AT146564B - Gasableitung für in der Schußrichtung bewegte Feuerwaffen. - Google Patents

Gasableitung für in der Schußrichtung bewegte Feuerwaffen.

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Danuvia Ipari Es Kereskedelmi
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Gasableitung für in der Schussrichtung bewegte Feuerwaffen. 



   Bei Feuerwaffen, welche in der Schussrichtung bewegt werden, werden durch die Luftströmung die an der Laufmündung austretenden heissen Gase über den Lauf und die ganze Feuerwaffe gespült, was eine grössere Erhitzung und Verschmutzung der Feuerwaffe zur Folge hat. 



   Wenn nun die Feuerwaffe z. B. in einem Flugzeug eingebaut ist, so kommt meistens die Laufmündung in die Nähe des Flugmotorenvergasers und bedeutet das austretende Mündungsfeuer auch wegen der sonst noch vorkommenden Benzindämpfe eine Feuersgefahr. 



   Es wurde daher in die Verkleidung des Flugzeugrumpfes über dem Motor ein ganzes oder auch ein halbes Rohr angebracht, in welchem sich die Laufmündung befand, so dass auf diese Weise zwischen dem Mündungsfeuer und dem Benzindämpfe enthaltenden Raum eine Trennwand vorhanden war. 



   Fig. 1 der Zeichnung zeigt eine bisher   gebräuchliche   Anordnung. Der Lauf 1 der nichtgezeichneten Feuerwaffe mündet in das Flammrohr 2, welches am hinteren Ende mittels der Wand 3 den Lauf 1 mit einem Spiel   umschliesst,   vorne offen und nach oben   abgeschrägt   und in der Verschalung 4 des Flugzeuges befestigt ist. 



   Die aus der Laufmündung austretenden Gase werden durch die Wand des Rohres 2 gegen das Geschoss abgelenkt und beeinflussen dessen Flugbahn, und da bei dem Schiessen infolge der auftretenden Schwingungen der Lauf 1 seine Lage gegenüber dem Rohr 2 ständig ändert, so wird auch die Flugbahn des Geschosses ständig in einer andern Richtung beeinflusst und damit die Streuung der Feuerwaffe bedeutend vergrössert werden. Praktische Versuche haben ergeben, dass diese Vergrösserung 200-500% beträgt. 



   Der Pfeil 5 zeigt die   Flugriehtung.   Die aus dem Rohr 2 austretenden Gase werden durch die Luftströmung ausserhalb der Verschalung 4 in der Richtung des Pfeiles 6 gegen den Piloten strömen, während die nach dem Schuss bzw. nach der Gasausströmung im Rohr 2 verbleibenden Gase in der Richtung der Pfeile 7 über den Lauf der Feuerwaffe strömen und denselben noch mehr erhitzen. 



   Durch die Erfindung werden diese Übelstände vollkommen beseitigt, indem vor dem Lauf der Feuerwaffe ein oder mehrere zentrisch angeordnete, den grössten Teil der Gase neben dem Lauf nach hinten ableitende und mit je einer Zentralbohrung ausgebildete, an sieh bekannte Ablenker die von ihnen abgelenkten Gase einem an der Feuerwaffe befestigten Gassammler zuführen, in dessen ebenfalls zentrischem vorderem Teil die über die Bohrung des Ablenkers nach vorne strömenden Gase von der von vorne eindringenden Luft nach hinten mitgenommen werden, wobei ein Austrittsrohr des Gassammlers die ganze nach hinten gebrachte Gasmenge seitlich ableitet. 



   In der Zeichnung ist die Gasableitung nach der Erfindung in einer beispielsweisen Ausführungform dargestellt. Es ist Fig. 2 ein Längsschnitt durch den Gassammler mit dem vorderen Laufende, in Verbindung mit einem als Mündungsbremse ausgebildeten Ablenker. Fig. 3 ein Längsschnitt durch den ganzen Lauf mit Gassammler nebst Ablenker und einem Teil des Feuerwaffengehäuses, in kleinerem Massstabe. Fig. 4 ein Querschnitt durch den Gassammler nach der Linie   --B   der Fig. 3. 



