AT145885B - Fang- und Bremsvorrichtung für Seilbahnen. - Google Patents

Fang- und Bremsvorrichtung für Seilbahnen.

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AT145885B
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Inventor
Richard Ing Dr Wyplel
Original Assignee
Richard Ing Dr Wyplel
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Fang-und Bremsvorrichtung tür Seilbahnen. 



   Die Erfindung bezieht sich auf eine Fang-und Bremsvorrichtung für Seilbahnen, bei der verschiebbar angeordnete   Fangbaeken   beim Reissen des Zugseiles ein im Normalbetrieb ruhendes Fangseil erfassen, das an seinem oberen Ende auf einer Bremstrommel aufgewickelt ist, deren Bremsgewicht einem am unteren Ende des Fangseiles angehängten Spanngewicht das Gleichgewicht hält. Nach dem Erfassen des Fangseiles durch die Fangbacken wird das Fangseil durch die lebendige Kraft des Fördermittels in gleichsinnige Bewegung versetzt und nun wirkt an der Bremstrommel selbsttätig eine zusätzliche Bremskraft ein, die das Fördermittel zum Stillstand bringt. Die bekannten Einrichtungen dieser Art haben den Nachteil, dass die in die   Schliessstellung   bewegten Fangbacken im Augenblick der Anlage an das ruhende Fangseil eine Stosswirkung verursachen.

   Eine weitere Stosswirkung tritt ein, sobald an der Bremstrommel das zusätzliche Bremsgewicht eingeschaltet wird, welches das Fördermittel auf einer kurzen Strecke ruckartig zum Stillstand bringt. 



   Es ist bereits vorgeschlagen worden, das Abfangen des Förderwagens auf einem längeren Bremswege auf die Weise herbeizuführen, dass die Klemmkraft der Fangbacken im Augenblick der Anlage an das Fangseil nur gering ist und durch allmähliches Anwachsen des Anpressdruekes der Fangbacken am Fangmittel langsam steigt, hiedurch können jedoch   Stösse   beim Anlegen der Fangbacken an das Fangseil nicht vermieden werden. 



   Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Fang-und Bremsvorrichtung für Seilbahnen u. dgl., bei der sowohl das Auffahren der Fangbacken als auch die Einschaltung der zusätzlichen Bremskraft an der Bremstrommel stossfrei vor sich gehen. Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass die Antriebsmittel, die Ausmasse und Anordnung der Fangbacken so gewählt sind, dass die Relativgeschwindigkeit der bei talwärts fahrendem Fördermittel entgegengesetzt zur Fahrtrichtung des letzteren bewegten Fangbacken in bezug auf das Fördermittel gleich ist der Absolutgeschwindigkeit (Führungsgeschwindig- 
 EMI1.1 
 anlegen, und dass die Antriebseinrichtung für das von der Bremstrommel in Tätigkeit gesetzte zusätzliche Bremsgewicht auf eine solche Weise ausgebildet ist, dass die zusätzliche Bremskraft erst zur Wirkung gelangt,

   sobald die normale Bremskraft der Trommel durch die lebendige Kraft des Fördermittels überwunden ist, u. zw. derart, dass sie vom Augenblick ihrer Einwirkung an allmählich grösser wird ; dass ferner die Fangbacken unter Vermittlung von Stelzen od. dgl. an einem im Untergestell des Fördermittels längsverschieblichen und im Normalbetrieb festgestellten Rahmen angelenkt und zwischen dem Rahmen und dem Untergestell in an sich bekannter Weise elastische, im Normalbetrieb entspannte Druckmittel eingeschaltet sind und dass das zusätzliche Bremsgewicht mittels eines mit der Bremstrommel auf Drehung gekuppelten Antriebes aus einer unwirksamen Stellung zur Einwirkung auf den Bremshebel gebracht wird und hierauf an diesem entlang wandert, so dass es den Kraftarm des Hebels allmählich vergrössert. 



   In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt ; Fig. 1 zeigt im Grundriss eine beispielsweise Ausbildung der Fangvorrichtung, Fig. 2 veranschaulicht die Einrichtung zur Einschaltung der zusätzlichen Bremskraft. 



