AT14556U1 - Fahrzeug mit gedämpften Seitenführungen zum Ein- und Auslagern von Produkten in Lagerplätze eines Lagerregals - Google Patents
Fahrzeug mit gedämpften Seitenführungen zum Ein- und Auslagern von Produkten in Lagerplätze eines Lagerregals Download PDFInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein auf zwischen Lagerregalen (2) vorgesehenen Schienen (5) verfahrbares Fahrzeug (6; 7; 14; 22; 27; 31, 36; 40; 45; 49) zum Ein- und Auslagern von Produkten in Lagerplätze (3) des Lagerregals (2), wobei das Fahrzeug (6; 7; 14; 22; 27; 31, 36; 40; 45; 49) zumindest vier Laufräder (8), einen Antrieb zum Antreiben des Fahrzeugs (6; 7; 14; 22; 27; 31, 36; 40; 45; 49) in beide Fahrtrichtungen auf den Schienen (5) und eine Transportfläche (15) zum Transportieren eines Produkts aufweist und, wobei Seitenführungsmittel vorgesehen sind, um das Fahrzeug (6; 14; 22; 27; 31, 36; 40; 45; 49) in einem Fahrbereich (9) auf den Schienen (5) zu führen, wobei die Seitenführungsmittel des Fahrzeugs (6; 14; 22; 27; 31, 36; 40; 45; 49) Dämpfungsmittel (18; 23; 28; 32; 37; 41; 52) aufweisen, die dazu ausgebildet sind im Wesentlichen quer zur Fahrtrichtung auftretende Seitenführungskräfte (F) gedämpft an die Schienen (5) beziehungsweise die Lagerregale (2) abzugeben.
Description
Beschreibung
FAHRZEUG MIT GEDÄMPFTEN SEITENFÜHRUNGEN ZUM EIN- UND AUSLAGERN VONPRODUKTEN IN LAGERPLÄTZE EINES LAGERREGALS
[0001] Die Erfindung betrifft ein auf zwischen Lagerregalen vorgesehenen Schienen verfahrba¬res Fahrzeug zum Ein- und Auslagern von Produkten in Lagerplätze des Lagerregals, wobeidas Fahrzeug zumindest vier Laufräder, einen Antrieb zum Antreiben des Fahrzeugs in beideFahrtrichtungen auf den Schienen und eine Transportfläche zum Transportieren eines Produktsaufweist und, wobei Seitenführungsmittel vorgesehen sind, um das Fahrzeug in einem Fahrbe¬reich auf den Schienen zu führen.
[0002] Das Dokument EP 2 530 034 B1 offenbart so ein Fahrzeug zum Ein- und Auslagern vonProdukten in Lagerplätze eines Lagerregale aufweisenden Hochregallagers. Ein Hochregallagerweist mehrere Lagerregale auf, wobei in jeder Regalebene eine Vielzahl an Lagerplätzen vor¬gesehen sind. Zwischen den Lagerregalen sind in jeder Regalebene Schienen angeordnet, aufdenen je eines der aus dem Dokument EP 2 530 034 B1 bekannten Fahrzeuge durch einenelektrischen Antrieb angetrieben in die beiden Fahrtrichtungen verfahrbar ist. Mit vier Laufrä¬dern fährt das Fahrzeug auf den Schienen und es sind Seitenführungsmittel vorgesehen, umdas Fahrzeug in einem Fahrbereich auf den Schienen zu führen. Die Seitenführungsmittelweisen an Ecken des Fahrzeugrahmens vorgesehene Seitenführungselemente auf, die durch jezwei Seitenführungsräder gebildet sind, deren Achsen um etwa 90 Grad gedreht zu den Lauf¬rädern angeordnet sind. Die Seitenführungsräder greifen an beiden Seiten einer Seitenfüh¬rungsschiene ein und verhindern so, dass das Fahrzeug auf den Schienen aus dem Fahrbe¬reich fährt und womöglich mit einem Steher des Lagerregals kollidiert.
[0003] Im Betrieb des bekannten Hochregallagers mit den bekannten Fahrzeugen hat sich alsNachteil erwiesen, dass in Lagerplätzen gelagerte Produkte in den Lagerregalen zu wandernbeginnen.
