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Verdampfungseinrichtung, insbesondere für ärztliche Zwecke.
Einrichtungen zur Verdampfung von flüssigen Narkosemitteln, deren Verdampfungsgeschwindigkeit und-menge innerhalb gewisser Grenzen liegen müssen, wobei ständig ein Vorrat verfügbar sein soll, leiden unter dem Umstand, dass bisher hiefür ein grosser technischer Aufwand einerseits, besondere Schulung nebst aufmerksamer Bedienung anderseits erforderlich ist. In der Regel werden flüssige Narkosemittel aus einem Vorratsbehälter tropfenweise einer darunter liegenden, des öfteren beheizbaren Verdampfungkammer zugeleitet und zumeist auch dort der Narkosedampf mit der Atmungsluft gemischt. Wird die Mischung erst vor der Mundhöhle vorgenommen, so wird ein Ausgleichsrohr zwischen Verdampfungkammer und darüber liegendem Vorratsbehälter angeordnet.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass Vorrats- und Verdampfungsraum zweckmässig verschiedener Grösse, jedoch mit gemeinsamen Gasraum in einer Kammer angeordnet werden. Dadurch wird es mit verhältnismässig geringem technischem Aufwand möglich, dem Verdampfungsteil der Einrichtung die für einen bestimmten Zeitraum erforderliche Menge des Narkoseihittels voll zuzuführen im
Gegensatz zur tropfenförmigen Zufuhr, wobei die Verdampfung der zu verdampfenden Menge bis zu ihrer Erschöpfung lediglich durch Wärmezufuhr regelbar wird. Die zur Narkose notwendige Gleichmässigkeit der Dampfabgabe wird hiebei infolge der Unabhängigkeit vom Wärme-und Druckzustand gegenüber dem Aussenraum auch ohne die übliche tropfenweise Nachförderung erhalten.
Der Abteilung für die Verdampfung ist eine flächenhaft begrenzte, gegebenenfalls veränderliche Heizzone zugeordnet, beispielsweise in Berührung mit einem an sich bekannten Warmwassermantel, so dass die zugeführte Wärme so gut wie ausschliesslich nur der zu verdampfenden Flüssigkeit zukommt, ohne dass praktisch die Temperatur der Vorratsmenge beeinflusst wird. Eine etwa vorzunehmende Überhitzung des Narkosedampfes erfolgt zweckmässig getrennt von der Verdampfung selbst und noch vor der Mischung mit der Atmungsluft, die gegebenenfalls unmittelbar vor oder erst in der Mundhöhle vorgenommen wird.
Liegen Vorrats-und Verdampfungsraum vorwiegend in gleicher Höhe, so werden nach einem weiteren Erfindungsgedanken die beiden Abteilungen durch eine absperrbare Kommunikation verbunden, wodurch die jeweils verdampfte Menge des Narkoseimttels in begrenztem Ausmasse zur Verfügung steht. Eine genauere Begrenzung unabhängig vom Flüssigkeitsspiegel des Vorratsraumes wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass der Verdampfungsraum von einem saugfähigen Körper in an sich bekannter Art erfüllt oder noch vorteilhafter direkt von einem solchen gebildet wird. Gemäss einem weiteren Erfindungsgedanken erfolgt die Füllung oder Nachfüllung des Verdampfungsraumes auf kapillarem Wege, also mit Hilfe von saugfähigen Stoffen, wie Gewebe, keramischen Körpern od. dgl.
Durch geeignete Auswahl solcher Stoffe hinsichtlich Steiggeschwindigkeit und Bemessung der Steigquerschnitte kann der Ersatz der verdampften Narkoseflüssigkeit in weiten Grenzen geregelt werden. Besonders vorteilhaft und wirtschaftlich erfolgt die Förderung langsamer als die Verdampfung in dem gefüllten Verdampfungsraume, da zur Einleitung der Narkose grössere Gasmengen in der Zeiteinheit nötig sind'als zu deren Aufrechterhaltung. Wird die Nachfüllung des Verdampfungsraumes auf kommunizierendem Wege durchgeführt, so kann der massgebende Querschnitt entsprechend klein sein, grundsätzlich gleich der Querschnittsbegrenzung und Stoffwahl bei der kapillaren Förderung.
Fig. 1 zeigt beispielsweise eine zur Hälfte aufgeschnittene Form des Erfindungsgegenstandes mit kommunizierenden Abteilungen, Fig. 2 eine Form, bei welcher die Verdampfungsabteilung von einem saugfähigen Körper erfüllt ist, Fig. 3 eine Form, bei welcher ein solcher die Verdampfungsabteilung selbst bildet, Fig. 4 die gleiche Form, wobei jedoch die Nachfüllung auf kapillarem Wege erfolgt.
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In einer beispielsweisen'Ausführungsform nach Fig. 1 wird eine geschlossene Kammer 1 mit einer Füll-und Dampfentnahmeöffnung 2 selbst durch eine ringförmige, zweckmässig wärmeisolierende Wand 3 in einen Vorratsraum 4 und einen Verdampfungsraum 5 geteilt, welcher über eine flächenhaft begrenzte Heizzone 6 mit dem seitlichen Wandteil eines warmes Wasser enthaltenden Gefässes 7 in wärmeübertragender Verbindung steht, dabei aber höher liegt als der Gefässboden. Diese Anordnung ermöglicht eine besonders günstige Strömung der verschieden warmen Wasserschichten und deren raschen Austausch. Das Wassergefäss 7 kann aber auch z. B. durch einen elektrischen Heizkörper ersetzt sein oder ein solcher kann in dem Wassergefässe 7 selbst angeordnet sein, wobei das Wasser nur als Wärmezwischenspeicher wirkt.
Die Abteilungen 4 und 5 kommunizieren zeichnungsgemäss über ein Rohrstück 8, das gegebenenfalls durch ein Element 9 unterbrochen ist, das eine Querschnittveränderung bzw. Absperrung bewirkt. In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist der Verdampfungsraum von einem saugfähigen Körper 5 a ausgefüllt und kommuniziert mit dem Vorratsraum 4 beispielsweise über eine Öffnung 10. Der Füllungsgrad ist hiebei unabhängig vom Spiegel des Vorratsraumes. Nach dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 3 ist sogar eine Teilungswand unnötig. Es wird hiebei die Verdampfungsabteilung von dem saugfähigen Körper 5 b selbst gebildet, der über dem Spiegel der Vorratsabteilung 4 angeordnet und jeweils durch Neigen der ganzen Einrichtung aufgefüllt wird.
Das Ausführungsbeispiel Fig. 4 ist gleich-
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personen besonderer Schulung auch wirtschaftlich zugänglich.
PATENT-ANSPRÜCHE :
L Verdampfungseinrichtung, insbesondere für ärztliche Zwecke, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kammer (1) in zwei Abteilungen (4, 5) mit gemeinsamem Gasraum unterteilt ist, deren eine als Vorratsraum, die andere als Verdampfungsraum dient, wobei dem Verdampfungsraume eine flächenhaft begrenzte, gegebenenfalls veränderliche Heizzone (6) zugeordnet ist.