AT14705U1 - Zeltstangenbausatz und demontierbares Zelt - Google Patents

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AT14705U1 ATGM50081/2014U AT500812014U AT14705U1 AT 14705 U1 AT14705 U1 AT 14705U1 AT 500812014 U AT500812014 U AT 500812014U AT 14705 U1 AT14705 U1 AT 14705U1
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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Zeltstangenbausatz (3) zur Befestigung einer Zeltplane, der eine Mehrzahl von reversibel miteinander verbindbaren Stützelementen (4, 5, 7, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 23, 24, 25, 26) aufweist, die zu unterschiedlichen Stützelementtypen gruppiert sind. Dabei ist ein Stützelementtyp mit einem einzelnen Stützelement ( 4, 23) , sowie mehrere Stützelementtypen mit jeweils einer Mehrzahl von einzelnen Stützelementen (5, 7, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 24, 25, 26) vorhanden.

Description

Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft einen Bausatz zur Ausbildung einer Stützstruktur für eine planenar¬tige Abdeckeinrichtung, insbesondere für eine Zeltplane oder eine Abdeckplane, mit einerMehrzahl von reversibel miteinander verbindbaren Stützelementen, die zu unterschiedlichenStützelementtypen gruppiert sind.
[0002] Verschiedenartig ausgebildete reversible Bauten (die insbesondere zeltartigen Charak¬ter haben) werden heutzutage auf unterschiedlichsten Anwendungsgebieten genutzt.
[0003] Ein Einsatzgebiet ist beispielsweise die Verwendung von Zelten für den Outdooreinsatz(Campen mit Zelt und dergleichen). Ein weiteres Einsatzgebiet sind zusammensetzbare (undwieder zerlegbare) Zeltdächer, die als Witterungsschutz im Garten (beispielsweise für Festeund dergleichen) aufgestellt werden. Aber auch zum Schutz von Pflanzen gegenüber Witte¬rungseinflüssen (beispielsweise zum Schutz in kalten Nächten in den Übergangszeiten) werdenspezielle Zelte verwendet.
[0004] Speziell dann, wenn die Zelte nur vergleichsweise kurze Zeit aufgebaut sind und/oderhäufig an vergleichsweise weit auseinanderliegenden Orten verwendet werden sollen, ist einemöglichst leichte Bauausführung, verbunden mit einem möglichst kleinen Packmass und einerleichten Aufbaubarkeit bzw. Demontierbarkeit, vonnöten. Besonders bevorzugt sollte dabei einAufbau bzw. eine Demontage des Zeltes durch möglichst wenige Personen, besonders bevor¬zugt durch eine einzige Person, möglich sein. Speziell die Forderung, dass ein Aufbau vonmöglichst wenigen Personen möglich sein soll, verursacht bei etwas grösseren Zelten schnellKonstruktionsprobleme.
[0005] Beispielsweise sind Gartenzeltdächer für Feste und dergleichen im heimischen Gartenweit verbreitet (in der Tat sind derartige Gartenzeltdächer derart verbreitet, dass diese zum Teilscherzweise als „gemeine Gartenweisslinge" bezeichnet werden).
[0006] Bei derartigen Gartenzeltdächern („Falt-Zeltdächer") ist eine Dachstruktur mit einemDachbezug vorhanden, der auf mehreren (in der Regel vier) vergleichsweise langen Stützenruht. Damit man sich unter die Gartenzeltdächer stellen kann, ist eine Höhe des Gartenzelt¬dachs (und damit der Trägerstützen) von typischerweise 2 m bis 2,50 m erforderlich. Damit sichmehrere Personen unter die Dachstruktur stellen können, ist eine entsprechende Grundflächeerforderlich. Um diesen Forderungen Genüge zu tun, erfolgt die Konstruktion meist derart, dasseine Stützstruktur aus Aluminium gewählt wird. Meist ist es so, dass zwei vergleichsweise langeAluminiumstangen über ein Drehgelenk miteinander verbunden sind. Sind die beiden Stangenparallel zueinander ausgerichtet (demontierter Zustand), so kann die Stützstruktur vergleichs¬weise leicht transportiert werden. Werden die beiden Stangen um 90° gegeneinander verdreht,so ist eine im Wesentlichen rechteckige Dachgrundstruktur vorgegeben. Diese Dachgrundstruk¬tur wird durch seitliche Streben (typischerweise ebenfalls aus Aluminium) abgespannt. Diederart vorbereitete Stützstruktur wird (in der Regel noch am Boden liegend) mit dem Dachbezug(welcher typischerweise aus imprägniertem Stoff oder Kunststoff gebildet ist) bespannt. An¬schliessend wird die mit dem Dachbezug versehene Stützstruktur nach oben gehoben und anden vier Ecken wird jeweils eine Stützstange (die in aller Regel ebenfalls aus Aluminium gebil¬det ist) untergesteckt. Nachteilig ist, dass für das Aufstellen meist vier Personen erforderlichsind (oder ansonsten der Aufstellvorgang sehr kräftezehrend und zeitaufwändig ist). Darüberhinaus hat das verwendete Aluminium den Nachteil, dass dieses oft korrodiert und daher nacheiniger Zeit die Drehbewegung um das mittlere Gelenk nicht mehr möglich ist. Darüber hinausist der komplette Gartenzeltdachbausatz (auch aufgrund der verwendeten Aluminiumteile) sehrgross und sehr schwer. In der Regel kann der komplette Bausatz nicht mehr von einer einzel¬nen Person getragen werden.
[0007] Es besteht daher nach wie vor ein erhebliches Verbesserungspotenzial bei Zelten unter¬schiedlichster Bauweisen. Insbesondere ist es erwünscht, das Zusammensetzen (und die De¬montage) der betreffenden Zelte zu vereinfachen. Darüber hinaus sollten die Zelte im demon- tierten Zustand möglichst klein und möglichst leicht sein. Insbesondere wäre es wünschenswert,wenn ein Transport, ein Aufbau und eine Demontage von einer einzelnen Person realisiertwerden könnte.
[0008] Die Aufgabe der Erfindung besteht somit darin, einen Bausatz zur Ausbildung einerStützstruktur für eine planenartige Abdeckeinrichtung vorzuschlagen, welcher gegenüber Baus¬ätzen zur Ausbildung einer Stützstruktur für eine planenartige Abdeckeinrichtung, wie sie imStand der Technik bekannt sind, verbessert ist.
