AT14522U1 - Vorrichtung zum Trocknen von Mähgut - Google Patents
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Abstract
Es wird eine Vorrichtung zum Trocknen von Mähgut, insbesondere Gras, nach Art eines Schwedenreiters mit zwischen Stehern (1) angeordneten Mähgutträgern (2) beschrieben. Um vorteilhafte Handhabungsverhältnisse zu schaffen, wird vorgeschlagen, dass je wenigstens zwei Steher (1) mit wenigstens einer Querstrebe (3) zu einer Trocknungseinheit (4) zusammengesetzt sind, wobei wenigstens ein Steher (1) mit einer Aufnahme (5) ausgestattet ist, in welche ein Steherfuß (6) lösbar einsetzbar ist und wobei den Stehern (1) Verbindungselemente (7) zugeordnet sind, mit denen wenigstens zwei Trocknungseinheiten (4) zu einem Trocknungsfeld (8) zusammenschließbar sind.
Description
Beschreibung [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Trocknen von Mähgut, insbesondere Gras, nach Art eines Schwedenreiters mit zwischen Stehern angeordneten Mähgutträgern.
[0002] Derartige Vorrichtungen, im Allgemeinen auch Heureiter bzw. Reuter genannt, sind verschiedene Arten von Gestellen, auf denen frisch geschnittenes, abgetrocknetes Gras zum vollständigen Auftrocknen aufgehängt wird. Sie kommen insbesondere dann zum Einsatz, wenn keine Bewirtschaftung mittels Maschinen möglich ist bzw. wenn bei langanhaltender Feuchtigkeit eine Heutrocknung am Boden nicht oder nur schwer möglich ist. Die bekannten Schwedenreiter sind dabei derart aufgebaut, dass zwischen in die Erde eingeschlagenen Holzpfählen Drähte gespannt werden, auf die das Gras aufgehängt wird. Es ist auch möglich, zwischen den Holzpfählen Querstreben, nämlich Holzpfähle, -latten oder dgl., zu befestigen, auf denen dann in weiterer Folge das Mähgut aufgehängt werden kann.
[0003] Des Weiteren finden auch unter dem Begriff „Heumanderl“ bekannte Vorrichtungen Verwendung zum Trocknen von Mähgut. Dabei handelt es sich um in die Erde eingeschlagene Pflöcke, in die Querstreben aus Holz eingesetzt sind, auf die dann in weiterer Folge das Gras aufgeschichtet wird. Darüber hinaus gibt es noch dreistämmige, pyramidenförmige Heumanderl und dgl.
[0004] Den Schwedenreitern ähnliche, allerdings feste Installationen sind unter dem Begriff „Harpfen“ bekannt. Harpfen weisen ebenfalls in der Erde verankerte vertikale Steher auf, zwischen denen Rundlinge bzw. Holzstangen angeordnet sind. Auf diese Holzstangen wird das Mähgut aufgetrocknet. Harpfen sind üblicherweise überdacht, um dem Futter einen Schutz vor direktem Regen bzw. Schnee zu bieten.
[0005] Die bekannten Vorrichtungen sind also entweder fest aufgebaut und benötigen somit Raum, der nicht mehr zur Bewirtschaftung zur Verfügung steht bzw. sind mobil und müssen vor jedem Einsatz manuell aufgestellt werden, was ein Einschlagen der Steher in das Erdreich erforderlich macht. Eben dieses Einschlagen ist zeit- und kraftaufwendig und kann zudem einen Verschleiß der Steher bewirken, da diese Steher ja in das Erdreich eingeschlagen werden müssen. Auch wenn ein massiver Eisendorn zum Vorschlägen der Löcher benutzt wird, ist die Handhabung der bekannten Vorrichtung nicht befriedigend.
[0006] Ausgehend von einem Stand der Technik der vorgeschilderten Art liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Trocknen von Mähgut zu schaffen, die einfach und rasch aufgestellt werden kann, die einfach transportabel und lagerbar ist und die hinsichtlich der aufzunehmenden Menge an zu trocknendem Mähgut möglichst flexibel ist.
[0007] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass je wenigstens zwei Steher mit wenigstens einer Querstrebe zu einer Trocknungseinheit zusammengesetzt sind, wobei wenigstens ein Steher mit einer Aufnahme ausgestattet ist, in welche ein Steherfuß lösbar einsetzbar ist und wobei den Stehern Verbindungselemente zugeordnet sind, mit denen wenigstens zwei Trocknungseinheiten zu einem Trocknungsfeld zusammenschließbar sind.