[0004] Dies betrifft insbesondere fast leere oder leere und somit leichte Kunststoffkisten, indenen normalerweise eine größere Anzahl kleiner Produkte gesammelt gelagert werden, da derglatte Kunststoff auf dem Metallregal nur wenig Reibung aufweist. Dies betrifft aber auch in denLagerplätzen gelagerte Kartons mit nur leichtem Inhalt. Solche Produkte wandern in dem Lager¬regal bis sie an einem Regalsteher oder einem anderen schwereren Produkt im benachbartenLagerplatz anstehen. Dies kann dazu führen, dass das Fahrzeug das verdreht im oder nebendem Lagerplatz stehende Produkt nicht mehr greifen kann und ein Servicetechniker manuelleingreifen muss. Hierfür müssen Teile oder auch das ganze Hochregallager während der Ser¬vicearbeiten still gelegt werden, was sehr nachteilig ist. Besonders schlimm ist es, wenn einleichtes Produkt durch das Wandern auf die Schienen des Fahrzeugs gelangt und es hierdurchzu einer Kollision eines Fahrzeugs mit einem Produkt kommen kann.
[0005] Viele Jahre war man mit dem Problem des Wanderns von Produkten in Lagerregalenbefasst und es hat unterschiedlichste Lösungsansätze gegeben. Es wurde ein Mindestgewichtfür in den Lagerregalen eingelagerte Produkte diskutiert. Eine Überlegung war auch am Bodenjede Kiste, in der Produkte gelagert werden, eine Haftschicht vorzusehen, die die Haftreibungzwischen Kiste und Lagerplatz erhöht. Diese Haftschicht wäre aber nachteilig, wenn das Fahr¬zeug die Kiste in den Lagerplatz schiebt oder von dem Lagerplatz herauszieht.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde ein Fahrzeug und ein Transportsystem mit soeinem Fahrzeug zu schaffen, dem das vorstehend beschriebene Wandern von Produkten inden Lagerplätzen verhindert wird. Der Erfindung liegt die Erkenntnis zu Grunde, dass das Wan¬dern der Produkte durch Vibrationen im Lagerregal auftritt und, dass diese Vibrationen in man¬chen Betriebssituationen besonders stark auftreten. Untersuchungen haben ergeben, dass vonden Fahrzeugen quer zur Längsrichtung der Schienen auf die Seitenführungsschienen aufge¬brachte momentane Seitenführungskräfte zu lokalen Erschütterungen der benachbarten Lager¬plätze und leichten Vibrationen im gesamten Lagerregal führen. Zu diesen momentanen Seite¬ führungskräften kann es bei stehendem Fahrzeug beim Ein- und Auslagen schwerer Produktein einen Lagerplatz kommen. Ebenso kann es bei normaler Fahrgeschwindigkeit des Fahrzeu¬ges durch leichte Unebenheiten an Stößen der Schienen zu einem leichten Verdrehen derFahrtrichtung des Fahrzeugs kommen, was durch die Seitenführungsmittel und die Seitenfüh¬rungsschiene wieder korrigiert wird. Auch eine leichte Biegung der Schienen führt bei entspre¬chender Fahrgeschwindigkeit des Fahrzeugs unmittelbar zu momentanen Seiteführungskräften,die wiederum Vibrationen im Lagerregal bewirken. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabestel¬lung bei einem Fahrzeug dadurch gelöst, dass die Seitenführungsmittel des Fahrzeugs Dämp¬fungsmittel aufweisen, die dazu ausgebildet sind im Wesentlichen quer zur Fahrtrichtung auftre¬tende Seitenführungskräfte gedämpft an die Schienen beziehungsweise die Lagerregale abzu¬geben.
[0007] Flierdurch ist der Vorteil erhalten, dass Seitenführungskräfte nur von den Dämpfungsmit¬teln gedämpft zwischen der Seitenführungsschiene und den Seitenführungsmitteln des Fahr¬zeugs übertragen werden. Diese Dämpfung verhindert Vibrationen im Lagerregal, wenn mo¬mentane Seitenführungskräfte auftreten, und somit auch das Wandern von Produkten in Lager¬plätzen. Hierdurch kann die Stehzeit des Hochregallagers verkürzt und der manuelle Service¬bedarf deutlich reduziert werden.
