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Es sind Rundfunkempfangsschaltungen bekannt, in welchen die Stationseinstellung derart erfolgt, dass eine Anzahl entsprechend eingestellter Kapazitäten vorhanden ist, die abwechselnd mit einer Selbst- induktion zu einem Schwingungskreis zusammengeschlossen werden. Hiebei sind die verwendeten
Kapazitäten entweder einseitig zusammengeschaltet und mit einem Spulenende verbunden, während der zweite Belag der Kondensatoren wahlweise an das zweite Spulenende angeschaltet wird (D. R. P.
Nr. 512709) oder die Kondensatoren sind voneinander gänzlich isoliert (D. R. P. Nr. 513369). Sind mehrere Spulen (z. B. Mittel-und Langwellen) vorgesehen, so ist ein eigener Spulenumschalter erforderlich.
Die vorliegende Erfindung unterscheidet sich nun von dem Bekannten dadurch, dass die zu einer
Spule gehörenden Kapazitäten in geeigneter Gruppierung beiderseits mit ihr verbunden sind und bei Vorhandensein mehrerer Spulen die Bereichumschaltung zugleich mit der Einschaltung der betreffenden Kapazität automatisch vor sich geht. In einer bestimmten Ausführungsform werden die Kondensatoren nicht einzeln für sich, sondern nach Bedarf in parallelgeselalteten Gruppen wirksam.
Auf solche Weise wird erreicht, dass nicht mehr eine abwechselnde Anschaltung von Kapazitäten vor sich geht, sondern im Effekt die sprungartige Veränderung eines einzigen durch die Gesamtheit der zu einer Gruppe vereinigten Kapazitäten gebildeten Kondensators in genau einstellbaren Intervallen.
Dies bietet den Vorteil, dass Störungen durch die jeweils unverwendeten Teilkapazitäten auf einfache Weise vermieden werden können.
Weiters wird nicht bloss ein gesonderter Bereiehumsehalter erspart, sondern auch ohne die geringste Erschwerung der Bedienung ein häufigerer Spulenwechsel ermöglicht, wodurch die Endkapazität der einzelnen Teilkondensatoren niedriger gehalten werden kann, was Material-und Raumersparnisse und eine bequemere EinsteIlbarkeit der einzelnen Kapazitäten zur Folge hat ; in noch erhöhtem Ausmass ist dies der Fall bei Verwendung gruppenweise paralleigeschalteter Teilkapazitäten, da deren jede dann nur den Wellenlängenunterschied zwischen zwei benachbarten Einstellungen zu überbrücken hat.
Ausführungsbeispiel l : Für die Wellenbreiche von beispielsweise 200/260,260/340, 340/440,
440/570,1400/1700, 1700/2000 Meter ist je eine Spule (L 1 bis L 6 der beigegebenen Zeichnung) vorgesehen, zu jeder Spule die der in ihrem Bereich gewünschten Zahl der Einstellungen entsprechende Anzahl veränderlicher Kondensatoren von etwa 100 em Endkapazität C. Die zu jeder Spule gehörenden Einzelkondensatoren werden in Reihe geschaltet und die so entstehende Serie mit der Spule zusammengeschlossen ; die Spulen selbst sind in Serie geschaltet.
Jeder dieser Teilkondensatoren ist durch einen Schalter kurzgeschlossen ("" der Zeichnung).
Das Öffnen eines dieser Schalter bewirkt also die Anschaltung des betreffenden Einzelkondensators und gleichzeitig die Bereichumschaltung.
Nach diesem Prinzip sind die Kreise L. 3 und L 4 der beigegebenen Zeichnung geschaltet.
Ausführungsbeispiel 2 : Spulen, wie in Beispiel 1 angegeben.
Zu jeder Spule sind beispielsweise 10 Einzelkondensatoren C von 20-25 ein Endkapazität vorgesehen, die an einem Belag miteinander fix leitend verbunden sind oder einen Belag überhaupt gemeinsam haben. Die freien Beläge sind durch Schalter miteinander verbunden, der letzte von ihnen durch einen Schalter gegen die konstant verbundenen Beläge kurzgeschlossen ; der erste der freien Beläge ist mit dem Spulenanfang verbunden, die konstant verbundenen Beläge sind mit dem Spulenende zusammengeschaltet. Das Öffnen eines der Schalter S bewirkt also die Zusammenschaltung eines Teilkondensators
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oder mehrerer parallelgeschalteter Teilkondensatoren mit der Spule und gleichzeitig die Bereichum- schaltung.
Nach diesem Prinzip sind die Kreise L und L2 der Zeichnung geschaltet.
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so wie dies in den Kreisen L 5 und L 6 der Zeichnung gezeigt wird.
In allen Fällen können mehrere Kreise vorgesehen werden, die durch einen gemeinsamen Schalter bedient werden.
Die Kondensatoren können in jeder an sich bekannten Ausführungsform hergestellt werden.
Auch die Ausführungsform des Umschalters ist nebensächlich ; seine Betätigung kann beispielsweise durch Kipphebel, Druckknöpfe, einen Steckschlüssel u. a. m. erfolgen ; die Kontakte können auch elektromagnetisch ausgelöst werden.
Durch geeignete Schaltungsmassnahmen ist es möglich, während des Einstellvorganges zwecks
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Erhöhung der Gittervorspannung der Exponentialröhren im Eingangskreis.
Eine Verminderung der Schaltknöpfe (Hebel) kann z. B. dadurch herbeigeführt werden, dass die einzelnen Schalter aus je zwei voneinander unabhängigen, zu einander parallelliegenden Kontaktfedern bestehen und in Reihen angeordnet sind ; werden nun durch einen jeder Horizontalreihe gemeinsamen Sehaltknopf (Hebel) die ersten Kontaktfedern einer solchen Reihe, durch einen jeder Vertilalreihe gemeinsamen Schaltknopf (Hebel) die zweiten Kontaktfedern aller in der betreffenden Vertikalreihe liegenden
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wenn statt der Knopfschaltung eine solche mittels einer Telefonwahlseheibe in an sieh bekannter Weise bewerkstelligt wird.