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Einrichtung zur Strahlenteilung für die Zwecke der Farbenphotographie und Farbenkinematographie.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Strahlenteilung für die Zwecke der Farben- photographie und Farbenkinematographie.
Die zu diesem Zweck bekannten Systeme spalten zumeist einen Lichtstrahl in zwei an Intensität nur ungleiche und nicht vollkommen parallele Komponenten, die auch nicht frei von der Parallaxe sind.
Das wesentliche Merkmal der Einrichtung gemäss der Erfindung besteht darin, dass die vom
Objekte kommenden Strahlen durch ein Nicolsches oder ein Feussnersches Prisma in zwei intensitätsgleiche Strahlenbündel geteilt und diese durch an die Austrittsflächen der Strahlenbündel aus dem Teilungsprisma anschliessende Prismen parallelgerichtet und auf den gewünschten Abstand gebracht werden. Das gewöhnliche Nicolsche Prisma besteht bekanntlich aus zwei Prismen aus isländischem Doppelspat od. dgl., das Feussnersche Prisma aus zwei durch eine dünne Lage von isländischem Doppelspat getrennten Glaskeilen.
Zum Umlenken und Parallelrichten der Strahlenkomponenten dient ein Doppelprisma, das einerseits aus einem an der die reflektierte Strahlenkomponente durchlassende Fläche des Strahlenteiles anstossenden, mit einer zur doppelt brechenden Innenfläche des Strahlenteilers parallelen Reflektionsfläche versehenen Prisma und anderseits aus einem Prisma besteht, das an der von der ungebrochenen Strahlenkomponente durchsetzten Fläche des Prismas anstosst. Hiedurch wird der Strahl durch die gegenüberliegende Wand des dritten Prismas wieder nach innen zurückgeworfen und tritt parallel zu den einfallenden und übertragenen Strahlen aus.
Die räumliche Trennung zwischen den beiden austretenden Strahlen ist durch optische Einrichtungen, z. B. Prismen oder Rhomboeder veränderlich, ohne dabei ihren Parallelismus zu gefährden.
Auch die Längen der optischen Wege der beiden Strahlen können gleichgemacht werden, indem die Austrittsteile des Strahles, dessen Weg zu verlängern ist, verlängert oder vergrössert werden.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel unter Verwendung eines Feussnerschen Prismas dargestellt.
Durch das Prisma afällt das Strahlenbündel ein. Die zwischengeschaltete Schicht c aus isländischem Doppelspat dient zum Spalten der einfallenden Strahlen in zwei Komponenten von gleicher Intensität, von denen die eine Komponente durch das Prisma b ungebrochen hindurchgeht, wogegen die andere Komponente reflektiert wird. Gemäss der Erfindung stosst an der die reflektierten Strahlen hindurchlassenden Fläche ein drittes Prisma d an, dessen wirksamer Winkel mit jenem des Prismas a gleich ist, so dass seine Fläche e parallel zur doppelt brechenden Schicht c liegt.
Daher wird ein auf die Schicht c einfallender Strahl x derart reflektiert, dass eine Hälfte in der Richtung y auf die Fläche e und von hier in der Richtung z parallel zum einfallenden Strahl x und daher parallel zu dem durch das Prisma b hindurchgehenden Strahl w reflektiert wird. Auf der Prismenfläche h des Prismas b ist ein Rhomboeder g angestossen, welcher den Strahl w in die Richtung w1 ablenkt. Das dritte Prisma d kann auch aus einem Stück mit dem Eingangsprisma a hergestellt werden. Gewöhnlich wird das Prismensystem vor das Doppellinsensystem 1 der Kamera gestellt, die in bekannter Weise mit zwei Farbenfiltern S1 und S2 ausgestattet ist. Unter gewissen Umständen kann auch eine einzige Linse, z.
B. bei l1 vor das Prismensystem gestellt werden, wobei die Stellung der Farbenfilter S1 und S2 unverändert bleibt. Das Prismensystem kann auch z. B. verdoppelt werden, um das einfallende Licht beispielsweise in vier Strahlen zu spalten, die dann vier entsprechenden Farbenfiltern zugeführt werden.