[0008] Vorteilhaft ist es auch das Dämpfungselement als Feder, insbesondere als Drehstabfe¬der oder als Schenkelfeder oder als Druckfeder oder als Blattfeder auszubilden, da hierdurchbesonders gute Dämpfungsergebnisse erzielt werden. Besonders effektiv ist auch ein elasti¬sches Material als Dämpfungsmittel verwendbar. Ebenso können die Schleifkontakte zurelektrischen Kontaktierung des Fahrzeugs mit der Energieversorgung des Hochregallagersdurch Federkontakte realisiert sein, deren Federkraft für eine geeignete Dämpfungswirkungausgelegt wurde.
[0009] Diese und weitere vorteilhafte Ausgestaltungen erfindungsgemäßer Fahrzeuge undeines erfindungsgemäßen Transportsystems werden im Folgenden anhand der Figuren nähererläutert.
[0010] Figur 1 zeigt ein Layout eines Hochregallagers mit einem Transportsystem, in dem
Fahrzeuge gemäß einem der Ausführungsbeispiele der Erfindung fahrenkönnen.
[0011] Figur 2 zeigt ein Fahrzeug auf Schienen mit ungedämpften Seitenführungsrädern gemäß dem Stand der Technik in einer Vorderansicht.
[0012] Figur 3 zeigt eine Schrägansicht eines Fahrzeugs gemäß einem ersten Ausfüh¬ rungsbeispiel der Erfindung mit einer Drehstabfeder als Dämpfungsmittel derSeitenführungsmittel.
[0013] Figur 4 zeigt das Fahrzeug gemäß Figur 3 in einer Detailansicht.
[0014] Figur 5 zeigt die Drehstabfeder des Fahrzeugs gemäß Figur 3 in zwei Detailansich¬ ten.
[0015] Figur 6 zeigt eine Schrägansicht eines Fahrzeugs gemäß einem zweiten Ausfüh¬ rungsbeispiel der Erfindung mit einer Schenkelfeder als Dämpfungsmittel derSeitenführungsmittel.
[0016] Figur 7 zeigt die Schenkelfeder des Fahrzeugs gemäß Figur 6 in einer Detailansicht.
[0017] Figur 8 zeigt eine Schrägansicht eines Fahrzeugs gemäß einem dritten Ausfüh¬ rungsbeispiel der Erfindung mit einer ersten Federvariante als Dämpfungs¬mittel der Seitenführungsmittel.
[0018] Figur 9 zeigt die erste Federvariante des Fahrzeugs gemäß Figur 8 in zwei Detailan¬ sichten.
[0019] Figur 10 zeigt eine Schrägansicht eines Fahrzeugs gemäß einem vierten Ausfüh¬ rungsbeispiel der Erfindung mit einer zweiten Federvariante als Dämp¬fungsmittel der Seitenführungsmittel.
[0020] Figur 11 zeigt die zweite Federvariante des Fahrzeugs gemäß Figur 10 in zwei De¬ tailansichten.
[0021] Figur 12 zeigt eine Schrägansicht eines Fahrzeugs gemäß einem fünften Ausfüh¬ rungsbeispiel der Erfindung mit einer Gummipufferfeder als Dämpfungsmittelder Seitenführungsmittel.
[0022] Figur 13 zeigt die Gummipufferfeder des Fahrzeugs gemäß Figur 12 in zwei Detailan¬ sichten.
[0023] Figur 14 zeigt eine Schrägansicht eines Fahrzeugs gemäß einem sechsten Ausfüh¬ rungsbeispiel der Erfindung mit einer Blattfeder als Dämpfungsmittel der Sei¬tenführungsmittel.
[0024] Figur 15 zeigt die Blattfeder des Fahrzeugs gemäß Figur 14 in zwei Detailansichten.
