AT14855U1 - Dämpfer für bewegbare Möbelteile - Google Patents
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Abstract
Dämpfer (10) für bewegbare Möbelteile (3), umfassend: - ein Dämpfergehäuse (11), - wenigstens eine im Dämpfergehäuse (11) ausgebildete Fluidkammer (14), - wenigstens ein in der Fluidkammer (14) verschiebbar gelagerter Kolben (15), - ein bewegbar gelagertes Antriebsteil (12), durch welches der Kolben (15) beim Dämpfungshub in der Fluidkammer (14) verschiebbar ist, wobei das Antriebsteil (12) zumindest teilweise in die Fluidkammer (14) hineinragt, wobei das Volumen jenes Bereiches des Antriebsteiles (12), welcher in die Fluidkammer (14) hineinragt, in allen Betriebsstellungen des Antriebsteiles (12) konstant ist.
Description
Beschreibung [0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Dämpfer für bewegbare Möbelteile, umfassend: [0002] - ein Dämpfergehäuse, [0003] - wenigstens eine im Dämpfergehäuse ausgebildete Fluidkammer, [0004] - wenigstens ein in der Fluidkammer verschiebbar gelagerter Kolben, [0005] - ein bewegbar gelagertes Antriebsteil, durch welches der Kolben beim Dämpfungshub in der Fluidkammer verschiebbar ist.
[0006] I m Weiteren betrifft die Erfindung einen Möbelbeschlag, insbesondere ein Möbelscharnier, mit einem Dämpfer der zu beschreibenden Art, wobei der Dämpfer zum Dämpfen einer Bewegung des Möbelbeschlages vorgesehen ist.
[0007] E in Möbelscharnier mit einem Dämpfer zum Dämpfen einer Bewegung des Möbelscharniers ist beispielsweise in der WO 2010/108203 A1 der Anmelderin beschrieben. Der Dämpfer umfasst zwei über einen Kanal verbundene Fluidkammern, wobei in der ersten Fluidkammer ein Kolben verschiebbar gelagert ist. In der zweiten Fluidkammer ist eine Vorrichtung mit einem verschiebbaren Kolben oder mit einem verformbaren Materialstück angeordnet, wobei diese Vorrichtung zur Kompensation einer Volumenänderung aufgrund des in die erste Fluidkammer eintauchenden Kolbens vorgesehen ist. Der Kolben wird durch ein Antriebsteil in Form eines drehbar gelagerten Hebels beaufschlagt.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Dämpfer der eingangs erwähnten Gattung mit einer kompakteren Bauweise anzugeben.
[0009] Dies wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Unteransprüchen definiert.
[0010] Gemäß der Erfindung ist also vorgesehen, dass das Antriebsteil zumindest teilweise in die Fluidkammer hineinragt, wobei das Volumen jenes Bereiches des Antriebsteiles, welcher in die Fluidkammer hineinragt, in allen Betriebsstellungen des Antriebsteiles konstant ist.
[0011] Der Grundgedanke der Erfindung besteht also darin, das Antriebsteil zumindest teilweise oder auch vollständig in die Fluidkammer zu integrieren, wobei das Antriebsteil bei einer Bewegung kein zusätzliches räumliches Volumen in der Fluidkammer produziert. Das Volumen des in der Fluidkammer aufgenommenen Abschnitts des Antriebsteiles bleibt also - unabhängig von der jeweiligen Betriebsstellung des Antriebsteiles - konstant. Als Volumeneinheit kann Kubikmillimeter (mm3) oder Milliliter (ml_) angegeben werden.
