AT145379B - Verfahren zur Herstellung einer insbesondere als Motorbetriebsstoff benutzbaren Flüssigkeit. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer insbesondere als Motorbetriebsstoff benutzbaren Flüssigkeit.

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AT145379B
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Paul Kaisler
Egbert Dr Stockert
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Paul Kaisler
Egbert Dr Stockert
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung einer insbesondere als Motorbetriebsstoff benutzbaren Flüssigkeit. 



   Die Herstellung von Motorbetriebsstoffen durch Zusammenmischen von Alkohol oder Benzol mit gasförmigen Kohlenwasserstoffen ist bereits vorgeschlagen worden, aber die Leistungsfähigkeit eines solchen Motorbetriebsstoffes bleibt im allgemeinen mindestens 20-30% geringer als die des Benzins und kann daher praktisch gar keine oder nur ausserordentlich geringe Bedeutung haben. 



   Gemäss vorliegender Erfindung wird ein Gemisch von aromatischen Kohlenwasserstoffen, Alkohol und Wasser, allenfalls unter Zusatz von niedrig siedenden Ketonen, in unter Druck stehende, gasförmige Kohlenwasserstoffe, wie z. B. Acetylen, Äthylen, Ölgas od. dgl., in Gegenwart von Katalysatoren aus Metallen oder Metallverbindungen zerstäubt. 



   Durch dieses Verfahren entsteht eine sehr vielseitig verwendbare Flüssigkeit. Beispielsweise lässt sich die Flüssigkeit als   Losungs-und Extraktionsmittel   für Lacke, als Reinigungs-und Fleekenputzmittel benutzen. Insbesondere bietet aber die Flüssigkeit grosse Vorteile als Motorbetriebsstoff, weil die Leistungsfähigkeit des Benzins fast vollständig erreicht wird, dagegen die schlechten Eigenschaften des Benzins als Betriebsstoff, wie z. B. das Klopfen, völlig vermieden werden. Auch als Reinigungsmittel für Motoren lässt sich die Flüssigkeit verwenden. 



   Es wird angenommen, dass durch das Verfahren ein Zyklohexenon gebildet wird, dessen Vorhandensein auch durch das spezifische Gewicht als auch durch das Bromadditionsvermögen festgestellt wurde, und dass hiemit die besonderen Vorteile erklärbar werden. Jedenfalls sind aber die vorzüglichen Eigenschaften der Flüssigkeit durch viele Versuche erwiesen. 



   Zur praktischen Durchführung des Verfahrens wird ein Gemisch von Alkohol, Benzol und Wasser unter Druck auf eine Acetylenatmosphäre von 4 Atm. Druck unter Vernebelung durch eine Düse zur Einwirkung gebracht, u. zw. derart, dass die vernebelte Flüssigkeit eine Schicht eines fein verteilten Katalysators, zweckmässig aus Metall und Metalloxyde, durchläuft.

   Das Flüssigkeitsgemisch, welches auf die   Aeetylenatmosphäre   zur Einwirkung kommt, besteht beispielsweise aus : 
 EMI1.1 
 
<tb> 
<tb> Rohbenzol <SEP> 40 <SEP> Teile
<tb> Alkohol <SEP> 40" <SEP> 
<tb> Aceton <SEP> 3 <SEP> ,
<tb> Toluol <SEP> 7.,
<tb> Xylol............................................,.......... <SEP> 3 <SEP> " <SEP> 
<tb> Naphthalin <SEP> .................... <SEP> 2 <SEP> #
<tb> Wasser <SEP> ....................... <SEP> 5 <SEP> #
<tb> Zusammen... <SEP> 100 <SEP> Teile
<tb> 
 Im Reaktionsraum befindet sich ein Gemisch von Eisenoxyd und Zinnstaub. Die Reaktion wird 
 EMI1.2 
 Siedetemperatur erhöht werden, und steigt die Temperatur während der Operation um einige Grade. 



  Xach Eintreten eines Temperaturabfalles ist die Flüssigkeit sofort   gebrauchsfähig.   



   Für die Verwendung als Betriebsstoff ergab das Produkt einen Verbrauch von 0-268 kg pro PS- 
 EMI1.3 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 unterliegt. Benzin klopft aber, namentlich bei den höheren Drehzahlen, sehr stark, während sieh ein Betriebsstoff, nach vorliegender Erfindung hergestellt, unter allen Beanspruchungen klopffest erwies. 



   Der neue Betriebsstoff greift den Motorcylinder nicht an, da das in ihm vorhandene Wasser offenbar chemisch gebunden ist oder in einem ternären Gemisch zugleich mit den organischen Flüssigkeiten verdampft. Der Betriebsstoff russt nicht und verunreinigt auch nicht die Kerzen. Die Auspuffgase haben keinen unangenehmen Geruch. 



   Ausser den oben bereits genannten Gasen kann auch Leuchtgas, Blaugas usw. Verwendung finden. 



   Um die einzelnen Flüssigkeiten in den richtigen Mengenverhältnissen dem Gasraum   zuzuführen,   verwendet, man stellbare Düsen verschiedener   Auslassweiten   und ordnet diese Diisen so an, dass die Vereinigung der zerstäubten Stoffe erst in der unter Druck stehenden Gasatmosphäre erfolgt. Es hat sich dabei als zweckmässig erwiesen, die einzelnen Flüssigkeiten unter verschiedenen Temperaturen zuzuführen. 



  Die Düsen werden zweckmässig durch ein gemeinsames Antriebsmittel gesteuert. Die zur Verwendung gelangenden Gase können eine Vorerwärmung erhalten und wird das Wasser zweckmässig in Dampfform, u. zw. unter Umständen als überhitzter Dampf, eingeführt. 



   PATENT-ANSPRUCHE :
1. Verfahren zur Herstellung einer insbesondere als Motorbetriebsstoff benutzbaren Flüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gemisch von aromatischen Kohlenwasserstoffen, Alkohol und Wasser, eventuell unter Zusatz von niedrig siedenden Ketonen, in unter Druck stehende gasförmige Kohlenwasserstoffe, wie Acetylen, Ätylen od.   dgl.,   bei Gegenwart von Katalysatoren zerstäubt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Katalysator beispielsweise ein Gemisch von Eisenoxyd und Zinnstaub benutzt wird.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der gasförmige Kohlenwasserstoff unter einem Druck von 4 bis 8 Atm. steht und die Flüssigkeit in vernebeltem Zustande durch Düsen in das Druckgas eingeführt wird.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die in vernebeltem Zustande in das Gas eingeführte Flüssigkeit aus 40 Teilen Rohbenzol, 40 Teilen Alkohol, 3 Teilen Aceton, 7 Teilen Toluol, 3 Teilen Xylol, 2 Teilen Naphthalin und 5 Teilen Wasser besteht.
    5. Verfahren nach den Anspriichen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die verschiedenen Flüssigkeiten einzeln in das Gas zerstäubt werden.
    6. Verfahren nach den Ansprechen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen eingeführten Flüssigkeiten verschiedene Temperatur aufweisen.
AT145379D 1932-12-12 1933-12-11 Verfahren zur Herstellung einer insbesondere als Motorbetriebsstoff benutzbaren Flüssigkeit. AT145379B (de)

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