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Zwölfphasenschaltung für Stromrichter, insbesondere Gleichrichter.
Es gibt bereits verschiedene Zwölfphasenschaltungen für Stromrichter, insbesondere Gleichrichter. So ist beispielsweise eine Schaltung bekannt, bei der die Primärwicklungen zweier Transformatoren in Stern-bzw. Dreieckschaltung hintereinander geschaltet sind. Von den zwölf Entladungsstrecken, die im allgemeinen zu einem mehranodigen Entladungsgefäss mit gemeinsamer Kathode zusammengefasst sind, führen bei dieser Schaltung in jedem Augenblick drei gleichzeitig Strom. Dies wird dadurch erreicht, dass die Sekundärwicklungen in Doppelzickzack, Einfachzickzack oder Polygonschaltung ausgeführt sind ; denn dann sind die primären und sekundären Amperewindungen des gesamten Systems in jedem Augenblick kompensiert.
Weiter ist eine andere Zwölfphasenschaltung bekannt, bei der primär zwei dreiphasige Zickzackwicklungen mit 300 gegenseitiger Phasenverschiebung in Reihe liegen und die sekundären Seehsphasen- systeme über Verkettungstransformatoren miteinander verbunden sind.
Vorliegende Erfindung bezweckt eine Nutzbarmachung der Vorteile der ersten Schaltung und gleichzeitig eine Verbesserung der zweiten Schaltung. Erfindungsgemäss ist die zweite Schaltung derart ausgebildet, dass von den in Reihe geschalteten Primärwicklungen der beiden Hauptentladungsstrecken die eine in Stern, die andere in Dreieck geschaltet ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigt der linke Teil der Abbildung die Schaltung der Primärwicklungen und der rechte Teil die Schaltung der Sekundärwicklungen eines Zwölfphasentransformators. Die Primärwicklung des mit A bezeichneten einen Transformators ist in Sternschaltung ausgeführt, an deren offenem Nullpunkt die in Dreieck geschaltete Primärwicklung des andern Transformators B angeschlossen ist. Die Sekundärwicklungen beider Transformatoren bestehen aus je zwei in Phasenopposition stehenden Sternschaltungen, deren Nullpunkte über je einen Verkettungstransformator miteinander verbunden sind.
Die Mittelpunkte der beiden Verkettungstransformatoren sind miteinander verbunden und bilden-bei einer Gleichrichteranlage-den Minuspol des Gleichstromsystems. Die äusseren Wicklungsenden der Sekundärwicklung werden an die Anoden des nicht dargestellten Entladungsgefässes in der durch die Bezifferung gekennzeichneten Reihenfolge angeschlossen.
Die beschriebene Schaltung bietet gegenüber der zuerst genannten bekannten Schaltung zunächst einmal den Vorteil eines geringeren Aufwandes an aktivem Material für die beiden Haupttransformatoren, weil eine Stern- und eine Dreieckschaltung bessere Materialausnutzung gestatten als Zickzackwicklungen ; ausserdem arbeiten nunmehr fünf Entladungsstrecken gleichzeitig, d. h. der Anodenstrom beträgt jetzt 13-4% des Gleichstromes gegenüber 17-3% bei der bekannten Schaltung.
In bezug auf die zweite bekannte Schaltung muss man beachten, dass Transformatoren stets zum Ausgleich von Schwankungen der Netzspannung auf der Hoehspannungsseite mit Anzapfungen versehen werden, die entweder spannungslos oder unter Last umschaltbar sind. Dabei müssen natürlich sämtliche Teilwicklungen umgeschaltet werden, je Stufe sind demnach bei der früheren Anordnung zwölf Kontakte nötig, hingegen in der vorliegenden Schaltung nur sechs. Die Umschalteinrichtung wird demnach erheblich billiger. Ausserdem sind Zickzackwicklungen-wie schon erwähnt-durch die
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zahlreichen Querverbindungen stets teurer als die durchlaufenden Wicklungen, und bringen ferner leichter Unsymmetrien des Spannungsabfalles, die dem Betrieb von Stromrichtern abträglich sind.
Die Erfindung hat also das in der Literatur lange Zeit bestehende Vorurteil, dass bei Zwölfphasenschaltungen Brenndauern von 1500 für die Entladungsstrecken nur möglich wären, wenn man bei zwei primärseitig in Reihe geschalteten Haupttransformatoren die Primärwicklungen in Zickzack schaltet, überwunden und gezeigt, dass man mit einer Schaltung gemäss der deutschen Patentschrift Nr. 407844, bei der die eine Primärwicklung in Stern, die andere in Dreieck geschaltet ist, eine Brenndauer von 150 erreichen kann, wenn man Verkettungstransformatoren, für die der Aufwand an aktivem Material sehr klein ist, vorsieht.
Vergleicht man aber die Erfindung mit den Lösungen der britischen Patentschrift Nr. 324999, so ergibt sich, dass es bei Verwendung von Verkettungstransformatoren gar nicht erforderlich ist, Zickzackschaltungen für die Haupttransformatoren vorzusehen. Daher hat man bei der Schaltung gemäss der Erfindung die Vorteile der bekannten 900- und 1500-Schaltungen, jedoch nicht ihre Nachteile.