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Verfahren zur Initiierung von in Bohrlöchern oder sonstwie ausgelegten Sprengstoffladungen.
Der Gegenstand der Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Initiierung von Sprengstoffladungen, z. B. in Bohrlöchern u. dgl. Als Initialzündung wird häufig von detonierenden Zündschnüren Gebrauch gemacht. Insbesondere haben sich als Initialzündung die sogenannten Fulminatzünd- schnüre (d. s. detonierende Zündschnüre mit schwacher Knallquecksilberseele) bewährt, mit welcher die Detonation auf die Sprengkörper z. B. eines Bohrloches durch eine möglichst innige Berührung mit diesen Sprengkörpern übertragen wird, wobei die innige Berührung der Zündschnur mit den Sprengkörpern zumeist durch ein-oder mehrmaliges Umwickeln, u. zw. gewöhnlich der obersten Sprengpatrone mit der Zündschnur, erreicht wird.
Eine solche Umwicklung kann somit auch als Zündschnurverstärker (gewissermassen als Zünd- ladung) angesehen werden.
Nun ist es eine in der Sprengstoffliteratur längst als feststehend erwähnte Tatsache, dass in einer in einem Bohrloch untergebrachten und zunächst der Bohrlochmündung und nur an dieser initiierten
Sprengstoffsäule die Detonation nicht in gleicher Stärke bis zur Bohrlochsohle fortschreitet, sondern dass ihre Kraft allmählich abnimmt und-namentlich bei längeren Ladungen-oft schon vor Erreichung der Bohrlochsohle, wo häufig gerade die grösste Kraftentfaltung des Sprengstoffes notwendig ist, derart schwach wird, dass der der Bohrlochsohle zunächst liegende Teil der Ladung entweder überhaupt nicht detoniert (stehenbleibt) oder wirkungslos auskocht (Bohrlochpfeifen). Dies ist besonders der Fall bei schwerer detonierbaren (sogenannten Sicherheit-)
Sprengstoffen und bei den vielfach angewendeten Sprengpatronen geringeren Durchmessers, der oft nur 23 mru beträgt.
Diesen Nachteil verhindert nur eine bis an oder in die Nähe der Bohrlochsohle reichende detonierende Zündschnur, die bekanntlich imstande ist, jede Patrone für sich zu initiieren, gegebenenfalls unter Verwendung der bereits erwähnten Zündschnurverstärker.
Es ist nun nicht erforderlich, dass jede einzelne Sprengpatrone einer Bohrlochladung für sich verstärkt initiiert wird, aber es muss dann-worauf die Erfindung beruht-eine Möglichkeit geschaffen werden, den Verstärker an diejenige Stelle der Sprengstoffsäule zu bringen, an welcher eine Verstärkung erforderlich ist, so z. B. bei einem eingeschalteten Hohlraum (sogenanntes HohlraumschieI3en), der ohne detonierende Zündschnur bzw. mitverwendeten Verstärker nicht zu überbrücken ist, insbesondere dann nicht, wenn der Hohlraum über eine gewisse Länge hinausgeht oder wenn schwerer detonierende Sprengstoffe verwendet werden.
Die Erfindung besteht nun darin, dass auf der Ziindschnur verschiebbar angeordnete Verstärker verwendet werden, wodurch die Möglichkeit geschaffen ist, den Verstärker immer an diejenige Stelle der Sprengstoffsäule hinzubringen, an welcher ein Verstärker erforderlich ist. Gemäss der Erfindung wird daher der Verstärker, u. zw. entweder mit Patrone oder ohne Patrone, auf der Zündschnur aufgefädelt in das Bohrloch eingeführt, so dass er auch im Bohrloch verschoben werden kann.
Als Verstärker kann eine als schraubenförmige Aussenwicklung einer Sprengpatrone ausgebildete Wicklung dienen, die auch über die Patrone aufgeschoben werden kann, wobei sich eine solche Wicklung von der eingangs erwähnten Umwicklung der Patrone dadurch unterscheidet, dass sie einen selbständigen Teil bildet, unter dessen Windungen die detonierende Zündschnur durchgeführt wird, wobei die notwendige innige Berührung zwischen der selbständigen Wicklung und der Zündschnur infolge der Plastizität der Sprengpatrone leicht gewährleistet werden kann. Eine solche Wicklung kann für sieh aus einer detonierenden Zündschnur (z. B. Fulminatzündschnur) gewickelt sein, zweckmässig aus einer handhabungssicheren Zündschnur.
