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Gerät zur Stärkung der Fingermuskeln, insbesondere für Kletterer.
Es sind schon gymnastische Geräte bekannt, die im wesentlichen aus einem vorzugsweise durch ineinanderschiebbare Rohre geführten, elastischen Element bestehen, das bei Handhabung wechselweise gespannt und entspannt wird. Diese Geräte dienen aber in der Hauptsache zur Stärkung der Armmuskeln, während durch die Erfindung ein Gerät geschaffen wird, das zur Stärkung der Fingermuskeln, insbesondere für Kletterer, Anwendung finden soll. Zu diesem Zwecke wird gemäss dem Hauptmerkmal der Erfindung das elastische Element zwischen Griffkörpern (z. B. Griffplatten) auswechselbar eingespannt, von denen mindestens einer zu verschieden grossen bzw. verschieden geneigten Angriffsflächen für die Finger gestuft ist.
Ein weiteres Kennzeichen der Erfindung besteht darin, dass die Griffkörper mit den Führungsorganen des elastischen Elementes auswechselbar verbunden sind.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes, u. zw. zeigen die Fig. 1 und 2 einen Längsschnitt durch das Gerät in seiner Ruhe-bzw. Arbeitsstellung und die Fig. 3 eine Draufsicht auf das Gerät.
Das elastische Element ist hier als Druckfeder 1 ausgebildet, die sich im Inneren dreier teleskopartig ineinanderverschiebbarer Röhren 3 a, 3 b, 3 c befindet und deren Lage durch das Rohr 3 c und den Führungsstift 4 bestimmt ist, der in dem hier als Kappe ausgebildeten Griffkörper 2 a sitzt. Das Rohr 3 a besitzt an seiner Aussenfläche ein Gewinde, auf welches die Kappe 2 a aufgeschraubt ist, durch deren Verstellung dem elastischen Element eine entsprechende Vorspannung gegeben bzw. das Übungsgerät vergrössert oder verkleinert werden kann. Letzteres ist erforderlich zur Anpassung des Gerätes an verschiedene Handgrössen. (Die Gerätlänge soll ungefähr gleich der Spannweite Daumen-Mittelfinger sein.) Auch können auf das Gewinde des Rohres unter Umständen weitere Griffkörper, z. B.
Scheiben 2 c, aufgeschraubt werden.
Die Kappe 2 a hat grundsätzlich eine Form, die den Angriff der Fingerspitzen ermöglicht. Vorzugsweise wird dieselbe mehrstufig ausgebildet, u. zw. mit einer Anfangsstufe, bemessen für ganze Fingerglieder (leichteste Übungsstufe) und mit einer Anzahl stetig verlaufender Stufen bis zum Grenzfall der sehr kleinen und ungünstigen Angriffsflächen (z. B. kleine geneigte und abgerundete Flächen und Ausnehmungen). Bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform weist die Kappe 2 a drei verschiedene horizontale Treppenabsätze auf. Die Veränderung der Angriffsflächen für die Finger wird noch gesteigert durch Aufschrauben verschieden gestalteter Griffkörper (Scheiben) auf das Gewinde des Rohres 3 a bzw. durch Auswechslung der Kappen 2 a, 2 b. Die Feder 1 ist ebenfalls auswechselbar angeordnet.
Die Wirkungsweise und Anwendung des Gerätes sei an Hand der Zeichnung erläutert : Eine oder mehrere Fingerspitzen greifen an einem der Treppenabsätze der Kappe 2 a an, während der Daumen bei 2 b aufliegt. (Das Gerät kann auch auf eine Unterlage gestellt werden. ) Es wird nun durch kräftiges Zusammendrücken die Feder 1 gespannt. Dabei ist auch die zusätzliche Kraft zu überwinden, welche durch die Rohrreibung und die Kompression der Luft infolge Ineinanderschiebens der drei Rohre entsteht. Durch eine Öffnung in einem der Rohre kann letzteres verhindert werden.
Die Entspannung der Feder erfolgt dann als entgegengesetzter Vorgang durch langsames Nachlassen der Fingerspitzenkraft. Dieses aufeinanderfolgende Spannen und Entspannen wird nun fortgesetzt, wobei durch die Art der Fingerstellung die Wirkung der Übung beliebig verstärkt werden kann. Mit dem Gerät gemäss den Fig. 1-3 kann das Üben mit den Fingerspitzen einer Hand bzw. mit denen beider Hände gleichzeitig durchgeführt werden, wobei in beiden Fällen jede Fingerspitze einzeln wie auch sämtliche Fingerspitzen auf einmal teilnehmen können.