[0025] Figur 16 zeigt ein Fahrzeug mit durch Schleifkontakte und Seitenführungsräder gebil¬ deten Seitenführungsmitteln in einer Vorderansicht.
[0026] Figur 17 zeigt ein Prinzipbild der Einleitung der Seitenführungskräfte in ein Fahrzeug mit Schleifkontakten.
[0027] Figur 18 zeigt ein Fahrzeug gemäß Figur 17 in einer Schrägansicht.
[0028] Figur 19 zeigt ein Fahrzeug gemäß Figur 17 in einer Detailansicht.
[0029] Figur 20 zeigt ein Fahrzeug mit einer federnden Schleifführung als Seitenführungsmit¬ tel.
[0030] Figur 21 zeigt die Schleifkontakte des Fahrzeugs gemäß Figur 21 in zwei Detailan¬ sichten.
[0031] Figur 1 zeigt ein Layout eines Hochregallagers 1, das vier Lagerregale 2 aufweist, diejeweils doppelt tief ausgebildet zwei Lagerplätze 3 je Lagerregal 2 hinter einander aufweisen.Ein Transportsystem 4 ist zum Transport von Produkten in und aus dem Hoch regal lager 1vorgesehen. Das Transportsystem 4 weist zwischen den Lagerregalen 2 in jeder Regalebenevorgesehene Schienen 5 auf, auf denen je zumindest ein Fahrzeug 6 durch einen elektrischenAntrieb angetrieben in die beiden Fahrtrichtungen verfahrbar ist.
[0032] Figur 2 zeigt ein Fahrzeug 7 gemäß dem Stand der Technik in einer Vorderansicht. Zweivon vier Laufrädern 8 sind zu sehen, mit denen das Fahrzeug 7 auf den Schienen 5 steht. DieSchienen 5 sind durch ein abgekantetes Stahlblech realisiert, die einen Fahrbereich 9 aufwei¬sen, auf denen die Laufräder 8 laufen und, die einen Befestigungsbereich 10 aufweisen, mitdenen die Schienen 5 an den Lagerregalen 2 befestigt sind. Die Schienen 5 könnten aber auchgerollt oder durch ein anderes dem Fachmann bekanntes Herstellungsverfahren hergestelltwerden. Das Fahrzeug 7 gemäß dem Stand der Technik weist weiters Seitenführungsmittel 11auf, um das Fahrzeug in dem Fahrbereich 9 auf den Schienen 5 zu führen. Die Seitenfüh¬rungsmittel 11 weisen an Ecken des Fahrzeugrahmens vorgesehene Seitenführungselementeauf, die durch je zwei Seitenführungsräder 12 gebildet sind, deren Achsen um 90 Grad gedrehtzu den Laufrädern 9 angeordnet sind. Die Seitenführungsräder 12 greifen an beiden Seiteneiner Seitenführungsschiene 13 ein beziehungsweise stützen sich an diesen ab und verhindernso, dass das Fahrzeug 7 auf den Schienen 5 aus dem Fahrbereich 9 fährt und womöglich miteinem Steher des Lagerregals 2 kollidiert. Das Fahrzeug 7 kann beispielsweise mit einem Ge¬samtgewicht von maximal 230kg mit einer Fahrgeschwindigkeit von beispielsweise 2,3 m/sdurch das Lagerregal 2 fahren, um Produkte in das Lagerregal 2 Ein- und Auszulagern. DieSchienen 5 werden aus Elementen mit einer Läge von beispielsweise 2 oder 3 Metern Längezusammengesetzt und weisen trotz genauer Anpassung manchmal einen seitlichen oder einenHöhen-Versatz auf. Hierdurch kann das Fahrzeug 7 einen seitlichen Impuls erfahren, der zu einer leichten Änderung der Fahrtrichtung führt. Hierauf schlägt eines der Seitenführungsräder12 an die Seitenführungsschiene 13 an, wodurch eine Seitenführungskraft F entsteht, die dasFahrzeug 7 wieder in die richtige Fahrtrichtung dreht, um die Laufräder 8 im Fahrbereich 9 zuhalten. Da die Seitenführungsräder 12 auf starren Achsen gelagert sind führt die plötzlich auf¬tretende Seitenführungskraft F zu einer Erschütterung des Fahrzeugs 7 und des Produkts aufdem Fahrzeug 7 und auch zu einer Erschütterung der Schiene 5 und einer Vibration des mit derSchiene 5 verbundenen Lagerregals 2.