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Der Verstärker kann aber auch von einem mit Sprengstoff gefüllten und entsprechend geformte Behälter aus Pappe, Metall od. dgl. gebildet werden, wobei dieser Behälter auch mit der Sprengpatrone zu einer Einheit vereinigt werden kann, aber so, dass wenigstens der Verstärker auf der Initialzündschnur versehiebbar ist. Zweckmässig besteht die Füllung des Behälters aus einem handhabungssicheren Sprengstoff.
Wenn man nämlich als Verstärker die Sprengkapseln gebräuchlicher Art, d. h. solche mit Aufladung aus nicht handhabungssicheren, sogenannten Initialsprengstoffen (Knallquecksilber, Bleiaeid u. dgl.), verwenden würde, dann müsste das ganze System, dessen wesentlicher Bestandteil. nämlich die Fulminatzündschmur, selbst handhabungssicher ist, als nicht handhabungssicher bezeichnet werden, was wiederum die Sicherheit der Sprengbetriebe gefährden könnte.
In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 besteht der Verstärker 1 aus einer Aussenwicklung der Sprengpatrone 2, die aus einer handhabungssicheren Zündschnur hergestellt ist, u. zw. mit einer der erforderlichen Verstärkerwirkung jeweils entsprechenden Windungszahl. Die Initialzündschnur. 3, wofür eine handhabungssiehere detonierende Zündschnur verwendet wird, die durch das ganze Bohrloch-meist bis zur oder bis in die Nähe der Bohrlochsohle - geführt ist, ist zwischen dem Verstärker 1 und der Sprengstoffumhüllung 2 durchgezogen, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme einer sogenannten Durchziehnadel, wobei die erforderliche innige Berührung zwischen Zündschnur 5 und Verstärker 1 durch die plastischen Eigenschaften der Sprengpatrone leicht hergestellt werden kann.
An Stelle der Wicklung kann man als Verstärker, wie in Fig. 2 gezeigt ist, auch einen zweckmässig mit einem handhabungssieheren Sprengstoff gefüllten Behälter 4 verwenden, der mit der Sprengpatrone 2 vereinigt, z. B. an die Stirnseite der Patrone verlegt werden kann, wobei gemäss der Erfindung die Einrichtung so getroffen ist, dass die Initialzündsehnur 3 durch den Verstärker 4 durchgefädelt ist, so dass dieser allein oder zusammen mit einer Patrone im Bohrloch an der Zündschnur beliebig verschoben und dadurch an die gewünschte Stelle gebracht werden kann.
Selbstverständlich kann die Verschiebbarkeit des Verstärkers auch durch seitlich an ihm angebrachte Ösen, Röhrchen od. dgl. an Stelle einer Längsbohrung oder auf andere Weise erreicht werden, wobei man z. B. den Verstärker auch mit einem Stück einer eine Öse bildenden detonierenden Zündschnur versehen kann.
In Fig. 3 ist ein Ausführungsbeispiel gezeigt, bei welchem der von einem Metallbehälter gebildete Verstärker 4'in das Innere einer Sprengpatrone verlegt ist und bei dem die innige Verbindung mit der durchlaufenden detonierenden Zündschnur durch ein Zwischenglied, nämlich die ebenfalls aus detonierender Zündschnur gebildete Schlaufe 5, gesichert ist.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Initiierung von in Bohrlöchern oder sonstwie ausgelegten Sprengstoffladungen mittels detonierenden Zündschnüren, dadurch gekennzeichnet, dass Zündschnurverstärker (Zündladungen) auf der Zündschnur unter Gewährleistung einer gegenseitigen innigen Berührung verschiebbar angeordnet werden und durch Verschiebung an jene Stelle des Sprengloches gebracht werden können, an welcher eine verstärkte Wirkung der Zündschnur gewünscht wird.
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Process for the initiation of explosive charges in boreholes or otherwise laid out.
The object of the invention relates to a method for initiating explosive charges, e.g. B. in boreholes u. Like. Detonating fuses are often used as initial ignition. In particular, the so-called fulminate fuses (i.e. detonating fuses with a weak fusible mercury soul) have proven to be effective as initial ignition, with which the detonation on the explosive e.g. B. a borehole is transmitted through the closest possible contact with these explosive devices, the intimate contact of the fuse with the explosive devices mostly by wrapping around one or more times, u. between the uppermost explosive cartridge with the fuse is usually reached.
Such a wrapping can thus also be viewed as a fuse amplifier (to a certain extent, an ignition charge).
