AT144546B - Vorrictung zur Vernebelung von leicht- und schwersiedendem Brennstoff für den Betrieb von Brennkraftmaschinen mit einem Primärgemischkanal. - Google Patents

Vorrictung zur Vernebelung von leicht- und schwersiedendem Brennstoff für den Betrieb von Brennkraftmaschinen mit einem Primärgemischkanal.

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AT144546B
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  Vorrichtung zur Vernebelung von leicht-und schwersiedendem Brennstoff für den Betrieb von Brenn- kraftmaschine mit einem   Primärgemisehkanal.   



   Die bisher bekannten Vergaser haben bekanntlich den Nachteil, dass sie zwar eine gröbere Zerstäubung des Brennstoffgemisches ermöglichen, nicht jedoch eine ideale Vernebelung. Für   leichtsiedende   Brennstoffe, wie Benzin, spielt dieser Nachteil keine ausschlaggebende Rolle. Anders ist es dagegen für schwersiedende Brennstoffe, beispielsweise sogenanntes Schweröl. Es ist fast unmöglich, mit den bisher bekannten Vergasern einen einwandfreien Schwerölbetrieb zu erzielen, da sich infolge der mangelhaften Zerstäubung Kondensate bilden, welche in den Zylinder und von den Zylinderwänden in das Kurbelgehäuse gelangen und dort eine   Schmierölverdünnung   hervorrufen.

   Man musste daher, falls man das billigere Schweröl zum Antrieb von Motoren verwenden wollte, zu dem Dieselverfahren greifen, das aber seinerseits wieder den Nachteil dreifacher Explosionsdrücke gegenüber dem Vergasermotor und infolgedessen starke Abmessungen erfordert, so dass praktisch das Dieselverfahren nur für stationäre Motoren, für Kraftfahrzeuge oder Flugzeuge jedoch nur in vereinzelten Fällen in Frage kommt. 



   Die vorliegende Erfindung bezweckt die Beseitigung dieser Nachteile und besteht in einer Vorrichtung zur Vernebelung von Brennstoff, in der das Brennstoff-Luft-Gemisch auf dem ganzen Wege vom Lufteintritt bis zum Austritt des Gemisches in die Einlassstelle des Motors einer sehr hohen Geschwindigkeit, beispielsweise von 175   misez   bei 55   km/h   Fahrzeuggeschwindigkeit, unterworfen wird. Die Vernebelung des Brennstoffes findet hiebei auf der gesamten Ansaugleitung und insbesondere in den einzelnen bis zu den Ventilkammern des Motors führenden Abzweigleitungen der Ansaugleitung statt und beschränkt sich nicht wie bisher auf die vor dem Drosselorgan liegende Zerstäubungseinrichtung.

   Die zur Vernebelung des Brennstoffgemisches notwendige ausserordentliche Geschwindigkeit wird dadurch erreicht, dass der Querschnitt in den verschiedenen Ansaugwegen in bezug auf das Hubvolumen des zugehörigen Arbeitszylinders im Durchschnittsbetrieb des Motors abnormal klein ist. Wenn ein Motor für eine im Kraftfahrzeug mit Benzinbetrieb erzielbare Geschwindigkeit von 100 km/h berechnet ist und an sich hiefür einen gewissen Querschnitt in der Ansaugleitung benötigt, so verzichtet man von vornherein auf die praktisch doch nur selten verlangte Geschwindigkeit zwischen 80 km/h und 100   kmlh,

     da ein ungewöhnlich kleiner Ansaugrohrquerschnitt von   20%   des normalen Ansaugquerschnittes bereits zur Erreichung einer Geschwindigkeit von 55   kmlh   und ein Querschnitt von   40%   des normalen Querschnittes zur Erreichung einer Geschwindigkeit von   80 kmjh ausreicht.   Ferner macht man, um eine gründliche Vernebelung zu erzielen, den Gasweg, in dem das Brennstoffgemisch dieser ausserordentlich hohen Geschwindigkeit unterworfen ist, abnormal lang, beispielsweise 50 cm, wobei infolge des verminderten Ansaugquerschnittes trotzdem   der "tote Raum" geringer   als bisher üblich ist.

   Erfindungsgemäss werden unter Anwendung eines mehr oder weniger grossen Gegengefälles für jeden Gasweg übereinstimmend lange Gaswege vom Hauptzerstäuber des Vergasers bis zu den einzelnen Ventilkammern gewählt. (Die gebräuchliche Be-   zeichnung "Vergaser" wird   zwar nachstehend für den Erfindungsgegenstand benutzt, tatsächlich handelt es sich nicht um den üblichen Heizvergaser, sondern um eine bis zu den Ventilkammern   durchgeführte     Zerstäubungs-bzw.. Vemebelungsvorrichtung.)  
Ferner ist es für die Vergaseranordnung vorliegender Erfindung wesentlich, dass die Verzweigung des Hauptkanals in mehrere Einzelkanäle in der   Strömungsrichtung   des Gemisches in Form einer 

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 Gabelung erfolgt, so dass T-Stücke und damit Kondensatbildungen vermieden sind.

   Wie schon erwähnt, sind die einzelnen ungestörten (nicht mit Abzweigungen versehenen) Gaswege hinter der Abzweigung gleich lang (abnormal lang, z. B. 50 cm), während bei den bisherigen Vergaseranordnungen für 6-oder 8-Zylinder-Motoren in der Regel die Länge der Kanäle hinter dem T-Stück oder einer andern Knickstelle nur ungefähr 8 cm. lang sind. 



   Um für alle Fälle Kondensate zu vermeiden, die sich gegebenenfalls auf den Gasleitungswandungen niederschlagen, werden beim Erfindungsgegenstand in Abständen in den Leitungen Vorrichtungen angeordnet, welche die Kondensate von den Wandungen abreissen. 



   Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, dass der Zerstäuber im engsten Querschnitt durch einen Schlitzverschluss gesteuert ist, wobei ein senkrecht zum Hauptstrom gerichteter Gemischstrom durch ebenfalls in dem engsten Querschnitt angeordnete Schlitze kontinuierlich den Abreisskanten des Schlitzverschlusses zufliesst. An den Abreisskanten entsteht eine sehr hohe Geschwindigkeit, die zu einer äusserst feinen Vernebelung des Brennstoffgemisches beiträgt. Ausserdem wird bei allen Geschwindigkeiten des Fahrzeuges bzw. bei jeder Öffnungsstellung des Schlitzverschlusses eine konstante Luftgeschwindigkeit für die Zerstäubung des Brennstoffes erzielt. 



   Der Vergaser nach der Erfindung eignet sich dank der hochgradigen Vernebelung für sämtliche Brennstoffe, insbesondere aber für schwersiedende Brennstoffe   (Schweröle),   auf die er aber keineswegs beschränkt ist. 



   Wenn man den Vergaser für Schweröl verwenden will, so ist es zweckmässig, eine zusätzliche Schwimmerkammer für Benzin anzuordnen, die zur Erzeugung eines Brennstoffgemisches für den Leerlauf des Motors dient. Dieses Leerlaufbenzingemisch wird erfindungsgemäss im Verlauf der Öffnung des Schwerölhauptzerstäubers zwangläufig langsam abgeschaltet oder durch Zusatzluft verdünnt, was zweckmässig vermittels des mit einer zusätzlichen Abschaltvorrichtung für das Leerlaufbenzingemisch versehenen Schlitzverschlusses des Schwerölzerstäubers erfolgen kann. 



   In speziellen Fällen kann es angebracht sein, eine Höchstleistung des Motors zu erzielen. Für solche Zwecke versieht man den Vergaser weiterhin zusätzlich mit einer Benzindüse, die für die Höchstleistung die Motorzylinder entweder durch eine vom Schwerölkanal getrennte, gesonderte Vergaserleitung oder durch eine vor dem Hauptzerstäuber in den Primärgemischkanal für Schweröl mündende Leitung speist. In dem letzteren Falle wird erfindungsgemäss ein Umschaltorgan vorgesehen, das je nach seiner Stellung einen reinen   Schweröl- oder   reinen Benzin-oder einen Gemischbetrieb gestattet. 



   Ganz besonders vorteilhaft ist die weitere Ausbildung des Vergasers als mehrstufiger Vergaser dadurch, dass sich der   Primärgemischkanal   in mehrere Kanäle gabelt, von denen jeder zu einem Hauptzerstäuber führt, an welche Hauptzerstäuber sich jeweils die zu dem Zylinder führenden Gasleitungen für mehrstufigen Betrieb anschliessen, derart, dass die verschiedenen Stufen durch eine gemeinsame Brennstoffdüse versorgt werden.

   Diese gemeinsame Brennstoffdüse wird so gross bemessen, dass ihre Leistung ausreicht, wenn alle,   zweckmässig   durch ein gemeinsames Organ gesteuerten Stufen zusammen geöffnet sind, während ihre   überschüssige   Leistung, wenn nur ein Teil der Stufen geöffnet ist, durch Zusatzluft aus den Abzweigkanälen des Primärgemischkanals, welche zu den nicht geöffneten Stufen führen, kompensiert wird. Um zu erreichen, dass die bekanntermassen unverhältnismässig niedrige Anfangs-   leistung der Brennstoff düse   kompensiert wird, werden zweckmässig in den zur Durchleitung der Kompensationszusatzluft verwendeten Abzweigkanälen des Primärgemischkanals Venturidüsen od. dgl. angeordnet, die von der Zusatzluft in falscher Strömungsrichtung durchströmt werden müssen und auf diese drosselnd wirken.

   Durch die Anordnung der Venturidüsen in den Abzweigkanälen des   Primärgemisch-   kanals und durch eine selbsttätige Regelung der Kompensationszusatzluftmenge durch den am Injektorschlitz der   nächstfolgenden   Stufe herrschenden Druck bzw. Unterdruck wird erreicht, dass das Brennstoffgemisch stets in diejenige Ansaugstufe gesaugt wird, in welcher die höchste Strömungsgeschwindigkeit herrscht, dass ferner der Übergang von einer Stufe auf die andere gleichmässig ohne Verlust an Strömungsgeschwindigkeit für das Brennstoffgemisch erfolgt und dass schliesslich die Leistung der Brennstoffdüse einen proportionalen Verlauf zu der vom Motor angesaugten Luftmenge erhält.

   Durch diese ausserordentlich günstigen Eigenschaften unterscheidet sich der Vergaser gemäss vorliegender Erfindung ganz wesentlich von den bisher bekannten Registervergasern, bei denen jede Stufe eine eigene Brennstoffdüse besitzt und sich beim Übergang von einer Stufe zur andern zwangläufig Geschwindigkeitsverluste des Brennstoffgemisches ergeben mussten, die einen Betrieb mit Schweröl infolge der auftretenden Kondensate ganz unmöglich machten. Der Vergaser gemäss vorliegender Erfindung eignet sich für reinen Schwerölbetrieb. 