[0033] Figur 3 zeigt eine Schrägansicht eines Fahrzeugs 14 gemäß einem ersten Ausführungs¬beispiel der Erfindung. Das Fahrzeug 14 weist eine Transportfläche 15 zum Transportieren vonProdukten auf und ist mit vier Laufrädern 8 auf den Schienen 5 durch einen in den Figuren nichtnäher dargestellten Antrieb mit unterschiedlichen Fahrgeschwindigkeiten von einer zentralenSteuerung des Hochregallagers 1 gesteuert verfahrbar. Das Fahrzeug 14 weist nunmehr Sei¬tenführungsmittel mit einem Seitenführungselement 16 mit Dämpfungsmittel auf, die im Wesent¬lichen quer zur Fahrtrichtung auftretende Seitenführungskräfte F gedämpft an das Fahrzeug 14abgeben. Die Dämpfungsmittel sind bei dem ersten Ausführungsbeispiel durch eine Drehstab¬feder 17 gebildet, die ein Seitenführungsrad 12 an eine Seitenführungsschiene 13 drücken.
[0034] Figur 4 zeigt das Fahrzeug 14 gemäß Figur 3 in einer Detailansicht und Figur 5 zeigt dieDrehstabfeder 17 des Fahrzeugs 14 gemäß Figur 3 in zwei Detailansichten. Die Drehstabfeder17 weist einen konischen Federteil 18 aus elastischem Gummi auf, der mit drei Bolzen 19 aneinem Haltewinkel 20 des Seitenführungselements 16 drehfest montiert ist. Der konische Feder¬teil 18 ist weiters auf eine Drehachse 21 aufgepresst, die das Seitenführungsrad 12 ver-schwenkbar lagert. Durch geeignete Wahl der Elastizität des Gummis ist erreicht, dass einemomentan auftretende Seitenführungskraft F durch den Gummi gedämpft nur langsam an dasFahrzeug 14 abgegeben wird, weshalb es auch zu keinen Erschütterungen oder Vibrationen indem Regallager 2 kommt. Hierdurch ist vorteilhafterweise erreicht, dass in den Lagerplätzen 3gelagerte Produkte nicht wandern.
[0035] Figur 6 zeigt eine Schrägansicht eines Fahrzeugs 22 gemäß einem zweiten Ausfüh¬rungsbeispiel der Erfindung mit einer Schenkelfeder 23 als Dämpfungsmittel von Seitenfüh¬rungsmitteln mit einem Seitenführungselement 24. Figur 7 zeigt die Schenkelfeder 23 des Fahr¬zeugs 22 gemäß Figur 3 in einer Detailansicht. Das Seitenführungselement 24 weisen weiterseinen Haltewinkel 25 auf, auf dem das Seitenführungsrad 12 um eine Drehachse 26 ver-schwenkbar gelagert ist.
[0036] Figur 8 zeigt eine Schrägansicht eines Fahrzeugs 27 gemäß einem dritten Ausführungs¬beispiel der Erfindung mit einer ersten Variante einer Druckfeder 28 als Dämpfungsmittel vonSeitenführungsmitteln mit einem Seitenführungselement 29. Figur 9 zeigt die erste Variante derDruckfeder 28 des Fahrzeugs 27 gemäß Figur 8 in zwei Detailansichten. Das Seitenführungs¬element 29 weist weiters zwei Haltewinkel 30 auf, mit denen das Seitenführungsrad 12 um dieAchse der Druckfeder 28 verschwenkbar gelagert ist.
