AT144639B - Verfahren zum Schutze von Gemälden. - Google Patents

Verfahren zum Schutze von Gemälden.

Info

Publication number
AT144639B
AT144639B AT144639DA AT144639B AT 144639 B AT144639 B AT 144639B AT 144639D A AT144639D A AT 144639DA AT 144639 B AT144639 B AT 144639B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
paintings
protection
oil
wax
cellulose esters
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Robert Maurer
Original Assignee
Robert Maurer
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Robert Maurer filed Critical Robert Maurer
Application granted granted Critical
Publication of AT144639B publication Critical patent/AT144639B/de

Links

Landscapes

  • Laminated Bodies (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Schutze von Gemälden. 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Zum Schutze der   Rückseite   gegen Atmosphärilien und mechanische Einwirkungen kann bei Holzbildern ein Metallspritzüberzug, ein mehrfacher Ölfarbanstrich u. dgl. verwendet werden. Bei Leinwandbildern kann die Leinwand über eine auf dem Keilrahmen möglichst dicht anliegende feste Platte aus Metall, Kunstholz u. dgl. gespannt werden, welche das Bild vor dem Eindringen von Atmosphärilien von rückwärts und zugleich gegen mechanische Einwirkungen von vorne und rückwärts schützt. 



   Transparentfolien sind als Schutzschichten bereits für viele Zwecke verwendet worden. Dabei wurden hauptsächlich Schutzblätter oder Hüllen aus solchen Folien benutzt, um beispielsweise wertvolle Einbände, alte Handschriften, Urkunden, Gravüren, Drucke, Radierungen usw. vor der unmittelbaren Berührung mit der Hand und damit vor Verunreinigungen und mechanischen Beschädigungen zu schützen. Ein Ausschluss der Einwirkung von Atmosphärilien, zu dem in diesen Fällen auch kein Anlass besteht. wird hiebei nicht erzielt. Es ist ferner bekannt, Landkarten, Geländekarten u. dgl., Fahrpläne, Werkstattzeichnungen usw. mit solchen Folien zu kaschieren, anstatt sie mit einem Lacküberzug zu versehen. Auch bei diesen Objekten sollen Verunreinigungen und Beschädigungen durch ständige Benutzung, insbesondere das Einreissen der Ränder, verhütet werden.

   Diese Vorteile, die durch Kaschieren derartiger Objekte mit Transparentfolien erzielt werden sollen, kommen jedoch für Ölgemälde nicht in Betracht Schliesslich ist auch schon vorgeschlagen worden, Zelluloidblätter auf Drucke, Photographien, Gravüren, Photogramme, Aquarelle, Malereien u. dgl. aufzukleben, indem man die Zelluloidblätter mit Alkohol oder einem andern Lösungsmittel anquillt und die gequollene Zelluloidfolie auf den zu behandelnden Gegenstand unter Druck aufpresst. Auch dieses Verfahren dient nicht dem Zwecke gemäss der Erfindung, Ölgemälde vor der Einwirkung der Atmosphärilien zu schützen und wäre für Ölgemälde nicht anwendbar, weil durch Mitverwendung eines Quellungsmittels für Zelluloidfolien und die Vereinigung in einer Presse unter Druck die Bildschicht zerstört würde.

   Die gleichen Erwägungen gelten auch hinsichtlich des in der englischen Patentschrift Nr. 367515 beschriebenen Verfahrens, nach welchem plastische Zelluloseblätter mit Unterlagen, wie Zeichnungen, Skizze, Malereien, Drucken u. dgl., mit Hilfe eines festen Bindemittels, das hauptsächlich aus nichtflüchtigen Lösungsmitteln und Plastifizierungsmitteln für jene Zellulosederivate besteht, die den Grundstoff der plastischen Schutzschicht bilden, vereinigt werden. 



