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Zeitsehalter.
Zeitschalter für die Naehtbeleuchtung von Stiegenhäusern usw., die zur Auslösung des Abschalt- vorganges in irgendeiner Weise von der zeitabhängigen Verkrümmung eines Bimetallstreifens durch die Erwärmung bei Stromdurehgang Gebrauch machen, sind bekannt, ebenso wie die Möglichkeit, durch wechselweise Verwendung mehrerer Bimetallstreifen bei jedesmaliger Wiedereinsehaltung die unverkürzte Einschaltdauer zu erzielen. Es haftet ihnen jedoch der Nachteil an, dass eine Verlängerung der Einschaltzeit noch vor erfolgter Abschaltung nicht durchführbar ist.
Zweck der Erfindung ist, den erwähnten Mangel zu beheben.
Der Schaltplan ist auf der Annahme von drei Grundfällen aufgebaut, die folgendermassen gekennzeichnet sind : a) vollkommene Ausschaltung der Stiegenbeleuchtung und auch des Zeitschalters bei Tag ; b) Einschaltung der Stiegenbeleuchtung am Abend bei ausser Tätigkeit gesetztem Zeitschalter ; e) alleinige Funktion des Zeitschalters bei Nacht.
Diese drei Grundfälle können abwechselnd herbeigeführt werden durch einen Umsehalter 1, der in der gezeichneten Lage dem Grundfall a entspricht : es ist sowohl die Stiegenbeleuchtung ausgeschaltet als auch eine Betätigung des Zeitschalters unmöglich gemacht durch Unterbrechung der entsprechenden Stromkreise.
Wird der Umschalter 1 auf den Kontakt 2 gestellt, so ist die Abendbeleuchtung eingeschaltet, der Lichtstrom fliesst vom Anschlusspunkt 4 der einen Netzleitung über den geschlossenen Kontakt 2 durch die Glühlampen direkt zum Ansehlusspunkt 5 der andern Netzleitung. Die naturgemäss erforderlichen Sicherungen sind hier nicht besonders eingezeichnet worden. Der Stromkreis zur Betätigung des Zeitschalters ist auch in dieser Stellung des Schalthebels 1 unterbrochen.
Wird schliesslich der Schalthebel 1 auf den Kontakt'j gestellt, so ist zunächst die über 2 führende Lichtleitung unterbrochen, dafür aber die Voraussetzung zur Betätigung des Zeitschalters geschaffen. weil gleichzeitig mit der Schliessung des Kontaktes 3 auch die Kontakte 7 und 8 durch das Metallsegment 6 überbrückt werden, das elektrisch vom Schalthebel 1 getrennt ist.
Wird nun beispielsweise einer der Taster 9 im Stiegenhaus gedrückt, so wird ein Stromkreis geschlossen, der vom Anschlusspunkt 4 der einen Netzleitung über die Hilfsspule 10, weiter über die durch das Segment 6 überbrückten Kontakte 7 und 8, über den gedrückten Taster 9 einesteils über die Glühbirnen zum Anschlusspunkt 5 der andern Netzleitung führt, andernteils aber über den Schalthebel 1, den geschlossenen Kontakt : 3. über den zur Strombegrenzung dienenden Vorschaltwiderstand 11 zum Schaltrad 12. weiter über die Schleiffeder 13 zum Bimetall 15 und sodann über die Haltemagnetspule 16 und die Schaltmagnetspule 11 zum Anschlusspunkt 18 an die andere Netzleitung führt.
Im Augenblick des Stromdurehganges bewirkt die Haltemagnetspule 16 die Schliessung des
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den Bimetallstreifen und die Magnetspulen führende Stromkreis geschlossen bleiben, wobei allerdings die Stromführung, wie aus dem Schaltplan ersichtlich, etwas geändert wird. Gleichzeitig mit der durch den Haltemagnet 16 bewirkten Schliessung des Kontaktes 19 wird durch die nun ebenfalls stromdureh- flossene Spule des Schaltmagneten 17 eine Weiterschaltung des Schaltrades 12 um eine Zahnteilung bewerkstelligt und damit, wie noch näher auszuführen sein wird, die Umsehaltung auf den andern Bimetallstreifen vollzogen.