[0037] Figur 10 zeigt eine Schrägansicht eines Fahrzeugs 31 gemäß einem vierten Ausfüh¬rungsbeispiel der Erfindung mit einer zweiten Variante einer Druckfeder 32 als Dämpfungsmittelvon Seitenführungsmitteln mit einem Seitenführungselement 33. Figur 11 zeigt die zweite Vari¬ante der Druckfeder 32 des Fahrzeugs 31 gemäß Figur 10 in zwei Detailansichten. Das Seiten¬führungselement 31 weist weiters zwei U-Profile 34 und 35 auf, wobei das Seitenführungsrad12 in dem U-Profil 34 gelagert und durch die in dem U-Profil 35 gelagerte Druckfeder 32 dämp¬fend gelagert ist.
[0038] Figur 12 zeigt eine Schrägansicht eines Fahrzeugs 36 gemäß einem fünften Ausfüh¬rungsbeispiel der Erfindung mit einer Gummipufferfeder 37 als Dämpfungsmittel von Seitenfüh¬rungsmitteln mit einem Seitenführungselement 38. Figur 13 zeigt die Gummipufferfeder 37 desFahrzeugs 36 gemäß Figur 12 in zwei Detailansichten. Das Seitenführungselement 38 weistweiters einen Haltewinkel 39 auf, wobei das Seitenführungsrad 12 auf dem Haltewinkel 39gelagert und durch die elastische Federwirkung der Gummipufferfeder 37 dämpfend gelagertist.
[0039] Figur 14 zeigt eine Schrägansicht eines Fahrzeugs 40 gemäß einem sechsten Ausfüh¬rungsbeispiel der Erfindung mit einer Blattfeder 41 als Dämpfungsmittel von Seitenführungsmit¬teln mit einem Seitenführungselement 42. Figur 15 zeigt die Blattfeder 41 des Fahrzeugs 40gemäß Figur 14 in zwei Detailansichten. Das Seitenführungselement 42 weist weiters ein U-Profil 43 auf, das das Seitenführungsrad 12 lagert, wobei die elastische Federwirkung der Blatt¬feder 41 Seitenführungskräfte F dämpfend wirkt.
[0040] In den Figuren 16 und 17 ist ein Fahrzeug 45 mit seitlich angebrachten Schleifkontakten 46 dargestellt, die in Schleifschienen 47 des Transportsystems 4 verlaufen, um eine elektrischeVerbindung zwischen dem Energieversorgungssystem des Hochregallagers 1 und dem Fahr¬zeug 45 herzustellen. Die Schleifkontakte 46 sind in den Figuren 18 und 19 in den Schleifschie¬nen 47 verlaufend dargestellt. Die federnde Wirkung der Schleifschienen 47 bewirkt eine stetigeseitliche Führungskraft SF von der Schiene 5 auf das Fahrzeug 45 in Richtung der gegenüber¬liegenden Schiene 5. An dieser Seite des Fahrzeugs 45 ist zumindest eines der Seitenfüh¬rungselemente 16, 24, 29, 33, 38 oder 42 der vorstehenden Ausführungsbeispiele angeordnet,um eine Dämpfung von durch Unebenheiten der Schienen 5 oder andere Umstände momentanbewirkte Seitenführungskräfte F zu gewährleisten.
[0041] Wie anhand des Prinzipbilds gemäß Figur 17 ersichtlich, ist es vorteilhaft die seitlichenFührungskräfte SF entweder in der selben Ebene wie die Seitenführungskräfte F oder in einemgleichmäßigen Abstand A vorne und hinten am Fahrzeug 45 vorzusehen, um ein Drehmomentzu vermeiden, das wiederum zu einem Verdrehen des Fahrzeugs 45 und zu weiteren Seiten¬führungskräften F führen würde. Für den Fall, dass das Fahrzeug 45 leicht von der Fahrtrich¬tung abweichend in Richtung der Schiene 5 mit den Schleifschienen 47 fährt, dann bilden dieseitlichen Führungskräfte SF Seitenführungskräfte F und die Federwirkung der Schleifschienen 47 und/oder der Schleifkontakte 46 bildet Dämpfungsmittel zum Dämpfen der momentan auftre¬tenden Seitenführungskräfte F, um Vibrationen im Lagerregal 2 zu verhindern. Die Seitenfüh¬rungskräfte F werden hierbei durch die Seitenführungselemente der jeweiligen vorstehendenAusführungsbeispiele der Erfindung erzeugt.