   Es ist übrigens vorteilhaft, das Leerlaufbenzingemisch mit dem   Schwerölgemisch   bei dem Beginn jeder einzelnen Stufe zu vereinigen, weil hiedurch die Neigung zur Bildung von Kondensaten wesentlich geringer wird. Um die günstigsten Bedingungen bei der mehrstufigen Ausführung der Ansaugleitung nach der Erfindung zu schaffen, wird das Leerlaufgemisch in die Leitungen sämtlicher Stufen geführt, u. zw. derart, dass im Betrieb der ersten Stufe der überwiegende Anteil des Leerlaufbenzingemisches in diese Stufe gelangt und beim Öffnen aller Stufen ein an sich durch Zusatzluft verdünntes Leerlaufgemisch sich gleichmässig auf alle Stufen verteilt. Auf diese Weise werden bei grösster Sparsamkeit übereinstimmend günstige Bedingungen für alle Rohrleitungen erzielt. 

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   Wenn beispielsweise bei einer mehrstufigen Ausführung des Vergasers oder eventuell bei einem Vergaser mit einer von dem Schwerölkanal getrennten Benzingemischleitung mehrere Abzweigleitungen in die Ventilkammer münden, wird erfindungsgemäss jede Abzweigleitung derart für sich gesteuert, dass ein unerwünschtes Ansaugen des Motors auf Umwegen über eine fremde Ventilkammer, welche durch Abzweigleitungen der nächsten Stufe mit der saugenden Einlassventilkammer korrespondiert, unmöglich ist. Zu dem gleichen Zweck gabeln sich bei einer Vergaseranordnung, bei der zu je zwei Einlassstellen am Motor nur zwei in Stufen hintereinander gesteuerte Gasleitungen führen, die Leitungen unmittelbar vor den Einlassstellen unter Bildung eines spitzen Winkels in je zwei Leitungen. 



   Schliesslich besteht noch eine spezielle Vergaseranordnung zur Erzielung vorübergehender grösstmöglicher Literleistung eines Motors, z. B. eines Flugzeugmotors, darin, dass durch die für durchschnittlichen Drosselbetrieb entsprechend verengte Gemischansaugleitung ein überfettetes Sekundärgemisch läuft, welches sich mit einer entsprechenden Zusatzluftmenge unter Wahrung des richtigen BrennstoffLuft-Verhältnisses in der Ventilkammer zu einem endgültigen   Tertiärgemisch   vermengt. 



   Der erfindungsgemässe Vergaser ergibt hinsichtlich der Menge eine ungefähr   25% igue   Ersparnis an Brennstoff. Ferner werden für den Betrieb mit schwersiedendem Brennstoff auffallend niedrige Spitzendrücke im Motor benötigt, deren Höchstwert beispielsweise 20 Atm. beträgt. Ein weiterer Vorteil dieses Vergasers besteht darin, dass die Qualität und   Quantität,   des Brennstoff-Luft-Gemisches bei allen Zylindern mathematisch genau übereinstimmt, so dass ein aussergewöhnlich geschmeidiger Lauf des Motors erzielt und übermässige Erhitzung einzelner Zylinder durch Gemischfehler vermieden werden.

   Auch tritt keine   Schmierölverdünnung durch   die in den schwersiedenden Brennstoffen vorhandenen Petroleumanteile ein, da durch die vollständige Vernebelung und durch die weiter oben erwähnten Zusatzvorrichtungen die Bildung von Kondensattropfen in den Leitungen vermieden werden. 



   In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in mehreren Ausführungsformen dargestellt. 



  Fig. 1 zeigt einen einstufigen Vergaser für   Schwerölbetrieb   mit   Leerlaufbenzingemisch   im Längsschnitt. Fig. 2 zeigt einen Schnitt nach Linie X-X der Fig. 1 in Richtung des Pfeiles Y gesehen. Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch das   Anschlussstück   der Ansaugleitung an der Ventilkammer. Fig. 4 zeigt einen Längsschnitt durch einen zweistufigen Vergaser für kombinierten   Schweröl-und   Benzinbetrieb mit einer   Leerlaufbenzingemischleitung.   Fig. 5 zeigt einen Schnitt durch das Anschlussstück einer zweistufigen Ansaugleitung an die Ventilkammer. Fig. 6 zeigt einen Schnitt nach Linie A-A der Fig. 4 in vergrössertem Massstab. Die Fig. 7 und 8 zeigen   daer Umsehaltorgan   der Fig. 6 in zwei andern Betriebsstellungen.

   Fig. 9 zeigt einen Schnitt nach B-B der Fig. 1 in vergrössertem Massstab. Fig. 10 zeigt eine Oberansicht auf den   Schlitzverschluss   des einstufigen Vergasers nach Fig. 1 in vergrössertem Massstab. Die Fig. 11 und 12 zeigen den Schlitzverschluss nach Fig. 10 in zwei andern Betriebsstellungen. Fig. 13 zeigt eine Oberansicht auf den   Schlitzverschluss   des   zweistuiigen   Vergasers nach Fig. 4 in vergrössertem Massstab. Fig. 14 zeigt einen Schnitt nach Linie C-C der Fig. 4 in vergrössertem Massstab und mit herausgenommenen Zerstäuberdüsen. Fig. 15 zeigt einen Schnitt wie Fig. 14, jedoch in abgeänderter Ausführungsform. Fig. 16 zeigt einen Querschnitt durch den Vergaseroberteil der Ausführungsform nach Fig. 15. Fig. 17 zeigt eine Oberansicht auf den   Schlitzverschluss   des Vergasers nach Fig. 15.

   Fig. 18 zeigt schematisch teils in Schnitt, teils in Ansicht einen Vergaser mit einer gesonderten Benzinhauptleitung. Fig. 19 zeigt einen Längsschnitt durch einen Vergaser mit einer stark verengten Ansaugleitung für Schwerölbetrieb für durchschnittlichen Drosselbetrieb des Motors und einer beliebig grossen Ansaugleitung mit eigenem Benzinvergaser für Spitzenleistung ; die an sich schon sehr enge Drosselstufe für Schwerölbetrieb besitzt ausserdem bis zur Hauptabzweigstelle der Ansaugstelle drei Stufen. Fig. 19 a zeigt eine Oberansicht auf den Schlitzverschluss des Vergasers nach Fig. 19. Fig. 20 zeigt einen Schnitt nach Linie D-D der Fig. 19. Fig. 21 zeigt einen zweistufigen Vergaser in Ansicht, bei dem je zwei Leitungen sich unter Bildung eines spitzen Winkels zu je zwei Einlassstellen des Motors, also insgesamt vier Einlassstellen, gabeln.

   Die Fig. 22 und 23 zeigen schematisch die Ansaugleitungsanordnung bei einem siebenzylindrigen Sternmotor in Vorder-und Seitenansicht. Fig. 24 zeigt in vergrössertem Massstab das Anschlussstück der Ansaugleitung für die Anordnung nach Fig. 22 und 23 mit einem Zusatzluftkanal im Schnitt. Fig. 25 zeigt schematisch die Anordnung der Ansaugleitung für einen sechszylindrigen Motor. Fig. 26 zeigt eine weitere Ausführungsform eines mehrstufigen Vergasers teilweise geschnitten. Fig. 27 zeigt einen Schnitt nach Linie   F-F der   Fig. 26. Fig. 28 einen Schnitt nach Linie   G-G   der Fig. 26. Fig. 29 zeigt eine weitere Ausführungsform eines mehrstufigen Vergasers teilweise im Schnitt und Fig. 30 zeigt den Einlass an der Ventilkammer eines Motors für den Vergaser nach Fig. 29 in vergrössertem Massstab im Schnitt. 



   Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 handelt es sich um einen einstufigen Vergaser mit einer Schwimmerkammer 1 für schwersiedende Brennstoffe (Schweröl) und einer Schwimmerkammer 2 für leichtsiedenden Brennstoff (Benzin) die aber nur zur Bereitung des Leerlaufgemisches dient. 



   Der Vergaser besitzt einen Hauptzerstäuber 3, der zweckmässig in Form einer Venturidüse ausgebildet ist und durch einen Schlitzverschluss   4,   auf den weiter unten näher eingegangen werden wird, im engsten Querschnitt gesteuert wird. Wenn dieser Schlitz für den Betrieb des Motors im Leerlauf geschlossen ist, saugen sich die Zylinder des Motors das Leerlaufgemisch über die mit den Zylindern 

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 verbundenen Ansaugleitungen 5-8 (Fig. 1 und 2) aus dem Leerlaufgemischkanal 9 an, in dessen unteres Ende die   Leerlaufgemischbenzindüse   10 der Benzinschwimmerkammer 2 mündet. Das andere Ende der Leitung 9 mündet in einen Ringraum   11,   der um den Zerstäuber 3 angeordnet ist und aus dem das Leerlaufgemisch durch die Injektorschlitze 12 in den Zerstäuber eintreten kann.

   Um den Motor von Leerlaufbetrieb auf Arbeitsleistung zu bringen, wird die in geeigneter Weise mit dem Gashebel verbundene Stange 13 um ihre Achse gedreht, wodurch der an ihrem oberen Ende angebrachte doppelarmige Hebel   14   (Fig. 1 und 10) um seine'Mittelachse verschwenkt wird. An den freien Enden dieses Hebels 14 sind Rollen 15, 16 angeordnet, die in Ausbuchtungen   17,   18 zweier sehr dünner Lamellen 19,20 eingreifen, welch letztere mit Spiel in Führungen 21, 22 gleiten.

   Trotz dieses Spiels geben die Lamellen 19, 20 bei Leerlauf des Motors, d. h. bei der Stellung, bei der der Zerstäuber abgeschlossen sein soll, keine falsche Luft, da die Lamellen infolge ihrer Dünnheit durch den starken Unterdruck beim Leerlauf luftdicht angesaugt werden, Durch das Verschwenken des doppelarmigen Hebels 14 wird vermittels der Rolle 15 die untere Lamelle 19, welche eine kreisrunde Öffnung 23 (Fig. 10) trägt, in Richtung des Pfeiles 24 verschoben, während die obere Lamelle 20, die eine kreisrunde Öffnung 25 besitzt, in entgegengesetzter Richtung im Sinne des Pfeiles 26 verschoben wird. Auf diese Weise nähern sich die Mittelpunkte der Kreisöffnung 23, 25 einander, wodurch sich zunächst eine Stellung nach Fig. 11 ergibt.

   In dieser Lage   überdecken   sich die Öffnungen 23, 25 derart, dass ein Schlitz 27 etwa in Form einer Ellipse entsteht und auf diese Weise die Öffnung der Zerstäuberdüse 3 zunächst um diesen Betrag freigegeben wird. Die Lamellen 19,20 können vermittels des Hebels 14 so weit gegeneinander verschoben werden, dass schliesslich gemäss Fig. 12 der Querschnitt der Düse 3 sowie die Öffnungen 23 und 25 sich überdecken und der ganze   Düsenquerschnitt   freigegeben wird. Mit Beginn der Öffnung des Zerstäubers 3 durch den Schlitzverschluss 14 und 19-25 ist der Vergaser für die Arbeitsleistung des Motors auf Schwerölbetrieb eingestellt, wobei das Schweröl 
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 zuströmt, der um die Zerstäuberdüse 3 angeordnet ist.