[0009] Die Erfindung löst die Aufgabe.
[0010] Es wird vorgeschlagen, einen Bausatz zur Ausbildung einer Stützstruktur für eine pla¬nenartige Abdeckeinrichtung, insbesondere für eine Zeltplane oder eine Abdeckplane, mit einerMehrzahl von reversibel zueinander verbindbaren Stützelementen, die zu unterschiedlichenStützelementtypen gruppiert sind, derart auszubilden, dass vorzugsweise genau ein Stützele¬menttyp mit einem einzelnen Stützelement sowie zumindest ein Stützelementtyp mit einerMehrzahl von einzelnen Stützelementen vorhanden ist. Unter einer planenartigen Abdeckein¬richtung kann eine im Wesentlichen beliebige, insbesondere typischerweise im Stand der Tech¬nik verwendete, Abdeckeinrichtung verwendet werden. Insbesondere ist an Stoffe (insbesonde¬re imprägnierte Stoffe) zu denken, die beispielsweise durch Weben, Wirken, Filzen oder Zu¬sammenkleben von Faserelementen erzeugt werden können. Dabei können sowohl Naturfa¬sern, behandelte Naturfasern oder auch Kunstfasern genutzt werden. Ebenso sind Planenmöglich (also zumindest bereichsweise durchgängige flächenartige Gebilde), wie beispielsweiseKunststoffplanen, sonstige folienartige Materialien und dergleichen. Typischerweise sind dieAbdeckeinrichtungen in sich verformbar, können also zusammengelegt, zusammengerollt unddergleichen werden. Dies hat jedoch typischerweise zur Folge, dass diese nicht selbsttätighalten (in der Regel sind diese lediglich bis zu einem gewissen Grad und im Wesentlichenausschliesslich auf Zug belastbar), sodass eine spezielle Stützstruktur erforderlich ist, die eineausreichend grosse mechanische Stabilität der Gesamtanordnung bewirkt. Bei den Stützele¬menten kann es sich ebenfalls um im Wesentlichen beliebige Stützelemente handeln. Insbe¬sondere ist an stangenartige oder rohrartige Gebilde zu denken. Bevorzugt sind die entspre¬chenden Gebilde nicht nur auf Zug und auf Druck belastbar, sondern darüber hinaus zumindestbis zu einem gewissen Grad biegesteif und/oder torsionsfest. Die Gruppierung der Stützelemen¬te zu einzelnen Stützelementtypen erfolgt vorzugsweise basierend auf einer Art „grundsätzli¬chen Charakteristik". Das heisst, dass die Stützelemente eines Stützelementtyps nicht notwen¬digerweise vollständig identisch zueinander sind (auch wenn dies bevorzugt ist). Insbesonderekönnen Unterschiede vorhanden sein, die sich auf Charakteristika beziehen, die nicht der me¬chanischen Stabilität bzw. der mechanischen Grundcharakteristik des betreffenden Stützele¬ments dienen. Hier ist beispielsweise an eine Farbgebung, eine Beschriftung oder dergleichenzu denken. Dementsprechend sind die Stützelemente in einem Stützelementtyp daher zwarmeist von ihrer mechanischen Wirkung her innerhalb der Gruppe des betreffenden Stützele¬menttyps austauschbar, auch wenn sich hierbei gegebenenfalls optische Unterschiede ergebenkönnen. Es wird vorgeschlagen, dass zumindest ein Stützelementtyp vorhanden ist, bei demlediglich ein einziges Stützelement von diesem Typ vorhanden ist. Möglich ist es, dass eineMehrzahl an Stützelementtypen vorhanden ist, bei denen jeweils ein einzelnes Stützelementvorhanden ist. In Ausnahmefällen kann es auch möglich sein, dass anstelle eines Stützele¬menttyps (oder zusätzlich hierzu) mit einem einzelnen Stützelement auch ein Stützelementtypvorkommt, bei dem eine geringe Anzahl an Stützelementen vom betreffenden Stützelementtypvorhanden ist (wie beispielsweise zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben oder acht Stück). Letzte¬res kann beispielsweise im Falle besonders grosser Stützstrukturen sinnvoll sein. Insbesonderegilt dies dann, wenn mehrere Bausätze gewissermassen „unmittelbar benachbart" zueinanderaufgebaut werden, sodass man den „Gesamtaufbau" gewissermassen fälschlicherweise alseinen einzelnen „Grossbausatz" begreifen könnte. Eine andere alternative bzw. ergänzendeDefinition des „besonders ausgezeichneten Stützelementtyps" im Rahmen eines Bausatzeskann auch darin gesehen werden, dass die Anzahl der Stützelemente (bzw. des Stützelements)des betreffenden „besonders ausgezeichneten Stützelementtyps" klein ist im Verhältnis zur
Gesamtanzahl der Stützelemente im Bausatz. Insbesondere kann der „Beitrag" kleiner (odergleich) 20 %, 15 %, 10 %, 7,5 %, 5 %, 4 %, 3 %, 2 % oder 1 % betragen. Zusätzlich (oder ge¬gebenenfalls alternativ) zu dem zumindest einen Stützelementtyp mit einem einzelnen Stütze¬lement wird zumindest ein weiterer Stützelementtyp (typischerweise eine Mehrzahl unterschied¬licher Stützelementtypen) vorgesehen, dem jeweils eine Mehrzahl von einzelnen Stützelemen¬ten zugeordnet sind. Die Stützelemente innerhalb eines Stützelementtyps sind dabei innerhalbdes entsprechenden Typs - wie bereits beschrieben - vorzugsweise von ihrer mechanischenSeite her beliebig untereinander austauschbar. Mit diesen Stützelementtypen mit mehrfachenStützelementen kann einerseits die Herstellung des Bausatzes vereinfacht werden, anderer¬seits ist auch ein besonders kleines Packmass des resultierenden Bausatzes möglich. Weiter¬hin kann es sich als möglich erweisen, dass beim Aufbau der Stützstruktur nur ein Teil derbetreffenden Stützelemente, die einem handelsüblich vertriebenen Bausatz beiliegen, verwen¬det wird (oder umgekehrt weitere derartige Stützelemente zugekauft werden), um die Grösseder resultierenden Stützstruktur variabel gestalten zu können. Dies kann eine besonders grosseuniverselle Anwendbarkeit des Bausatzes ermöglichen.