[0012] Ein besonderer Vorteil dieser Grundidee besteht darin, dass eine Volumenausgleichsvorrichtung zur Kompensation einer Volumenänderung aufgrund des in die Fluidkammer eintauchenden Kolbens nicht mehr zwingend erforderlich ist, da beim Dämpfungshub des Kolbens kein zusätzliches Flüssigkeitsvolumen entsteht, welches durch eine gemäß dem Stand der Technik bekannte Ausgleichsvorrichtung kompensiert werden müsste. Die Anordnung einer solchen Kompensationsvorrichtung (d.h. eine Ausgleichskammer mit einem darin verschiebbaren Ausgleichskolben bzw. ein verformbares Materialstück) kann also entfallen, wodurch eine besonders einfache und kompakte Bauweise des Dämpfers mit einer reduzierten Anzahl von Bauteilen möglich ist.
[0013] Jener Bereich des Antriebsteiles, welcher in die Fluidkammer hineinragt, ist von einem in der Fluidkammer befindlichen Dämpfungsfluid umgeben. Häufig verwendete Dämpfungsfluide sind hydraulische Dämpfungsmedien, beispielsweise Öle mit höherer Viskosität. Bei Möbeldämpfern wird häufig Silikonöl als Dämpfungsmedium eingesetzt. Ein besonderer Vorteil des im Dämpfungsfluid eingetauchten Antriebsteiles ergibt sich dadurch, dass jener Bereich des Antriebsteiles, welcher mit dem Kolben in Kontakt kommt, durch das Dämpfungsfluid ausreichend geschmiert wird. Auf diese Weise kann der Reibungswiderstand zwischen Antriebsteil und
Kolben und folglich auch ein Abrieb dieser Bauteile erheblich reduziert werden.
[0014] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass das Antriebsteil relativ zum Kolben bewegbar gelagert ist. Bei einer möglichen Ausgestaltung ist das Antriebsteil zum Beaufschlagen des Kolbens drehbar oder schwenkbar gelagert. Es liegt jedoch auch im Rahmen der Erfindung, dass das Antriebsteil linear verschiebbar gelagert ist.
[0015] Gemäß einer möglichen Ausgestaltung ist das Antriebsteil zumindest teilweise aus der Fluidkammer herausgeführt. Hierbei kann vorgesehen sein, dass jener Abschnitt des Antriebsteiles, der aus der Fluidkammer herausgeführt ist, eine Befestigungsvorrichtung zum Verbinden mit einem vom Dämpfergehäuse gesonderten Betätigungselement aufweist, wobei das Betätigungselement zur Kraftbeaufschlagung des Antriebsteiles bzw. des Dämpfers vorgesehen ist. Die Befestigungsvorrichtung kann beispielsweise eine Formschlussverbindung aufweisen, welche zum drehfesten Verbinden zwischen Betätigungselement und Antriebsteil vorgesehen ist.
[0016] Der erfindungsgemäße Möbelbeschlag ist durch wenigstens einen Dämpfer der beschriebenen Art gekennzeichnet. Der Möbelbeschlag kann als Möbelscharnier, als Schubla-denausziehführung oder als Stellantrieb für Möbelklappen ausgebildet sein, wobei durch den Dämpfer zumindest die Schließbewegung des Möbelbeschlages dämpfbar ist.
[0017] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden anhand der in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispiele erläutert. Dabei zeigt bzw. zeigen: [0018] Fig. 1 ein schrankförmiges Möbel mit einer schwenkbar angelenkten Türe in einer perspektivischen Ansicht, [0019] Fig. 2a, 2b ein Möbelscharnier mit am Scharniertopf gelagerten Dämpfern in zwei verschiedenen perspektivischen Ansichten, [0020] Fig. 3a-3c der Dämpfer in drei verschiedenen Schnittdarstellungen, [0021] Fig. 4a, 4b ein Dämpfer gemäß einer alternativen Ausführungsform, [0022] Fig. 5 das Ausführungsbeispiel des Dämpfers gemäß Fig. 4a und Fig. 4b in einer
Explosionsdarstellung.