   Aus diesem Ringraum 30 strömt das Primärgemisch durch Injektorschlitze 31, welche ebenfalls wie der   Schlitzverschluss   im engsten Querschnitt der Düse 3 angeordnet sind,   senkrecht   zur Richtung des Hauptstromes den Abreisskanten 23', 25' (Fig.   It)   des Schlitzverschlusses zu. Durch das Öffnen des Schlitzverschlusses wird der auf die Leerlaufleitung 9 wirkende Unterdruck so gering, dass die Leerlaufleitung praktisch abgeschaltet wird und der Betrieb des Vergasers lediglich von der   Schweröldüse   28 aus erfolgt.

   Doch kann man gegebenenfalls auch in den   Schlitzverschlussplatten   19, 20 weitere   Öffnungen   32,33 (Fig. 9 und 10) anordnen, die im Verlaufe des Öffnens der Zerstäuberdüse 3 zur Überdeckung gelangen und dabei einen unmittelbar in die Leerlaufleitung 9 mündenden Zusatzluftkanal 34 öffnen und dadurch durch restlose Beseitigung des Unterdruckes das Leerlaufgemisch abschalten. 



   Um das schon in der Düse 3 vernebelte Brennstoffgemisch immer weiter zu vernebeln und schliesslich so weit zu bringen, dass es einen stabilen Zustand erhält, d. h. dass keine Neigung des Brennstoffnebels zur Ausscheidung als Kondensat besteht, wird das Brennstoffgemisch auf seinem ganzen Weg von der hinter der Düse 3 erfolgenden Abzweigung in den vier Leitungen 5-8 bis zum Eintritt in die Ventilkammer einer ausserordentlich hohen Geschwindigkeit unterworfen. Es wirkt also die ganze Ansaugleitung hinter der Verzweigung, die abnormal lang ist, beispielsweise 50 cm beträgt, als Vorrichtung zur Vernebelung des Brennstoffgemisches.

   Die ausserordentlich hohe Geschwindigkeit von der Düse 3 ab bis zu den Ventilkammern wird dadurch erreicht, dass der Querschnitt in den Ansaugwegen in bezug auf das Hubvolumen des zugehörigen Arbeitszylinders im Durchschnittsbetrieb des Motors abnormal klein ist, dass beispielsweise zur Erreichung einer Fahrgeschwindigkeit von   55 kmjh   nur   20%   der üblichen Querschnittsberechnung und zur Erreichung einer Fahrgeschwindigkeit bis 80   km/h   nur   40%   der üblichen Querschnittsberechnung genommen wird. Hiebei ist im Gegensatz zum modernen Vergaserautomobilmotor eine Literleistung des Fahrzeugmotors von etwa 8   PS   (d. h. eine Leistung von nur 8   P   Hubvolumen) gegenüber einer höchsten Literleistung von 20 PS beim modernen Automobilmotor zugrunde gelegt. 



  Diese Literleistung von 8 PS ist übrigens nicht geringer als beim Dieselmotor. Ferner sind in den Weg des Gemisches in den einzelnen Gaswegen zusätzlich als Venturidüsen ausgebildete Zerstäubungsvorriehtungen 35,36, 37 (Fig. 1 und 3) angeordnet, die die Luftgeschwindigkeit bei   55 kmjh Fahrgeschwindigkeit   auf etwa 280   mlsek   erhöhen. Von diesen zusätzlichen Zerstäubungsvorrichtungen sind die ersten unmittelbar hinter der Abzweigung zu Beginn der einzelnen'Ansaugwege und die übrigen, deren Zahl beliebig gross sein kann, in gewissen Abständen angeordnet. Dabei kann gemäss Fig. 3 die letzte Zerstäubungsvorrichtung 37 am Ende der Ansaugleitung in dem an die Ventilkammer anzubringenden   Anschlussstück   38 angeordnet sein.

   Diese Zerstäubungsvorrichtungen 35-37 erfüllen zusätzlich noch den Zweck, das sich etwa doch an den glatten   zweckmässig   aus gezogenen Kupferrohren bestehenden Leitungen niederschlagend Kondensat abzureissen. Zu diesem Zweck befindet sich um die Düsen jeweils ein ganz schmaler Ringraum 39,40, 41, der über Injektorschlitze in den engsten Querschnitt der Düsen mündet.

   Auf diese Weise werden die sich etwa an den Wandungen niederschlagenden Kondensate durch quergerichtete Gemischströme, welche in den Injektorschlitzen entstehen, abgerissen und dem Gemisch wieder   zugeführt   Die Ausbildung der Zerstäubungsvorrichtungen als Venturidüsen verfolgt noch zusätzlich den Zweck, dass eine Dämpfung der Schwingungen   der Gassäule   beim Rückströmen aus der Ventilkammer nach 

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 dem Schliessen der Einlassventile erzielt wird. Ferner dienen die Zerstäuberventuridüsen als Kaliber für die   Durchflussmenge   des Gasgemisches. 



   Die weiter oben erwähnte Verzweigung des Hauptkanals hinter der Düse 3 in die Einzelkanäle 5-8 erfolgt in der Strömungsrichtung des Gasgemisches. Die Verzweigung erfolgt in sanften Krümmungen unter Vermeidung irgendwelcher scharfer Knicke, insbesondere unter Vermeidung eines bisher stets gebräuchlichen   T-Stückes,   das stets Anlass zur Kondensatbildung geben musste. Wie die Zeichnung deutlich zeigt, sind auch im weiteren Verlauf der Ansaugleitungen scharfe Knicke vermieden und an allen notwendigen Biegungen Krümmer vorgesehen. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 verzweigt sich der Hauptkanal in vier Leitungen 5-8, doch könnten es ebensogut mehr oder auch weniger Leitungen sein, je nach der Art des Motors. 



   Gegebenenfalls kann man auch sämtliche Einzelleitungen   5-8   zusammen, gemäss Fig. 1, unmittelbar hinter der Abzweigung vom Hauptkanal durch einen gemeinsamen Heizmantel 42 laufen lassen, in dem durch Abgase oder Warmwasser oder in sonstiger Weise jedoch nur so viel Wärme erzeugt wird, wie zum Ausgleich der bei der Zerstäubung auftretenden Verdunstungskälte notwendig ist ; denn nur auf diese Weise werden die bekannten Nachteile der Schwerölheizvergaser vermieden, bei welchen sich im Dauerbetrieb schon nach kurzer Zeit Glühzündungen (im falschen Zündzeitpunkt) einstellen.-
Unter Umständen kann es zweckmässig sein, dass man für eine etwas längere Zeit während des Öffnens des Hauptzerstäubers nach dem Übergang vom Leerlauf des Motors auf Arbeitsleistung zusätzlich zu dem Schwerölgemisch noch etwas Benzingemisch haben will.

   In diesem Falle ist es   zweckmässig,   die Benzinleerlaufdüse 10 grösser als für Leerlauf eigentlich notwendig zu bemessen, so dass sie überfettetes Gemisch liefert. Für den Leerlauf wird das überfettete Gemisch dadurch kompensiert, dass der weiter oben erwähnte Zusatzluftkanal 34 (Fig. 9) infolge einer weiteren in den Schieberplatten 19, 20 (Fig. 10) angeordneten Öffnung 43 bei Leerlaufstellung des Schlitzverschlusses (Abschliessen des Hauptzerstäubers 3) offen ist und Zusatzluft zu dem überfetteten Gemisch liefert. Sobald der Schlitzverschluss vermittels des Hebels 14 bewegt wird, wird zunächst der Zusatzluftkanal 34 abgeschlossen und dann wieder bei weiterer Bewegung der Platten 19 und 20 durch die Öffnungen 32 und 33 geöffnet und damit das Leerlaufgemisch abgeschaltet. 



   Während die soeben beschriebene Ausführungsform einen einstufigen Vergaser darstellt, ist in Fig. 4-6 die Ausführungsform eines mehrstufigen Vergasers (das Beispiel zeigt einen zweistufigen Vergaser) dargestellt. Ausserdem zeigt diese Ausführungsform noch die Anordnung einer mit der Benzinschwimmerkammer 2 verbundenen Benzinhauptdüse 44, die, wie weiter unten beschrieben wird, vermittels des Umschaltorgans 45 (Fig. 4 und 6) in dem Falle in Tätigkeit gesetzt wird, wenn bei niedriger Geschwindigkeit des Fahrzeuges, z. B. Steigungen, mit vollständig geöffnetem Drosselorgan (Schlitzverschluss) gefahren wird. Auf diese Weise wird ein einwandfreier und gleichzeitig unter Vermeidung von Klopferscheinungen des Motors durchgeführter Betrieb auch bei geringer unter Umständen für Schweröl nicht ausreichender Gasgeschwindigkeit gewährleistet.

   In den meisten Fällen genügt die Herstellung eines Schweröl-Benzin-Gemisches, welches übrigens beliebig verändert werden kann. 



   In der dargestellten Ausführungsform befindet sich das Umschaltorgan 45 gemäss Fig. 6 in der Lage, die dem normalen Schwerölbetrieb entspricht. Dann strömt das von der   Schweröldüse   28 angesaugte Primärgemisch in den   Primärgemischkanal   29. Von diesem Kanal, der zum Hauptzerstäuber 3' der ersten Stufe führt, zweigt ein Kanal 46 mit einer Venturidüse 47 ab, der zum Hauptzerstäuber 3" der zweiten Stufe führt. Hinter dem Hauptzerstäuber 3'bzw. 3"verzweigen sich die Hauptkanäle in je zwei Abzweigkanäle   5'und 7'der   ersten bzw. 5"und 7"der zweiten Stufe (s. auch Fig. 14).

   Während bei der Ausführungsform nach Fig. 1 die Steuerung des Vergasers in der Hauptdüse 3 erfolgt, findet bei dem zweistufigen Vergaser nach Fig. 4 die Steuerung in den engsten Querschnitten der ersten Zerstäuber 35'bzw.   36"   (Fig. 13) statt. Auf diese Weise kann für alle vier Kanäle gemeinsam ein einziges Drosselorgan in Gestalt des Schlitzverschlusses nach Fig. 13 verwendet werden. Dieser Schlitzverschluss besteht in ähnlicher Weise wie der   Schlitzverschluss   bei Fig. 10 aus den beiden Lamellen 19 und 20, die durch den Hebel 14 entgegengesetzt zueinander bewegt werden können.

