AT145021B - Verfahren zur Herstellung einer vulkanisierbaren Kunstmasse. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer vulkanisierbaren Kunstmasse.

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  Verfahren zur Herstellung einer vulkanisierbaren   Runstmasse.   



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Kunstmasse aus Faserstoffen, die mit Gummi und Schwefel gemischt und vulkanisiert werden, und besteht in einem Zusatz von Baumrindenmehl, wodurch eine stampfbare, mit Werkzeugen bearbeitbare, polierfähige, harte und elastische Masse entsteht. Durch eine Reihe von Eigenschaften erweist sich Baumrindenmehl als ein besonders geeigneter Zusatz für Kunstmassen, bei welchem Faserstoffe mit Kautschuk und Schwefel gemengt und vulkanisiert werden. Die Baumrinde besteht aus abgestorbenen Zellen, die nahezu ihr ganzes Wasser abgegeben haben, so dass sie vollkommen trocken und ausserordentlich leicht sind.

   Bei der erfindungsgemässen Vereinigung zu einer plastischen Masse bilden die   luftgefüllten,   trockenen und harten Zellen ein Gefüge, welches den aus der Masse hergestellten Gegenständen bei geringem Gewicht eine hohe Festigkeit und Elastizität verleiht und sie mit den bei der Holzverarbeitung üblichen Werkzeugen bearbeitbar und polierfähig macht. 



   Zur Herstellung von Gegenständen aus der Kunstmasse werden die Faserstoffe, z. B. Holzzellulose und Jutefasern, mit Schwefel und Gummi gemischt. Weiters wird als Füllmasse Baumrindenmehl beigemengt. Vorteilhaft wird auch gekochtes Leinöl zugesetzt, welches ein Stauben beim Mischvorgang verhindert und für die Elastizität der aus der Masse hergestellten Gegenstände mitbestimmend ist. Trotz des Leinölzusatzes bleibt die Masse jedoch trocken und unzusammenhängend. 



   Von dem herzustellenden Gegenstand wird eine Form angefertigt, in welche die Masse eingestampft wird. In dieser Form wird die Masse durch etwa 2-3 Stunden auf   125-130  C   erhitzt, so dass eine Vulkanisation stattfindet. Bei diesem Vorgang erhält die Masse mechanische Festigkeit. Durch die Wahl der Vulkanisationstemperatur lässt sich die Härte der Masse beeinflussen. Nach der Vulkanisation können die weiteren Formveränderungsarbeiten durch Sägen, Hobeln od. dgl. vorgenommen werden. Der fertige Gegenstand wird   zweckmässig   mit einem Lackanstrich versehen. 



   Man kann selbstverständlich auch, anstatt eine Form des fertigzustellenden Gegenstandes anzufertigen, aus der Kunstmasse mittels der entsprechenden Form Rohplatten herstellen, die dann beliebig weiterverarbeitet werden können. 



   Eine gute Masse erhält man, wenn man die einzelnen Bestandteile in nachstehendem Verhältnis mengt : 
 EMI1.1 
 rindenmehl. 



   Geringere Abweichungen von diesen Daten bringen   noeh   keine wesentlichen Änderungen der Eigenschaften mit sich. 



   Als Faserstoff eignen sich Holzzellulose, Jute, Baumwolle, Holzschliffe u. dgl., aber auch z. B. 



  Holzmehle. 



   Aus der erfindungsgemässen Kunstmasse lassen sich leicht fugenlose Möbelstücke, wie Kasten u. dgl., Fenster, Türen, Tröge, Badewannen, Fässer, Särge, Platten für Fussbodenbelag und Wandverkleidungen herstellen. Insbesondere bei Wasserdichtheit erfordernden Gegenständen ist die Benutzung der Kunstmasse am Platz. 



   Särge aus der   erfindungsgemässen   Masse sind wasserdicht und halten länger als die rasch faulenden Holzsärge, was besonders bei der Beerdigung von Toten, die mit Infektionskrankheiten behaftet waren, wünschenswert ist. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung einer vulkanisierbaren Kunstmasse aus organischen oder anorganischen Faserstoffen, Gummi und Schwefel, gekennzeichnet durch einen Zusatz von Baumrindenmehl. 

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Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Baumrindenzusatz vorzugsweise 25% beträgt. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT145021D 1934-05-07 1934-05-07 Verfahren zur Herstellung einer vulkanisierbaren Kunstmasse. AT145021B (de)

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