[0042] Figur 20 zeigt ein Fahrzeug 49 mit einer federnden Schleifführung 50 als Seitenfüh¬rungsmittel mit Seitenführungselementen 51. Figur 21 zeigt das Seitenführungselement 51 desFahrzeugs 49 gemäß Figur 20 in zwei Detailansichten. Die Schleifführung 50 schleift beidseitigentlang der Seitenführungsschiene 13, wobei eine Blattfeder 52 zwischen der Schleifführung 50und einem Haltewinkel 53 momentan auftretende Seiteführungskräfte F dämpft.
[0043] Es kann erwähnt werden, dass Seitenführungselemente entweder an beiden Seiten desFahrzeugs zu beiden Schienen hin angebracht sein können, um das Fahrzeug in die Richtungzwischen die Schienen zu drücken oder zu ziehen, oder es können auch nur auf einer Seite desFahrzeugs zu einer Schiene hin Seitenführungselemente von Seitenführungsmitteln angebrachtsein, die dann auf beide Seiten der Seitenführungsschiene eingreifen. Um ein gutes Drehmo¬ment durch die Seitenführungskräfte F zum Rückdrehen des Fahrzeugs in die Fahrtrichtung zubewirken, hat es sich als vorteilhaft erwiesen die Seitenführungselemente im Wesentlichen anden Ecken des Fahrzeugs anzubringen.
[0044] Es kann erwähnt werden, dass es vorteilhaft ist ein mit Dämpfungsmitteln der Seitenfüh¬rungsmittel ausgestattetes Fahrzeug auch mit einer Hebevorrichtung der Transportfläche zuversehen. Hierdurch ist der Vorteil erhalten, dass ein mit dem Fahrzeug transportiertes Produktum eine oder mehrere Regalebenen zum Ein- und Auslagern von Produkten in Lagerplätzeangehoben werden kann, wobei Schienen und Fahrzeuge nicht in allen Regalebenen desHochregallagers vorgesehen sein müssen und das Wandern von eingelagerten Produktenverhindert ist.
[0045] Es kann erwähnt werden, dass sich als elastisches Material insbesondere das MaterialVulkollan oder andere dem Vulkollan ähnliche Materialien eignen. Vulkollan besitzt eine geringeShore Härte (Shore A < 80) bei gleichzeitig gutem Druckverformungsrest (elastisches Verhal¬ten). Vulkollan hat sich als vorteilhaft erwiesen, da es sowohl dämpfend wirkt, aber trotzdemwieder vollständig in die Ausgangsform zurückkehrt.
[0046] Es kann erwähnt werden, dass als Produkte in diesem Zusammenhang Kunststoffbehäl¬ter, Kartons oder andere Ladehilfsmittel wie Trays zu verstehen sind, die dem Fachmann imBereich der Logistik allgemein bekannt sind.
Claims (8)
- Ansprüche 1. Auf zwischen Lagerregalen (2) vorgesehenen Schienen (5) verfahrbares Fahrzeug (6; 7;14; 22; 27; 31, 36; 40; 45; 49) zum Ein- und Auslagern von Produkten in Lagerplätze (3)des Lagerregals (2), wobei das Fahrzeug (6; 14; 22; 27; 31, 36; 40; 45; 49) zumindest vierLaufräder (8), einen Antrieb zum Antreiben des Fahrzeugs (6; 7; 14; 22; 27; 31,36; 40; 45;49) in beide Fahrtrichtungen auf den Schienen (5) und eine Transportfläche (15) zumTransportieren eines Produkts aufweist und, wobei Seitenführungsmittel vorgesehen sind,um das Fahrzeug (6; 7; 14; 22; 27; 31, 36; 40; 45; 49) in einem Fahrbereich (9) auf denSchienen (5) zu führen, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenführungsmittel des Fahrzeugs (6; 7; 14; 22; 27; 31, 36; 40; 45; 49) Dämpfungs¬mittel (18; 23; 28; 32; 37; 41; 52) aufweisen, die dazu ausgebildet sind im Wesentlichenquer zur Fahrtrichtung auftretende Seitenführungskräfte (F) gedämpft an die Schienen (5)beziehungsweise die Lagerregale (2) abzugeben.