  Die Vereinigung der Schichten wird bei Zuhilfenahme dieser Bindemittel. unter Anwendung von Hitze und Druck vorgenommen. Für die Aufbringung von Schutzschichten auf Ölgemälde ist dieses Verfahren daher gleichfalls nicht brauchbar. Schliesslich ist noch zu bemerken, dass man Wachs zur Herstellung von Überzugsschichten auf Bildern, ohne eine weitere Schutzschicht aufzubringen, unter Bedingungen, die für die Behandlung von Ölgemälden untauglich sind, verwendet hat. Obgleich Wachs als leicht wieder zu lösendes Bindemittel bekannt war, ist hiedurch der erfinderische Gedanke, Wachs oder ein sonstiges leicht lösbares indifferentes Bindemittel zu dem Zwecke zu verwenden, zwischen der   Ölfarbenschieht   eines Gemäldes und einer Transparentfolie eine im Bedarfsfalle lösbare Verbindung zu schaffen, nicht nahegelegt gewesen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zum Schutze von Gemälden durch Aufbringen durchsichtiger, beispielsweise aus Celluloseestern bestehender oder Celluloseester enthaltender Folien als Schutzschicht, dadurch gekennzeichnet, dass beim Schutz von Ölgemälden zwischen der Bildschicht und der Folie ein indifferentes lösbares Binde- mittel, z. B. eine dünne Wachsschicht, aufgebracht wird.
AT144639D 1933-11-08 1933-11-08 Verfahren zum Schutze von Gemälden. AT144639B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT144639T 1933-11-08

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT144639B true AT144639B (de) 1936-02-10

Family

ID=3643235

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT144639D AT144639B (de) 1933-11-08 1933-11-08 Verfahren zum Schutze von Gemälden.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT144639B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2641661A1 (de) Haftblatt
DE855297C (de) Schutzauflage fuer klebende Kautschukbahnen
DE711190C (de) Photographischer Film und Verfahren zur Herstellung
AT144639B (de) Verfahren zum Schutze von Gemälden.
DE2551860A1 (de) Papiertraeger
DE688515C (de) Verlegungsfertiger Belag fuer Fussboeden
CH422638A (de) Verpackungsmaterial
DE54170C (de) Verfahren zur Herstellung unverwischbarer Bilder
AT139341B (de) Bildtafel, insbesondere für Grabdenkmäler.
DE657861C (de) Verfahren zur Herstellung festhaftender UEberzuege aus Celluloseestern auf Folien aus Leim bzw. Gelatine
DE880281C (de) Ohne Fadenheftung hergestelltes Buch und Verfahren zur Herstellung derartiger Buecher
DE696716C (de) Verfahren zur Herstellung von Abziehbildern
DE650427C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Binden von Buechern mit gerundetem Ruecken
DE576385C (de) Vorrichtung zum Befestigen von Bildern, Photographien u. dgl. zwischen zwei z. B. zusammengebogenen, auf den einander zugewendeten Flaechen mit Klebstoff versehenen Blaettern
DE2312919B2 (de) Verfahren zur Herstellung von folienkaschiertem Material, wie Papier, Karton o. Kunststoff u.dgl. mit einem oder mehreren Fenstern
DE894782C (de) Verfahren zur Sicherung von Urkunden, Dokumenten, Personalausweisen, Kunstwerken u. a. gegen Veraenderung, Faelschung oder Beschaedigung
DE621329C (de) Vorrichtung zum Festhalten eines Bildes, Films o. dgl. zwischen zwei Blaettern, von denen eines einen Bildausschnitt hat (Bildmaske)
DE565998C (de) Verfahren zur Anbringung von photographische Schichten tragenden Stoffen aus Papier,Karton, Metall u. dgl., die auf der Rueckseite mit einem trockenen Klebstoff versehensind
DE743549C (de) Verfahren zum UEberziehen von Schriftzeichen oder sonstige Darstellungen tragenden Folien
DE552257C (de) Verfahren zum UEberziehen von Leisten mit Metall durch Aufkleben
CH356051A (de) Witterungsbeständige, aufklebbare Schutzfolie mit metallischem Aussehen
AT120220B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Befestigung von Folien auf Unterlagen.
DE1522443A1 (de) Verfahren zum Abloesen,UEbertragen und Haltbarmachen duenner Filme
DE746419C (de) Verfahren zum Verkleben bahnfoermiger Stoffe, insbesondere von Papier mit Metallfolie
DE1882212U (de) Als aussenwerbeplakat, schriftschild od. dgl. zu verwendende verbundplatte.