[0008] Erfindungsgemäß ist also das wesentliche Element der Vorrichtung, nämlich die Trocknungseinheit als Baueinheit vorzusammengesetzt, die als solche einfach handhabbar ist, da sie nur vor Ort zusammengesetzt werden muss. Nach einem Einsetzen der Steherfüße ist die Trocknungseinheit unmittelbar nach einem Aufstellen verwendbar, wobei wenigstens zwei Trocknungseinheiten zu einem Trocknungsfeld zusammenschließbar sind, wozu den Stehern Verbindungselemente zugeordnet sind. Wird dabei beispielsweise ein Feld aus zwei Trocknungseinheiten zusammengesetzt, sind lediglich drei Steherfüße erforderlich. Je ein Steherfuß je Trocknungseinheit kann insbesondere bereits fest am Steher angeordnet, beispielsweise angeschweißt oder einstückig mit diesem ausgebildet sein. Die Anzahl der erforderlichen Steherfüße berechnet sich dabei aus der Anzahl der aufzustellenden Trocknungseinheiten plus einen zusätzlichen Steherfuß (nSteherfüße=nTracknungseinheiten +1)· Werden die einzelnen Trocknungseinheiten dabei nicht in einer Reihe, sondern von oben gesehen zick-zack-förmig verlaufend angeordnet, ergibt sich bereits ohne zusätzliche Hilfsmittel ein guter Stand der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Natürlich können die Trocknungseinheiten bzw. Trocknungsfeld zusätzlich mit entsprechenden Abspannungen am Boden verankert werden, falls dies die Witterung erfordert.
[0009] Besonders einfache und robuste Konstruktionsverhältnisse ergeben sich, wenn die zwei Steher und je zwei Querstreben einen, insbesondere rechteckförmigen Rahmen der Trocknungseinheit bilden. Die Trocknungseinheiten werden somit von diesem Rahmen gebildet, wobei zwischen den Stehern zusätzliche Querstreben bzw. Drähte gespannt sein können. Je nach Erfordernis stehen somit mehrere Querstreben bzw. Drähte zur Verfügung, auf denen Mähgut platziert werden kann. Der rechteckförmige Rahmen ist leicht zu transportieren und kann auch problemlos gelagert werden.
[0010] Um kompakte Lagerverhältnisse zu schaffen und um die Vorrichtung vorteilhaft transportieren zu können, empfiehlt es sich, wenn die Aufnahmen für die Steherfüße Hohlprofile sind, wobei die Steher Hohlprofile sind und/oder an die Steher bodenseitig Hohlprofile angesetzt sind. In diese Hohlprofile sind dann die Steherfüße entsprechend einsetzbar.
[0011] Eine besonders einfache und sichere Art der Verankerung der Vorrichtung am Boden ergibt sich, wenn den Steherfüßen bodenseitig in einer Führung in Steherfußlängsrichtung geführte Erdanker, vorzugsweise Flachstahlnägel, zugehören. Diese Erdanker sind beispielsweise Metallnägel, die mit dem Fuß bzw. mit einem Hammer in das Erdreich eingedrückt bzw. eingeschlagen werden können. Damit ist ein sicherer Stand der Vorrichtung gewährleistet. Soll eine beliebige Anzahl an Trocknungseinheiten zum Trocknungsfeld zusammensetzbar sein, empfiehlt es sich, wenn die Verbindungselemente je Trocknungseinheit wenigstens einen einem Steher zugeordneten Haken und am anderen Steher wenigstens eine Hakenaufnahme aufweist.
[0012] Der Haken ist dabei vorzugsweise derart ausgebildet, dass er vom Steher senkrecht nach außen, also vom Rahmen abragend und in weiterer Folge zum Steherfuß hin abgebogen ausgebildet ist. Für die Hakenaufnahme empfiehlt es sich, diese U- förmig auszubilden, wobei die Hakenaufnahme vom Steher wiederum senkrecht nach außen abragt, in weiterer Folge zur Stehervorder- bzw. zur Steherrückseite hin gebogen ist und in weiterer Folge wiederum nach innen zurückspringt.
[0013] Um ein ungewolltes Lösen der Verbindung zwischen einzelnen Trocknungseinheiten zu vermeiden, empfiehlt es sich, wenn jedem Verbindungselement ein Sicherungselement zugeordnet ist. Dies kann insbesondere ein mit Abstand unterhalb des Hakens vom Steher senkrecht nach außen abragender Ansatz sein, wobei der Abstand vorzugsweise der Hakenaufnahmedicke entspricht. Ansatz und Haken bilden somit einen Einführschlitz für die Hakenaufnahme.
[0014] In der Zeichnung ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels schematisch dargestellt. Es zeigen [0015] Fig. 1 eine Trocknungseinheit in Ansicht, [0016] Fig. 2 zwei zu einem Trocknungsfeld zusammengesetzte Trocknungseinheiten in An sicht, [0017] Fig. 3 die Trocknungseinheit aus Fig. 1 in rechtseitiger Seitenansicht und [0018] Fig. 4 eine vergrößerte Darstellung auf die Verbindungselemente im Schnitt nach der
Linie IV-IV aus der Fig. 2.