[0023] Fig. 1 zeigt ein Möbel 1 mit einem Möbelkorpus 2 in einer perspektivischen Darstellung, wobei ein bewegbares Möbelteil 3 in Form einer Türe oder Klappe über Möbelbeschläge in Form von Möbelscharnieren 4 relativ zum Möbelkorpus 2 schwenkbar gelagert ist. Die Möbelscharniere 4 weisen einen am Möbelkorpus 2 zu befestigenden Scharnierarm 5 und einen damit schwenkbar verbundenen Scharniertopf 6 auf. Am oder im Scharniertopf 6 sind jeweils (hier nicht erkennbare) Dämpfer 10 (Fig. 2b) gelagert, wobei der Scharniertopf 6 zusammen mit dem bzw. den Dämpfer(n) 10 innerhalb einer zylindrischen Bohrung im bewegbaren Möbelteil 3 anordenbar ist. Durch wenigstens einen Dämpfer 10 ist eine Schließ- und/oder Öffnungsbewegung des Möbelscharniers 4 und damit jene des bewegbaren Möbelteiles 3 dämpfbar.
[0024] Fig. 2a und Fig. 2b zeigen das Möbelscharnier 4 in zwei verschiedenen perspektivischen Ansichten. Zur Befestigung des Scharniertopfes 6 am bewegbaren Möbelteil 3 ist ein Befestigungsflansch 7 vorgesehen. Der Scharniertopf 6 ist über zumindest einen Gelenkhebel 8 mit dem Scharnierarm 5 gelenkig verbunden. Im oder am Scharniertopf 6 ist ein Betätigungselement 31 um eine Drehachse 9 schwenkbar gelagert, wobei der Gelenkhebel 8 gegen Ende der Schließbewegung des Möbelscharniers 4 in den Scharniertopf 6 eintaucht und dabei das Betätigungselement 31 in Drehbewegung versetzt. Durch einen Übertragungsmechanismus ist diese Drehbewegung des Betätigungselementes 31 in eine Linearbewegung eines Kolbens 15 (Fig. 3a) des Dämpfers 10 umsetzbar. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist ein Dämpfer 10 mit einem Dämpfergehäuse 11 an einer Außenwand des Scharniertopfes 6 und unterhalb des Befestigungsflansches 7 angeordnet. An einer gegenüberliegenden Außenwand des Scharniertopfes 6 ist ein Rückstellmechanismus 35 gelagert, durch den das drehbar gelagerte Betätigungselement 31 nach erfolgtem Dämpfungshub wieder in eine Ausgangslage rückstellbar ist. Der Scharniertopf 6 ist - zusammen mit dem daran gelagerten Dämpfer 10 und dem Rückstell- mechanismus 35 - in einer zylindrischen Möbelstandardbohrung versenkbar. In Montagelage ist dann der Scharniertopf 6 zusammen mit dem Dämpfer 10 und zusammen mit der Baueinheit des Rückstellmechanismus 35 innerhalb eines gedachten Bohrungsdurchmessers einer zylindrischen Möbelstandardbohrung angeordnet. Der Rückstellmechanismus 35 kann beispielsweise eine Torsionsfeder aufweisen, durch die das Betätigungselement 31 wieder in eine Ausgangslage zurückgedreht werden kann. Über einen manuell zu betätigenden Schalter 36 (Fig. 2a) kann das Betätigungselement 31 an einer Rückstellbewegung gehindert werden, wodurch die Dämpfungsfunktion des Dämpfers 10 - falls gewünscht - deaktivierbar ist. Die Baueinheit des Rückstellmechanismus 35 kann zur Bereitstellung einer erhöhten Dämpfungskraft auch durch einen zusätzlichen Dämpfer 10 mit einem Dämpfergehäuse 11 ersetzt werden, wobei die Rückstellbewegung des Betätigungselementes 31 durch eine im Dämpfergehäuse 11 angeordnete Rückstellfeder 19 (Fig. 3a) erfolgen kann.
