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Vorhang-Zugvorrchtung.
Gegenstand der Erfindung ist eine Verbesserung an Vorhang-Zugvorriehtungen mit einer Trag- schiene für mehrere Läufer (Laufringe od. dgl. ), an welchen die Vorhänge befestigt werden, ferner mit einer in rohrförmigen Führungen geleiteten Zugsehnur und wenigstens einem als Mitnehmer ausgebildeten Läufer für jeden einzelnen an der Vorrichtung beweglichen Vorhang, der an der Zugschnur befestigt ist.
Bezweckt wird mit dieser Verbesserung die Schaffung einer Zugvorrichtung, deren Tragschiene zur Anpassung an den Fenstergrundriss mit Leichtigkeit gebogen werden kann, ohne dass die rohrförmigen Sehnurführungen stellenweise verquetscht werden. Dadurch ist auch die Bedienung der Vorrichtung erleichtert, weil die rohrförmigen Teile an der Biegungsstelle weder geöffnet noch geschlossen werden, die Schnurzüge somit unbehindert rund um die Biegungsstellen geführt werden können, ohne aus ihrer Führungsbahn zu springen.
Die Zeichnung veranschaulicht den Erfindungsgegenstand in zwei beispielsweisen Ausführungsformen. Es ist Fig. 1 eine Vorderansicht der gesamten Vorrichtung, Fig. 2 ein Schnitt zu Fig. 1, und Fig. 3 zeigt eine abgeänderte Art der Tragschienenbefestigung.
Bei der Bauart nach den Fig. 1 und 2 weist die Vorrichtung eine waagrechte Tragschiene mit senkrecht stehendem Steg 10 auf. Ober-und unterhalb desselben ist die Schiene in an sich bekannter Weise als je ein mit einem Längsschlitz 19 versehenes Rohr 11 bzw. 12 ausgebildet, von denen jedes zur Führung eines der beiden in entgegengesetzter Richtung beweglichen Schnurstränge dient. Die Tragschiene ist überdies beiderseits mit je einem Paar von im Abstand übereinander angeordneten, senkrecht gerichteten Flanschen 13, 14 versehen, von denen jedes ein vollständiges Führungsgeleise für die Vorhangläufer bildet.
Überdies ist an der Tragschiene noch ein mit ihr aus einem Stück gebildeter Flansch 15 vorgesehen, der zur Befestigung der Vorrichtung an Traggliedern 16 (Fig. 1) dient. Der Teil 15 weist T-förmigen Querschnitt auf und wird in entsprechend geformten Schlitzen 17 der Tragglieder 16 mittels Befestigungsschrauben 18 festgeklemmt.
Die Schlitze 19 in den Schnurführungsrohren 11, 12 sind an den entgegengesetzten Seiten der Schiene, zwischen der senkrechten und der waagrechten Mittelebene jedes Rohres vorgesehen. Diese Anordnung ermöglicht, die Tragschiene nach Wunsch zu biegen, sie etwa der Form eines Erkerfensters anzupassen, ohne dass die Zugschnur aus den Schlitzen austritt oder dass die Schlitze selbst auch nur stellenweise geöffnet oder geschlossen werden.
Längs der Tragschiene sind zur Anbringung der Vorhänge oder Vorhangteile, wie üblich, Läufer 20 gewöhnlicher Bauart angeordnet, deren jeder ein Paar Rollen 21 aufweist, die durch ein schlingen- förmiges Gehänge 22 verbunden sind, das sich unterhalb der Tragschiene erstreckt. An der Leitkante jedes Vorhangteiles ist überdies ein als Mitnehmer ausgebildeter Läufer 23 vorgesehen, dessen Bauart als nicht zur Erfindung gehörig hier nicht näher beschrieben ist.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 entspricht der Schienenquerschnitt etwa dem bei der Bauart nach den Fig. 1 und 2, doch ist in diesem Falle der dort mit der Tragschiene aus einem Stück hergestellte Befestigungsflansch 15 fortgelassen. Dagegen sind am oberen, rohrförmigen Schienenteil12 zwei Rippen oder Grate 57 vorgesehen, die, mit der Schiene aus einem Stück bestehend, sich in deren Längsrichtung erstrecken. Zur Befestigung der Tragschiene am Verwendungsort dienen Tragglieder 55, von denen jedes an seinem vorspringenden Ende mit einem Lagerteil versehen ist, der so ausgebildet ist, dass er der Oberseite des rohrförmigen Schienenoberteiles 12 anliegt und, wie Fig. 3 zeigt, die an
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diesem Teile vorgesehenen Rippen gy umschliesst.
An dem Lagerteil jedes Traggliedes ist die Schiene mittels einer Schraube oder eines Bolzens 56 festgeklemmt.
Bei Anwendung der Vorrichtung nach der vorliegenden Erfindung können auf einer Tragschiene mehrere leichte oder eine entsprechend niedrigere Anzahl von schwereren Vorhängen angebracht und in beliebiger Richtung bewegt werden, einige in einer, die übrigen in entgegengesetzter Richtung, wenn nur für jeden Vorhang wenigstens ein Mitnehmer und eine Schnurklemme vorgesehen ist. Nach Wunsch können auch die Enden des gleichen Vorhanges zueinander hin oder voneinander weg gezogen werden.
Alle diese Einstellungen können hiebei unter Zuhilfenahme einer einzigen Zugschnur gemacht werden ; die Mitnehmer aber können an der Zugschnur in jeder beliebigen Lage durch Anziehen der an ihnen vorgesehenen Klemmschrauben 32 festgeklemmt werden.
Bei der erfindungsgemässen Vorrichtung können sich die Zugschnüre nicht an den Traghaken verfangen. Auch die äussere Erscheinung der Vorrichtung wird durch die Verminderung der Anzahl der für die Vorrichtung erforderlichen Führungskonsolen wesentlich verbessert.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorhang-Zugvorrichtung, bestehend aus einer Tragschiene mit zwei übereinander angeordneten, längsgeschlitzten Schnurführungen und zwei getrennten Führungsbahnen für die zu jedem der aneinander vorbeibeweglichen Vorhänge gehörigen Läufer, von denen für jeden Vorhang wenigstens einer als Mit- nehmer ausgebildet und an einem Schnurstrang festgeklemmt ist, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Schlitze (19) der Schnurführungen (11, 12) an entgegengesetzten Seiten der Schienenmittelebene befinden und die Führungsbahnen der Läufer und Mitnehmer (20 bzw. 23) durch Flanschen (13, 14) gebildet werden, die sich längs zur Schienenmittelebene paralleler Ebenen erstrecken, so dass die Zug- vorrichtung ihrem Verbiegen nach jeder der beiden Seiten hin den gleichen geringen Widerstand ent- gegensetzt.