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Österreichische PATENTSCHRIFT ? 14777. FRIED. KRUPP IN ESSEN (RHEINPREUSZEN).
Schwingenlafette für Geschütze.
Die Erfindung bezieht sich auf Schwingenlafetten für Geschütze, d. h. solche Lafetten, bei welchen der Rückstoss unter Vermittlung eines schwingbar gelagerten Rohrträgers auf einen Vorholer und in der Regel auch auf eine Rücklaufbremse übertragen wird. Die Ertindung bezweckt nun, eine Schwingenlafette zu schaffen, bei welcher es möglich ist, das Geschützrohr einzuholen - d. h. aus der Feuerstellung in eine tiefere Lage (z. B. hinter eine Deckung) übeerzuführen - ohne dass dabei der Widerstand, welchen der Vorholer und bei Vorhandensein einer Rücklaufbremse auch diese dem Einholen des Heschützrol1fsss entgegen- setzen, überwunden zu werden braucht.
Dieser Zweck wird der Erfindung gemäss dadurch erreicht, dass der Rohrträger der Schwingpnlafette quer zu seiner Längsrichtung geteilt ist, und dass die so gebildeten Teile
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Fig. I eine Seitenansicht der in Fenerstellung befindlichen Lafette, die vordere Lafettenwand ist weggelassen ; Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Ansicht der in Deekungs- stellung befindlichen Lafette ; Fig. 3 die beiden Teile des Rohrträgers in Seitenansicht :
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Der Rohrtriigor ist der Länge nach geteilt, 11. zw. in der Weise, dass seine beiden Arme B, je einen besonderen Teil bilden.
Der Teil B des Rohrträgers besteht im wesentlichen aus zwei durch eine Querrippe 1 miteinander verbundenen Wänden, welche parallel zueinander
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des Rohrtriigers ist vermittels eines zwischen die Augen b2 des Teiles B greifenden Auges cl auf der Achse E gelagert. Die beiden Rohrträgerteile B, C werden durch eine ausrückbare Kupplung zusammengehalten, welche aus zwei Muffen H besteht, die auf einer Spindel G angeordnet sind und seitliche Ansätze b3, c3 der beiden Rohrträgerteile umschliessen. Die Spindel G wird parallel zur Achse E in Lagern c5, welche in einem gabelförmigen Teile c2 der Rohrträgerhälfte C vorgesehen und zum Teil durch Lagerdeckel c4 abgeschlossen sind, drehbar aber unverschiebhar gehalten.
Sie trägt an ihrem einen Ende ein zum Aufstecken einer Handkurbel bestimmtes Vierkant g1. Der zwischen den Lagerstellen liegende Teil der
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mittlung eines Schneckengetreibers M, M1, eines Kegelräderpaares ', und zweier auf die Enden der Welle n2 des Kegelrades N1 aufgesetzten Handkurbeln P, P1 in Umdrehung versetzt werden kann. Die Wellen k1, m2, n2 dieses Triebwerkes sind in einem Konsol Q ge-
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dass sie das Umlegen des Rohrträgers samt dem Geschützrohr aus jeder beliebigen Feuerstellung in die Deckungsstellung gestattet.
DasGeschützrohrbesitztHintergewicht.
In der Feuerstellung nehmen die einzelnen Teile der Lafette die aus Fig. 1 ersiehtliche Stellung ein. Beim Schuss schwingt der Rohrträger B, C um die Achse E, so dass in bekannter Weise der Rückstoss von dem Vorholer und der Fiüssigkeitsbremse aufgenommen und unmittelbar nach dem Rücklauf das Geschützrohr durch den Vorholer wieder in die
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Geschützrohr aus der Deckungsstellung in die Feuerstellung übergeführt werden, so wird zunächst der Rohrträgerteil B unter Vermittlung des Triebwerkes und der Kette, J solange
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1.
Schwingenlafette für Gescllütze, dadurch gkennzeichnet, dass der Rohrträger quer zu seiner Längsrichtung geteilt ist und dass die so gebildeten Teile X, C gelenkig verbunden sind und durch eine ausrückbar Kupplung zusammengehalten werden, zum Zwecke, das Geschützrohr nach Ansrücken der Kupplung durch Umlegen des einen Rohrträgerteiles (B)
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laufbremse auch diese dem Einholen des Geschützrohres entgegensetzen.