Now it is a fact that has long been mentioned in the explosives literature as a fixed fact that in one accommodated in a borehole and initiated initially at the borehole mouth and only at this
Column of explosives the detonation does not progress to the bottom of the borehole with the same strength, but that its force gradually decreases and - especially in the case of longer charges - often before it reaches the bottom of the borehole, where the greatest power of the explosive is often required, becomes so weak that the Part of the charge initially lying at the bottom of the borehole either not detonated at all (remains standing) or boils out ineffective (borehole whistling). This is especially the case with more difficult to detonate (so-called safety)
Explosives and the often used explosive cartridges of smaller diameter, which is often only 23 mru.
This disadvantage is prevented only by a detonating fuse which reaches up to or in the vicinity of the bottom of the borehole and which, as is known, is capable of initiating each cartridge individually, if necessary using the fuse amplifiers already mentioned.
It is now not necessary for each individual explosive cartridge of a borehole charge to be intensively initiated, but then - on which the invention is based - a possibility must be created to bring the amplifier to that point on the explosive column at which reinforcement is required, so z. B. with an activated cavity (so-called HohlraumschieI3en), which cannot be bridged without detonating fuse or amplifier, especially not if the cavity extends over a certain length or if more difficult detonating explosives are used.
The invention now consists in the use of amplifiers arranged displaceably on the detonating cord, which creates the possibility of always bringing the amplifier to that point on the explosive column at which an amplifier is required. According to the invention, therefore, the amplifier, u. either with or without a cartridge, threaded onto the fuse and inserted into the borehole so that it can also be moved in the borehole.
A winding designed as a helical outer winding of an explosive cartridge, which can also be pushed over the cartridge, can serve as an amplifier, whereby such a winding differs from the above-mentioned wrapping of the cartridge in that it forms an independent part, under whose turns the detonating fuse cord is carried out, the necessary intimate contact between the independent winding and the detonating cord can easily be ensured due to the plasticity of the explosive cartridge. Such a winding can be wound from a detonating fuse (e.g. fulminate fuse), expediently from a fuse that is safe to handle.
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The amplifier can also be formed by a correspondingly shaped container made of cardboard, metal or the like filled with explosives, whereby this container can also be combined with the explosive cartridge to form a unit, but in such a way that at least the amplifier can be moved on the initial fuse is. The filling of the container expediently consists of an explosive that is safe to handle.
Namely, if one uses the detonators of the usual type as an amplifier, i. H. would use those charged with so-called initial explosives that are not safe to handle (fiery mercury, lead envy, etc.), then the entire system, its essential component. namely the Fulminatzündschmur, which is itself safe to handle, can be described as not safe to handle, which in turn could endanger the safety of the blasting operations.
Several exemplary embodiments of the subject matter of the invention are illustrated in the drawing.
In the embodiment of Fig. 1, the amplifier 1 consists of an outer winding of the explosive cartridge 2, which is made of a safe to handle fuse, u. with a number of turns corresponding to the required amplifying effect. The initial fuse. 3, for which a detonating detonating cord that is safe to handle is used, which is passed through the entire borehole - mostly up to or near the bottom of the borehole - is pulled through between the amplifier 1 and the explosive envelope 2, if necessary with the aid of a so-called pull-through needle, the required intimate contact between fuse 5 and amplifier 1 can be easily produced by the plastic properties of the explosive cartridge.
Instead of the winding, as an amplifier, as shown in FIG. 2, one can also use a container 4 which is expediently filled with an explosive suitable for use and which combines with the explosive cartridge 2, e.g. B. can be moved to the front of the cartridge, according to the invention the device is made so that the initial ignition 3 is threaded through the amplifier 4, so that this alone or together with a cartridge in the borehole on the detonating cord is moved and thereby can be brought to the desired location.
Of course, the displaceability of the amplifier can also be achieved by means of eyelets, tubes or the like attached to the side of it instead of a longitudinal bore or in some other way. B. can also provide the amplifier with a piece of detonating detonating cord forming a loop.
In Fig. 3 an embodiment is shown in which the amplifier 4 'formed by a metal container is moved into the interior of an explosive cartridge and in which the intimate connection with the detonating fuse through an intermediate member, namely the loop 5, which is also formed from detonating fuse , is secured.
PATENT CLAIMS: 1. A method for initiating explosive charges in boreholes or otherwise laid out by means of detonating fuses, characterized in that fuse amplifiers (fuses) are displaceably arranged on the fuse while ensuring mutual intimate contact and are brought to that point of the explosive hole by displacement on which an increased effect of the fuse is desired.