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Biegsamer, röhrenförmiger Leiter.
Die Erfindung betrifft Hohlleiter und deren Erzeugung und insbesondere den Aufbau und die
Herstellung biegsamer koaxialer Kabel der in Patent Nr. 138323 beschriebenen Art, wobei der äussere
Leiter aus mehreren Profilstreifen besteht, die so angeordnet sind, dass sie miteinander in Eingriff stehen und durch ein äusseres Bindeglied in Röhrenform gehalten werden.
Nach der vorliegenden Erfindung ist ein koaxiales Leitersystem der genannten Art vorgesehen. bei dem durch die Form der einzelnen Streifen eine Verbesserung der elektrischen und mechanischen
Eigenschaften des Leitersystems bei einem geringeren Materialaufwand erzielt wird.
Die Herstellung röhrenförmiger Leiter aus profilierten Streifen mit solchen elektrischen und mechanischen Eigenschaften, die sie für die Verwendung in einem koaxialen Leitersystem geeignet machen, stösst auf Schwierigkeiten. Bekanntlich ist der Zwischenraum zwischen dem Mittelleiter und dem röhrenförmigen Leiterim wesentlichen durch Luft ausgefüllt ; festes Material in diesem Zwischen- raum wird nur soviel verwendet, als notwendig ist, um den Mittelleiter in seiner Lage zu halten.
Die
Verwendung innerer Stützglieder zur Festigung des röhrenförmigen Aussenleiters ist daher notwendiger- weise beschränkt. Eine weitere Schwierigkeit entsteht dadurch, dass die röhrenförmigen Leiter aus
Gründen der Wirtschaftlichkeit und um genügend biegsam zu sein eine geringe Wandstärke, u. zw. in der Grössenordnung von 0-05 bis 0-075 mm, haben müssen, wobei der Durchmesser ungefähr 6 mm betragen kann. Bei diesen Ausmassen ist es schwer, wenn nicht unmöglich, einen widerstandsfähigen, festen Leiter durch die Verwendung gewöhnlicher anschliessender Profilstreifen zu erzeugen. Ein drittes Hindernis bildet die Schlaglänge des Streifens.
Wenn die Streifen untereinander gegen radiale
Bewegung gesichert sind wie bei einer Feder-und Nutkonstruktion, kann man die Festigkeit noch durch schraubenlinienförmige Anordnung der Streifen erhöhen. Eine kurze Sehraubenlinienform wird, obwohl sie die mechanischen Eigenschaften verbessert, den wirksamen Widerstand des röhren- förmigen Leiters erhöhen und eine unerwünschte kreisförmig verlaufende Stromkomponente ver- ursachen. Es ist daher in vielen Fällen nahezu unerlässlich, dass die Schlaglänge mindestens zehnmal so gross sein muss wie der innere Durchmesser des Leiters.
Die Erfindung ist im folgenden unter Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen an Hand eines Ausführungsbeispieles näher beschrieben.
Fig. 1 zeigt einen zusammengesetzten röhrenförmigen Leiter und ein koaxiales Leitersystem nach der vorliegenden Erfindung. Fig. 2 zeigt einen solchen röhrenförmigen Leiter im Querschnitt.
Fig. 3,4 und 5 zeigen den Schnitt der verschiedenen erfindungsgemässen Profilstreifen.
In Fig. 1, in der ein koaxiales Leitersystem der erfindungsgemässen Art dargestellt ist. stellt der Generator oder die Stromquelle 1, der zwischen dem zusammengesetzten Aussenleiter und dem
Mittelleiter. 3 angeschlossen ist, den Endstromkreis einer Hochfrequenz-Trägerstromanlage mit grosser
Bandbreite oder einen andern Weehselstromgenerator dar. Der äussere Leiter besteht aus mehreren
Profilstreifen 2, die so angeordnet sind, dass sie sieh überlappen und mit Hilfe der Bänder 4 und 5 in
Röhrenform gehalten werden. Zum Schutz kann. wie gezeigt, ein Bleimantel 6 darüber aufgepresst werden.
Um den Leiter J in seiner Lage in der Mitte zu halten, sind geeignete Mittel vorzusehen. vorzugsweise werden für diesen Zweck geschlitzte Beilagscheiben, die in Abständen von ungefähr
18 mm auf den Mittelleiter aufgepresst sind, verwendet.
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