   Der im Gehäuse 8 befestigte Lauf 9 ist an der Mündung in dem ebenfalls am Gehäuse 8 befestigten Rohr 10 zentrisch gelagert, so dass der am Rohr 10 befestigte Gassammler 11 stets zentriseli mit der Laufmündung ist. An der Laufmündung ist der als   Mündungsbremse   ausgebildete Ablenker 12 befestigt. Das Rohr 13 führt die Gase aus dem   Gassammler seitlich   ab, während die Rohre 14 friche Luft zur Laufkühlung in das Rohr 10 einführen, welche Luft am hinteren Ende durch die Bohrung 15 wieder austritt. 



   Der Pfeil 16 zeigt die Flugrichtung und somit wird die Luft in der Richtung der Pfeile 17 und 20 durch den Gassammler 11 und in der Richtung der Pfeile 21 durch das Rohr 10 strömen. Beim Abfeuern 

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 EMI2.1 
 derung erfährt :
Sobald das Geschoss den Lauf verlassen'hat und die Bohrung des Ablenkers 12 durcheilt, entspannen sich die Gase aus dem Laufe und strömen in der Richtung der Pfeile 19 gegen den Ablenker 12 durch den Gassammler 11 und Rohr 13 seitlich aus dem Flugzeugrumpf ins Freie. Nachdem das Geschoss die Bohrung des Ablenkers 12 verlässt, strömt ein Teil der noch vorhandenen Gase durch dieselbe in den vorderen Teil 22 des Gassammlers und wird durch die Strömung nach den Pfeilen 17 in der Richtung der Pfeile 18 ebenfalls durch das Rohr   13 abgeführt.   



   Die Verlängerung 22 des Gassammlers 11 nach vorne ist so lang,   dass   die aus der Bohrung des Ablenkers 12 strömenden Gase den Gassammler nach vorne nicht verlassen können und unbedingt nach hinten durch das Rohr   13   abgeführt werden. 



   Der grössere Teil der Gase wird schon durch den Ablenker 12 nach hinten geführt ; diese und der vordere Teil 22 des Gassammlers 11 bilden Bestandteile der Feuerwaffe, sind mit dieser fest verbunden, so dass ihre zentrische Lage gegenüber dem Lauf gesichert ist und die Gasströmung daher keinen schädlichen Einfluss auf die Präzision der Feuerung mehr haben kann. 



   Die heissen Gase können, nachdem sie vollkommen gesammelt und seitlich aus dem Flugzeugrumpf 
 EMI2.2 
 



   Innerhalb ihrer baulichen und funktionellen Grenzen kann die Erfindung mit weitgehenden Ab- änderungen ausgeführt werden, ohne dass dadurch auch die Erfindung selbst eine Änderung erleiden würde. So wird z. B. bei einer Anordnung, bei welcher sich der Lauf im Rohr 10 bewegen muss, für denselben an der Mündung eine Führung im Rohr 10 ausgebildet. Wenn keine Mündungsbremse   erwünscht   ist, wird der Ablenker anstatt am Lauf am Gassammler befestigt und kann bei entsprechender Ausbildung des Laufendes auch als   Rückstossverstärker   wirken. Die Kühlung des Laufes durch die Strömung nach den Pfeilen 21 kann auch als Wasserkühlung ausgebildet werden. An Stelle eines einzigen Ablenkers können auch mehrere verwendet werden usw. 



   PATENT-ANSPRÜCHE   :  
1. Gasableitung für in der Schussrichtung bewegte Feuerwaffen, bei welchen vor dem Lauf   (9)   der Feuerwaffe in zentrischer Anordnung ein oder mehrere, den grössten Teil der Gase neben den Lauf nach rückwärts ableitenden mit je einer Bohrung ausgebildeten Ablenker   (12)   vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass diese Ablenker die von ihnen abgelenkten Gase einem an der Feuerwaffe befestigten Gassammler zuführen, in dessen ebenfalls zentrischem vorderem Teil (22) die über die Bohrung des Ab- 
 EMI2.3 
 werden, wobei ein Austrittsrohr   (13)   des Gassammlers   (11)   die ganze nach rückwärts gebrachte Gasmenge seitlich ableitet.

Claims (1)

  1. 2. Gasableitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gassammler (11) an einem Mantelrohr (10) befestigt ist, durch welches das Kühlmittel für den Lauf geleitet wird.
AT146564D 1934-05-05 1934-05-05 Gasableitung für in der Schußrichtung bewegte Feuerwaffen. AT146564B (de)

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ID=3644149

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