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Rechenschieber.
Gegenstand der Erfindung ist ein Rechenschieber, der aus mindestens zwei drucksteifen, jedoch einrollbaren Stäben besteht, welche durch leichten Druck in Richtung der Stabaehse in ein Gehäuse eingeschoben werden können. Die Stäbe legen sich in diesem Gehäuse in Windungen. Dadurch wird das Gesamtausmass des Rechenstabes so erheblich verkürzt, dass er insbesondere für Tasehenaufbewahrung geeignet ist.
Der bekannte Mangel der Taschenrechenschieber besteht darin, dass diese eine so kurze Stablänge besitzen, dass die Handhabung Ableseschwierigkeiten bereitet. Man versuchte daher zur Verkleinerung der Ausmasse die Teilung auf Kreisperipherien unterzubringen und gelangte so zu den Rechenscheiben. Auch wurde versucht, mit einem biegsamen Band zu arbeiten, das über die Aussenseite von Rollen geführt wurde. Diese Bänder sind jedoch nur durch Zugbeanspruchung zu verschieben. Diese Art Rechenschieber benötigen deshalb im Inneren eine Spiralfeder. Die Stäbe selbst biegen sich im ausgezogenen Zustand durch, u. zw. um so mehr, aus je dünnerem Material sie sind. Wählt man stärkeres Bandmaterial, dann kann man dasselbe auf keinen kleinen Durchmesser rollen.
Vorgeschlagen wurde auch bereits, Rechenscheiben mit einem Stahlmassband zu kombinieren, wobei jedoch das Stahlband nicht die logarithmische Teilung trug.
Eine andere Ausführungsform ist noch in der deutschen Patentschrift 585216 beschrieben. Hier war nur ein einziges Messband vorgesehen, welches umgelegt wurde und in dem umgelegten Ende durch zwei Scharnierklammern mit dem Hauptskalenband befestigt war. Dabei wurden die Seharnierklammern an dem umgelegten Ende vollständig festgeklemmt, und nur der als zweite Skala wirkende Teil des Bandes war durch den Läufer beweglich angeordnet.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein aus zwei oder mehreren Stäben bestehender Rechenschieber, bei dem alle Stäbe aus rollbaren, jedoch drucksteifen Stäben bestehen. In erster Linie eignen sich dabei die profilversteiften Stahlbänder, wie sie in den bekannten einrollbaren Messbändern verwendet werden. Die Stäbe selbst sind mit logarithmischer Teilung versehen und können in einer drehbaren Trommel aufgerollt sein. In der Zeichnung ist eine solche Ausführungsform wiedergegeben.
Besonders günstig ist die Ausführungsform derartiger Rechenschieber dann, wenn die Stäbe nur durch einen Läufer gehalten werden. Im Gegensatz zu dem Bekannten wird also prinzipiell darauf verzichtet, die Stäbe oder Bänder in einem festen Verband zu bewegen. Nur an der Stelle, wo die eigentliche
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den Läufer wieder. Hierauf bedeuten a und b die beiden Stäbe, c den Läufer. Im Läufer sind für beide Stäbe Führungen vorgesehen, die so ausgebildet sind, dass sie gleichzeitig die Stäbe zusammenhalten.
Eine weitere Verbesserung der z. B. durch D. R. P. 392432 bekanntgewordenen Rechenschieber besteht darin, die zwei Stäbe auf ihrer ganzen Länge mindestens teilweise zur Überdeckung zu bringen bzw. wenigstens auf dem einen Stab feste Teile vorzusehen, die mit dem andein Stab zur Überdeckung gebracht, werden. So ist in Fig. 1 und 2 der Stab a teilweise von dem Stab b iiberdeekt. Dies hat den Vorteil, dass die Stäbe auch in grösserer Länge besser parallel durch den Läufer geführt werden, ohne dass bei der Ausstreckung des die Bewegung ausführenden Armes eine Relativbewegung der Stäbe zueinander
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erfolgt. Beim Rechengebrauch selbst werden ja z.
B. durch den Fingerdruck beide Stäbe bewegt und hiedureh eine bei grösserer Länge etwa l M ? betragende Verschiebung der Stäbe zueinander vorgenommen.
Dies wird verhindert, wenn die führende Hand an einem Punkt angreift, in dem sich beide Stäbe überdecken, wodurch ein Reibungsverband hergestellt ist. Weil die beiden Stäbe relativ zu dem Läufer verse, hiebbar sind, fällt die umständliche Handhabung früherer Schieber mit zwei Läufern weg, die beide jeweils an einem Band festgeklemmt werden müssen.
In Fig. 3 und 4 sind zwei weitere Ausführungsformen von sich überdeckenden Bändern dargestellt.
Die verwendeten Bezugszeichen entsprechen den in Fig. 1 und 2 benutzten. Der Unterschied besteht darin, dass die Bänder nicht von gleicher Breite sind, sondern dass das eine schmäler als das andere gehalten ist. Das Überdecken hat hiebei einen weiteren Vorteil, dass eine gewisse gegenseitige Versteifung erzielt wird.
Fig. 5 und 6 geben eine weitere Ausführungsform des Läufers im Schnitt wieder, bei dem gleichfalls ungleich breite Stäbe verwendet werden. Hier ist jedoch der Läufer so ausgebildet, dass die Bänder etwas auseinanderklaffen und man einen breiteren Teil des breiten Bandes überblicken kann.
Es hat sich weiterhin gezeigt, dass auch solche gleichsinnig ineinanderliegenden Profile sich nicht nur gut gegeneinander verschieben lassen, sondern auch ein gemeinsames Einrollen in der Lage, in der sie beim Rechnen benutzt werden, gestatten. Dies hat den Vorteil, dass man Rechenschieber von bedeutender Länge in Taschenformat aufbewahren kann. Fig. 7 zeigt z. B. die Unterbringung eines zweistäbigen Rechenschiebers in einer Kapsel f, bei der auch der Läufer zum Schluss in die Kapsel gedrückt wird, ohne dass ein Abmontieren notwendig wäre. Der Rechenschieber selbst ist nach der Entnahme aus der Kapsel f sofort gebrauchsfertig. Die Kapsel selbst dient nur als Behälter.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Rechenschieber aus Stahlbändern, dadurch gekennzeichnet, dass er aus mindestens zwei rollbaren, jedoch drucksteifen Bändern besteht.