   In dem Untergestell W des Fördermittels ist ein Rahmen   R   längsversehiebbar und auf die später beschriebene Weise in einer bestimmten Stellung in bezug auf das Untergestell feststellbar angeordnet. 



  Das   Fangseil X, welehes dureh   im Untergestell W gelagerte Rollenpaare   10,   11 geführt ist, durchsetzt den Rahmen R. An diesem sind die die Fangbacken 2 tragenden Stelzen 3 angelenkt, welche unter Vermittlung eines   Gestänges 4,   5,7 an eine Sperrvorrichtung 8 angeschlossen sind, die im Normalbetrieb 

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 den Rahmen   jss und die Fangbacken   2 in der dargestellten Lage hält. Zwischen der Stange 5 und der vorderen Seitenwand des Rahmens   R-ist   eine Druekfeder 6 eingeschaltet. Bei der Stellung der Teile na-eh Fig. 1 geben die Fangbacken das   Fangseil j ! frei und   die Feder 6 ist gespannt. Zwischen dem Rahmen   R   und dem Untergestell W sind ferner elastische Druckmittel, z. B.

   Druekfedern 9, eingeschaltet, die im Normalbetrieb entspannt sind. 



   Das obere Ende des Fangseiles   1   ist in üblicher Weise auf eine Bremstrommel 20 aufgewickelt (Fig. 2), die mit einer Doppelbackenbremse.   8. 7 zusammenwirkt,   die im Normalbetrieb dem am unteren (nicht dargestellten) Ende des   Fangmittels vorgesehenen Spanngewicht   das Gleichgewicht hält. Die 
 EMI2.1 
 einer im Fundament befestigten Schiene 26 ruht, ohne den Bremshebel zu belasten. Das Bremsgewicht 24 ist an einen Kettentrieb   2tl angeschlossen,   der seinen Antrieb auf irgendeine geeignete Weise unmittelbar von der Bremstrommel 20   erhält.   



   Die beschriebene Fang-und Bremsvorrichtung wirkt auf folgende Weise :   Reisstobei   in der Pfeilrichtung- (Fig. l) talwärts fahrendem Fördermittel das Zugseil oder wird die 
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 spannt und bewegt die Fangbacken entgegengesetzt zur Fahrtrichtung des Fördermittels in die Brems- stellung.

   Die Druckfeder 6 und das Gestänge   4,   5, 7 sowie die Stelzen 3 sind derart bemessen und ange- ordnet, dass die Relativgeschwindigkeit der Fangbacken gegenüber dem Fördermittel im Augenblick des Anlegens der Backen an das Fangseil1 gleich ist der absoluten Geschwindigkeit   (Führungsgeschwindig-     keit)-des Fordermittels.   Da sich die Fangbacken entgegengesetzt zur Fahrtrichtung des Fördermittels bewegen, ist ihre absolute Geschwindigkeit im Augenblick des Anlegens an das in diesem Zeitpunkt noch ruhende Fangseil gleich Null, infolgedessen wird das Fangseil von den Bremsbacken 2 stossfrei erfasst. 



   Der Rahmen R wird dadurch in-bezug auf das Fangseil festgehalten, er bildet daher einen festen Angriffs- punkt für die Federn 9, welche durch das weiter fahrende Fördermittel zusammengedrückt werden. Durch den gleichmässig ansteigenden   Federdruek   wird der Bremsdruck der Backen am Fangseil in dem gleichen
Masse allmählich erhöht und gleichzeitig die Bewegung des Fördermittels durch den Gegendruck der
Federn 9 verzögert. Dieser Gegendruck wirkt sich ferner auch als Zugkraft am Umfange der Brems- trommel 20 aus, überwindet dadurch die Reibungskraft der Bremse 21 und das Fangseil setzt sich nun -mit dem daran festgehaltenen Rahmen   R   in beschleunigte Bewegung, wobei die Bremstrommel 20 in
Umdrehung versetzt wird.