[0011] Bevorzugt ist es, wenn bei dem Bausatz ein Stützelementtyp mit zumindest einem Stüt¬zelement nach Art eines Schlusssteins für Bögen und/oder nach Art eines Schlusssteins fürKuppeln vorhanden ist. Bevorzugt weist das betreffende Stützelement dabei zwei, drei, vier,fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn, elf, zwölf, dreizehn, vierzehn, fünfzehn, sechzehn, sieb¬zehn, achtzehn, neunzehn oder zwanzig Verbindungseinrichtungen zur Verbindung mit anderenStützelementen auf. Mit derartigen Stützelementtypen bzw. Stützelementen können auf einfa¬che Weise besonders stabile Dachkonstruktionen realisiert werden. Derartige Stützelementekönnen dabei nicht nur gewissermassen in der Mitte eines Zeltes angeordnet werden (wo diesemeist den höchsten Punkt der Stützstruktur darstellen), sondern auch gewissermassen alsQuerstreben, die entlang einer Art „äusserem Umfang" der betreffenden Stützstruktur vorgese¬hen werden. Dies kann insbesondere gewissermassen die „obere Mitte" von Türen bzw. Wand¬bereichen der fertigen Stützstruktur betreffen (entspricht also der Mitte einer Art von Türsturz).Insbesondere bei einer Funktion als Schlussstein für eine Kuppel ist es sinnvoll, wenn diesezumindest vier Verbindungseinrichtungen zur Verbindung mit anderen Stützelementen aufweist,da in der Regel zumindest viereckige Stützstrukturen erwünscht sind. Möglich ist es aber auch(beispielsweise aus ästhetischen Gründen) eine Stützstruktur mit einer n-zähligen Grundform zurealisieren, wobei es in einem derartigen Fall sinnvoll ist, das Stützelement, welches nach Arteines Schlusssteins für Kuppeln verwendet wird, hierzu korrespondierend mit n Verbindungs¬einrichtungen zu versehen (Dabei kann insbesondere n = 2, n = 3, n = 4, n = 5, n = 6, n = 7, n =8, n = 9, n = 10, n = 11, n = 12, n = 13, n = 14, n = 15, n = 16, n = 17, n = 18, n = 19 oder n = 20gelten). Möglich ist es aber ebenso, dass eine grössere Anzahl an Verbindungseinrichtungenvorgesehen wird, als es der geometrischen Grundform der Stützstruktur entspricht. So ist esinsbesondere denkbar, dass gewissermassen von der Mitte (also typischerweise dem Stütze¬lement nach Art eines Schlusssteins für Kuppeln) aus Querverstrebungen ausgehen, die mitStützelementen, die nach Art eines Schlusssteins für Bögen ausgebildet sind (insbesondere ineinem Wandbereich), verbunden werden (wobei die betreffenden Stützelemente nach Art einesSchlusssteins für Bögen dementsprechend typischerweise T- förmig - und damit mit drei Ver¬bindungseinrichtungen - ausgebildet sind).
[0012] Bevorzugt ist es, wenn bei dem Bausatz ein Stützelementtyp mit geradlinig ausgebilde¬ten Stützelementen, mit gekrümmt ausgebildeten Stützelementen, mit planar ausgebildetenStützelementen und/oder mit konvex ausgebildeten Stützelementen vorgesehen wird. Auf dieseWeise kann eine Vielzahl von optischen und/oder mechanischen Anforderungen erfüllt werden.Insbesondere können geradlinig ausgebildete Stützelemente im Bereich von senkrechtenStützbeinen vorgesehen werden (wobei gegebenenfalls auch mehrere derartige Stützelementeineinander gesteckt werden können), um beispielsweise auf eine grössere Höhe (insbesondere2 m bis 2,50 m, wie sie für Gartenzeltdächer üblich sind, damit man darunter stehen kann) zukommen. Gekrümmt ausgebildete Stützelemente sind insbesondere in einem „Deckenbereich"von Seitenwänden bzw. Türen sinnvoll. Durch die gekrümmten Stützelemente können vorteil¬haft Bögen oder kuppelartige Gebilde ausgebildet werden, sodass vergleichsweise hohe Belas- tungen der Stützstruktur möglich sind. Insbesondere dann, wenn die betreffenden Stützelemen¬te mehr als zwei oder drei Verbindungseinrichtungen aufweisen, können diese, je nach ästheti¬schen, funktionalen oder mechanischen Anforderungen, planar ausgebildet werden (die Verbin¬dungseinrichtungen weisen dann also üblicherweise sternförmig nach aussen) oder konvexausgebildet werden (die Verbindungseinrichtungen weisen dann schirmartig bzw. kreiskegelar¬tig mit einem grossen Kreiskegelwinkel in eine Richtung). Speziell durch Kombination unter¬schiedlich ausgebildeter Stützelemente kann einer besonders grossen Vielfalt an ästhetischenund mechanischen Anforderungen Genüge getan werden.
[0013] Es wird vorgeschlagen, bei dem Bausatz einen Stützelementtyp mit Stützelementenvorzusehen, die als Fusselemente ausgebildet sind und die bevorzugt Verbindungsmittel zurVerbindung mit Verankerungsmitteln aufweisen. Die Fusselemente können beispielsweise miteiner flachen Platte versehen werden, sodass eine grössere Auflagefläche gegeben ist. Derarti¬ge Fusselemente weisen üblicherweise lediglich eine Verbindungseinrichtung zur Verbindungmit anderen Stützelementen auf. Gegebenenfalls kann sich aber insbesondere aus ästheti¬schen Erwägungen oder Stabilitätserwägungen heraus als vorteilhaft erweisen, wenn auch beizumindest einem Fusselement eine Mehrzahl an Verbindungseinrichtungen mit zur Verbindungmit anderen Stützelementen vorgesehen wird (wie insbesondere zwei, drei, vier oder fünf Ver¬bindungseinrichtungen). Als Verbindungsmittel zur Verbindung mit Verankerungsmitteln könnenbeispielsweise Ösen oder Durchgangslöcher (insbesondere Durchgangslöcher in einer Boden¬platte) vorgesehen werden. Löcher in einer Bodenplatte können beispielsweise zur Aufnahmevon Zeltheringen oder ähnlichen Ankern dienen. Mit derartigen Verankerungsmitteln kann dasresultierende Zelt beispielsweise besonders vorteilhaft gegen ein Umkippen durch Wind bzw.Windböen gesichert werden.
