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Einrichtung zur Sicherung von Bankräumen, Verliaufslokalen und sonstigen der Öffentlichkeit zugänglichen Räumen gegen Raubüberfälle.
Die bisher in Banken od. dgl. getroffenen Sicherheitsmassnahmen gegen Raubüberfälle, z. B. von den gefährdeten Stellen aus zu betätigende Alarm- und Signalvorrichtungen oder Sicherungs-und ScNiessvorrichtungen für Kassenschalter oder Eingangstüren, haben den Nachteil, dass die durch eine Waffe bedrohten oder in Schach gehaltenen Beamten in den meisten Fällen nicht die Zeit oder nicht die Geistesgegenwart haben, die entsprechenden Einrichtungen zu betätigen. In manchen Fällen kann es auch Bankräubern gelingen, die Alarm-und Signalvorrichtungen oder die zu diesen führenden Leitungen vor Durchführung eines Überfalles zu zerstören.
Die bekannten Einrichtungen haben ferner den Nachteil, dass sie erst im Augenblick eines Überfalles in Tätigkeit gesetzt werden können und keine Möglichkeit besteht, den zu schützenden Raum so zu überwachen, dass entsprechende Sicherheitsmassnahmen vorbeugender Natur, z. B. bereits bei Beobachtung verdächtiger Personen, getroffen werden können.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Einrichtung zur Sicherung von Bankräumen, Verkaufslokalen und sonstigen der Öffentlichkeit zugänglichen Räumen, welche die geschilderten Nachteile vermeidet. Die Erfindung besteht im wesentlichen darin. dass in dem zu sichernden Raum eine abgeschlossene, vorzugsweise überhöhte und eine volle Übersicht über den Raum gewährende Zelle eingebaut ist, in der Alarm-, Signal-bzw. Abwehrmittel untergebracht sind, um im Bedarfsfalle von einem in der Zelle befindlichen Wachorgan betätigt zu werden. Ein in der Zelle befindlicher Beobachter sowie die durch ihn zu betätigenden Einrichtungen sind somit einem Angriff bzw. Zugriff von aussen entzogen, er selbst kann aber jederzeit ungefährdet Angreifer abwehren und die entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen treffen.
Er hat auch, da er den zu sichernden Raum vollkommen überblickt, die Möglichkeit, verdächtige Besucher zu beobachten, durch entsprechende Signalgebung auf sie aufmerksam zu machen und bei einem plötzlichen Überfall in der Zelle untergebrachte Auslöseeinrichtungen zum Schliessen von Kassenschaltern, Eingangstüren u. dgl. in Tätigkeit zu setzen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch im Längsschnitt dargestellt.
Bei der veranschaulichten Ausführungsform besteht die Einrichtung aus einer von einem Fundament, z. B. einer hohlen Säule 1, getragenen Zelle 2, die in einer solchen Höhe vom Fussboden 3 und in einer solchen Lage in bezug auf den zu sichernden Raum angeordnet ist, dass ein in ihr untergebrachter Beobachter den gesamten Raum überblicken kann. Die Säule 1 ist gleichzeitig als Einstiegschacht ausgebildet. Zu diesem Zwecke ist sie mit einer durch ein Spezialschloss, z. B. ein dosisches Schloss, absperrbaren Tür 4 und im Innern mit einer Treppe oder Steigklammern 5 versehen.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Steigklammern 5 auf einer besonderen Zwischenwand 6 angeordnet, die mit dem entsprechenden Teil der Umfangsfläche der Säule 1 einen geschlossenen Schacht 7 bildet, in welchem Zuleitungskabel oder sonstige Leitungen oder Hilfseinrichtungen untergebracht sind, die unterhalb des Bodens 3 zu entsprechenden Anschlussstellen geführt sind. An der Grundfläche 9 der vorzugs-
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verschliessbar ist. Auf der Platte 12 ist ein mit einem Drehgestell ausgerüsteter, gegebenenfalls zusammenklappbarer Sessel 13 befestigt. An der Umfangsfläche der Zelle 2 sind eine Reihe von Fenstern 14 (Bullaugen) eingesetzt, die aus einem kugelsicheren Material bestehen. Die Zelle 2 und die Säule 1 sind zweckmässig gleichfalls aus einem kugelsicheren Baustoff, z.