[0025] Fig. 3a zeigt den Dämpfer 10 in einem perspektivischen Schnitt, wobei sich der Kolben 15 in einer Ausgangsstellung für einen Dämpfungshub befindet. In einem Dämpfergehäuse 11 ist zumindest eine Fluidkammer 14 ausgebildet, in welcher der Kolben 15 linear verschiebbar gelagert ist. Der Kolben 15 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel zweiteilig ausgebildet und umfasst einen Innenkolben 16 und eine am Innenkolben 16 angeordnete Hülse 17. Zum Beaufschlagen des Kolbens 15 ist ein bewegbar gelagertes Antriebsteil 12 mit einem Hebelarm 13 vorgesehen, wobei der Hebelarm 13 mit einem Boden 18 des Kolbens 15 zusammenwirkt. Das Antriebsteil 12 ist mit dem in Fig. 2a gezeigten Betätigungselement 31 bewegungsgekoppelt, sodass sich bei einer Verdrehung des Betätigungselementes 31 auch das Antriebsteil 12 mitverdreht. Beim Dämpfungshub wird also das Antriebsteil 12 um die Drehachse 9 verschwenkt, wobei der Hebelarm 13 des Antriebsteiles 12 den Kolben 15 in die Fluidkammer 14 eindrückt. Nach erfolgtem Dämpfungshub ist der Kolben 15 durch die Kraft einer Rückstellfeder 19 wieder in eine für den nächsten Dämpfungshub vorgesehene Bereitschaftsstellung rückstellbar. Von Relevanz ist das Antriebsteil 12, welches zumindest teilweise in die Fluidkammer 14 hineinragt, wobei das Volumen jenes Bereiches des Antriebsteiles 12, welcher in die Fluidkammer 14 hineinragt, in allen Betriebsstellungen des Antriebsteiles 12 konstant ist. Das Antriebsteil 12 ist also in der Fluidkammer 14 aufgenommen und von einem in der Fluidkammer 14 befindlichen Dämpfungsfluid umgeben. Wenn sich das Antriebsteil 12 verdreht, so wird kein zusätzliches Flüssigkeitsvolumen verdrängt, weshalb auch kein Volumenausgleich zur Kompensation einer Volumenänderung aufgrund des in die Fluidkammer 14 eintauchenden Kolbens 15 erforderlich ist. Die Drehachse 9 des Antriebsteiles 12 ist vorzugsweise koaxial zur Drehachse 9 des Betätigungselementes 31 (Fig. 2a) angeordnet.
[0026] Fig. 3b zeigt den Dämpfer 10 in einer Seitenansicht, wobei die Lage des Kolbens 15 mit jener in Fig. 3a korrespondiert. Das Antriebsteil 12 ist relativ zum Kolben 15 beweglich gelagert. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Antriebsteil 12 um eine Drehachse 9 drehbar gelagert, wobei die Drehachse 9 des Antriebsteiles 12 quer, vorzugsweise im Wesentlichen rechtwinklig, zur Richtung des linearen Dämpfungshubes des Kolbens 15 verläuft. Zwischen dem Innenkolben 16 und der Hülse 17 verbleibt ein Raum 21, in welchem eine Funktionseinheit in Form einer Überlastsicherung 22 angeordnet ist. Durch die Überlastsicherung 22 ist oberhalb eines Schwellwertes einer Druckbeaufschlagung auf den Kolben 15 zumindest eine Überlastöffnung des Innenkolbens 16 öffenbar, sodass bei Überlast ein rascher Druckabbau herbeigeführt werden kann.
