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Ziel der Erfindung ist eine Ausbildung des Sockels von Braunschen Röhren, insbesondere für
Fernsehzwecke und insbesondere von Röhren mit magnetischer Strahlsammlung bei elektrostatischer
Strahlablenkung, die bei günstiger glasteehniseher Ausbildung geringe Verlustlänge des Fusses mit der einwandfreien. Justierung der Einsockelmontage vereinigt. Bei Röhren mit magnetischer Strahl- sammlung und elektrostatischer Ablenkung ergibt sich nach der Erfindung der besondere Vorteil kleiner und leichter Spulen sowie einer dadurch bedingten verkürzten Strahllänge. Ferner gewährleistet diese
Röhrenform einwandfreie und bequeme innere (elektrische) und äussere (magnetische) Abschirmung der gesamten Röhre.
In den Zeichnungen zeigen Fig. l und 2 die bisher üblichen Bauarten des Röhrenfusses und der
Elektrodenausführung von Braunschen Röhren und Fig. 3 eine Röhrenhalsform gemäss der Erfindung.
Bei der sogenannten Einsoekelmontage (Fig. l) werden alle zum Elektrodensystem gehörigen Teile ausserhalb der Röhre zu einem in sieh ausgerichteten System 1 vereinigt, worauf diese Einheit in den
Hals des Röhrenkolbens eingebracht und mit ihm bei : 3 verschmolzen wird. Hieraus ergibt sich eine durchgehende Halsweite, die der Ausdehnung der grössten Elektrode-meist der Breite des zweiten
Ablenkpaares 4 - entspricht.
Die aus Einschmelzgründen glastechnisch notwendige, die Gesamt- länge der Röhre über die eigentliche Strahllänge hinaus unerwünscht vergrössernde, tote Entfernung a zwischen Kathode 5 und Röhrenende-3 ist dem Durchmesser der Einsehmelzung und damit der relativ grossen Breite des Röhrenhalses proportional. Um nämlich das freie Ende des Röhrenhalses auf eine für die Verschmelzung genügende Temperatur zu bringen, muss, damit keine unzulässig hohen Span- nungen im Glas entstehen, eine um so grössere Rohrlänge angewärmt werden, je grösser der Durch- messer ist.
Bei der Anwendung irgendeines elektronenoptischen Sammelsystems muss darauf Bedacht genommen werden, dass die konzentrierenden Kraftlinien des Sammelsystems nicht mehr in das Ablenk- system hineingreifen. Das hat zur Folge, dass man eine magnetische Sammelspule, die sich ausserhalb der Röhre befindet, nur bis auf eine gewisse Mindestentfernung den Ablenkelementen nähern kann.
Dieser Mindestabstand wächst mit dem Durchmesser der Spulen und ist für eine gute Röhrenkonstruktion schädlich, da er den Abstand Fluoreszenzschirm#Sammelspule unnütz vergrössert und eine daraus folgende Vergrösserung des Abstandes Sammelspule-Kathode nach sich zieht. Eine Vergrösserung des Spulendurchmessers ergibt demgemäss eine empfindliche Verlängerung der ganzen Braunschen
Röhre, so dass auch von diesem Standpunkt aus ein enger Röhrenhals erwünscht ist. Schliesslich ist noch zu bedenken, dass der erforderliche Wickelquerschnitt bei engen Sammelspulen wesentlich geringer ist als bei den bisher üblichen Weiten.
Ein weiterer Nachteil der bisher üblichen weiten Sammelspulen, die über den bei Einsoekelmontage üblichen dicken Kolbenschaft geschoben werden, besteht darin, dass die relativ grosse Spule nur schwer mit der Röhre zu einer organischen Einheit verbunden werden kann und dass sie ausserdem, da sie ja beträchtlich über den Umfang des Halses hinausragt, die An- wendung magnetischer Abschirmungspanzer für die Braunsche Röhre erschwert.
Wenn auf die leichte und saubere Ausrichtung des Systems durch Einsockelmontage verzichtet und zu getrennter Einbringung der Ablenkplatten nach Fig. 2 übergegangen wird. kann der Hals 7
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kann die Spule jetzt in ihren Abmessungen so gehalten werden, dass sie nicht über den weiten Teil 2 des Röhrenhalses hinausragt. Dann ist auch eine bequeme Abschirmung der ganzen Röhre möglich.
Die erfindungsgemässe Ausbildung des Rölrenfusses soll die grundsätzlichen Vorteile der Einsockelmontage mit denen der engen Spule vereinigen, ohne ihre Nachteile in Kauf zu nehmen. Dies führt zu einer relativ zum Schinndurehmesser und damit zur Bildgrösse sehr kurzen Röhre mit kleinem und bei der Intensitätssteuenmg in seiner Grösse gut konstantem Fleck, der durch eine billige, leichte und kleine organisch sieh der Röhre anpassende Spule erzeugt werden kann.
Die Erfindung benutzt eine schon früher angegebene Form des Röhrenfusses, die, von der Einsockelmontage ausgehend, gegenüber dieser dadurch verbessert ist, dass die Kathode und der Wehneltzylinder mit ihren Zuleitungen getrennt eingesetzt werden können, nachdem das zentrierte System bereits mit der Röhre verbunden ist, wobei Kathode und Wehneltzylinder mit dem übrigen schon in sich ausgerichteten System zwangsläufig zentriert werden. Dieser Fuss besteht gemäss Fig. 3 aus dem den Hals bildenden Glasrohr 11 einer Braunsehen Röhre, dessen Weite durch die in ihm angeordneten Systemteile gegeben ist.
An dem kathodenseitigen Ende des Kolbenhalses wird bei 16 ein nach innen in Richtung auf den Schirm zu ragendes konzentrisches RohrstÜck 10 angeschmolzen. an dessen sehinnseitigem Ende ein drittes konzentrisches Rohr von nochmals kleinerem Durchmesser eingesetzt ist, das sieh vom Schirm wegerstreekt. Der Fuss für die Kathode und deren Zuleitungen bzw. für die Zuleitungen des Welmeltzylinders wird mit dem andern, aus dem Röhrenhals herausragenden Ende des Rohres 9 verbunden.
Die schirmseitige Verbindung des inneren Rohrstückes 9 mit dem mittleren Rohrstück 10 trägt zweckmässig eine Anzahl von zum inneren Rohr ausgerichteten isolierenden Stäben oder Röhrchen 12. auf die die Elektroden des Röhrensystems unter Zwischenlage von isolierenden oder leitenden Distanzstücken aufgereiht oder auf denen sie in geeigneter Weise etwa mittels passender Einschnitte festgellinkt werden.
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