B. aus Stahlplatten, herzustellen oder mit einem solchen Baustoff zu umkleiden.
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In der Zelle 2 können beliebige optische und akustische Signal- und Nachrichtenübermittlungs- einrichtungen untergebracht sein. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist beispielsweise an der Deckfläche der Zelle 2 eine Blinksignaleinrichtung 15 und eine Glocke 16 angeordnet, ferner sind im Innern der Zelle ein Telephon 17, eine eigene Akkumulatorenbatterie 18 und eine oder mehrere Schalttafeln 19 vorgesehen, die z. B. mit Druckknopfschaltern 20 ausgerüstet sind, mittels welchen die optischen und akustischen Alarm-und Signalvorrichtungen oder Schliessvorrichtungen für die einzelnen Kassenschalter, die Eingangstüren usw. in Tätigkeit gesetzt werden können. In der Zelle können auch Angriffsoder Abwehrmittel beliebiger Art untergebracht sein, z. B. eine Feuerwaffe 21.
An geeigneten Stellen der Umfangsfläche der Zelle 2 und gegebenenfalls auch an deren Bodenfläche 9 sind durch besondere Klappen 22 schliessbare Schiessscharten oder sonstige Öffnungen 23 vorgesehen.
Beim Einstieg eines Beobachters in die Zelle 2 ist die Platte 12 samt dem Drehsessel 13 zurück- geklappt, so dass die Einstiegöffnung 10 freigegeben ist. Sobald die Bedienungsperson sich in der Zelle befindet, klappt sie die Platte 12 samt dem Sessel 13 in die gezeichnete Stellung, so dass die Einstieg- öffnung 10 abgeschlossen ist. Der auf dem Sessel sitzende Beobachter überblick nun bei Drehung des Sessels den ganzen zu bewachenden Raum, und er kann bei einem Überfall alle erforderlichen Vorkehrungen zur Sicherung der Kassenschalter und der darin befindlichen Beamten treffen, wie die Schliessvorrich- tungen für die Kassenschalter und für die Eingangstüren in Tätigkeit setzen, gegebenenfalls Eindringlinge durch Schuss- oder Gaswaffen angreifen oder abwehren, ohne selbst einem Angriff ausgesetzt zu sein.
Er hat auch die Möglichkeit, bei Beobachtung verdächtiger Personen, z. B. durch entsprechende Blinksignale oder sonstige Zeichengebung in den zu sichernden Raum, befindliche Beobachter auf eine drohende Gefahr oder sonstige Umstände aufmerksam zu machen.
Die Säule 1, die eine beliebige Querschnittsform erhalten kann, kann mit dem Boden 3 fest verbunden, als Fahrgestell ausgebildet oder versenkbar angeordnet sein. Die Anordnung der Zelle 2 in einer erhöhten Lage, in welcher ein Überblicken des zu sichernden Raumes möglich ist, z. B. 3-4 m über den Fussboden, kann auch auf irgendeine andere Weise erfolgen, z. B. durch Aufstellung der Zelle auf einem erhöhten Postament, oder auf die Weise, dass die Zelle an der Decke eines Raumes befestigt ist und der Einstieg von einem darüber befindlichen Raum aus erfolgt. Die Säule 1 kann auch zum Zwecke eines leichteren Transportes aus mehreren teleskopartig ineinanderschiebbaren Teilen bestehen.
Die Aufstellung einer der Erfindung gemäss ausgebildeten Einrichtung kann auch so erfolgen, dass ein in ihr befindlicher Beobachter eine Übersicht über zwei oder mehrere Räume hat. Es können auch in der Zelle nach Art eines Periskops wirkende oder sonstige Einrichtungen (z. B. Photozellen oder entsprechende Spiegel) vorgesehen sein, die ein Überblicken von der direkten Beobachtung nicht zugänglichen Stellen ermöglichen.