[0027] Fig. 3c zeigt das Antriebsteil 12 in einer Betriebsstellung, wobei sich der Kolben 15 in einer eingedrückten Endstellung (also am Ende des Dämpfungshubes) befindet. Durch eine Verdrehung des Antriebsteiles 12 um die Drehachse 9 im Gegenuhrzeigersinn wurde der Kolben 15 eingedrückt. Das Antriebsteil 12 befindet sich in der Fluidkammer 14 und wird vom hydraulischen Dämpfungsmedium umgeben, wodurch der Verschleiß des Hebelarmes 13 und des Bodens 18 des Kolbens 15 reduziert werden kann. Die Fluidkammer 14 ist über einen Füllkanal 23 mit Dämpfungsfluid befüllbar, die Abdichtung der Fluidkammer 14 erfolgt über eine Verschlusskugel 20. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass der drehbar gelagerte Antriebsteil 12 durch den externen Rückstellmechanismus 35 (Fig. 2b) rückstellbar ist, der Rückstellung des Kolbens 15 erfolgt hingegen in einer davon unabhängigen Weise, nämlich durch die Rückstellfeder 19. Das Betätigungselement 31 (Fig. 2a) wird also zusammen mit Antriebsteil 12 durch die Kraft des Rückstellmechanismus 35 mit sofortigerWirkung rückgestellt, die Rückstellbewegung des Kolbens 15 erfolgt nacheilend durch die Kraft der im Dämpfergehäuse 11 angeordneten Rückstellfeder 19. Selbstverständlich kann die Anordnung des Rückstellmechanismus 35 (Fig. 2b) entfallen, wobei die Rückstellung des Kolbens 15, des Antriebsteiles 12 und des Betätigungselementes 31 ausschließlich über eine im Dämpfergehäuse 11 angeordnete Rückstellfeder 19 erfolgen kann.
[0028] Fig. 4a zeigt einen Dämpfer 10 gemäß einer alternativen Ausführungsform. Das Dämpfergehäuse ist zweiteilig ausgebildet und umfasst zwei aneinander fixierbare Gehäuseteile 11a und 11b, zwischen denen eine Fluidkammer 14 ausgebildet ist.
[0029] Der Kolben 15 weist wieder einen Innenkolben 16 und eine diesen umgebende Hülse 17 auf. Das Antriebsteil 12 weist im gezeigten Ausführungsbeispiel ein drehbar gelagertes Ritzel 24 auf, welches mit einer Verzahnung 25 des Kolbens 15 zusammenwirkt. Die Verzahnung 25 ist an einer Mantelfläche des Kolbens 15 angeordnet und erstreckt sich zumindest abschnittsweise entlang der Länge des Kolbens 15. Das Ritzel 24 ist in der Fluidkammer 14 integriert und wird vom hydraulischen Dämpfungsmedium umgeben, sodass bei einer Verdrehung des Ritzels 24 kein zusätzliches Flüssigkeitsvolumen verdrängt wird.
[0030] Fig. 4b zeigt die Ausführung des Dämpfers 10 gemäß Fig. 4a, wobei sich der Kolben 15 am Ende des Dämpfungshubes befindet. Der Kolben 15 ist also über das Ritzel 24 und die damit zusammenwirkende Verzahnung 25 des Kolbens 15 innerhalb der Fluidkammer 14 linear verschiebbar gelagert. Die Rückstellung des Kolbens 15 kann über eine wie in den Fig. 3a-3c gezeigte Rückstellfeder 19 oder auch durch einen externen Rückstellmechanismus 35 (Fig. 2b) erfolgen. Das Ritzel 24 ist in einer Ausnehmung 26 des Gehäuseteiles 11a aufgenommen, wobei die Ausnehmung 26 in fluidleitender Verbindung mit der Fluidkammer 14 steht.
[0031] Fig. 5 zeigt das Ausführungsbeispiel des Dämpfers 10 gemäß Fig. 4a und Fig. 4b in einer Explosionsdarstellung. Zwischen den beiden Gehäuseteilen 11a und 11b ist eine Fluidkammer 14 ausgebildet, in welcher der Kolben 15 mit der daran ausgebildeten Verzahnung 25 linear verschiebbar gelagert ist. Das Antriebsteil 12 weist ein Ritzel 24 auf, welches mit der Verzahnung 25 des Kolbens 15 zusammenwirkt. Zur Lagerung des Antriebsteiles 12 ist einerseits ein Lager 27, andererseits ein Verbindungselement 28 vorgesehen, wobei das Antriebsteil 12 mit einer Dichtung 30 gegenüber dem Gehäuseteil 11a abgedichtet ist. Das in Fig. 2a gezeigte Betätigungselement 31 ist mit dem Antriebsteil 12 des Dämpfers 10 zum Beaufschlagen des Kolbens 15 bewegungsgekoppelt. Hierfür weist das Verbindungselement 28 beispielhaft eine Formschlussverbindung 29 zum drehfesten Verbinden mit dem im Scharniertopf 6 gelagerten Betätigungselement 31 (Fig. 2a) auf, sodass eine Drehbewegung des Betätigungselementes 31 auf das Ritzel 24 des Antriebsteiles 12 übertragbar ist. Die Richtung der Drehachse des Antriebsteiles 12 verläuft quer, vorzugsweise annähernd rechtwinklig, zur Richtung des linearen Dämpfungshubes des Kolbens 15. Die Gehäuseteile 11a und 11b sind über Verschlusskugeln 20 fluiddicht verschließbar.
