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Verfahren und Vorrichtung zur mechanischen Herstellung einer vorzugsweise auf optischem Wege wiederzugebenden Schwingungsaufzeichnung, insbesondere Schallaufzeichnung auf einem Träger.
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Nicht immer kann das Mikrophon im allgemeinen als ein variabler Widerstand betrachtet werden.
Wenn z. B. ein Kondensatormikrophon verwendet wird, so kann die Variation der Kapazität zur Ein-
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zur Folge haben würde, vermieden wird. : ¯
Eine andere Lösung wird darin gefunden, dass das Abtastorgan mit einer Blendenanordnung ver- änderlicher Spaltbreite gekuppelt ist, durch deren Spalt ein Lichtbündel auf eine Photozelle auftrifft, welche mit einer besonderen, die Nullage des Aufzeichnungsorgans bestimmenden Spule oder der Erregerspule des Aufzeichnungsorgans elektrisch verbunden ist.
Es empfiehlt sich, ausser den beschriebenen selbsttätigen Einstellmittel auch noch Einstellmittel für Handbedienung vorzusehen, wodurch nach Bedarf die Nullage des Aufzeichnungsorgans von Hand aus korrigiert werden kann.
Insbesondere ist die Erfindung wichtig für die Tonaufzeichnung auf einem Träger nach dem Transversalsystem mittels eines Meissels mit V-förmiger Schneide, wobei der Träger an der Seite, auf der geschnitten wird, mit einer sehr dünnen lichtundurchlässigen Schicht bedeckt ist, die während der Aufzeichnung entsprechend den aufzuzeichnenden Schwingungen teilweise entfernt wird. Vorzugsweise ist der Scheitelwinkel von der Grössenordnung von 174 , damit kleine Schwingungen des Meissels in bezug auf die Trägeroberfläche sich in grossen optisch reproduzierbaren Breitenänderungen der Spur äussern.
Bei den gebräuchlichen Abmessungen von Meisseln und Tonspuren bei der Tonaufzeiehnung auf einem Film, nämlich 1740 Scheitelwinkel des Meissels und 2 mm Breite der Spur, gehört zum Übergang von Maximalamplitude auf Null eine Meisselverstellung von etwa 50 . Eine Abstandänderung zwischen Meissel und Film von etwa 5 tt, d. h. die maximale Dickenänderung des Films, ergibt also eine Breiten- änderung der Tonspur von 10%. Falls der Film an der Aufzeichnungsstelle auf einer rotierenden
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unschädlich gemacht werden.
An Hand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele wird die Erfindung näher erklärt werden.
In Fig. 1 ist ein reiner Tonfilm im Schnitt mit dem zur Aufzeichnung dienenden Meissel im Aufriss dargestellt. Fig. 2 zeigt den Tonfilm, aus Fig. 1 mit der eingeschnittenen Spur in Draufsicht. In Fig. 3 ist ein reiner Tonfilm dargestellt, in den eine nicht modulierte Spur eingeschnitten ist, deren Breite infolge von Fehlern des Films und der Apparatur nicht konstant ist. In den Fig. 4,5 und 6 sind Beispiele der Vorrichtung nach der Erfindung dargestellt.
In der Fig. 1 ist 1 ein reiner Tonfilm im Querschnitt, der mit einer sehr dünnen lichtundurch-
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entfernt wird. Hiedureh entsteht eine Spur, die in der Fig. 2 mit 3 bezeichnet ist.
In der Fig. 3 ist 1 ein reiner Tonfilm, in dem eine nicht modulierte Spur 4 geschnitten ist, welche in übertriebener Weise die Fehler zeigt, die bisher immer in geschnittenen Aufzeichnungen vorhanden waren. Die richtige Spur, wie man sie anstrebt, ist von den punktierten Linien 5 dargestellt ; die ausgezogenen Linien bilden die Begrenzungen der Spur, wie sie bisher erhalten wurde.
In der Fig. 4 ist schematisch eine Anordnung nach der Erfindung dargestellt. Wie gebräuchlich, wird der Film 1 an der Aufzeiehnungsstelle von einer Trommel ? geführt. Der Meissel 2 ist fest mit dem Anker 15 verbunden, der zwischen zwei Polschuhen 16 und 17 angeordnet ist und von einer Stromspule 14 umgeben ist. Der Meisselmechanismus ist in einem Hebel 18 untergebracht, der sich um den Punkt 20 drehen kann, so dass mittels der Stellschraube 19 die Nullage des Meissels eingestellt werden kann. In der Bewegungsrichtung des Films vor dem Meissel ist ein Fühler 8 angeordnet, der an einem Winkelhebel 9 befestigt ist, der sich um den Punkte drehen kann und an seinem ändern Ende durch die Stange 11 mit der Membrane des Mikrophons 12 verbunden ist.