   Um nun das Fördermittel zum Stillstand zu bringen, muss diese beschleunigte
Bewegung allmählich in eine verzögerte umgewandelt werden. Dies geschieht auf folgende Weise :
Durch die Umdrehung der Bremstrommel 20 wird der Kettentrieb 25 unmittelbar in Bewegung gesetzt und das an diesen angeschlossene Bremsgewicht 24 wandert infolgedessen in der Pfeilrichtung (Fig. 2) nach rechts, bleibt jedoch, solange es sich auf der Schiene 26 abstützt, unwirksam. Die Druck- federn 9 sind nun in ihrer Stärke so bemessen, dass im Augenblick, wo sie gänzlich zusammengedrückt sind, Fördermittel und Fangseil die gleiche Geschwindigkeit besitzen. In diesem Augenblick verlässt das   Bremsgewieht   24 die Schiene 26 und wirkt auf den Bremshebel 22 ein.

   Die Masse dieses zusätzlichen
Bremsgewichtes ist so gewählt, dass es im Augenblick, als es die Schiene 26 verlässt und den Bremshebel 22 erreicht, die vorher durch die Feder 9 aufgenommene lebendige Kraft des Fördermittels ersetzt und daher die Federn 9 in gespanntem Zustande erhält. Das zusätzliche Bremsgewicht   24   wandert nun mit dem Kettentrieb 25 auf dem Bremshebel 22 weiter nach rechts, infolgedessen wird der Kraftarm des
Bremshebels 22 allmählich vergrössert und damit die zusätzliche Bremskraft an der Trommel 20 zunehmend gesteigert. Hiedurch wird die anfänglich beschleunigte Bewegung des Fördermittels allmählich in eine verzögerte umgewandelt und das Fördermittel kommt allmählich und stossfrei zur Ruhe. 



   Bei der geschilderten Wirkungsweise der Fang-und Bremsvorrichtung war vorausgesetzt, dass die Vorrichtung bei talwärts fahrendem Fördermittel in Tätigkeit tritt. Wird die Sperrvorrichtung 8 aus irgendeinem Grunde bei Bergfahrt ausgelöst, so bewegen sich die Fangbacken gleichfalls in die Schliessstellung, bleiben aber zunächst unwirksam, weil das am unteren Ende des Fangseiles angeordnete Spanngewicht das Fangseil so lange, zwischen den Backen durchzieht, bis das Fördermittel seinen Auslaufweg zurückgelegt hat und sich talwärts zu bewegen beginnt. In diesem Augenblick gelangen die Fangbacken zur Wirkung und alle weiteren Vorgänge spielen sich im wesentlichen in der vorher geschilderten Weise ab. Die Sperrvorrichtung 8 kann auch sowohl bei Berg-als auch bei Talfahrt von Hand aus ausgelöst werden. 

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Claims (1)

  1. - PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Fang-und Bremsvorrichtung für Seilbahnen u. dg1., bei der verschiebbar angeordnete Fang- backen beim Reissen des Zugseiles das Fangseil erfassen und hierauf an der am oberen Ende des Fangseiles angeordneten Bremstrommel eine von dieser eingeschaltete zusätzliche Bremskraft zur Wirkung kommt, die das Fördermittel zum Stillstand bringt, dadurch gekennzeichnet, dass die Fangbacken (2) EMI2.3 <Desc/Clms Page number 3> liehen und im Normalbetrieb festgestellten Rahmen (R) angelenkt und zwischen dem Rahmen (R) und dem Untergestell (W) in an sich bekannter Weise elastische, im Normalbetrieb entspannte Druckmittel (9) eingeschaltet sind und dass das zusätzliche Bremsgewicht (24) mittels eines mit der Bremstrommel (20)
    auf Drehung gekuppelten Antriebes (25) aus einer unwirksamen Stellung zur Einwirkung auf den Bremshebel (22) gebracht wird und hierauf an diesem entlang wandert, so dass es den Kraftarm des Hebels (22) allmählich vergrössert.
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zusätzliche Bremsgewicht (24) an einem Kettentrieb (25) angeschlossen ist und vor Einwirkung auf den Bremshebel (22) auf einer Schiene (26) od. dgl. läuft. EMI3.1
AT145885D 1934-10-16 1934-10-16 Fang- und Bremsvorrichtung für Seilbahnen. AT145885B (de)

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