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Fahrrad.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Fahrrad und verfolgt den allgemeinen Zweekgedanken, ein möglichst elastisches, Fahren und zugleich eine möglichst günstige Lenkeigenschaft zu erzielen.
Seit einer Reihe von Jahren werden an Stelle der sogenannten Hochdruckreifen, welche eine Pressung von 2-3 Atm. aufweisen, Ballonreifen verwendet, welche einen Überdruck von nur etwa % Atm. besitzen und ein sehr weiches Fahren dadurch ermöglichen, dass Unebenheiten des Bodens nur eine zusätzliche Walkarbeit des Reifens ergeben, sich aber nicht auf das ganze Fahrrad übertragen.
Diese Ballonreifen haben nun zwar wegen ihrer breiten Auflagefläche für das als Antriebsrad arbeitende Hinterrad durchaus befriedigt, besitzen jedoch den Nachteil, dass die Lenkeigenschaften des Vorderrades sehr ungünstig beeinflusst werden, da die breite Auflagefläche und die grosse Walkarbeit ein mangelhaftes Ansprechen des Vorderrades auf eine Änderung der Fahrtrichtung verursachen und einen grossen Kraftaufwand zum Lenken erfordern.
Die Erfindung stellt sich daher die Aufgabe, einerseits die günstige Lenkfähigkeit des Vorderrades, wie sie bei Hochdruckreifen bekannt ist, wieder zu erzielen, ohne eine erhöhte Empfindlichkeit für Erschütterungen in Kauf zu nehmen, und anderseits die bewährten Fahrteigenschaften des Ballonreifens für das Hinterrad beizubehalten.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Vorderradgabel in besonderer Weise federnd ausgebildet und für das Vorderrad ein Hochdruckreifen verwendet wird, wogegen für das Hinterrad in üblicher Weise ein Ballon- oder Halbballonreifen vorgesehen bleibt.
Es ist schon bekanntgeworden, bei Fahrrädern mit starker Belastung des Hinterrades für das Hinterrad einen schwereren Reifen (von grösserem Querschnitt) zu verwenden als für das Vorderrad ; hiebei handelt es sich jedoch um Reifen von gleichem Innendruck im Vorderrad und im Hinterrad. Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke besteht hingegen darin, verschiedenen Innendruck beim Vorderrad und beim Hinterrad anzuwenden, um ohne Beeinträchtigung der Lenkeigenschaften des Rades die Vorteile des Niederdruckreifens (Ballonreifens) auszunutzen.
Es wird darauf hingewiesen, dass schon die verschiedensten Mittel zur Erzielung einer Federung des Vorderrades an Fahrrädern und Motorrädern Anwendung gefunden haben, wobei es sich jedoch stets um Einrichtungen handelt, welche an die Stelle einer üblichen Vorderradgabel treten, oder aber um Einrichtungen, die zusätzlich zur gewöhnlichen Gabel angeordnet werden müssen. Inbesondere ist es auch bekannt, die Vorderradgabel durch bogenförmig ausgebildete Blattfedern zu ersetzen und eine zur zusätzlichen Stützung und Führung dienende zweite Gabel anzuordnen. Alle diese Einrichtungen konnten sich jedoch im praktischen Gebrauch, der wenig komplizierte, unempfindliche und eine rasche Ermüdung vermeidende Federungseinrichtungen erfordert, nicht durchsetzen.
Die Gesamtdarstellung des neuen Rades zeigt Fig. 1 der Zeichnung. Die besondere federnde Ausbildung der Vorderradgabel wird erfindungsgemäss ohne irgendwelche zusätzliche Mittel dadurch erzielt, dass die beiden vorzugsweise aus massivem Federstahl bestehenden Gabelarme vom Gabelkopf aus nicht unmittelbar in der Richtung des Lenkkopfes fortgeführt werden, sondern eine Durchbiegung nach innen oder nach aussen erhalten, die nach Fig. 1 die Grösse b besitzt. Die Verlegung des Drehpunktes des Vorderrades um die Grösse a ist zur Vergrösserung des Lenkausschlages des Rades bzw. zur Verkleinerung des notwendigen Drehwinkels der Lenkstange auch schon bisher ausgeführt worden.
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In Fig. 2 ist die Gabel in der vorzugsweise gewählten Form für sich dargestellt. Die Gabelarme c werden aus besonders elastischen Stahlrohren oder aus massiven Federstahlteilen hergestellt und im Gabelkopf d verschweisst.
Die Federwirkung der Ausbauchung der Gabelarme ist von deren Linienführung abhängig ; sie wird zweckmässig so gewählt, dass sie mindestens dem Unterschied der Elastizität zwischen dem Hochdruckreifen des Vorderrades und dem Niederdruckreifen des Hinterrades entspricht.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Fahrrad, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorderrad mit einem Hochdruckréifen, das Hinterrad dagegen mit einem Niederdruekreifen (Ballonreifen) versehen ist.