[0014] Weiterhin kann es sich als vorteilhaft erweisen, wenn der Bausatz bei im Wesentlichenallen Stützelementtypen unbewegliche Stützelemente aufweist. Unter „unbeweglichen Stütze¬lementen" sind hierbei insbesondere Stützelemente zu verstehen, die keine Scharniereinrich¬tungen, Gelenkeinrichtungen oder dergleichen aufweisen (dennoch können insbesondere Teile,die der Verrastung zweier Stützelemente und/oder der Verbindung eines Stützelements miteiner planenartigen Abdeckeinrichtung dienen, beweglich ausgeführt sein). Es hat sich einer¬seits herausgestellt, dass durch die vorgeschlagene Ausbildung unerwünschte Schwächungs¬zonen im Hinblick auf die Stabilität vermieden werden können (die gegebenenfalls durch einestabilere Ausführung der betreffenden Stützelemente kompensiert werden müssen, was ent¬sprechend aufwändig ist). Darüber hinaus sind derartige Bewegungselemente empfindlichgegenüber Rostauswirkungen bzw. gegenüber Verschmutzung. Dementsprechend kommt esbei derartigen Gelenken gerne zu einer erschwerten oder nicht mehr möglichen Beweglichkeit,sodass letztendlich ein Defekt des Bausatzes eintritt. Verzichtet man auf derartige Elementeund führt die Stützelemente als unbewegliche Stützelemente aus, so kann demzufolge einer¬seits eine höhere Standzeit und andererseits ein einfacherer Aufbau gefördert werden.
[0015] Sinnvoll ist es insbesondere auch, wenn bei dem Bausatz die miteinander verbundenenStützelemente eine im Wesentlichen stetig differenzierbare Kurvenform ergeben. Einerseitskönnen dadurch scharfe Kanten vermieden werden, sodass beispielsweise das Verletzungsrisi¬ko bei einem Stoss gegen einen betreffenden Bereich der fertigen Stützanordnung und/oder beieinem Umfallen der Stützstruktur (beispielsweise durch einen Windstoss) verringert werdenkann. Darüber hinaus kann durch das Vermeiden von scharfen Ecken und Kanten eine Belas¬tung der planenartigen Abdeckeinrichtung, die oftmals nach vergleichsweise kurzer Zeit zueinem Loch in derselben führen kann, vermieden werden.
[0016] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn bei dem Bausatz zumindest einige der Stützelementty¬pen und/oder der Stützelemente, bevorzugt zumindest im Wesentlichen alle Stützelementtypenund/oder Stützelemente zumindest teilweise, bevorzugt im Wesentlichen aus einem Kunst¬stoffmaterial ausgebildet sind. Die betreffenden Stützelemente können dann einfach und kos¬tengünstig, beispielsweise durch Spritzgussverfahren, hergestellt werden. Darüber hinauskönnen dadurch auch scharfe Kanten vermieden werden und damit das Verletzungsrisiko (auchbei einem Aufbau des Bausatzes) verringert werden. Weiterhin ist Kunststoff vergleichsweise leicht, sodass insbesondere ein Tragen des Bausatzes vereinfacht wird. Darüber hinaus istdarauf hinzuweisen, dass heutige Kunststoffmaterialien eine hohe Stabilität und Standzeit auf¬weisen, sodass nicht notwendigerweise Stabilitätseinbussen einhergehen müssen. Ein weitererVorteil von Kunststoffmaterial ist, dass dieses nicht korrodiert.
[0017] Besonders bevorzugt ist es, wenn zumindest Teile der Stützelementtypen und/oder derStützelemente zumindest teilweise Verstärkungsstrukturen aufweisen. In einem solchen Fallkann die Stabilität und Standzeit des Bausatzes bzw. der Stützstruktur besonders hoch ausfal-len. Unter Verstärkungsstrukturen können beispielsweise Streben, Materialverstärkungen unddergleichen verstanden werden. Insbesondere können Verstärkungsstreben in solchen Berei¬chen vorgesehen werden, die einer besonders hohen mechanischen Belastung ausgesetztsind.
[0018] Vorteilhaft ist es, wenn bei dem Bausatz bei zumindest einem Teil der Stützelementty¬pen bzw. der Stützelemente die Verbindungsbereiche zwischen Stützelementen als koaxialineinandergreifende Übergangsbereiche ausgebildet sind. In einem solchen Fall können diebetreffenden Stützelemente auf einfache und intuitive Weise ineinandergesteckt werden. Dar¬über hinaus kann hierdurch eine besondere Stabilität und Standzeit der Verbindungsbereicherealisiert werden.
[0019] Vorteilhaft ist es weiterhin, wenn bei dem Bausatz bei zumindest einem Teil der Stütze¬lementtypen bzw. der Stützelemente die Stützelemente in einer Verbindungsposition lösbarmiteinander verrasten. Auf diese Weise kann ein unbeabsichtigtes Lösen von einzelnen Teilender Stützstruktur bei der Benutzung der Stützstruktur vorteilhaft vermieden werden. Ein „Ausei¬nanderfallen" des fertigen Zeltes bei einer Windböe oder dergleichen kann somit vermiedenwerden. Eine Lösbarkeit der Verrastverbindung kann die Demontage erleichtern. Eine Möglich¬keit, ein derart lösbares Verrasten zu realisieren, besteht in einer Art federbelasteten Bolzen,bei dem zwei Enden an diametralen Bereichen im Verbindungsbereich eines Stützelementshervorstehen. Diese hervorstehenden Bolzenenden können vom Benutzer zusammengedrücktwerden, sodass anschliessend das andere Stützelement aufgeschoben werden kann. Befindensich die beiden Stützelemente in einer korrekten und lagerichtigen Position zueinander, sospringen die beiden Bolzenenden aufgrund der Federkraft in hierzu korrespondierende Löcherim Verbindungsbereich des zweiten Stützelements. Eine Demontage kann durch erneutesZusammendrücken der beiden Bolzenendbereiche realisiert werden.
