das abgetrennt wird und beim Verreiben mit Alkohol erstarrt. Zur Trennung vom entstandenen Kochsalz wird die Verbindung unter gelindem Erwärmen in 40   Gewiehtsteilen   Glykol gelöst, vom ungelösten Kochsalz abfiltriert und durch Zugabe von 400 Teilen Alkohol ausgefällt. Nach nochmaliger Wiederholung dieses Vorganges ist die erhaltene Verbindung frei von Kochsalz.

   Zur Entfernung des Glykols wird sie mit Äther gut gewaschen und dann im Vakuum bei   700 getrocknet.   Die   l-Antimontrithioglucose   stellt ein weisses Pulver dar, das in Wasser leicht   löslich,   in heissem Methylalkohol mässig leicht, in Äther und Chloroform unlöslich ist. 



   Statt in wässeriger Lösung kann man von vornherein in Glykol arbeiten. Zu diesem Zweck wird die   1-Natriumthioglucose   statt in Wasser in Glykol suspendiert. In die gelind erwärmte Suspension   trägt.   man das Antimontrichlorid allmählich ein. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Verwendet man statt des Antimontrichlorids 17 Gewichtsteile Wismuttrichlorid, so erhält man die   1- Wismuttrithioglucose.   



   Durch Umsetzen von   39'6 Gewichtsteilen 1-Kaliumthiocellobiose   mit 12 Gewichtsteilen   Antimon-   tribromid erhält man ganz analog die Antimonverbindung der   1-Thiocellobiose.   



   Beispiel 3 : Zu einer Lösung von 41'6 Gewichtsteilen 1-Natriumthiocellobiose in 100 Teilen Wasser lässt man unter guter Kühlung bei   5  unter Rühren   eine Lösung von   19'7   Gewichtsteilen Kaliumauribromid in 200 Teilen Wasser langsam zutropfen und rührt dann noch ¸ Stunde weiter. Man säuert sodann mit wenig Salzsäure eben an und saugt die ausgeschiedene   1-Aurothiocellobiose   ab, die zur Entfernung des Salzes erst mit Wasser und dann mit Alkohol und Äther gewaschen und bei 65  im Vakuum getrocknet wird. Die so erhaltene Verbindung ist ein weisses, schwach gelbstichiges, amorphes Pulver. das in Wasser wenig löslich. in organischen   Medien unlöslich   ist.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Abänderung des Verfahrens des Stammpatentes Nr. 129303, dadurch gekennzeichnet, dass man an Stelle der freien thiosubstituierten Kohlenhydrate deren Alkali-oder Erdalkalisalze in reinem, isoliertem Zustande als Ausgangsstoffe verwendet.
AT144025D 1926-02-18 1932-07-01 Verfahren zur Darstellung von wasserlöslichen Metallmercaptoverbindungen. AT144025B (de)

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DE949055C (de) * 1951-09-06 1956-09-13 Rheinpreussen Ag Verfahren zur Herstellung von Schwermetallkomplexverbindungen der ª‡,ª‡-Dimercaptobernsteinsaeure
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