   Die Schieberplatten 19, 20 besitzen drei nebeneinanderliegende Reihen von Öffnungen, von denen die Reihe 1 zur Steuerung der Stufe   1,   die Reihe 11 zur Steuerung der Stufe   11   und die Reihe L zur Steuerung des Leerlaufgemisches bzw. des Zusatzluftkanals 34 dienen. In der in Fig. 13 dargestellten Lage befindet sich der Schlitzverschluss in der Stellung für Leerlaufbetrieb. Die Öffnungen 23', 25'sowie die Öffnungen 32', 33'und schliesslich die Öffnungen 23", 25"der beiden Platten 19 und 20 stehen so zueinander, dass sowohl der Hauptkanal der Stufe I und II als auch der Zusatzluftkanal abgesperrt sind. In dieser Stellung saugen sich die Zylinder das Leerlaufbenzingemisch aus der Leitung 9 an, die über den Kanal 9'nur in die Stufe 1 mündet (s. auch Fig. 14).

   Sobald der Hebel 14 vermittels der Stange 13 verschwenkt wird, beginnen die Öffnungen 23', 25'der Platten 19 und 20 der Stufe 1 sich zu überschneiden, so dass sie unter Bildung einer ellipsenähnlichen Öffnung, entsprechend der Darstellung nach Fig. 11, die Hauptzerstäuber 3' der Stufe   1   öffnen. Kurz darauf überdecken sich auch die Öffnungen 32'und 33'des Schlitzverschlusses und geben den Zusatzluftkanal 34 frei, wodurch das Leerlaufgemisch praktisch abgeschaltet wird. Die Öffnungen 23"und 25"überdecken sich dagegen noch nicht, so dass die Stufe II nach wie vor abgeschlossen 

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 bleibt und lediglich die Stufe I, der das   Primärgemisch über   den Kanal 29 (Fig. 6) zuströmt, in Tätigkeit ist.

   Es ist ausserordentlich wichtig, dass die Stufe II während des Betriebes der Stufe 1 verschlossen bleibt, damit nicht die Zylinder sich auf dem Umweg über die ebenfalls mit der Ventilkammer verbundene Leitung der Stufe II Brennstoffgemisch ansaugen. Wenn man für höhere Leistung des Motors auch die II. Stufe in Tätigkeit setzen will, so werden die Schieberplatten 19, 20 vermittels des Hebels 14 weiterverschoben, so dass durch die Öffnungen 23"und 25"auch die   Zerstäuberdüsen   35"der II. Stufe langsam geöffnet werden, wobei infolge der Ausbildung der Öffnungen   23',   25'und 32', 33'sowohl die Stufe I als auch der Zusatzluftkanal 34 offenbleiben.

   Der Stufe 1 strömt das Brennstoffgemisch nach wie vor durch den Kanal 29 (Fig. 6) zu, während die Stufe   II   das Brennstoffgemisch durch den Abzweigkanal   46   und die in dem letzteren angeordnete Venturidüse 47 erhält. Die letztere übt auf das Brennstoffgemisch, welches sie in richtiger Strömungsrichtung durchläuft, keine oder nur eine minimale Drosselung aus. 



   Wie die Fig. 6 deutlich zeigt, beliefert die einzige Brennstoffdüse 28 sämtliche Stufen (1 und II) über den Primärgemischkanal 29 und seinen Abzweigkanal 46 gemeinsam mit Brennstoff. Die Düse 28 ist so gross bemessen, dass ihre Leistung ausreicht, wenn sämtliche Stufen, im Ausführungsbeispiel   1   und II, geöffnet sind. Dann ist aber die Düse 28, wenn nur die Stufe   1   offen ist, für die letztere überbemessen und muss kompensiert werden. Dies erfolgt erfindungsgemäss dadurch, dass dem bei geschlossener Stufe II nur die Stufe   1   durch den Zerstäuber 3'zugeführten Brennstoffgemisch Zusatzluft zugeführt wird. Die letztere tritt durch den zu der geschlossenen Stufe II führenden Abzweigkanal 46 ein, der über den Injektorschlitz   303" (Fig.   4 und 6) mit der Atmosphäre in Verbindung steht.

   Die Zusatzluft muss von dem oberen, mit der Atmosphäre in Verbindung stehenden Teil des Hauptzerstäubers   3"in   Richtung des Pfeiles P kommend die Venturidüse 47 in falscher Strömungsrichtung durchlaufen, so dass. sie stark gedrosselt wird. Wenn die Kanäle 46 und 29 gleichen Querschnitt besitzen, wird durch die Drosselung der Venturidüse erreicht, dass nicht   50%   Zusatzluft, sondern weniger, beispielsweise   40%,   Zusatzluft zu dem durch den Kanal 29 strömenden, zur Stufe   1   gelangenden Primärgemisch zugeführt wird. Diese Massnahme der Drosselung dient in Verbindung mit der sogleich zu beschreibenden selbsttätigen Regelung der Zusatzluftmenge dazu, die an sich unproportionale Leistung der Brennstoffdüse 28 auszugleichen.

   Die durch den Kanal 46 kommende Zusatzluftmenge wird durch den am Injektorschlitz 303" herrschenden Druck bestimmt. Wenn die Stufe II durch den Schlitzverschluss 19, 20 völlig abgeschlossen ist, herrscht am Injektorschlitz   303" Atmosphärendruck,   so dass die Zusatzluft in derjenigen Menge durch den Kanal 46 strömen kann, wie es die Drosselung der Venturidüse 47 erlaubt. Im Verlaufe des Öffnens. der Stufe II durch den Schlitzverschluss 19, 20 entsteht dadurch, dass nunmehr der Motor auch über die Stufe II ansaugen kann, am Injektorschlitz   303"ein   ständig grösser werdender Unterdruck.

   Hiedurch wird zunächst durch den Kanal 46 weniger Zusatzluft in den Primärgemischkanal 29 strömen, worauf der Zutritt von Zusatzluft gänzlich aufhört und schliesslich das   Primärgemisch   von dem Motor auch durch den Kanal 46 und die Zerstäuberdüse   3"der   Stufe II angesaugt wird. Sobald die II. Stufe gänzlich geöffnet ist, strömt das Gemisch gleichmässig durch beide Stufen ; die Querschnitte der Kanäle 46 und 29 sind gleich gross. Zu beachten ist hiebei, dass bei Öffnung beider Stufen jeder der Kanäle zwar unverdünntes Gemisch ansaugt, dass aber niemals mehr Gemisch angesaugt werden kann, als der Primärgemischkanal zulässt, der von der Düse 28 gespeist wird und nicht grösser ist als jeder einzelne der beiden Abzweigkanäle.

   Durch die eigenartige soeben'beschriebene Anordnung wird erreicht, dass das Brennstoffgemisch stets in die Ansaugstufe der Hauptansaugleitung strömt, in der die höchste Strömungsgeschwindigkeit herrscht, und infolgedessen beim Übergang von einer Stufe zur andern, also beim zusätzlichen Öffnen oder Schliessen der nächstfolgenden Stufe, keine Brennstoffkondensate entstehen. Ausserdem wird die bei andern Vergasern normalerweise progressiv anwachsende Brennstoffdüsenleistung proportional gemacht. 



   In der Ausführungsform des Vergasers nach Fig. 4 gelangt das Leerlaufbenzingemisch durch die Leitung 9 und den Kanal 9'nur in die Stufe 1. Da schon der geringste Zusatz von Benzin zu einem Gemisch schwersiedenden Brennstoffes eine beträchtliche verbesserte Zerstäubung ergibt, ist es unter Umständen zweckmässig, wenn nicht nur für den Leerlauf, sondern auch bei Betrieb sämtlicher Stufen mit Schweröl dem Brennstoffgemisch etwas Benzin zugeführt wird. Ausserdem ergibt die Anwesenheit einer noch so geringen Benzinmenge in den Stufen beim Einschalten der einzelnen Stufen einen glatten Übergang von Stufe zu Stufe und eine Vermeidung eines Geschwindigkeitsverlustes, d. h. eine grössere Elastizität des Motors. Zu diesem Zweck wird die in den Fig. 15-17 dargestellte Einrichtung geschaffen.

   Wie Fig. 15 zeigt, mündet die Benzinleerlaufleitung 9 sowohl in die Abzweigkanäle 5'und l'der Stufe 1 als auch in die Abzweigkanäle 5", 7"der Stufe II. Dabei besitzen die Verzweigungen 900 der Leitung 9, welche zur Stufe 1 führen, zwar kleineren Querschnitt als die Leitung 9 selbst, jedoch grösseren Querschnitt als die Verzweigung 901, welche zur Stufe II führen. Infolgedessen strömt bei Leerlauf und Betrieb der Stufe 1 und sogar noch während des Beginns der Öffnung der Stufe II in die Stufe 1 der grössere Anteil des Benzingemisches, beispielsweise zwei Drittel, während in die Stufe II der kleinere Anteil, beispielsweise ein Drittel, strömt.

   Damit nun bei Betrieb der Stufe   1   und   II   zusammen nicht dauernd die   für   den Leerlaufbetrieb notwendige Menge Benzingemisch in die Ansaugleitung gelangt und damit an Benzin gespart wird, wird ein Teil des Benzingemisches abgeschaltet, wenn auch die Stufe II geöffnet wird. 

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 Zu diesem Zweck ist ein mit der Atmosphäre in Verbindung stehender und von oben her gemäss Fig. 16 in den Kanal 9 mündender Zusatzluftkanal 934 angeordnet, der durch in dem Schlitzverschluss 19, 20 (Fig. 17) angeordnete Öffnungen 932', 933'gesteuert wird, u. zw. derart, dass mit dem durch Überdeckung der Öffnungen 23", 25", 35"erfolgenden Öffnen der Stufe 11 auch der Kanal 934 durch Überdecken der Öffnungen 932', 933'geöffnet wird.

   Dadurch wird das in die Stufe I strömende Benzingemisch verdünnt, während das in die Stufe Il angesaugte Benzingemisch nicht verdünnt wird. Die Abmessungen der Kanäle 900, 901, 934 sind derart zueinander abgestimmt, dass bei Öffnung der Stufen   I   und 11 in die Stufe   I   und   11   abweichend von vorher gleiche Anteile des Benzingemisches gelangen, wobei das gesamte Leerlaufbenzingemisch gleichzeitig um ein Drittel der anfänglichen Menge verdünnt ist. 



   Wenn man, sei es bei Betrieb der Stufe I oder bei Betrieb von Stufe I und 11, aus irgendeinem Grunde, z. B. bei kaltem Motor, auf Benzinbetrieb übergehen will, so wird das Umschaltorgan 45 vermittels einer weiter unten noch zu beschreibenden Vorrichtung-gedreht. In der Stellung nach Fig. 7 ist sowohl der von der Benzinhauptdüse 44 kommende   Benzingemischkanal48   (Fig. 4,6 und 7) als auch der von der Schweröldüse 28 kommende Schwerölkanal 49 mit dem Primärgemischkanal 29 verbunden, so dass ein gemischter Betrieb (Benzin und Schweröl) erhalten wird. Bei weiterer Drehung des Umschalt- 
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 die Leitung 48 gegeben. 