Bei Loslassen des Tasters 9 bleiben also die zwei vorerwähnten Stromkreise bestehen, doch erfolgt nun die Stromführung ausgehend vom Anschlusspunkt 4 an die eine Netzleitung nicht mehr über die Hilfsmagnetspule 10, sondern über den durch den Haltemagnet 16 geschlossen gehaltenen Kontakt 19. Das Stromloswerden der Hilfsmagnetspule M hat zur Folge, dass der früher
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geöffnete Kontakt 20 geschlossen und dadurch die Schaltmagnetspule J ! y kurzgeschlossen wird, so dass deren Eisenkern mit der Schaltklinke unter der Einwirkung einer in der Zeichnung nicht dargestellten Feder in seine Ausgangslage zurückkehrt und dadurch eine Weiterschaltung des Schaltrades vorbereitet.
Bei entsprechender Dauer des Stromdurchganges durch den Bimetallstreifen 1. 5 hat sich dieser so weit verkrümmt, dass er einen Kontakt 21 berührt, wodurch die Haltemagnetspule 16 kurzgeschlossen und demzufolge der Kontakt 19 unterbrochen wird. Damit ist auch der Stromkreis für die Stiegenhausbeleuchtung unterbrochen sowie alle Teile des Zeitsehalters stromlos gemacht. Wird nun beispiels-
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Es soll nun der Vorgang der Verlängerung der Einschaltdauer, vor erfolgter Abschaltung. beschrieben werden. Wird beispielsweise der Taster 9 bei gleichzeitigem Bestehen des Lichtstromkreises
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mässige Stromverteilung gesorgt wird.
Der Stromdurchgang durch die Hilfsmagnetspule 10 bewirkt die Öffnung des Kontaktes 20, der Kurzschluss der Schaltmagnetspule 17 wird vorübergehend aufgehoben und durch Weiterschaltung des Schaltrades 12 der andere, inzwischen abgekühlte Bimetallstreifen zur Wirkung gebracht.
Das mit Zähnen versehene Schaltrad 12 besteht aus Isoliermaterial ; in diese Zähne greift die Sehaltklinke des Schaltmagneten 17 ein. Auf den beiden Stirnflächen des Schaltrades befindet sieh je eine kreuzförmige Metallplatte, wobei die zwei Kreuze um eine Zahnteilung gegeneinander verschoben sind ; beide Kreuze stehen über die Metallwelle, auf der die Scheibe befestigt ist, bei geschlossenem Stromkreis unter Spannung, doch liegt infolge der Versetzung nur jeweils auf einem Kreuz die Schleiffeder auf, so dass der Strom nur über den, an diese Schleiffeder angeschlossenen, Bimetallstreifen seinen Weg nehmen kann, während die zum ändern Bimetallstreifen gehörige Sehleiffeder auf dem Isoliermaterial des Schaltrades aufruht.
Diese Zusammenhänge sind durch die zwei Kreuzrisse 12'und jf" von rechts und links, die neben dem Schaltrad 12 ersichtlich sind, dargestellt. Bei Weiterschaltung
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Zur Erreichung genügend langer Einschaltzeiten ist es vorteilhaft, das Bimetall in Form einer
Spirale auszubilden.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der Erfindungsgegenstand gegenüber den andern, mit eigenen Schaltuhren ausgerüsteten Zeitschaltern den Vorteil eines wesentlich einfacheren und daher billigeren Aufbaues besitzt, trotzdem er auch allen zu stellenden Anforderungen Genüge leistet.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Zeitschalter, bei dem die Abschaltung des durch Druekknopf geschlossenen Verbraucher- stromkreises nach thermischer Auslösung auf elektromagnetischem Wege erfolgt und bei dem zwei oder mehrere Bimetallstreifen abwechselnd zur Wirkung gebracht werden, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verlängerung der Einschaltzeit durch Umschaltung auf einen andern Bimetallstreifen noch vor der Abschaltung ermöglicht ist.