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Fernmesscmptangsgerät.
Zum Empfang von nach dem Impulszeitverfahren abgegebenen Signalen ist ein Gerät bekanntgeworden (D. R. P. Nr. 546818), bei welchem die Signale sowohl die Bewegungsvorgänge sämtlicher an der Zeigereinstellung beteiligten Zwischenglieder einleiten, als auch die Überführung der in der Übertragungspause beibehaltenen Zeigerstellung in die einem neuen Signal entsprechende Zeigerstellung bewirken. Die durch das Signal bewirkte Rückstellung des Zeigers in seine neue Lage birgt jedoch folgenden Nachteil : Bei einer fallenden Messgrösse (die Rückstellung tritt ja nur dann in Wirkung) wird der Zeiger am Ende des Signals auf seinen neuen Wert eingestellt. Die Übertragungsdauer der Fernmesseinrichtung hängt folglich von der Messgrösse ab, u. zw. nimmt sie mit abnehmendem Messwerte gleichfalls ab.
Die in gleichen Zeitabständen ausgesendeten Signale bewirken nun Zeigerstellungen, welche in immer kürzer werdenden Zeitabständen aufeinanderfolgen. Eine allfällige Planimetrierung (z. B. zur Zählung) der mit einem solchen Gerät erzeugten Registrierkurve führt daher zu einem unrichtigen Zählergebnis.
Dieser Nachteil wird erfindungsgemäss dadurch vermieden, dass die Zeigerrückstellung nicht vom Impuls bewirkt wird, sondern von ihm lediglich eingeleitet wird. Die Rückstellung des Zeigers in seine neue Lage erfolgt hierauf nach Ablauf einer gleichbleibenden bzw. möglichst gleichbleibenden Zeitspanne oder Bogenlänge.
Das im folgenden beschriebene Fernempfangsgerät ist mit geringen Abänderungen sowohl zum Empfang von nach dem Impulszahl-als auch nach dem Impulszeit-oder ähnlichen Verfahren abgegebenen Signalen möglich.
Ein Ausführungsbeispiel eines solchen nach dem Impulszahlverfahren arbeitenden Empfangsgerätes ist in Fig. 1 dargestellt. Eine Welle 61 wird von einem Triebwerke 60 in dauernder Umdrehung gehalten. Auf der Welle 61 sitzt eine Rutschkupplung 62, welche das Drehmoment der Welle 61 auf das Ankerrad 68 überträgt. Mit dem Ankerrade steht ein Anker 91 in Eingriff, an welchem eine Rückzugfeder 94 befestigt ist. Das Ankerrad 6. 3 ist mit einer Zwisehenkupplung 66 durch einen Kuppelstift 6-5 gekuppelt, welcher in einen Lochkreis des Ankerrades 6. 3 eingreift. Der Drehung der Kupplung 66 durch das Ankerrad 63 wirkt eine Feder 67 entgegen.
An der Zwischenkupplung 66 ist ein Mitnehmer 68 befestigt, der durch ein Kuppelelement 69 die Bewegung der Zwischenkupplung 66 auf das Zeigerrad 70 übertragen kann. Das Zeigerrad 70 betätigt einen Zeiger 71. Eine Feder 72 versucht, das mit einer
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Vorgang wird durch die Kuppelelemente 65, 66,68, 69 auf den Zeiger 71 übertragen. Auf der Welle 61 sitzt ein Zahnrad 74, welches mit dem Zahnrad 80 kämmt. Das Zahnrad 80 treibt über eine Rutschkupplung 82 eine Welle 81 an. Auf der Welle 81 sitzt eine Scheibe 83, welche eine Ausbiegung 87 in axialer Richtung besitzt. Des weiteren sind auf dieser Scheibe ein Entklinkungselement 84 und ein
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verhindern kann.