[0020] Weiterhin ist es von Vorteil, wenn bei dem vorgeschlagenen Bausatz, insbesondere ineinem unteren Bereich der Bausatzstruktur, zumindest ein Stützelementtyp vorgesehen ist, beidem die Stützelemente im Wesentlichen geradlinig und senkrecht ausgebildet bzw. angeordnetsind. Unter einem „unteren Bereich" ist insbesondere ein bodennaher Bereich bei einem Zelt¬dach bzw. ein Bereich, der vergleichsweise weit von der späteren Zeltdacheinrichtung bzw. derplanenartigen Abdeckeinrichtung entfernt ist, zu verstehen. Ebenso kann hierunter ein Bereichverstanden werden, der vergleichsweise benachbart zu den Fusselementen ausgebildet ist.Ebenso könnte man mit anderen Worten sagen, dass mit einem unteren Bereich eine Art Säu¬lenbereich bzw. Stützstangenbereich der Stützstruktur zu verstehen ist. Durch die im Wesentli¬chen senkrechte Anordnung (relativ zum Boden bei einer korrekten und lagerichtigen Aufstel¬lung der Stützstruktur) und/oder geradlinigen Ausbildung ist es insbesondere möglich, dass dieStützstruktur durch Hinzufügen bzw. Entfernen von derartigen Stützelementen in einer im We¬sentlichen beliebigen Höhe angeordnet werden kann. Dies kann die Flexibilität des Bausatzesdeutlich erhöhen.
[0021] Weiterhin wird vorgeschlagen, dass beim Bausatz zumindest einige, vorzugsweise imWesentlichen alle Stützelementtypen und/oder einige, vorzugsweise zumindest im Wesentli¬chen alle Stützelemente Markierungseinrichtungen tragen. Insbesondere kann es sich dabei umMarkierungseinrichtungen handeln, welche im Bereich von Verbindungsbereichen angeordnetsind. Bei den Markierungen kann es sich beispielsweise um Zeichen handeln (Buchstaben,Zahlen, abstrakte Symbole) aus denen ersichtlich ist, welche Stützelemente miteinander zuverbinden sind. Insbesondere können die Markierungen auch derart angeordnet werden, dass diese einen lagerichtigen Zusammenbau der betreffenden Stützelemente nahelegen. Auf dieseWeise kann ein besonders einfacher und intuitiver Aufbau erfolgen. Derartige Markierungsein¬richtungen liegen insbesondere im Bereich von Verbindungsbereichen (gegebenenfalls auchunmittelbar benachbart hierzu). Selbstverständlich können auch sonstige Markierungseinrich¬tungen, insbesondere auch „mittig" auf einem Stützelement vorgesehen werden. DerartigeMarkierungseinrichtungen können beispielsweise dazu verwendet werden, die Zugehörigkeitdes entsprechenden Stützelements zu einem bestimmten Stützelementtyp zu kennzeichnen.Hierdurch kann beispielsweise auf einfache Weise die Vollständigkeit eines Bausatzes über¬prüft werden (zählen der Anzahl der betreffenden Stützelemente eines Stützelementtyps ge¬mäss Bedienungsanleitung).
[0022] Vorteilhaft ist es weiterhin, wenn bei dem Bausatz zumindest bei zumindest einem Teilder Stützelementtypen und/oder Stützelemente zumindest einige der Stützelemente Verbin¬dungsbereiche zur Verbindung mit einer planenartigen Abdeckeinrichtung aufweisen. Hierbeikann es sich beispielsweise um Ösen, um Löcher, um nutartige Ausnehmungen, um Klettband-einrichtungen oder dergleichen handeln. Mit einer derartigen Ausbildung kann ein besondersfester und stabiler Sitz der planenartigen Abdeckeinrichtung auf der zusammengesetzten Stütz¬struktur auf einfache und vorteilhafte Weise gefördert werden.
[0023] Weiterhin wird ein Bausatz, insbesondere ein Zeltbausatz vorgeschlagen, der zumindesteine planenartige Abdeckeinrichtung sowie zumindest einen Bausatz zur Ausbildung einerStützstruktur im Sinne der vorherigen Beschreibung aufweist. Ein derartiger Bausatz kannbeispielsweise als fertiges „Set" im Handel an den Endverbraucher vertrieben werden. Dabei istes insbesondere möglich, dass die planenartige Abdeckeinrichtung und die einzelnen Stützele-menttypen/Stützelemente vorteilhaft aufeinander angepasst sind, insbesondere hinsichtlichihrer jeweiligen Befestigungsbereiche, ihrer Dimensionen und dergleichen.
[0024] Schliesslich wird noch vorgeschlagen, den Bausatz (Zeltbausatz) derart auszubilden,dass die planenartige Abdeckeinrichtung Verbindungsmittel zur Verbindung mit der Stützstruk¬tur aufweist. Auch hierdurch kann ein besonders vorteilhafter Sitz der planenartigen Abdeckein¬richtung auf der zusammengesetzten Stützstruktur gefördert werden. Insbesondere ist an eineArt von (elastischem) Band, Klettbänder, hakenartige Einrichtungen (gegebenenfalls an einemelastischen Element wie beispielsweise einem Gummi befestigt) und dergleichen zu denken.
[0025] Weitere Einzelheiten der Erfindung und insbesondere beispielhafte Ausführungsformender vorgeschlagenen Vorrichtung und des vorgeschlagenen Verfahrens werden im Folgendenanhand der beigefügten Zeichnungen erläutert. Es zeigen: [0026] Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel für einen Zeltstangenbausatz im zusammenge¬ setzten Zustand in einer schematischen, perspektivischen Ansicht; [0027] Fig. 2 das erste Ausführungsbeispiel eines Zeltstangenbausatzes im zusammenge¬ setzten Zustand in einer schematischen Draufsicht von der Seite aus gesehen; [0028] Fig. 3 das erste Ausführungsbeispiel eines Zeltstangenbausatzes im zusammenge¬ setzten Zustand in einer Draufsicht von oben; [0029] Fig. 4 das Gewölbeschlusselement für das erste Ausführungsbeispiel eines Zeltstan¬ genbausatzes in unterschiedlichen Ansichten; [0030] Fig. 5 ein Fusselement für das erste Ausführungsbeispiel eines Zeltstangenbausatzes in unterschiedlichen Draufsichten; [0031] Fig. 6 das erste Ausführungsbeispiel für einen Zeltstangenbausatz in demontiertem
Zustand in einer Draufsicht; [0032] Fig. 7 eine mögliche Ausführungsform einer lösbaren Rastverbindung zwischen zwei
Verbindungsbereichen zweier Stangenelemente in einer schematischen, per¬spektivischen Ansicht; [0033] Fig. 8 ein zweites Ausführungsbeispiel für einen Zeltstangenbausatz in einem zu¬ sammengesetzten Zustand in einer schematischen, perspektivischen Ansicht; [0034] Fig. 9 das Gewölbeschlusselement für das zweite Ausführungsbeispiel eines Zelt¬ stangenbausatzes in unterschiedlichen Ansichten; [0035] Fig. 10 ein weiteres mögliches Ausführungsbeispiel für ein Gewölbeschlusselement für einen Zeltstangenbausatz in unterschiedlichen Ansichten.
