AT145521B - Verfahren zur Konservierung von Holz. - Google Patents

Verfahren zur Konservierung von Holz.

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  Verfahren zur Konservierung von Holz. 



   Es ist bekannt, das Holz zu tränken und daraufhin zwecks Verteilung der aufgenommenen Imprägniermittel mit Wasserdampf zu dämpfen. Bei splintreichen Hölzern hat ein solches Verfahren keine Anwendung gefunden, weil es zweckmässiger ist, den Splint mit der Imprägnierungsflüssigkeit selbst unter Druck zu imprägnieren. Bei schwerdurchtränkbaren Hölzern, wie beispielsweise bei Fichte und Tanne, versagt ein derartiges Verfahren vollkommen, weil die am Umfang in dünner Schicht vorhandenen Tränkstoffe auch bei andauernder Dämpfung und hohem Druck sich radial fast gar nicht in die Tiefe des Holzes verteilen. 



   Es ist auch bekannt, Holz, besonders schwer   dùrchtränkbares,   mittels geeigneter Apparate mit Löchern zu versehen und es darauf in üblicher Weise im geschlossenen Kessel unter Druckanwendung mit einem Konservierungsmittel zu tränken. Nach diesem Verfahren der Lochbildung und darauffolgenden Tränkung wird bei schwer durchtränkbaren Hölzern das Eindringen des Imprägniermittels nur in radialer und Längsrichtung befördert, in tangentialer Richtung bleibt aber die Schwierigkeit des Eindringens mangels offener Gefässe oder Poren bestehen und wird auch bei Anwendung höchster Betriebsdruck nicht überwunden. 



   Eine Verteilung von   wasserlöslichen   Konservierungsmitteln durch die Zellwände hindurch kann nur vermittels Diffussion und Osmose erfolgen. Auf dieser Erkenntnis basieren die sogenannten Impfstiehverfahren. Vermittels geeigneter Stechvorrichtungen werden im Holz Löcher erzeugt und diese vermittels desselben Apparates in einem Arbeitsgang mit konzentrierten, wasserlöslichen Konservierungsmitteln gefüllt. Von diesen Impflöchern aus verteilt sich das Konservierungsmittel in die umliegenden Holzpartien vermittels Osmose und Diffusion. Dieser Vorgang der Ausbreitung des Konservierungsmittels dauert unter normalen Druck-und Temperaturverhältnissen sehr lange und findet überhaupt nicht statt, falls das zu konservierende Holz trocken ist. 



   Es wurde nun gefunden, dass man sowohl splintreiches als auch splintarmes Holz in beliebige Tiefen konservieren kann, wenn man in bekannter Weise   Bohr-oder Stichlöcher   in gewisser Entfernung voneinander anbringt, diese Löcher mit einem Konservierungsmittel füllt und sodann die derart geimpften Hölzer in einem geschlossenen Kessel in an sich bekannter Weise mit Wasserdampf dämpft. Durch die Dämpfung wird die zur Beschleunigung des osmotischen Vorganges notwendige Durchfeuchtung der Zellwände erreicht, wobei die erhöhte Temperatur und Spannung diesen Vorgang noch weiter begünstigen. Je nach der Tiefe der Löcher ist man somit in der Lage, eine geschlossene Imprägnierzone von mehreren Zentimetern Stärke auch bei schwer durchtränkbaren Hölzern, wie beispielsweise bei Fichte und Tanne, zu erreichen.

   Man ist des weiteren in der Lage, gewisse Partien der Hölzer, wie beispielsweise die Erdzone bei Leitungsmasten, mit einer breiten konservierten Zone zu versehen, während der übrige Teil der Hölzer entweder im rohen Zustand verbleibt oder die ganzen Hölzer eine   nachträg-   liche Imprägnierung erfahren. 



   Durch den zuletzt geschilderten Vorgang ist man beispielsweise bei Leitungsmasten in der Lage, den am meisten gefährdeten Zonen grosse Mengen von Konservierungsstoffen in beträchtliche Tiefen zuzuführen, während man die übrigen Teile der Hölzer nur mit so viel Konservierungsstoffen durch eine nachträgliche Konservierung, sei es durch Einlaugung oder unter Druck, zu versehen braucht, als dies an jenen Stellen erforderlich erscheint. 



   Ausführungsbeispiel1 : Fichtenmaste werden am Umfang über die ganze Länge nach einer bekannten Methode, z. B. nach dem Impfstichverfahren, in einer Entfernung von 7 cm nebeneinander, 

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 15 cm untereinander und 5 cm tief gestochen, wobei gleichzeitig in die entstandenen Öffnungen ein Brei von wasserlöslichen Konservierungsstoffen eingeführt wird. Darauf werden die so geimpften Hölzer im geschlossenen Kessel 2 Stunden lang bei 100  C gedämpft. Durch die Dämpfung verteilt sich das Konservierungsmittel im Holz und bildet einen vollkommen geschlossenen Schutzmantel von 5 cm Stärke, so dass die Masten vor Pilzangriff dauernd geschützt sind. 



   Ausführungsbeispiel 2 : Fichtenmaste werden an der Erdzone gemäss   Ausführungsbeispiel 1   derart mit Konservierungstoffen geimpft, dass die geimpfte Fläche beim nachträglichen Einbau   1Ho   m unter und      m über die Erdoberfläche reicht. Sodann werden die so geimpften Stangen 2 Stunden lang bei   1000 gedämpft. Durch   die Dämpfung verteilt sich das Konservierungsmittel an der geimpften Stelle entsprechend der Tiefe der Löcher und bildet dort einen vollkommen geschlossenen Schutzmantel. Nach der Dämpfung werden die Hölzer a) mit einer   5%igen Fluornatriumlösung   unter Druck imprägniert oder b) in eine   0'66%ige Sublimatlösung   3 Tage lang eingelaugt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Konservierung von Holz, dadurch gekennzeichnet, dass das Holz zunächst in bekannter Weise mit Bohr- oder Stichlöchern in geeigneter Entfernung voneinander versehen wird, die mit einem oder mehreren Konservierungsmitteln angefüllt werden, worauf die so behandelten Hölzer in einem geschlossenen Kessel in an sich bekannter Weise mit Wasserdampf gedämpft werden.
AT145521D 1934-07-04 1934-07-04 Verfahren zur Konservierung von Holz. AT145521B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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AT386153B (de) * 1986-01-20 1988-07-11 Haltmeier Georg Verfahren zum impraegnieren von holz

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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AT386153B (de) * 1986-01-20 1988-07-11 Haltmeier Georg Verfahren zum impraegnieren von holz
US4770910A (en) * 1986-01-20 1988-09-13 Georg Haltmeier Process for impregnating wood

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