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Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung bzw. Erhaltung eines konstanten Flüssigkeits-oder Gasdruckes in einem Räume unabhängig vom Atmosphärendruck der Umgebung für Regelungszwecke bei Brennkraftmaschinen.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass der auf eine von den beiden kleineren wirksamen Druckflächen eines Differentialkolbens oder einer Differentialmembrane od. dgl. wirkende Druck von den auf die beiden andern Druckflächen des Kolbens od. dgl. wirkenden Drücken unabhängig gehalten werden kann. wenn diese letzteren, wenn auch an sieh veränderlichen Drücke in einem konstanten Grössenverhältnis zueinander bleiben und die von ihnen betätigten Druckflächen so bemessen sind, dass sie in dem gleichen, aber umgekehrten Verhältnis zueinander stehen.
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des Differentialkolbens od. dgl. die Drüeke zur Wirkung gebracht, die in einem Doppelventurirohr bei kritischer Geschwindigkeit im engsten bzw.
im weitesten Querschnitt auftreten, während die dritte wirksame Druckfläche des Differentialkolbens od. dgl. unter den konstant zu haltenden Druck gesetzt wird, dessen Grösse durch die Wirkung einer Feder od. dgl. bestimmt wird.
In den Fig. 1 und 2 der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand durch ein Ausführungsbeispiel schematisch veranschaulicht.
In Fig. 1 ist 1 ein Differentialkolben, der im Zylinder 2 sich einige Millineter auf- und abbewegen kann. In den Raum J ober dem Kolben 7 und in den Raum v unterhalb desselben wird durch die
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und 5 verändern, stets einander das Gleichgewicht halten.
Im Innern des entsprechend hohl ausgebildeten Kolbens 1 ist eine Feder S angeordnet, die infolgedessen verhältnismässig lang bzw. mit entsprechend vielen Windungen ausgebildet sein kann. so dass ihre Wirkung in Anbetracht der geringen Bewegungen des Kolbens als eine praktisch konstante angesehen werden kann. Im Raum 7, der von der dritten Druckfläche des Differentialkolbens beherrscht wird, ist ein Gas oder eine Flüssigkeit eingeschlossen. deren Druck-unabhängig von den auf die beiden andern Kolbenflächen wirkenden Drücken - nur von dem Druck der Feder 9 abhängig ist.
Wenn der Gas- oder Flüssigkeitsdruck im Raume 7 kleiner als der Federdruck ist. so bewegt sich der Kolben 1 abwärts, und es strömt Gas oder Flüssigkeit unter Druck durch den Anschluss und den Ringraum 11 durch die Löcher 10. bis der Druck des im Raum 7 eingesehlossenen Drurkmittels entsprechend erhöht ist. so dass er dem Druck der Feder das Gleichgewicht hält. Wird der Druck im
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Raum 7 durch den Anschluss so lange ins Freie, bis das Gleichgewicht wiederhergestellt ist.
Die Anordnung der Fig. 2 zeigt, wie z. B. die zwei an sich veränderlichen, aber stets im selben Grössenverhältnis zueinander bleibenden Gas- oder Flüssigkeitsdrürke für die Räume.'3 und J des Differentialkolbens od. dgl. geliefert werden können. Das in der Figur dargestellte Doppelventurirohr kann z. B. entweder in die Saugleitung des Motors nach der Drosselklappe, also zwischen diese und
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an dem Kompressor eines Motors angeordnet werden, so dass das äussere Rohr 16 den Druckraum des Kompressors mit dem Saugraum verbindet. In beiden Fällen strömt Gas in der Richtung des Pfeiles 17 durch das das eine Venturirohr bildende Rohr 16 und das zweite Venturirohr 19.
Im engsten Querschnitt 18 des letzteren tritt unter den normalen Betriebsverhältnissen des Motors, vom Leergang bis zur Vollast, immer die kritische Geschwindigkeit auf : es wird also der im Querschnitt 18 herrschende Druck immer das O'o3faehe des im Rohre 16, z. B. an der Stelle x-x herischenden Druckes betragen.
Diese Verhältniszahl ist unabhängig von der Belastung des Motors, von seiner Drehzahl, vom spezifischen Gewicht der Luft sowie auch von allen andern Faktoren.
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sein. Dieser konstante Druck kann nun durch den Anschluss 22 abgeleitet und zur Regelung in allen jenen Fällen herangezogen werden, in denen die Regelung auf Grund eines solchen konstant bleibenden Faktors erfolgen muss. So kann z. B. die Füllung eines Konipressormotors geregelt werden, indem der konstante Druck mit dem die Füllung des Motors bestimmenden Gasdruck in entsprechende Beziehung gebracht wird.
In Fig. 3 ist eine Anordnung veranschaulicht, bei der an Stelle des Differentialkolbens eine Differentialmembran zur Verwendung kommt. Die Räume und Anschlüsse dieser Anordnung sind denen der Fig. 1 entsprechend bezeichnet.
PATENT-ANSPRLCHE :
1. Verfahren zur Herstellung bzw. Erhaltung eines konstanten Gas-oder Flüssigkeitsdruckes, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck, welcher unter einem der beiden kleineren wirksamen Druck- flächen eines Differentialkolbens oder einer Differentialmembrane od. dgl. herrscht, von den Drücken. die auf die beiden andern Drurkfläehen des Differentialkolbens od. dgl. wirken, unabhängig gehalten wird, indem die beiden letzteren Druckflächen zwei verschiedenen, an sich veränderlichen Drücken ausgesetzt werden, die aber zueinander in einem konstanten Grössenverhältnis stehen, das dem Verhältnis der von ihnen betätigten Druckflächen umgekehrt gleich ist.