Beim Einlangen des ersten Impulses kann der Anschlag 96 unterhalb des Festhaltestiftes 92 hindurchtreten, so dass die Scheibe 8. 3 anläuft. Das Übersetzungsverhältnis der Zahnräder 74,80 ist
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derart gewählt, dass das Entklinkungselement 84 erst nach Ablauf einer bestimmten, gleichbleibenden, vom Beginn des Signals an gerechneten Bogenlänge zur Wirkung kommt. Das Entklinkungselement 84 drückt dann auf einen Fortsatz 85 einer Sperrklinke 73 ; hiedurch wird das Zeigerrad 70 freigegeben, das sich nun auf einen etwa verringerten Messwert einstellen kann. Hierauf kommt die Ausbiegung 87 der Scheibe 83 zur Wirkung, indem sie durch axiale Verschiebung der Zwisehenkupplung 66 deren Entkupplung mit dem Ankerrade 63 bewirkt.
Unter dem Einflusse der Feder 67 wird die Zwischenkupplung 66 zurückgestellt, bis sie mit dem Anschlag 86 in Berührung kommt. Die Scheibe 83 schiebt dann die Zwischenkupplung 66 in die entgegengesetzte Richtung, wodurch sie mit dem Ankerrad 63 wieder in Eingriff kommt. Der Anschlag 96 stösst darauf gegen den Festhaltestift 92 und setzt damit die Scheibe 83 still ; damit ist die Einrichtung in ihre Ausgangslage zurückgekehrt.
Die beschriebene Empfangseinrichtung kann mit geringfügigen Abänderungen zum Empfang von Impulszeitsignalen dienen. Diese Änderungen (Fig. 2) bestehen z. B. darin, dass statt des doppelt wirkenden Ankers ein einfach wirkender 91'verwendet wird, das Ankerrad 63'eine möglichst feine Zahnteilung bzw. eine glatte Oberfläche erhält, die Lochkupplung durch eine Konuskupplung 63', 65'ersetzt und die Drehgeschwindigkeit der Welle 61 gleichförmig gehalten wird.
Statt oder ausser der Anzeige kann vom Zeigerrade 70 die Bewegung einer Registriereinriehtung abgenommen werden.
Die beschriebene Einrichtung zur Übertragung von Messwerten kann sinngemäss auch zur Übertragung von Befehlen und Meldungen aller Art verwendet werden.
Soll ein Messwert nicht nur angezeigt, sondern auch gezählt werden, so geschieht dies erfindunggemäss dadurch, dass die Umdrehungen desjenigen Teiles der Empfangseinrichtung gezählt werden, dessen Umlauf immer in demselben Sinne und in Abhängigkeit vom Beginn und Ende des Signals erfolgt. Die Fig. 1 und 2 zeigen Ausführungsbeispiele. Das Ankerrad 63 bzw. 63'bewegt ein Zahnrad 75, 75', welches die Bewegung des Ankerrades durch ein Zahnrad 76,76'auf das Zählwerk 77, 77'überträgt.
Eine Verbilligung eines registrierenden Empfangsgerätes wird dadurch erzielt, dass zum Antrieb des Empfangsgerätes als auch zum Antrieb des Registrierstreifens derselbe Motor verwendet wird.
Es kann vorkommen, dass die von der Sendestelle kommenden Signale mit dem Messwerte in einem beliebigen mathematischen Zusammenhange stehen. Hiedurch ergibt sich ein ganz bestimmter Skalenverlauf des Empfangsgerätes, der unter Umständen unerwünscht ist. Dieser Nachteil wird durch Einschaltung eines Kurventriebes od. dgl. zwischen die Zwischenkupplung 66 und das Zeigerrad 70 vermieden. Der Messwert kann dann auch gezählt werden, u. zw. treibt jener Teil, welcher auf den Mitnehmer 69 wirkt, über eine einseitig wirkende Mitnahmevorrichtung das Zählwerk.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Fernmessempfangsgerät, dadurch gekennzeichnet, dass die Signale die Freigabe eines auf den Zeiger (71) einwirkenden Kupplungsteiles (63, 63') bewirken und die Rückstellung des Zeigers auf einen neuen Messwert nach Ablauf einer vom Beginn des Signals gemessenen gleichbleibenden Zeitspanne oder Bogenlänge erfolgt.