   Damit jederzeit aus dem senkrecht nach oben geführten Benzinhauptkanal 48 bei der Umschaltung von   Schweröl- auf   Benzinbetrieb sicher sofort Brennstoffgemisch zur Verfügung steht, wird der Kanal 48 vermittels einer Verbindungsleitung 50 (Fig. 4 und 14), die von dem Zusatzluftkanal 34 abgeht, unter leichtem Unterdruck gehalten. 



   In der Zeichnung sind die beiden Schwimmerkammern 1 und 2 der Deutlichkeit halber in zwei verschiedenen Ebenen untereinander gezeichnet. In der Praxis ordnet man zweckmässig beide Schwimmerkammern nebeneinander in derselben Ebene, u. zw. in der Ebene der Schwimmerkammer 1 an. Dann ist der   erwähnte Verbindungskanal 30 überflüssig.   



   Zur genauen Einregulierung des Leerlaufluftgemisches wird gemäss Fig. 14 eine zweckmässig federbelastete Zusatzluftregulierschraube 51 angeordnet, die über einen Kanal 52 im Bedarfsfalle Zusatzluft in den Leerlaufluftgemischkanal 9 eintreten lässt, so dass stets in genau bestimmter Weise dosiertes fertiges Leerlaufbenzingemisch in die Hauptansaugleitung gelangt. 



   Ferner wird auch an dem Primärluftgemischkanal gemäss Fig. 6 eine Zusatzluftregulierschraube 53 angeordnet, u. zw. hinter der Einmündungsstelle des Benzinkanals 48 in den Primärgemischkanal, so dass mit dieser einzigen Schraube sowohl das Schwerölgemisch als auch das Benzingemisch reguliert werden kann. 



   Die übrige Anordnung des zweistufigen Vergasers entspricht im wesentlichen dem einstufigen Vergaser nach Fig. 1 ; es sind die gleichen Anordnungen getroffen, um eine ausserordentlich hohe Geschwindigkeit zur restlosen Vernebelung des Gemisches zu erzielen. Es werden auch bei dieser Ausführungsform in Abständen in den Leitungen Zerstäuber angeordnet. Man kann dabei in allen Stufen einen Endzerstäuber anordnen, doch kann man auch nach Fig. 5 den Endzerstäuber in der Leitung 5'in der ersten Stufe weglassen und nur in der Leitung   5"in   der zweiten Stufe einen Endzerstäuber 37"anordnen. 



  Wenn nur die Stufe I in Betrieb ist, wirkt der letzte Zerstäuber 37"der Stufe 11 nicht als Endzerstäuber, da die Gassäule durch ihre Strömungsenergie beim Schliessen des betreffenden Einlassventils in die"tote" (durch den   Schlitzverschluss   abgeschlossene) Leitung der zweiten Stufe von der Ventilkammer aus hineinund wieder herausschiesst. Das Gemisch durchläuft also zweimal insgesamt zwei Zerstäuber der "toten Leitung". 



   Die Anordnung der Ansaugleitungen wird zweckmässig derart getroffen, dass die Ansaugleitung der ersten Stufe an der tiefsten Stelle der Ventilkammer einmündet. 



   Man könnte selbstverständlich den zweistufigen Vergaser nach Fig. 4 ebensogut auch in ähnlicher Weise wie den einstufigen Vergaser nach Fig. 1 ohne eine zusätzliche Benzinhauptdüse betreiben, wie man auch umgekehrt den einstufigen Vergaser nach Fig. 1 zusätzlich mit einer Benzinhauptdüse versehen kann, wobei natürlich auch die notwendigen Umschaltorgane und Leitungen vorgesehen sind. 



   Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 werden die ersten Zerstäuber nach der Abzweigung durch einen gemeinsamen Schlitzverschluss gesteuert. Man könnte natürlich auch die Hauptzerstäuber vor der Abzweigung mit Schlitzverschlüssen versehen. 



   Bei der in Fig. 4 beschriebenen Ausführungsform mündet der von der Benzinhauptdüse kommende Kanal in den Primärgemischkanal, durch den auch das Schwerölprimärgemisch strömt. In Fig. 18 ist schematisch eine andere Ausführungsform der Vergaseranordnung dargestellt, bei der für das zusätzliche Benzinhauptgemisch, das aus der Benzinhauptdüse 44 kommt, ein gesonderter Kanal 54 vorgesehen ist. Für den Benzinteil ist abweichend von dem für Schweröl bestimmten Teil des Vergasers ein T-Stück 55 vorgesehen, das aber für den Benzinbetrieb nicht sehr störend ist. Man könnte es selbstverständlich auch durch Krümmer ersetzen.

   Wichtig ist, dass bei einer derartigen Anordnung, bei der mehrere Abzweigleitungen (die Leitung 59 und die Leitung   54)   in ein und dieselbe Ventilkammer 56 münden, jede einzelne Abzweigleitung durch Absperrorgane 57, 58 gesteuert sind. Die letzteren stehen bei Betrieb der Schwer- 

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 ölstufe gemäss Fig. 15 in   Schliessstellung,   so dass ein   unerwünschtes   Ansaugen des Motors auf Umwegen durch einen Abzweigkanal etwa im Sinne des Pfeiles 590 unmöglich ist. Die beiden Absperrorgane 57 und 58 werden zweckmässig durch ein gemeinsames Gestänge 60 oder Zahnsegmente gesteuert. 



   Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 spielt der sämtliche Abzweigleitungen steuernde Schlitzverschluss 19, 20 die gleiche Rolle, wobei die Anordnung gegenüb. er der Anordnung nach Fig. 18 den Vorteil hat, dass nur ein einziges Steuerorgan für alle Leitungen benötigt wird. 



   Der in den Fig. 19 und 20 dargestellte Vergaser arbeitet im wesentlichen nach dem gleichen Prinzip wie die weiter oben beschriebenen Vergaser. Solange die Hauptzerstäuber 3', 3",   3"'durch   den gemein- 
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 (Fig. 19 und 20) in den Zerstäuber 3'der Stufe   1.   Alsdann öffnet zunächst der Schlitzverschluss die Stufe I, d. h. den Zerstäuber 3', worauf das Primärgemisch aus der Schwerölschwimmerkammer 1 durch den   Primärgemisehkanal 89   und durch die Zerstäuberdüse 3'in den Vergaser und von dort zu den Zylindern gelangt.

   Bei weiterem Öffnen des Schlitzverschlusses wird zunächst die Düse   3"der   zweiten Stufe geöffnet, so dass das Primärgemisch einerseits durch den Kanal 129 in die Düse der ersten Stufe und anderseits durch den Abzweigkanal 229 in die Düse der zweiten Stufe gelangen kann. In ähnlicher Weise strömt bei noch weiterem Öffnen des Schlitzverschlusses das   Primärgemisch   auch durch den Abzweigkanal 329 zur dritten Stufe. In den Abzweigkanälen 229,   329,   die   zweckmässig   den gleichen Querschnitt wie der Kanal 129 besitzen, sind entsprechend der zweistufigen Ausführungsform nach Fig. 6 Venturidüsen 203. 



  303 angeordnet, die beim Durchströmen der Zusatzluft in falscher Strömungsrichtung drosselnd wirken, während sie auf das in richtiger Strömungsrichtung strömende Brennstoffgemisch dagegen nicht oder nur wenig drosselnd wirken. An Stelle der Venturidüsen könnten auch andere Organe angeordnet sein, die die Eigenschaft besitzen, in der einen Richtung strömungshindernd zu wirken, in der andern dagegen nicht. 



   Die Ausführungsform nach Fig. 19 zeigt, abweichend von den bisher beschriebenen Ausführungs- 
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 bildung in sich birgt, so kann man es dennoch, z. B. bei der dreistufigen Ausführungsform, anwenden, da durch die drei nebeneinanderliegenden Leitungen für eine kräftige Durchwirbelung beim Eintritt in das   T-Stück'gesorgt   ist und ausserdem der Querschnitt des T-Stückes mit   30%   des gesamten Ansaugquerschnittes an sich schon ausserordentlich eng ist und sehr hohe Gasgeschwindigkeit ergibt. Wichtig ist dabei, dass unmittelbar hinter der Hauptabzweigstelle Zerstäuber 135 angeordnet sind. 



   Die soeben an Hand der Fig. 19 beschriebene Ausführungsform hat nicht nur den Vorteil, dass man die Schwerölstufe in drei Stufen   I,   11, 111 unterteilen kann, sie hat auch den Vorteil der Vermeidung von Kondensatbildung im   T-Stück.   Bekanntlich ist bei den T-Stücken an sich die Gefahr einer Kondensatbildung gross. Diese Gefahr ist bei dem mit einem T-Stück ausgerüsteten Vergaser nach Fig. 19 tatsächlich beseitigt. Einer völligen Öffnung des Drosselorgans bei den bisherigen Vergasern entspricht eine völlige Öffnung der drei Stufen 1, 11, 111, d. h. der Kanäle 159',   159/1,   159'" (Fig. 19). Diese drei kleinen Kanäle münden unter einem rechten Winkel in den grossen Kanal 59 des T-Stückes   100,   dessen Querschnitt gleich der Summe der Querschnitte der kleinen Kanäle ist.

   Infolgedessen kann das Brennstoffgemiseh in mehreren   Strömungsschichten   ungehindert in den grossen Hauptkanal 59 übergehen, so dass dieser Kanal 59 abweichend von den bisher bei T-Stücken verwendeten grossen Kanälen nicht überbemessen sein muss, sondern sehr eng dimensioniert sein kann. Hiezu kommt, dass der scharfkantige Übergang von den kleinen Kanälen 159',   159/1,     159''in   den grossen Kanal 59 für die Zerstäubung ausserordentlich   günstig,   ist.

   Während bei den bisher üblichen   T-Stücken   infolge der Tatsache, dass eine einzige grosse Leitung in eine überdimensionierte noch grössere Leitung mündet, eine starke Verminderung der Strömungsgeschwindigkeit und hiemit die Gefahr einer Kondensatbildung entsteht, ist dies bei dem Vergaser nach Fig. 19 infolge der beschriebenen Ausführungsform durch Unterteilung der Gasgemischmenge in mehrere hintereinander in den Hauptkanal 59 einströmenden Strömungsschichten ausgeschlossen. 



   Gegebenenfalls kann übrigens die Summe der Querschnitte der kleinen Kanäle grösser sein als der Querschnitt des grossen Kanals 59. 



