AT146810B - Verfahren zur Herstellung von Ferromangan. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Ferromangan.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung von Ferromangan. Bei der Herstellung von Ferromangan im Hochofen, also bei dem bisher üblichsten Herstellungsverfahren, ist man, entsprechend der Natur des Prozesses, an die Wahl von Erzen gebunden, deren Mangangehalt in ganz bestimmtem Verhältnis zum Eisengehalt steht. 80% iges Ferromangan kann man im Hochofen z. B. nur unter Verwendung eines Manganerzes erblasen, dessen Mangangehalt mindestens 40% und dessen Eisengehalt höchstens 4% beträgt. Niedrigmanganhaltige Erze, beispielsweise solche mit 43% Eisen und 8'5% Mangan, ergeben im Hochofen ein Roheisen mit höchstens 11'5% Mangan. Abgesehen von dieser durch das Eisen-Manganverhältnis in den Erzen gegebenen Zwangsläufigkeit ist die Ferromanganherstellung im Hochofen auch teuer mit Rücksicht auf den hohen Brennstoffverbrauch und den bedeutenden Ofenverschleiss. Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren zur Herstellung von Ferromangan aus eisenhaltigen Manganerzen oder Manganschlacken, die sich auf Grund ihres Eisen-Manganverhältnisses nicht in einem Arbeitsgang auf Ferromangan verarbeiten lassen. Nach dem vorliegenden Verfahren werden diese Erze oder Schlacken zuerst in einem Herd-oder Trommelofen auf eine niedrigschmelzende Manganoxydulschlacke verarbeitet. Dabei wird aus ihnen und der gebildeten Schlacke so viel Eisen reduziert, dass nach dessen Entfernung ein Zwischenprodukt mit dem zum Erschmelzen des gewünschten Ferromangans richtigen Eisen-Manganverhältnis entsteht, das alsdann in üblicher Weise auf Ferromangan verhüttet wird. Das ganze Verfahren geht über die flüssige Phase, so dass es in besonders einfacher Weise zu führen und die Trennung von Eisen und Mangan bequem so zu regeln ist, dass ein Zwischenprodukt mit dem für die Herstellung von Ferromangan erforderlichen Eisen-Manganverhältnis entsteht. Eine solche Trennung von Eisen und Mangan über die flüssige Phase, die allein ein brauchbares Verfahren zur Herstellung von Ferromangan ergibt, ist nun an besondere Vorschriften gebunden. Um wohl die Reduktion von Eisen, aber nicht die von Mangan zu bewerkstelligen, muss gemäss der Erfindung der Einsatz derart gemöllert sein, dass zunächst eine niedrigschmelzende Manganoxydulschlaeke solchen Basizitätsgrades entsteht, dass bei der für die Eisenreduktion notwendigen Temperatur eine Spaltung des Manganoxyduls nicht eintritt. Im ersten Verfahrensabschnitt, d. b. während der Mangananreicherung, muss also eine leichtschmelzbare, höchstens neutrale, zweckmässig aber schwachsaure Schlacke angestrebt und bei unter den Reduktionstemperaturen des Manganoxyduls liegenden Temperaturen gearbeitet werden. Im zweiten Abschnitt wird die angereicherte Manganoxydulschlaeke in an sich bekannter Weise auf Ferromangan verarbeitet. Es wird die Temperatur im Ofen gesteigert und dem Produkt des ersten Abschnittes so viel Kalk zugeschlagen, dass sich die Schlacke dabei hochbasisch gestaltet. Der erste Abschnitt des Verfahrens wird vornehmlich in einem Trommelofen durchgeführt. Es könnte aber natürlich auch ein Herdofen dazu benutzt werden. Das aus der Manganoxydulschlacke bei unterhalb der Reduktionstemperatur des Mangans liegenden Temperaturen reduzierte Eisen kann man dem Ofen laufend oder periodisch entnehmen. Die beiden Verfahrensabschnitte, also der Mangan- anreicherungsprozess und die Herstellung des Ferromangans, können in ein und demselben Ofen nacheinander durchgeführt werden. Die Herstellung des Ferromangans aus dem Zwischenprodukt lässt sich aber auch in einem zweiten Ofen bewerkstelligen. Das vorliegende Verfahren zur Herstellung von Ferromangan ist, wie man ohne weiteres erkennt, in seiner Durchführung einfach und wesentlich anpassungsfähiger als der Hochofenprozess und auch die <Desc/Clms Page number 2> bisher bekannten andern Herstellungsverfahren. Die fraktionierte Reduktion über die flüssige Phase bildet ein sicheres und betriebsmässig gut zu behandelndes Mittel, aus Manganerzen bzw. Schlacken, deren Eisen-Manganverhältnis sie sonst nicht dazu geeignet macht, in einem Arbeitsgang Ferromangan herzustellen. Damit ist man nicht mehr in dem Masse wie bisher von der Beschaffenheit und den Gehalten der Manganerze abhängig. Manganerzla. gerstätten mit Erzen mittlerer oder niedriger Mangangehalte gewinnen dabei ganz wesentlich an Wert. Es ist von grosser volkswirtschaftlicher Bedeutung, dass dadurch der Bezug teurer und fremdländischer hochhaltiger Manganerze mehr oder weniger entbehrlich wird.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Ferromangan aus eisenhaltigen Manganerzen oder Manganschlacken, die sich auf Grund ihres Eisen-Manganverhältnisses nicht in einem Arbeitsgang auf Ferromangan verarbeiten lassen, dadurch gekennzeichnet, dass man die Ausgangsmaterialien, gegebenenfalls mit ent- EMI2.1 Manganoxydulschlacke solchen Basizitätsgrades einsehmilzt, dass bei den für die Reduktion des Eisens notwendigen Temperaturen eine Manganreduktion nicht stattfindet, und aus dieser Schlacke bei unterhalb der Reduktionstemperaturen des Mangans liegenden Temperaturen so viel Eisen herausreduziert und laufend oder periodisch absticht, dass ein Zwischenprodukt mit dem zum Erschmelzen des gewünschten Ferromangans richtigen Eisen-Manganverhältnis entsteht,das alsdann in üblicher Weise nach Erhöhung seines Basizitätsgrades und Steigerung der Reduktionstemperatur in demselben Ofen im Anschluss an den Anreicherungsprozess oder in einem zweiten Ofen auf Ferromangan reduziert wird.
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| DE146810X | 1934-07-23 |
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