Claims (14)
1. Dämpfer (10) für bewegbare Möbelteile (3), umfassend: - ein Dämpfergehäuse (11), - wenigstens eine im Dämpfergehäuse (11) ausgebildete Fluidkammer (14), - wenigstens ein in der Fluidkammer (14) verschiebbar gelagerter Kolben (15), - ein bewegbar gelagertes Antriebsteil (12), durch welches der Kolben (15) beim Dämpfungshub in der Fluidkammer (14) verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsteil (12) zumindest teilweise in die Fluidkammer (14) hineinragt, wobei das Volumen jenes Bereiches des Antriebsteiles (12), welcher in die Fluidkammer (14) hineinragt, in allen Betriebsstellungen des Antriebsteiles (12) konstant ist.
2. Dämpfer nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsteil (12) relativ zum Kolben (15) bewegbar gelagert ist.
3. Dämpfer nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsteil (12) drehbar gelagert ist.
4. Dämpfer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsteil (12) um eine Drehachse (9) drehbar gelagert ist, wobei die Drehachse (9) des Antriebsteiles (12) quer, vorzugsweise im Wesentlichen rechtwinklig, zur Richtung des linearen Dämpfungshubes des Kolbens (15) verläuft.
5. Dämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, dass jener Bereich des Antriebsteiles (12), welcher in die Fluidkammer (14) hineinragt, von einem in der Fluidkammer (14) befindlichen Dämpfungsfluid umgeben ist.
6. Dämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsteil (12) einen drehbar gelagerten Hebel mit einem Hebelarm (13) aufweist, wobei der Hebelarm (13) zum Beaufschlagen des Kolbens (15) vorgesehen ist.
7. Dämpfer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebelarm (13) des Hebels mit einem Boden (18) des Kolbens (15) zusammenwirkt.
8. Dämpfer nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel vollständig in der Fluidkammer (15) aufgenommen ist.
9. Dämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsteil (12) ein drehbar gelagertes Ritzel (24) aufweist.
10. Dämpfer nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (15) eine Verzahnung (25) aufweist, welche mit dem Ritzel (24) zusammenwirkt.
11. Dämpfer nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzahnung (25) an einer Mantelfläche des Kolbens (15) angeordnet ist und sich zumindest abschnittsweise entlang der Länge des Kolbens (15) erstreckt.
12. Möbelbeschlag mit einem Dämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 11 zum Dämpfen einer Bewegung des Möbelbeschlages.
13. Möbelbeschlag nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Möbelbeschlag als Möbelscharnier (4) ausgebildet ist, wobei das Möbelscharnier (4) einen Scharniertopf (6) aufweist, welcher mit einem Scharnierarm (5) über wenigstens einen Gelenkhebel (8) verbunden ist, wobei der Dämpfer (10) im oder am Scharniertopf (6) gelagert ist.
14. Möbelbeschlag nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass durch den Gelenkhebel (8) ein am Scharniertopf (6) bewegbar gelagertes Betätigungselement (31) beaufschlagbar ist, wobei das Betätigungselement (31) mit dem Antriebsteil (12) des Dämpfers (10) zum Beaufschlagen des Kolbens (15) bewegungsgekoppelt ist. Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
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