Durch die Feder 26 wird dafür gesorgt, dass der Fühler immer genau mit der Filmoberfläche in Berührung steht. Die den aufzuzeichnenden Schwingungen entsprechenden Ströme, einfachheitshalber weiterhin Sprechströme genannt, werden der Antriebsspule des Meissels 14 über den Verstärker 13 zugeführt. In die Leitung vom Verstärker zum Aufzeichnungsorgan ist das Mikrophon 12 und eine Batterie 22 geschaltet. Um zu vermeiden, dass die Sprechströme das Mikrophon passieren müssen, ist parallel zu diesem der Kondensator 21 geschaltet, der für die dem Schall entsprechenden Wechselströme nur geringen Widerstand aufweist.
Die punktierte Linie 2. 9 zeigt, dass die betreffenden Anschlussklemmen im Verstärker durch- verbunden sind.
Fig. 5 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel nach der Erfindung. Im Gegensazt zu der vorher beschriebenen Ausführung, bei der nur der Meissel seine Mittellage dadurch ändert, dass dem dem Schall entsprechenden Wechselstrom eine Gleichstromkomponente überlagert wird, wird in diesem Beispiel der Hebel 18 verstellt, während der Meissel in bezug auf den Hebel seine Mittellage nicht ändert. Zu diesem Zweck ist für die Verstellung ein besonderer Stromkreis vorgesehen, welcher aus dem Mikrophon IP"
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einer Batterie 22 und einem Verstärker 23 einerseits, Verstärker 2. 3 und Spule 24 anderseits zusammengesetzt ist.
Der Hebel ist nicht fest angeordnet wie im vorhergehenden Beispiel, sondern wird von der Druckfeder 26 und dem Eisenkern 25 in einer bestimmten Lage festgehalten. Sicherheitshalber ist ein Anschlag 28 angeordnet. Um zu vermeiden, dass der Arm in Schwingung gerät, ist mit demselben eine Ölbremse 27 verbunden. Die Vorrichtung ist derart abgestimmt, dass bei jeder Ablenkung des Fühlers 8 der Gleichstrom in der Spule 24 sich um einen entsprechenden Betrag ändert, so dass z. B. durch stärkere Anziehung des Kernes 25 der Arm und mit ihm der Meissel eine entsprechende Ablenkung bekommt.
In der Fig. 6 ist eine Vorrichtung dargestellt, in welcher der Fühler 8 mit einer Blende gekuppelt ist. Der Lichtspalt 30 wird zwischen einer festen Blende 31 und einer beweglichen Blende 32 gebildet, die mit der Stange 11 und Hebel 9 mit dem Fühler 8 verbunden ist. Das Licht der Lichtquelle 34 wird von der Kondensorlinse 35 auf dem Spalt 30 konzentriert, während die hindurchfallenden Strahlen auf die Photozelle 33 auftreffen. Die auf die Photozelle fallende Lichtmenge ist also abhängig von der
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ströme zugeführt, denen eine Gleichstromkomponente von dem verstärkten Photozellenstrom überlagert ist, welche die richtige Nullage des Meissels in bezug auf den Träger sichert.
Im Gegensatz zu der obenbesehriebenen Anordnung ist es auch möglich, den verstärkten Photozellenstrom einer eigenen Spule zuzuführen, wie dies an Hand der Fig. 5 für die Mikrophonanordnung bereits beschrieben wurde.
In den Ausführungsbeispielen wird die Meisselnullage genau an die Trägeroberfläche angepasst.
Obgleich die Beispiele nur an Hand von Filmen beschrieben wurden, ist es jedoch selbstverständlich, dass nur rein konstruktive Massnahmen erforderlich sind, um die erfindungsgemässen Vorrichtungen für andere Träger, wie z. B. Platten und Rollen, zu verwenden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur mechanischen Herstellung einer vorzugsweise auf optischem Wege wiederzugebenden Schwingungsaufzeichnung, insbesondere Schallaufzeichnung, auf einem Träger, dadurch gekennzeichnet, dass an oder in der Mitte der Aufzeichnungsstelle mit der Trägeroberfläche zusammenarbeitende Abtastmittel verwendet werden, die auf einen elektrischen Stromkreis derart einwirken, dass die eingestellte Nullage des Aufzeichnungsorgans gegenüber der Trägeroberfläche selbsttätig beibehalten wird.