- 2. Fahrzeug (6; 7; 14; 22; 27; 31, 36; 40; 45; 49) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeich¬net, dass zumindest im Bereich der zwei auf einer Schiene (5) laufenden Laufräder (8) jeein Seitenführungselement (16; 24; 29; 33; 36; 42; 47; 51) der Seitenführungsmittel vorge¬sehen ist, das zum Abstützen an einer Seitenführungsschiene (13) des Lagerregals (2)ausgebildet ist.
- 3. Fahrzeug (22; 27; 40) gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Seitenfüh¬rungselement (24; 29; 42) ein an einem Hebelarm (25; 30; 41) vorgesehenes Seitenfüh¬rungsrad (12) aufweist, das mit einer Dämpfungsmittel bildenden Feder (23; 28) des Sei¬tenführungselements (24; 29; 42) zum gedämpften Abgeben der Seitenführungskräfte (F)von der Seitenführungsschiene (13) an das Fahrzeug (22; 27; 40) ausgebildet ist.
- 4. Fahrzeug (14; 22; 27; 40) gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Federdurch eine Drehstabfeder (17) und/oder eine Schenkelfeder (23) und/oder durch eineDruckfeder (28) und/oder durch eine Blattfeder (41) gebildet ist.
- 5. Fahrzeug (36) gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Seitenführungs¬element (38) ein Seitenführungsrad (12) aufweist, das mit einem Dämpfungsmittel bilden¬den elastischen Material, insbesondere Gummi des Seitenführungselements (38) zum ge¬dämpften Abgeben der Seitenführungskräfte (F) von der Seitenführungsschiene (13) andas Fahrzeug (36) ausgebildet ist.
- 6. Fahrzeug (45) gemäß einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dasszumindest eines und insbesondere zwei der Seitenführungselemente durch federndeSchleifkontakte (46) und/oder Schleifschienen (47) zur elektrischen Kontaktierung des An¬triebs gebildet sind.
- 7. Fahrzeug gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eineHebevorrichtung der Transportfläche vorgesehen ist, um ein mit dem Fahrzeug transpor¬tiertes Produkt um eine oder mehrere Regalebenen zum Ein- und Auslagern von Produk¬ten in Lagerplätze anzuheben.
- 8. Transportsystem (4) zum Transport von Produkten in einem Hochregallager (1) mit Lager¬regalen (2), wobei das Transportsystem (4) zwischen je zwei Lagerregalen (2) vorgesehe¬ne Schienen (5) aufweist, auf denen zumindest ein Fahrzeug (6; 7; 14; 22; 27; 31, 36; 40;45; 49) zum Ein- und Auslagern der Produkte in beide Fahrtrichtungen verfahrbar ist,dadurch gekennzeichnet, dass ein Fahrzeug (6; 7; 14; 22; 27; 31, 36; 40; 45; 49) gemäßeinem der Ansprüche 1 bis 7 vorgesehen ist, dessen Seitenführungsmittel zum Abstützenan einer Seitenführungsschiene (13) des Transportsystems (4) ausgebildet sind. Hierzu 10 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| ATGM50101/2015U AT14556U1 (de) | 2015-05-29 | 2015-05-29 | Fahrzeug mit gedämpften Seitenführungen zum Ein- und Auslagern von Produkten in Lagerplätze eines Lagerregals |
| PCT/AT2016/050115 WO2016191774A1 (de) | 2015-05-29 | 2016-04-28 | Fahrzeug mit gedämpften seitenführungen zum ein- und auslagern von produkten in lagerplätze eines lagerregals |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| ATGM50101/2015U AT14556U1 (de) | 2015-05-29 | 2015-05-29 | Fahrzeug mit gedämpften Seitenführungen zum Ein- und Auslagern von Produkten in Lagerplätze eines Lagerregals |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT14556U1 true AT14556U1 (de) | 2016-01-15 |
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ID=55027165
Family Applications (1)
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