     . In   Fortbildung dieses Gedankens, mehrere kleine Leitungen in eine grosse Leitung gleich der Summe des Querschnittes der kleinen Leitungen münden zu lassen, ergibt sich eine Ansaugleitungsanordnung, wie sie schematisch in Fig. 25 dargestellt ist. Von dem T-Stück 100 des nicht näher dargestellten Vergasers wird das Brennstoffgemisch zu den Ventilkammern   E"E"B"E,   eines   Sechszylindermotors   geführt. 
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 bzw. 3059 der T-Stücke 2000 bzw. 3000 münden. Der Querschnitt der grossen Kanäle 2059 bzw, 3059 ist gleich der Summe der Kanäle 59 a, 59 b bzw. 59   c,   59 d. 



   Weiter oben wurde an Hand der Fig. 15-17 eine Einrichtung erläutert, mit der es möglich ist, dass für den Leerlauf ein grosser Anteil des Leerlaufbenzingemisches in die Stufe   I   gelangt, bei Öffnung sämtlicher Stufen dagegen das Leerlaufbenzingemisch sich gleichmässig auf sämtliche Stufen verteilt. 

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  Der Vergaser nach Fig. 19 und 19 a zeigt eine andere Lösung. Hiebei mündet die Leerlaufleitung 9 in einen Kanal   3009,   von dem aus ein Abzweigkanal 3009'in die Stufe 1, ein Abzweigkanal   3009"in   die Stufe   11   und ein   Abzweigkanal3009'" in die   Stufe   111   mündet. Diese Abzweigkanäle sind, wie Fig. 19 a 
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   verschluss   19, 20 angeordnet sind. In der Stellung nach Fig. 19 a sind die Stufen 1, 11, 111 geschlossen, der Kanal 3009'für das Leerlaufgemisch ist dagegen durch die Stellung der   Langlöcher   3010', 3011' geöffnet, so dass das ganze   Leerlaufbenzingemisch   in die Stufe 1 gelangen kann.

   Beim weiteren Öffnen des Schlitzverschlusses, also zunächst der Stufe 1, bleibt der Kanal   3009'offen,   es strömt nach wie vor das ganze Leerlaufbenzingemisch in die Stufe 1. Beim weiteren Öffnen strömt mit Beginn oder kurz vor Beginn der Öffnung der Stufe   11   durch entsprechende Stellung der Langlöcher   3010".   3011"auch Leerlaufbenzingemisch durch die Leitung 3009"in die Stufe 11. In Stufe I strömt nach wie vor durch die offene Leitung   8009'Leerlaufbenzingemisch.   Sind alle drei Stufen geöffnet, so verteilt sich das Leer-   laufbenzingemisch in gleichen Anteilen über die Leitungen 3009', 3009", 8009'" in sämtliche Stufen 1, 11, 111.   



   Bei dem Vergaser nach Fig. 19 und 20 besitzt die Schwerölleitung 59 nur 30% des normal   üblichen   Ansaugquerschnittes. Jede der drei zu dieser Leitung 59 führenden Stufenleitungen 159 besitzt z. B. nur 10% des normal üblichen Ansaugquerschnittes, so dass auch bei niedrigster Wagengeschwindigkeit (z. B. beim Anfahren) die Gasgeschwindigkeit bis zum T-Stück ihren Höchstwert erhält. 



   Gemäss Fig. 19 sind die beiden Drosselklappen   57, 58 durch   Zahnsegmente 57', 58'zwangläufig miteinander verbunden und bewegen sich in gegenläufigem Sinne. 



   Diese Ausführungsform benötigt infolge der gesonderten Benzinhauptleitung gegenüber der Ausführungsform nach Fig. 4 zwei Gaspedale, das eine zur Betätigung des Schlitzverschlusses 19, 20, das andere zur Betätigung der Drosselklappen 57, 58 und der mit diesen durch Gestänge 157 gekuppelten Drosselklappe 158 des Benzinvergasers 200. Selbstverständlich ist die Anordnung dann derart getroffen, dass bei Offenstellung des einen Pedals das andere geschlossen ist und umgekehrt. 



   Die in den Fig.   1820   dargestellten Vergaser sind insbesondere für Motoren bestimmt, die vor- übergehend ungedrosselte Höchstleistungen abgeben sollen, in welchem Fall dann die besondere Benzinhauptleitung 54 geöffnet wird. Die Öffnung der Benzinhauptleitung 54 wird z. B. dann vorgenommen, wenn man die Höchstleistung zur Erzielung der nur zeitweilig   gewünschten Höchstgeschwindigkeit   des 
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   Bei den Vergasern nach Fig. 18-20 kann die beschränkte   Schweröldrosselleistung   für erhöhte Geschwindigkeit in der Ebene und auf Steigung dadurch heraufgesetzt werden, dass man dem Schwerölbrennstoffgemisch in der Ventilkammer durch mehr oder weniger grosse Öffnung der Benzingemischleitung Benzingemisch zusetzt. 



   Fig. 21 zeigt eine spezielle Leitungsanordnung für einen zweistufigen Vergaser, bei dem je zwei Leitungen 5',7' der ersten Stufe und 5'', 7"der zweiten Stufe zu vier Einlassstellen   EI > E2, Es, E4   beispiels- 
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 schon weiter oben bei einer andern Gelegenheit erwähnt, müssen bei einer zweistufigen Vergaseranordnung während des Betriebes der ersten Stufe die Ansaugabzweigleitungen der zweiten Stufe gegeneinander gesperrt sein, da sonst ein Teil des Gasgemisches über die zweite Stufe zu jeder beliebigen Einlassstelle am Motor gelangen könnte und dadurch verhindert würde, dass die volle   Strömungsgeschwindigkeit   des Gasgemisches tatsächlich bis in die Ventilkammer hinein erhalten bleibt.

   Wenn auch die Einlassstellen EI und   E2   ebenso wie die Einlassstellen   Es und E4 durch   die gegabelten Leitungen 7 a', 7   b'usw.   untereinander in Verbindung stehen, so bleibt doch die   Strömungsgeschwindigkeit   bei abgesperrter zweiter Ansaugstufe nicht nur bis zur Gabelung der Ansaugwege   61-64,   sondern bis zu den   Einlassstellen     B,-E,   erhalten, da der spitze Winkel ein Rückströmen des Gasgemisches auf dem Umweg über die zweite Ventilkammer verhindert. 



   In den Fig. 22 und 23 ist die Anordnung der zu den Zylindern eines siebenzylindrigen Sternflugzeugmotors führenden Ansaugleitung bei einem Vergaser gemäss vorliegender Erfindung dargestellt. Bei dieser Ausführung erfolgt die Zylinderfüllung für die normale   80% ige Drosselfluggeschwindigkeit   über eine für diese Leistung genau berechnete und weniger als   50%   des für Höchstleistung erforderlichen   Ansaugquerschnittes   betragende Ansaugleitung. Hiedurch wird in Verbindung mit einer Serie von Zerstäubern auf jedem einzelnen Gasweg die Voraussetzung für einwandfreien Schwerölbetrieb für Drosselflug geschaffen.

   Sämtliche Gaswege sind gleich lang, T-Stücke sowie die bisher üblichen Winkelstücke sind vermieden, so dass infolge doppelter Gasgeschwindigkeit in allen Rohrleitungen die erwähnte Dauerleistung mit reinem Schweröl ohne Benzinzusatz erreicht werden kann. Um vorübergehend bei einem solchen Flugzeugmotor eine grösstmögliche Literleistung, d. h. Spitzenleistung, durch höchsten Füllungsgrad zu erzielen, wird zweckmässig eine Vorrichtung nach Fig. 24 angeordnet. An sämtlichen Einlassstellen der Zylinder mündet unmittelbar neben der Gemischleitung5 eine Zusatzluftleitung   65,   die normaler-   weise durch ein federbelastetes Ventil 66 od. dgl. abgeschlossen ist.

   Wenn die Spitzenleistung erzielt werden soll, so werden die Ventile 66 sämtlicher an den Zylindern mündender Zusatzluftkanäle mittels   

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 eines geeigneten Gestänges 67 automatisch mit der durch das Umschaltorgan 45 (Fig. 6-8) im Primärgemischkanal erfolgenden Umschaltung auf Benzinbetrieb geöffnet.

   Die Benzinhauptdüse, von der aus das Gemisch durch die auch für Schweröl dienende Ansaugleitung 5 in den Zylinder gelangt, ist im Verhältnis der durch den Kanal 65 eintretenden grösseren Zusatzluftmenge überbemessen, d. h. die Leistung der Benzindüse ist mindestens doppelt so gross als die Leistung der   Schweröldüse.   Um einen einwandfreien Übergang auf Höchstleistung zu erzielen, erfolgt die Umschaltung auf die Benzinhauptdüse etwas füher als die Betätigung der Zusatzluftventile 66 ; zu diesem Zwecke sind die zum Handgashebel für Höchstleistung führenden Gestänge der Ventilbetätigung mit dem Gestänge für das Umschaltventil mit entsprechendem totem Gang gekuppelt.

   Man kann hiebei von einem Verfahren sprechen, bei dem für die Erzielung der Spitzenleistung durch die normale Ansaugleitung 5 für durchschnittlichen Drosselbetrieb ein überfettetes   Sekundärgemisch   strömt, welches sich mit einer entsprechenden Zusatzluftmenge unter Wahrung des richtigen Brennstoff-Luft-Verhältnisses in der Ventilkammer zu einem endgültigen Tertiärgemisch verbindet. 



   Zu der Vergaseranordnung nach Fig. 22 und 23 gehört ein Vergaser in der Ausführung nach Fig. 1. 



   Im übrigen ist das Verfahren nach Fig. 22 und 23 auch für andere Motoren, z. B. Lastwagenmotoren oder Bootsmotoren, anwendbar, die vorübergehend besonders hohe Leistung abgeben sollen. 



   Die Fig. 26-28 zeigen eine weitere Ausführungsform eines Vergasers, die beispielsweise für einen Sechszylindermotor ausgebildet ist, bei dem je zwei Zylinder eine gemeinsame Einlasskammer   EH E2, Ea   besitzen. Der Vergaser nach Fig. 26-28 unterscheidet sich von dem Vergaser nach Fig. 19 dadurch, dass der Hauptzerstäuber   3'"der   Stufe   III   nicht mehr oben, sondern unten am T-Stück 100 angeordnet ist. Ferner besitzt dieser Vergaser abweichend von dem Vergaser nach Fig. 19 keinen Benzinvergaser mit selbständiger Ansaugleitung ; die Benzinhauptleitung 48 mündet vielmehr, wie beim Vergaser nach Fig. 4 und 6, unmittelbar über das Umschaltorgan 45 in den Primärgemischkanal 29. Die Schwimmerkammer 2 für Benzin befindet sich in der gleichen Ebene wie die Schwimmerkammer 1 für das Schweröl. 