[0036] In den Figs. 1 bis 3 ist ein erstes mögliches Ausführungsbeispiel für eine Zeltstangenan¬ordnung 1 in unterschiedlichen Ansichten dargestellt. Fig. 1 zeigt dabei die Zeltstangenanord¬nung 1 in einer schematischen, perspektivischen Ansicht, Fig. 2 in einer schematischen Drauf¬sicht von einer Seite aus gesehen und Fig. 3 in einer schematischen Draufsicht von oben. Umdie Struktur der Zeltstangenanordnung 1 besser erkennen zu können, ist die Zeltstangenanord¬nung 1 vorliegend ohne Zeltplane dargestellt. Diese wird schlussendlich auf die Oberseite 2 derZeltstangenanordnung 1 aufgelegt.
[0037] Die Zeltstangenanordnung 1 wird als Bausatz 3 aus einer Mehrzahl von unterschiedlichgeformten Bauteilen geliefert. Im Auslieferungszustand (siehe Fig. 6) liegen die einzelnen Bau¬teile als nicht miteinander verbundene Einzelelemente in Form eines Bausatzes 3 vor. In Fig. 6sind die Einzelbauteile des Bausatzes 3 derart auf dem Boden ausgelegt, dass hieraus bereitsdie Anordnung der Zeltstangenanordnung 1 im zusammengesetzten Zustand ersichtlich ist.Wird der Bausatz 3 ausgeliefert, so werden die Bauteile selbstverständlich kompakt nebenei¬nander gestapelt, und beispielsweise in einen Karton verpackt.
[0038] Die insgesamt einundvierzig Bauteile des ersten Ausführungsbeispiels einer Zeltstan¬genanordnung 1 lassen sich in unterschiedliche Bauteilgruppen einordnen. Die meisten derBauteile liegen dabei mehrfach vor (typischerweise vierfach oder achtfach). Das zentrale Kup¬pelabschlussbauteil 4 ist dagegen lediglich ein einziges Mal vorhanden (siehe auch Fig. 4).
[0039] Weiterhin sind T-artig geformte Bogenabschlussbauteile 5 zu erkennen, welche dieeinzelnen Bögen, die die insgesamt vier Seitenwände 6 der Zeltstangenanordnung 1 bilden,abschliessen. Die Seitenwände 6 können im fertigen Bauzustand des Zeltes geschlossen aus¬geführt sein (das heisst, dass der entsprechende Bereich typischerweise durch eine Planeabgedeckt ist), als Tür ausgeführt sein (beispielsweise als eine Plane, die mit einem Reissver¬schluss versehen ist) oder aber auch als offene Fläche ausgeführt sein. Die jeweilige Bauaus¬führung richtet sich nach den konkreten Einsatzerfordernissen. Auch können unterschiedlicheSeitenwandausführungen miteinander „kombiniert" werden, beispielsweise drei geschlosseneSeitenwände in Kombination mit einer reversibel verschliessbaren Seitenwand oder einer offe¬nen Wand.
[0040] Darüber hinaus sind noch Fusselemente 7 (insgesamt vier Stück) zu erkennen, die anihrer Unterseite mit einer im Wesentlichen ebenen Platte 8 ausgebildet sind. Diese bildet einevergrösserte Auflagefläche für den Boden, sodass die Zeltstangenanordnung 1 flächig aufliegtund nicht einsinkt. Die Gestaltung der Fusselemente 7 ist nochmals in Fig. 5 in unterschiedli¬chen Ansichten näher dargestellt. Insbesondere ist in Fig. 5 erkennbar, dass die Platten 8 derFusselemente 7 jeweils zwei Löcher 9 aufweisen. In diese kann beispielsweise ein Zeltheringeingesteckt werden, wodurch die Zeltstangenanordnung 1 fest mit dem Boden verankert wer¬den kann. Darüber hinaus ist ersichtlich, dass die Fusselemente 7 jeweils drei Verbindungsbe¬reiche 10 zur Verbindung mit anderen Zeltstangenbauteilen aufweisen.
[0041] Die übrigen Bauteile des Bausatzes 3 bestehen aus geradlinigen Stangenbauteilen 11,12, 13, 14 unterschiedlicher Länge sowie aus Bogenbauteilen 15, 16 mit unterschiedlicherLänge und Krümmung.
[0042] Die Lage, Anordnung und Ausbildung der einzelnen Bauteile ergibt sich dabei aus denZeichnungen.
[0043] Insbesondere besteht ein Bogen, der die Begrenzung einer Seitenwand 6 bildet, aus (indieser Reihenfolge) einem Fusselement 7, einem Stangenbauteil 11, einem Bogenbauteil 16, einem Bogenabschlussbauteil 5, einem Bogenbauteil 16, einem Stangenbauteil 11 und einemFusselement 7. Die Bogenabschlussbauteile 5 stehen jeweils über ein Stangenbauteil 14 mitdem Kuppelabschlussbauteil 4 in Verbindung. Darüber hinaus wird beim vorliegenden Ausfüh¬rungsbeispiel auch jeweils „in der Diagonalen" ein Bogen gebildet, nämlich ausgehend voneinem Fusselement 7 über ein Stangenbauteil 12, ein Bogenbauteil 15, ein Stangenbauteil 13,das Kuppelabschlussbauteil 4, ein Stangenbauteil 13, ein Bogenbauteil 15, ein Stangenbauteil12 und dem gegenüberliegenden Fusselement 7.
[0044] Hieraus ergibt sich auch, dass das Kuppelabschlussbauteil 4 über insgesamt acht Ver¬bindungsbereiche 10 zur Verbindung mit vorliegend unterschiedlichen Stangenbauteilen 13, 14verfügt. Darüber hinaus weist das Kuppelabschlussbauteil 4 eine Art von konkaver Formgebungauf (siehe insbesondere auch Fig. 4), sodass sich zusammen mit den daran befestigten Stan¬genbauteilen 13, 14 eine schirmartige Struktur ergibt.
