AT144907B - Verfahren zur Steigerung der Viskosität von Teeren. - Google Patents

Verfahren zur Steigerung der Viskosität von Teeren.

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AT144907B
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Carl Alexander Dr Agthe
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Steigerung der Viskosität von Teeren. 



   Die Teere verarbeitenden Wirtschaftszweige wie Strassenbau, Dachpappenindustrie usw., legen vor allem Wert darauf, ein möglichst zähflüssiges gut klebendes und nicht zum Verspröden neigendes Material zur Anwendung zu bringen. 



   Es ist möglich, aus jeglicher Art von Rohteer durch Destillation ein zähflüssiges Produkt herzustellen ; es handelt sich dabei nur darum, bis zu welchem Grade man die im Rohteer enthaltenen Öle abtreiben will, und gerade hier gibt es eine Grenze, wo die grössere Zähflüssigkeit nur noch auf Kosten der Qualität zu erreichen ist. Je mehr Öle bei der Destillation abgetrieben werden, desto höher steigert sich der Gehalt an Pech, so dass, je nach der Menge des erhaltenen Destillates, wohl ein sehr zähes, jedoch keineswegs plastisch bleibendes, sondern zum Verspröden neigendes Produkt erhalten wird. 



   Einen ähnlichen Effekt durch Zusatz von Asphalt-Bitumen zum destillierten Teer zu erreichen, ist nur innerhalb bestimmter enger Grenzen möglich, da Teer und Bitumen sich nicht in allen Verhältnissen homogen mischen lassen. 



   Eine andere Methode, die Viskosität der Teere zu erhöhen, besteht darin, sie entweder mit Schw (fel zu erhitzen oder bei erhöhter Temperatur mit Luft zu blasen oder beide Verfahren zu kombinieren. 



   Ferner wurde versucht,   ähnliche   Wirkungen durch Zusatz von Mineralsäuren zu erzielen (D. R. P. 



  Nr. 543452). 



   Ebenfalls ist es bekannt, die im Rohteer vorhandenen Phenole mit Hilfe von Formaldehyd oder andern Aldehyden in Kunstharze überzuführen und diese Produkte mit Hilfe von Schwefel oder Luft oder beiden Komponenten zusammen in zähere Massen umzuwandeln (D. R. P. Nr. 526783 und Nr. 549520). 



   Es hat sich nun gezeigt, dass durch Zusatz von organischen Nitro-und/oder Nitrosoverbindungen, die dem Rohteer vor oder bei der Destillation in Mengen unter 5% zugesetzt werden, unter denselben Bedingungen destillierte Teere von höherer Viskosität erhalten werden als ohne diesen Zusatz. Ebenso lässt sich bei destillierten Teeren mit einem Zusatz dieser Verbindungen innerhalb der angegebenen Grenzen, unter Erwärmen und Umrühren in derselben Zeit ein höher viskoses Produkt erhalten, wie wenn man denselben Teer unter den gleichen Bedingungen ohne Zusatz behandelt. 



   Es ist mit Hilfe dieser Verfahren möglich, einen Teer, dessen Verhältnis vom Pech zu den Ölen, nach den bestehenden Normen den Anforderungen für einen relativ dünnflüssigen Teer entspricht, bei gleicher Zusammensetzung mit einer höheren Viskosität herzustellen ; die Viskosität lässt sich je nach der Temperatur und Dauer der Einwirkung in sehr weiten Grenzen regulieren ; dabei sind die zugesetzten organischen Nitro-und/oder Nitrosoverbindungen keine dem Teer artfremde Substanzen, die auf diesen oder die Apparatur nachteilige Einwirkungen haben. 



   Die vorliegende Erfindung wird durch die folgenden Beispiele erläutert. 



   Beispiel l : In Steinkohlenteer wird vor Beginn der Destillation 1% Nitrophenol gelöst und dann destilliert. Bei gleicher Destillatmenge und Temperatur ergibt der Rohteer ohne Zusatz in derselben Zeit einen destillierten Teer von 15 sec. Viskosität ; der mit Zusatz destillierte Teer ergibt einen solchen mit einer Viskosität von etwa 80 sec. 



   Die Viskositäten wurden im Teerkonsistometer bei   3D"',     10 mm Ausilussöffnung bestimmt.   



   Beispiel 2 : Rohteer in derselben Weise wie im Beispiel 1 mit 1% Nitrosophenol destilliert, ergibt einen destillierten Teer von etwa   60 sec, Viskosität.   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Beispiel 3 : Mit einem Zusatz von 2% Nitronaphthalin zum Rohteer wie im Beispiel 1 erhält man unter denselben Bedingungen einen destillierten Teer von etwa 80 sec. Viskosität. 



   Beispiel 4 : In einem destillierten Teer von 40 see. Viskosität wird   1% Dinitronaphthalin gelöst   
 EMI2.1 
 80 sec. gegenüber etwa 300 see. bei Teer mit Zusatz von 1% Dinitronaphthalin. 



   Beispiel 5 : Derselbe Teer wie in Beispiel 4 ergibt unter den gleichen Bedingungen mit 1% Dinitrotoluol ein Produkt mit einer Viskosität von etwa 180 sec. 



   Beispiel 6 : Mit einem Zusatz von 2% Dinitrobenzol unter gleichen Bedingungen wurde ein Teer von etwa 400 sec. Viskosität erhalten. 



   Beispiel 7 : Ein destillierter Teer von etwa 30 sec. Viskosität, 24 Stunden bei einer Temperatur von 110-120  am Rückflusskühler gerührt, hat nach dieser Zeit eine Viskosität von 52 sec., mit   1% Pikrin-   säure dagegen unter denselben Bedingungen eine solche von etwa 290 sec. 



   Beispiel 8 : Derselbe Teer wie in Beispiel 7 mit 1% Nitrosodimethylanilin erhält unter gleichen Bedingungen eine Viskosität von etwa 90 sec. 



   Beispiel 9 : Ein dünnflüssiger Holzteer von 2 sec. Viskosität hat nach 24 stündigem Erhitzen am 
 EMI2.2 
 eine solche von 8 see. 



   Beispiel 10 : Bei einem mittelflüssigen Holzteer von 5 sec. steigt die Viskosität unter den gleichen Bedingungen auf 10   sec.,   mit 1% Dinitronaphthalin auf etwa 25 sec. 



   Beispiel 11 : Bei einem   dickflüssigen   Holzteer von 8 sec. steigt die Viskosität unter gleichen Bedingungen auf 14 sec., mit Zusatz von 1% Nitrophenol auf etwa 30 sec.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Steigerung der Viskosität von Teeren, dadurch gekennzeichnet, dass man dieselben mit organischen Nitro-und/oder Nitrosoverbindungen in Mengen unter 5% erhitzt.
AT144907D 1934-05-16 1935-05-14 Verfahren zur Steigerung der Viskosität von Teeren. AT144907B (de)

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