  Der Vergaser ist derart konstruiert, dass bei Betrieb der Stufe I und II, d. h. bei Öffnung der Kanäle   159'   und 159"bei Drosselbetrieb des Motors, die gewünschte Normalfahrgeschwindigkeit beispielsweise von 70   kmlh   erreicht wird. Wenn man vorübergehend auf eine Höchstgeschwindigkeit von 80   kmlh   gelangen will, so wird der normalerweise durch eine nicht dargestellte Feder geschlossene Drehschieber 5000 in die Offenstellung nach Fig. 27 gebracht, bei der er die Hauptzerstäuberdüse   3'"über   die Ansaugleitungen 5059 a, 5059 b, 5059 c mit etwa 70% kleinerem Querschnitt als die Leitung 59 mit den Einlasskammern   jEi, E,,"Eg des Motors   verbindet.

   Die Stufe   IN,   welche von dem Primärgemischkanal 29 abzweigenden Kanal 529 gespeist wird, dient also nur zur Erzielung der gelegentlich gewünschten Höchstleistung ; hiebei ist es gleichgültig, ob das Umschaltorgan 45 sich in der Stellung für Schweröl-, Benzinoder Gemischbetrieb befindet. Nach Beendigung der vorübergehenden Höchstleistung wird das den Drosselschieber 5000 betätigende Organ losgelassen und das Drosselorgan durch die oben erwähnte Feder selbsttätig in die Normallage zurückgezogen, bei der die Kanäle 5059 a, 5059 b, 5059 c abgeschlossen sind. 



  Dann dient die Leitung 529, in welcher an der Stelle 547 eine   Venturidüse   entsprechend der Venturidüse 47 in der Stufe II angeordnet ist, in der weiter oben an Hand der Fig. 6   erläuterten Weise   als Zusatzluftkanal. In dem dargestellten Beispiel ist übrigens die Summe der Querschnitte der beiden kleinen Kanäle 159',   159" grösser als   der Querschnitt des grossen Kanals 59, in den sie münden. 



   Der Drehschieber 5000 sperrt in seiner Schliessstellung sämtliche toten Abzweigkanäle ab, so dass ein unerwünschtes Ansaugen des Motors auf Umwegen durch eine solche tote Abzweigleitung unmöglich ist. 



   Die Ausführungsform nach Fig. 26-28 besitzt gegenüber der Ausführung nach Fig. 18 und 19 den Vorteil, dass an Stelle dreier Drosselklappen (57, 58, 158) nur ein einziger Drehschieber 5000 verwendet wird. Ausserdem kann sowohl bei Normalfahrgeschwindigkeit als auch bei vorübergehender Höchstgeschwindigkeit der Betrieb über sämtliche Ansaugleitungen beliebig mit Schweröl, Benzin oder Gemisch aus diesen beiden Brennstoffen erfolgen. 



   Weiterhin hat diese Ausführungsform den Vorteil des kleinstmöglichen Rauminhaltes der zusammenhängenden gesamten Ansaugleitung, wodurch infolge des geringeren toten Raumes für eine bestimmte Zylinderfüllung engere Ansaugquerschnitte genügen und somit das Hauptziel der Erfindung, nämlich die grösstmögliche Strömungsgeschwindigkeit, erreicht wird. Bei dem geringen toten Raum wirkt sich   nämlich   die Saugwirkung der Kolben stärker aus. 



   Im übrigen könnte man auch bei dem Vergaser nach Fig. 19 die Drosselklappen 57,   58,   158 durch einen einzigen Drehschieber ersetzen, der dem Drehschieber 5000 entspricht und alle einzelnen Abzweigleitungen gemeinsam steuert. 



   Bei dem Vergaser nach Fig. 29 münden die Brennstoffdüsen 28, 44 der (hintereinander in einer Ebene liegenden)   Schweröl-und Benzinsehwimmerkammern 1,   2 wie beim Vergaser nach Fig. 4 und Fig. 26-28 in den mit einem Umschaltorgan 45 versehenen Primärgemischkanal 29. Die Brennstoffdüsen sind wie bei dem Vergaser nach Fig. 26 für Normalleistung überbemessen.

   Während bei dem Vergaser nach Fig. 26 die Kompensation der Leistung der Brennstoffdüsen im Normalbetrieb durch den mit einer dritten Stufe (Zerstäuber   3111)   verbundenen Luftkanal 529 erfolgt, ist eine solche dritte
Stufe bei dem Vergaser nach Fig. 29 nicht vorhanden und erfolgt die Kompensation durch einen besonderen 

 <Desc/Clms Page number 11> 

 
 EMI11.1 
 luftkanal 650 geschlossen und zwangläufig hiemit ein zweiter Zusatzluftkanal 651 geöffnet wird, der etwa dem   Zusatzluftkanal 6J nach Fig.   24 entspricht und die Bildung eines   Tertiärgemisches   in der Ventilkammer hervorruft. Zu diesem Zwecke dient folgende Einrichtung : In dem ersten Zusatzluftkanal 650 ist verschiebbar ein mit einer Bohrung 652 versehener Kolben 653 angeordnet, der an dem einen Ende eines Winkelhebels 654 angelenkt ist.

   Der um die Achse 655 drehbare Winkelhebel ist an seinem andern Ende mit einer Stange 656 verbunden, an welcher noch zwei weitere Hebel 657 angelenkt sind. Diese Hebel sind fest mit je einem Ring 658 (Fig. 30) verbunden, der in einer um die Ansaugleitung 59 angeordneten und mit dem zweiten Luftkanal 651 verbundenen Kammer 659 drehbar ist und Öffnungen 660 besitzt, welche rings um die Ansaugleitung 59 angeordnete Kanäle 661 steuern.

   Wenn man nun vorübergehend eine Höchstleistung erzielen will, so wird das Gestänge 656 (Fig. 29) durch eine nicht näher dargestellte Vorrichtung verschoben und dadurch einerseits der Winkelhebel 654 so weit verschwenkt, dass der Sattel 653 a des Kolbens 653 sich dicht an den Rand des ersten Zusatzluftkanals 650 anlegt und diesen abdichtend abschliesst, und anderseits die Hebel 657 in die Lage   657 a   kommen, so dass die Öffnungen 660 der Scheiben 658 gemäss Fig. 30 über die Öffnungen 661 zu liegen kommen. Infolgedessen sind nunmehr die zweiten Zusatzluftkanäle 651 einer jeden Ventilkammer geöffnet, denen die Luft über den Kanal 662 durch die Öffnung 663 zuströmt.

   Da, wie erwähnt, der erste Zusatzluftkanal 650 abgeschlossen ist, wird je nach der Stellung des Umschaltorgans   45   überfettetes reines Schweröl, reines Benzin oder SchwerölBenzin-Gemisch in die Leitung 59 gesaugt. Zu diesem überfetteten Gemisch gelangt beim Eintritt in die Ventilkammer des Motors die Luft durch den zweiten Zusatzluftkanal 651 und die offenen Kanäle 661, so dass sich in der Ventilkammer unter kräftiger Durchwirbelung das Tertiärgemisch für die Höchstleistung bildet. Die Grösse des Kanals 651 ist entsprechend der durch die Abschaltung des ersten Zusatzluftkanals 650 vergrösserten Düsenleistung bemessen, so dass in der Ventilkammer das erforderliche Brennstoff-Luft-Gemisch auch des   Tertiärgemisches   gewahrt bleibt.

   Nach Beendigung der Höchstleistung wird die Stange 656 wieder in ihre Ausgangslage zurückgebracht, wodurch die Öffnungen 661 abgeschlossen und der erste Zusatzluftkanal 650 wieder geöffnet wird. Die Betätigung der Stange 656 erfolgt beim Kraftwagen zweckmässig durch eine bewegliche Fussraste neben dem Hauptgaspedal. 
 EMI11.2 
 

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Claims (1)