[0045] Die Verbindungen zwischen den einzelnen Bauteilen 4, 5, 7, 11, 12, 13, 14, 15, 16 desBausatzes 3 können in an sich beliebiger Weise ausgestaltet werden. Vorteilhaft ist es jedoch,wenn die betreffenden Verbindungsbereiche 10 in Form von koaxial ineinander zu steckendenEnden ausgeführt sind (siehe hierzu insbesondere Fig. 7). Dazu ist es erforderlich, dass einerster Verbindungsbereich 10a auf seiner Innenseite ausgenommen ist und ein zweiter Verbin¬dungsbereich 10b auf seiner Aussenseite verjüngt ausgeführt ist. Damit passen die beidenVerbindungsbereiche 10a, 10b ineinander. Weiterhin ist zu erkennen, dass im ersten Verbin¬dungsbereich 10a zwei Anschrägungen 17 sowie zwei Durchgangslöcher 18 vorgesehen sind.Im dazu korrespondierenden Verbindungsbereich 10b ist ein federbelasteter Bolzen 19 zuerkennen, bei dem auf beiden Seiten abgerundete Stifte 20 hervorstehen (zweites Stiftende 20ist aus perspektivischen Gründen nicht zu erkennen). Die Stifte 20 werden durch eine im Bolzen19 vorhandene Feder nach aussen gedrückt, können jedoch von einem Benutzer zusammen¬gedrückt werden, was durch den Doppelpfeil 21 angedeutet ist. Steckt man die beiden Verbin¬dungsbereiche 10a, 10b ineinander, so werden die Stifte 20 von den Anschrägungen 17 zu¬sammengedrückt. Sobald sich die Stifte 20 in den Durchgangslöchern 18 befinden, bewegensich diese wieder nach aussen und verrasten somit die beiden Verbindungsbereiche 10a, 10bmiteinander. Sollen die beiden Bauteile wieder voneinander getrennt werden, so müssen dieStifte 20 so weit zusammengedrückt werden, bis diese ausser Eingriff mit den Durchgangslö¬chern 18 sind. Danach können die beiden Verbindungsbereiche 10a, 10b wieder auseinander¬gezogen werden. Aufgrund des Querschnitts der beiden Verbindungsbereiche 10a, 10b (vorlie¬gend quadratisch; ebenso ist jedoch auch eine rechteckige, vieleckige oder anderweitig nicht¬symmetrische Ausbildung möglich) sind die beiden Verbindungsbereiche 10a, 10b drehfestmiteinander verbunden.
[0046] I m Übrigen sind in den Figuren 1, 2 und 3 noch Beschriftungen 30 zu erkennen. DieBeschriftungen 30 sind so gewählt und angeordnet, dass sich für den Benutzer in intuitiverWeise ergibt, welche Stangenbauteile 11, 12, 13, 14, Bogenbauteile 15, 16, Kuppelabschluss¬bauteile 4 bzw. Bogenabschlussbauteile 5 an welchen Enden miteinander verbunden werdenmüssen. Die Beschriftungen 30 sind in Figur 6 aus zeichnerischen Gründen nicht dargestellt(obgleich sie in Realität vorhanden sind).
[0047] In Fig. 8 ist schliesslich noch ein zweites mögliches Ausführungsbeispiel für eine Zelt¬stangenanordnung 22 dargestellt. Diese Zeltstangenanordnung 22 ist nach Art einer einseitigmit einer Halbkugel abgeschlossenen Hülse ausgebildet. In der in Fig. 8 zu erkennenden Konfi¬guration gehen von einem zentralen Kuppelabschlussbauteil 23 in vorliegend acht RichtungenBogenbauteile 24 ab. Die einzelnen Bogenbauteile 24 weisen dabei eine Krümmung von 90°auf. Den Bogenbauteilen 24 anschliessend sind geradlinig ausgebildete Stangenbauteile 25angesteckt. Nach den Stangenbauteilen 25 folgen die Fusselemente 26 mit Öffnungen 27 zurAufnahme eines Zeltherings oder eines sonstigen Verankerungsbauteils. Der Vorteil bei derdargestellten Zeltstangenanordnung 22 besteht darin, dass es problemlos möglich ist, dieZeltstangenanordnung 22 sowohl ohne (geradliniges) Stangenbauteil 25 als auch mit einerMehrzahl zusammengesteckter Stangenbauteile 25 aufzubauen. Dadurch kann eine variableHöhe der Zeltstangenanordnung 22 problemlos realisiert werden. Die Zeltstangenanordnung 22 eignet sich dadurch in besonderer Weise für Pflanzenzelte, um so dem Wachstum einer darinbefindlichen Pflanze Genüge tun zu können.
[0048] Im Hintergrund von Fig. 8 ist noch eine im Moment zusammengefaltete durchsichtigeKunststoffplane 28 zu erkennen, die über die Zeltstangenanordnung 22 gestülpt werden kann.An der Kunststoffplane 28 sind auch an einigen Stellen Klettverschlüsse 29 zu erkennen, mitdenen die Kunststoffplane 28 an der Zeltstangenanordnung 22 befestigt werden kann.
[0049] In funktional analoger Weise kann selbstverständlich auch das erste Ausführungsbei¬spiel einer Zeltstangenanordnung 1 (sowie weitere Ausführungen von Zeltstangenanordnungen)mit einem Abdeckelement, wie einer Kunststoffplane, einer Zeltplane oder dergleichen verse¬hen werden.
[0050] In Fig. 9 ist schliesslich noch das Kuppelabschlussbauteil 23 der Zeltstangenanordnung22 aus Fig. 8 in unterschiedlichen Ansichten zu erkennen. Wie man aus der Zeichnung erken¬nen kann, ist das Kuppelabschlussbauteil 23 planar ausgebildet, sodass die betreffenden Ver¬bindungsbereiche 10 (insgesamt acht Stück) des Kuppelabschlussbauteils 23 strahlenförmig ineiner Ebene abgehen.