[0019] Eine Vorrichtung zum Trocknen von Mähgut, insbesondere Gras, nach Art eines Schwe-denreiters umfasst zwischen Stehern 1 angeordnete Mähgutträger 2. Je zwei Steher 1 sind mit zwei Querstreben 3 zu einer Trocknungseinheit 4 zusammengesetzt. Dabei sind die Steher 1 mit Aufnahmen 5 ausgestattet, in welche Steherfüße 6 lösbar einsetzbar sind. Zudem sind den Stehern 1 Verbindungselemente 7 zugeordnet, mit denen wenigstens zwei Trocknungseinheiten 4 zu einem Trocknungsfeld 8 zusammenschließbar sind.
[0020] Gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel umfasst jede Trocknungseinheit 4 zwei Steher 1 und zwei Querstreben 3, die einen rechteckförmigen Rahmen bilden. Zudem sind zwischen den Stehern 1 zwei Drähte 9 gespannt.
[0021] Die Aufnahmen 5 für die Steherfüße 6 sind von Hohlprofilen gebildet, die bodenseitig an die Hohlprofile angesetzt, insbesondere mit ihnen verschweißt sind. Zudem gehören den Steherfüßen 6 bodenseitig in eine Führung 10 in Steherlängsrichtung geführte Erdanker 11 zu.
[0022] Der Erdanker 11 ist zwischen einer in den Boden eingetriebenen Lage und einer aus dem Boden zurückgezogenen Lage verlagerbar.
[0023] Die Verbindungselemente 7 umfassen je Trocknungseinheit 4 wenigstens einen einem Steher 1 zugeordneten Haken 12 und eine dem anderen Steher 1 einer Trocknungseinheit 4 zugeordnete Hakenaufnahme 13. Der Haken 12 ragt vom Steher 1 senkrecht nach außen ab und ist zum Steherfuß 6 hin abgebogen (siehe ins. Fig. 1 und 2). Die Hakenaufnahme 13 ist hingegen U-förmig ausgebildet, ragt dabei vom Steher 1 senkrecht nach außen ab, ist in weiterer Folge zur Stehervorder- bzw. -rückseite bogen- und wiederum in weiterer Folge nach innen zugspringend ausgebildet (siehe insbesondere Fig. 4). Wird ein entsprechendes Spiel zwischen Stehern 1, Hakenaufnahme 13 und Haken 12 vorgesehen, kann die Trocknungseinheit problemlos zum Trocknungsfeld zusammengesetzt und auch zick-zack-förmig bzw. entlang eines Bogens verlaufend am Boden aufgestellt werden.
[0024] Zudem gehört jedem Verbindungselement 7 ein Sicherungselement zu, das von einem mit Abstand unterhalb des Hakens 12 vom Steher 1 senkrecht nach außen abragenden Ansatz 14 gebildet ist, wobei der Abstand vorzugsweise der Hakenaufnahme 13 entspricht.
Claims (10)
- Ansprüche 1. Vorrichtung zum Trocknen von Mähgut, insbesondere Gras, nach Art eines Schwedenreiters mit zwischen Stehern (1) angeordneten Mähgutträgern (2), dadurch gekennzeichnet, dass je wenigstens zwei Steher (1) mit wenigstens einer Querstrebe (3) zu einer Trocknungseinheit (4) zusammengesetzt sind, wobei wenigstens ein Steher (1) mit einer Aufnahme (5) ausgestattet ist, in welche ein Steherfuß (6) lösbar einsetzbar ist und wobei den Stehern (1) Verbindungselemente (7) zugeordnet sind, mit denen wenigstens zwei Trocknungseinheiten (4) zu einem Trocknungsfeld (8) zusammenschließbar sind.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass je zwei Steher (1) und zwei Querstreben (3) einen, insbesondere rechteckförmigen, Rahmen der Trocknungseinheit (4) bilden.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Stehern (1) Drähte (9) gespannt sind.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass Aufnahmen (5) für die Steherfüße (6) Hohlprofile sind, wobei die Steher (1) Hohlprofile sind und/oder an die Steher (1) bodenseitig Hohlprofile angesetzt sind.
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass den Steherfüßen (6) bodenseitig in einer Führung (10) in Steherfußlängsrichtung geführte Erdanker (11), vorzugsweise Flachstahlnägel, zugehören.
- 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente (7) je Trocknungseinheit (4) wenigstens einen einem Steher (1) zugeordneten Haken (12) und am anderen Steher (1) wenigstens eine Hakenaufnahme (13) aufweist.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Haken (12) vom Steher (1) senkrecht nach außen abragt und zum Steherfuß (6) hin abgebogen ist.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Hakenaufnahme (13) U-förmig ausgebildet ist und dabei vom Steher (1) senkrecht nach außen abragt, zur Stehervorder- bzw. -rückseite gebogen ist und in weiterer Folge nach innen zurückspringt.
- 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Verbindungselement (7) ein Sicherungselement zugeordnet ist.
- 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (7) von einem mit Abstand unterhalb des Hakens (12) vom Steher (1) senkrecht nach außen abragender Ansatz (14) ist, wobei der Abstand vorzugsweise der Hakenaufnahmedicke entspricht. Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
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2014
- 2014-12-22 AT ATGM50201/2014U patent/AT14522U1/de not_active IP Right Cessation
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