  1. <Desc/Clms Page number 12> EMI12.1 eine gemeinsame Brennstoffdüse gespeist werden, wobei die an. der einen Seite mit der Atmosphäre in Verbindung stehenden Hauptzerstäuber im engsten Querschnitt durch einen Schlitzverschluss (19, 20) gesteuert sind, dessen Abreisskanten das Primärgemisch durch ebenfalls im engsten Querschnitt des Zerstäubers angeordnete Injektorschlitze kontinuierlich'senkrecht zum Hauptluftstrom zufliesst (Fig. 19, 20,26 und 28).
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in den Gaskanälen in Abständen Zerstäuber angeordnet sind bzw. quer gerichtete Gemischströme eingeführt sind, welche die sich etwa an der Gasleitung niederschlagenden Kondensate abreissen und dem Gemisch wieder zuführen (Fig. 1, 4,18, 19,26 und 29).
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzielung einer sehr hohen Geschwindigkeit des Brennstoffgemisches die Ansaugwege in der Vorrichtung sowie in der anschliessenden Leitung bis zur Ventilkammer einen abnormal kleinen Querschnitt in bezug auf das Hubvolumen des zugehörigen Arbeitszylinders besitzen, z. B. 40% des normalen Ansaugquerschnittes eines modernen Schnelläufers von 20 PS Leistung pro Liter Hubvolumen (Fig. 1, 2, 18, 19,26 und 29).
    4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gaskanal hinter dem Hauptzerstäuber (3) in mehrere Einzelkanäle verzweigt ist, an deren Beginn ein erster Zerstäuber (35) und anschliessend in Abständen weitere Zerstäuber (36, 37) angeordnet sind, von denen sich der letzte (37) gegebenenfalls am Ende der Gasleitung befinden kann (Fig. 1, 3,4, 5,18, 19,26 und 29).
    5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitzverschluss (19, ZU) den hinter dem jeweiligen Rauptzerstauber (J, j angeordneten Zerstäuber (35', 35") steuert und das Gemisch seinen Abreisskanten durch im engsten Querschnitt des Zerstäubers angeordnete Injektorschlitze kontinuierlich senkrecht zur Zerstäuberlängsaehse zufliesst (Fig. 4 und 13).
    6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zerstäuber (35 bis 37) als Venturidüsen ausgebildet sind und als Dämpfungsorgane gegen Schwingungen der Gassäule beim Rückströmen aus der Ventilkammer dienen, wobei sie gleichzeitig für jeden einzelnen Zylinder als Kaliber für die Durchflussmenge des Gasgemisches dienen (Fig. 1, 3,4, 5,18, 19,26 und 29).
    7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1, 4,5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung des gemeinsamen Hauptzerstäubers (3) oder die Öffnungen der in den Einzelkanälen angeordneten Zerstäuber (35', 35") im engsten Querschnitt gesteuert sind (Fig. 1, 4,18, 19,26 und 29).
    8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die den Schlitzverschluss bildenden mit korrespondierenden Löchern versehenen Platten (19, 20) lamellenartig dünn sind und durch einen doppelarmigen, zweckmässig mit Rollen versehenen Hebel (14) gegeneinander in ihrer gemeinsamen Füh- rung verschoben werden (Fig. 1, 4 und 10 bis 14).
    9. Vorrichtung nach Anspruch 1 für Schwerölbetrieb mit zusätzlicher Benzinschwimmerkammer für Leerlaufgemisch, dadurch gekennzeichnet, dass das in die Gasleitung für Schwerölgemisch mündende Leerlaufbenzingemisch im Verlauf der Öffnung des Schwerölhauptzerstäubers (3) zwangläufig abgeschaltet wird (Fig. 1, 4,18 und 19).
    10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitzverschluss (19, 20) für den Hauptzerstäuber (3) gleichzeitig einen in den Leerlaufbenzingemischkanal (9) mündenden Zusatzluftkanal (34) steuert, derart, dass im Verlauf des Öffnens des Hauptzerstäubers auch der Zusatzluftkanal geöffnet und damit praktisch das Benzinleerlaufgemisch abgeschaltet wird (Fig. 1, 4 und 9 bis 14).
    11.. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1, 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Benzinleerlaufgemischdüse (10) überbemessen ist und in entsprechend der Überbemessung im Leerlauf durch einen zweckmässig vom-Schlitzverschluss 9, 20 gesteuerten Kanal (34) Zusatzluft erhält, worauf beim Öffnen des Hauptzerstäubers dieser Zusatzluftkanal geschlossen wird, um im Verlauf des weiteren Öffnens des Hauptzerstäubers zur Verdünnung oder gänzlichen Abschaltung des Leerlaufgemisches wieder geöffnet zu werden (Fig. 1, 4 und 9 bis 14).
    12. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 9, gekennzeichnet durch die zusätzliche Anordnung einer Benzinhauptdüse (44), welche für Höchstleistung in Tätigkeit gesetzt wird (Fig. 4,18 und 29).
    13. Vorrichtung nach. den Ansprüchen 1 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Benzinhauptdüse (44) über eine von dem Schwerölkanal getrennte Ansaugleitung (54) die Zylinder speist (Fig. 18).
    14. Vorrichtung'nach den Ansprüchen 1, 4,9 und 13, dadurch gekennzeichnet, dass bei mehreren in die Ventilkammern mündenden Abzweigleitungen, von denen z. B. ein Teil die zusätzliche Benzingemischleitung bilden kann, jede Abzweigleitung derart für sich durch gegebenenfalls'gemeinsam bewegte Sperrorgane (57, 58) oder durch einen einzigen allen Abzweigleitungen gemeinsam dienenden und gleichzeitig das Drosselorgan für den Benzinvergaser bildenden Drehschieber (5000) gesteuert ist, dass ein erwünschtes Ansaugen des Mo4tors im Schwerölbetrieb auf Umwegen über tote Abzweigleitungen unmöglich ist (Fig. 18,19, 26 und 27). <Desc/Clms Page number 13>
    15. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 14, dadurch gekennzeichnet, dass die aus Drossel- klappen (57, 58) bestehenden Sperrorgane der Abzweigleitungen (54) durch miteinander kämmende EMI13.1
    18. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass bei geschlossenem Drosselorgan (Schlitzverschluss 19, 20, ein genau dosiertes fertiges Leerlauf benzin-Luft-Gemisch durch den Leerlaufgemischkanal (9) in die Hauptansaugleitung hinter den geschlossenen Schlitzverschluss bzw. in den Hauptzerstäuber einmündet, wobei zweckmässig eine Feinregulierung des Brennstoff-Luft-Verhältnisses des Leerlaufgemisches durch eine Zusatzluftregulierschraube (51) erfolgt (Fig. 1, 4,14, 18 und 19).
    19. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 12, gekennzeichnet durch eine Zusatzregulier- schraube (53) für Feineinstellung des Primärgemisches, die zweckmässig hinter dem Zusammentreffen EMI13.2 geöffnet sind, während ihre überschüssige Leistung, wenn nur ein Teil der Stufen geöffnet ist, durch Zusatzluft aus den mit der Atmosphäre in Verbindung stehenden Abzweigkanälen der andern nicht geöffneten Stufen kompensiert wird (Fig. 4,6 und 28).
    21. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Regelung der Kompensationszusatzluftmenge selbsttätig durch den am Injektorschlitz (303") der nächstfolgenden Stufe herrschenden Druck erfolgt (Fig. 4 und 6).
    22. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1, 20 und 21, dadurch gekennzeichnet, dass in den zur Durchleitung der Kompensationsluft verwendeten Abzweigkanälen (46 bzw. 229, 329) des Primärgemisch- kanals (29) Venturidüsen (47 bzw. 203, 303) oder sonstige Vorrichtungen angeordnet sind, die von der Zusatzluft in falscher Strömungsrichtung durchströmt werden müssen und dabei auf diese drosselnd wirken, während sie von dem Primärgemisch ohne Drosselwirkung in richtiger Strömungsrichtung durchströmt werden (Fig. 6,20, und 28).
    23. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 20 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche zu den einzelnen Stufen führenden Abzweigkanäle (29,46 bzw. 29, 129, 229, 329) gleichen Querschnitt besitzen (Fig. 6 und 20).
    24. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Mehrstufenbetrieb der Endzerstäuber (37") zwar in der zweiten und folgenden Stufe vorhanden ist, dagegen in der ersten Stufe in Wegfall kommen kann (Fig. 5).
    25. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Mehrstufenbetrieb die erste Stufe an der tiefsten Stelle der Ventilkammer in dieselbe einmündet.
    26. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Anordnung mehrerer Stufen die letzte durch ein anderes Steuerungsorgan (zweckmässig einen Drehschieber 5000) als die übrigen Stufen gesteuert wird, wobei die Abmessungen der Stufen derart gewählt sind, dass bei Öffnung sämtlicher Stufen, mit Ausnahme der letzten, die Normalleistung erreicht wird und die letzte als Zusatzstufe zur Erzielung einer vorübergehenden Höchstleistung benutzt werden kann (Fig. 26).
    27. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal (9) für das Leerlaufgemisch nur in die Leitungen der ersten Stufe für Schwerölbetrieb geleitet wird (Fig. 4).
    28. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal (9) für das Leerlaufgemisch in die Leitungen sämtlicher Stufen geleitet wird, u. zw. vermittels geeignet bemessener Querschnitte und Abzweigkanäle (900, 901) derart, dass der grössere Anteil Leerlaufgemisches in die erste Stufe gelangt (Fig. 15 und 16).
    29. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 28, dadurch gekennzeichnet, dass durch eine zweckmässig zwangläufig mit den Schlitzverschlüssen (19, 20) der Zerstäuber bewegte Regelvorrichtung (934, 932', 933') das Leerlaufgemisch derart gesteuert wird, dass mit dem Öffnen der zweiten und folgenden Stufe einerseits weniger Leerlaufgemisch als bei Leerlauf in den Vergaser und anderseits in alle Stufen gleiche Anteile Leerlaufgemisch gelangen kann (Fig. 15 bis 17).
    30. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 29, dadurch gekennzeichnet, dass die gleichmässige Verteilung des Leerlaufgemisches auf alle Stufen dadurch erfolgt, dass ein Kanal (934) für Zusatzluft geöffnet wird, der derart angeordnet ist, dass nur der zur ersten Stufe führende an sich grössere Leerlaufgemischanteil verdünnt wird (Fig. 15 bis 17). <Desc/Clms Page number 14> EMI14.1 32. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zu je zwei Einlassstellen am Motor nur zwei in Stufen hintereinander gesteuerte Gasleitungen führen, welche sich unmittelbar vor den Einlassstellen in je zwei Leitungen unter Bildung eines spitzen Winkels (61, 62, 63, 64) gabeln (Fig. 21).
    33, Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzielung vorübergehender grösstmöglicher Literleistung eines Motors, z. B. Flugzeugmotors, die in die normale Ansaugleitung (5) für durchschnittlichen Drosselbetrieb mündende Brennstoffdüse überbemessen ist und ausser der normalen Ansaugleitung (5 bzw. 59) ein Zusatzluftkanal (65 bzw. 651) in die Ventilkammer mündet, so dass sich das von der überbemessenen Brennstoffdüse gelieferte überfettete Sekundärgemisch in der Ventilkammer unter Wahrung des richtigen Brennstoff-Luft-Verhältnisses mit einer entsprechenden Zusatzluftmenge aus dem Zusatzluftkanal zu einem endgültigen Tertiärgemisch vermengt (Fig. 24 und 29).
    34. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 33, dadurch gekennzeichnet, dass unmittelbar an den Gemischeinlassstellen des Motors mit Ventilen (66) versehene Zusatzluftleitungen (65) grossen Querschnittes vorgesehen sind, deren Ventile automatisch mit der Umschaltung des Primärgemischkanals von Schweröl auf Benzin geöffnet werden, wobei die Benzinhauptdüse im Verhältnis der grösseren Zusatzluftmenge überbemessen ist (Fig. 24). EMI14.2 Querschnitt zweckmässig gleich der Summe der Querschnitte der in ihn mündenden Kanäle ist (Fig. 25), . 36.
    Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die für die Normalleistung über- EMI14.3 Primärgemischkanal (29) eintretenden ersten Zusatzluftkanal (650) kompensiert werden, der zur Erzielung einer Höchstleistung zwangläufig mit der Öffnung eines unmittelbar in die Ventilkammer des Motors mündenden zweiten Zusatzluftkanals (- geschlossen wird, so dass alsdann das der überbemessenen Brennstoffdüse (28 bzw. 44) entsprechende Brennstoffgemisch durch die normale Ansaugleitung (59) strömt und sich mit der durch den zweiten Zusatzluftkanal (651) eintretenden Luft in der Ventilkammer zu einem tertiären Brennstoffgemisch für die Höchstleistung vermengt (Fig.
    29 und 30).
    37. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 36, dadurch gekennzeichnet, dass der zur Bildung des Tertiärgemisches dienende zweite Zusatzluftkanal (651) in eine um die Ansaugleitung (59) für das Brennstoffgemisch angeordnete Kammer (659) mündet, welche durch abschliessbare, ringsum die Ansaugleitung angeordnete Öffnungen (661) mit der Ventilkammer des Motors in Verbindung steht (Fig. 29 und 30).
    38. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 und 37, dadurch gekennzeichnet, dass die in die Ventilkammer des Motors mündenden Enden der Öffnungen (661) der Kammer (659) durch eine gemeinsame Ringnut (664) verbunden sind (Fig. 29 und 30).
    39. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1, 36 und 37, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Bildung des Tertiärgemisches dienenden Zusatzluftkanäle (651) sämtlicher Ventilkammern des Motors durch eine gemeinsame, mit einer Eintrittsöffnung (663) für die Luft versehenen Leitung (662) miteinander verbunden sind, wobei die Eintrittsöffnung (663) nur so gross bemessen ist, dass die für das Tertiärgemisch einer einzelnen Ventilkammer benötigte Luftmenge eintreten kann (Fig. 29 und 30).
AT144546D 1932-02-19 1932-12-09 Vorrictung zur Vernebelung von leicht- und schwersiedendem Brennstoff für den Betrieb von Brennkraftmaschinen mit einem Primärgemischkanal. AT144546B (de)

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