[0051] In Fig. 10 ist noch ein weiteres denkbares Ausführungsbeispiel für Kuppelabschlussbau¬teil 31 in unterschiedlichen Ansichten dargestellt. Dies ist vorliegend mit insgesamt zwölf Ver¬bindungsbereichen 10 ausgebildet. Das Kuppelabschlussbauteil 31 kann beispielsweise füreine zu Fig. 8 ähnliche Zeltstangenanordnung 22 verwendet werden (welche dann natürlichentsprechend modifiziert aufgebaut ist und insbesondere mit zwölf Bogenbauteilen 24 und zwölf„Seitenstützen" 25, 26, 27 versehen ist).

Claims (15)

  1. Ansprüche 1. Bausatz (3) zur Ausbildung einer Stützstruktur (1, 22) für eine planenartige Abdeckeinrich¬tung (28), insbesondere für eine Zeltplane oder eine Abdeckplane, mit einer Mehrzahl vonreversibel miteinander verbindbaren Stützelementen (4, 5, 7, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 23, 24,25, 26), die zu unterschiedlichen Stützelementtypen gruppiert sind, dadurch gekennzeichnet, dass vorzugsweise genau ein Stützelementtyp mit einem ein¬zelnen Stützelement (4, 23), sowie zumindest ein Stützelementtyp mit einer Mehrzahl voneinzelnen Stützelementen (5, 7, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 24, 25, 26) vorhanden ist.
  2. 2. Bausatz (3) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Stützelementtyp mitzumindest einem Stützelement nach Art eines Schlussstein (5) für Bögen und/oder einesSchlussstein (4, 23) für Kuppeln vorhanden ist, welches bevorzugt zwei, drei, vier, fünf,sechs, sieben, acht, neun, zehn, elf, zwölf, dreizehn, vierzehn, fünfzehn, sechzehn, sieb¬zehn, achtzehn, neunzehn oder zwanzig Verbindungseinrichtungen (10) zur Verbindungmit anderen Stützelementen (7, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 24, 25, 26) aufweist.
  3. 3. Bausatz (3) nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen Stützelementtyp mitgeradlinig ausgebildeten Stützelementen (11, 12, 13, 14, 25), gekrümmt ausgebildetenStützelementen (15, 16, 24), planar ausgebildeten Stützelementen (23) und/oder konvexausgebildeten Stützelementen (4).
  4. 4. Bausatz (3) nach einem der vorangehenden Ansprüche, insbesondere nach Anspruch 3,gekennzeichnet durch einen Stützelementtyp mit Stützelementen, die als Fusselemente(7, 26) ausgebildet sind und die bevorzugt Verbindungsmittel (8, 27) zur Verbindung mitVerankerungsmitteln aufweisen.
  5. 5. Bausatz (3) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dassim Wesentlichen bei allen Stützelementtypen unbewegliche Stützelemente (4, 5, 7,11, 12, 13, 14, 15, 16, 23, 24, 25, 26) vorhanden sind.
  6. 6. Bausatz (3) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dassdie miteinander verbundenen Stützelemente (4, 5, 7, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 23, 24, 25, 26)eine im Wesentlichen stetig differenzierbare Kurvenform ergeben.
  7. 7. Bausatz (3) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dasszumindest einige der Stützelementtypen und/oder der Stützelemente (4, 5, 7, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 23, 24, 25, 26), bevorzugt zumindest im Wesentlichen alle Stützelementtypenund/oder Stützelemente (4, 5, 7, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 23, 24, 25, 26) zumindest teilweise,bevorzugt im Wesentlichen aus einem Kunststoffmaterial ausgebildet sind.
  8. 8. Bausatz (3) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dasszumindest Teile der Stützelementtypen und/oder der Stützelemente (4, 5, 7, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 23, 24, 25, 26) zumindest teilweise Verstärkungsstrukturen aufweisen.
  9. 9. Bausatz (3) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dassbei zumindest einem Teil der Stützelementtypen und/oder der Stützelemente (4, 5, 7, 11,12, 13, 14, 15, 16, 23, 24, 25, 26) die Verbindungsbereiche (10) zwischen Stützelementenals koaxial ineinandergreifende Übergangsbereiche (10a, 10b) ausgebildet sind.
  10. 10. Bausatz (3) nach einem der vorangehenden Ansprüche, insbesondere nach Anspruch 9,dadurch gekennzeichnet, dass bei zumindest einem Teil der Stützelementtypen und/oderder Stützelemente (4, 5, 7, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 23, 25, 26) die Stützelemente in einerVerbindungsposition lösbar miteinander verrasten (18, 20).
  11. 11. Bausatz (3) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dassinsbesondere in einem unteren Bereich der Bausatzstruktur (1, 22) zumindest ein Stütze¬lementtyp vorgesehen ist, bei dem die Stützelemente (25, 26) im Wesentlichen geradlinigund senkrecht ausgebildet bzw. angeordnet sind.
  12. 12. Bausatz (3) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dasszumindest einige, vorzugsweise zumindest im Wesentlichen alle Stützelementtypenund/oder Stützelemente (4, 5, 7, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 23, 24, 26) Markierungseinrichtun¬gen tragen, insbesondere Markierungseinrichtungen, welche im Bereich von Verbindungs¬bereichen (10) angeordnet sind.
  13. 13. Bausatz (3) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dasszumindest bei zumindest einem Teil der Stützelementtypen und/oder der Stützelemente (4,5, 7, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 23, 24, 25, 26) zumindest einige der Stützelemente Verbin¬dungsbereiche zur Verbindung mit einer planenartigen Abdeckeinrichtung (28) aufweisen.
  14. 14. Bausatz, insbesondere Zeltbausatz, gekennzeichnet durch zumindest eine planenartigeAbdeckeinrichtung (28) sowie zumindest einen Bausatz (3) zur Ausbildung einer Stütz¬struktur (1,22) nach einem der Ansprüche 1 bis 13.
  15. 15. Bausatz nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die planenartige Abdeckein¬richtung (28) Verbindungsmittel (29) zur Verbindung mit der Stützstruktur (1,22) aufweist. Hierzu 7 Blatt Zeichnungen
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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CH327552A (de) * 1954-11-22 1958-01-31 Oppliger Gottfried Steckzelt
DE1557406A1 (de) * 1966-08-05 1970-03-26 Brohn David Malcolm Zeltrahmen
DE3330860A1 (de) * 1983-08-26 1985-03-14 Knut Jaeger Marketing & Produktion Big Pack GmbH, 7311 Bissingen Gestaenge fuer ein zelt
AU658353B3 (en) * 1991-06-28 1995-04-06 Vere Brown A demountable shelter

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