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Ein- und Abfüllvorrichtung mit einer Sperrvorrichtung für Behälter (Fässer od. dgl.).
Die Erfindung bezieht sich auf eine weitere Ausgestaltung der Ein- und Abfüllvorrichtung mit einer Sperrvorrichtung für Behälter (Fässer od. dgl.) nach Patent Nr. 143861, gemäss welcher die Sperr- vorrichtung (ein Schloss od. dgl. ) in den Ein- und Abfüllwegen angeordnete Ventile od. dgl. so überwacht, dass das Abfüllen aus dem Gefäss ohne Betätigung der Sperrvorrichtung jederzeit möglich ist, das Wiedereinfüllen von Flüssigkeit in den Behälter jedoch nur dann erfolgen kann, wenn vorher die Sperrung der Ein-und Abfüllwege zufolge entsprechender Einstellung der Ventile durch Betätigen der Sperrvorrichtung aufgehoben ist.
Die Erfindung bezweckt nun, die Sicherheit gegen unbefugtes Wiedereinfüllen von Flüssigkeit in Gefässe zu erhöhen und ist zu diesem Zweck so ausgebildet, dass bei Neigen des Behälters in eine dem Wiedereinfüllen dienliche vertikale Lage die Öffnungen für den Flüssigkeitsdurchtritt und für den Luftaustritt zwangsläufig und selbsttätig vorteilhaft gleichzeitig geschlossen werden.
Gemäss einer besonderen Ausführungsform der Erfindung besteht das wesentliche Kennzeichen der Erfindung darin, dass ein gewichtsbeschwerter Hebel bei Neigung des Fasses einen als, L-Stück ausgebildeten Schieber so steuert, dass dieser Schieber die innere Öffnung des Belüftungsrohres und zugleich die Mündung des Ausflusskanals aus dem Behälter nach aussen gegen Flüssigkeitsdurchtritt sperrt. Durch zweckmässige Ausgestaltung der Öffnungen und des Hebels bietet diese Vorrichtung auch eine genügende Sicherheit gegen unbefugten Zutritt durch mechanische Werkzeuge, wie z. B. einen Stahldraht od. dgl.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, u. zw. stellt die Fig. 1 eine Ansicht von der Seite, teilweise im Schnitt nach der Linie a-b der Fig. 2 dar, während die Fig. 2 eine Ansicht von rückwärts bei weggenommenem Hahnküken veranschaulicht. Die Fig. 3 zeigt eine Rückansicht der Fig. 1, wobei der untere Teil weggelassen ist und wobei die Sperrstellung des letzteren strichliert eingezeichnet ist, während die Fig. 4 ein Schaubild des Schiebers darstellt.
Mit 4 ist das Gehäuse des Ablasshahnes bezeichnet, dessen Küken 5 das im Stammpatent beschriebene Schloss selbst trägt, dessen rückwärtige Segmente 35 mittels der im Stammpatent beschriebenen Vorrichtung hinter die Stirnfläche 4 a des Gehäuses 4 ausgeschwenkt werden können.
Das Gehäuse weist Öffnungen M und 11 auf, von welchen die Öffnungen 15 mit einem im Innern des Gefässes angeordneten Belüftungsrohr 14 in Verbindung steht und durch eine Ausnehmung 12 im Hahnküken mit der Aussenluft in Verbindung gebracht werden kann. Die zweitgenannte Öffnung 11 steht einerseits mit dem Behälterinneren in Verbindung, anderseits kann sie durch eine Ausnehmung 38 im Hahnküken den Ausfluss des Behälterinneren über die Schnauze 4b des Gehäuses 4 vermitteln, das in die Behälterwand 1 eingesetzt ist. In den Figuren ist der Hahn geöffnet dargestellt.
Gemäss der Erfindung ist nun die Einrichtung zur Verhinderung des unbefugten Wiedereinfüllens derart ausgebildet, dass bei Neigen des Behälters in eine dem Wiedereinfüllen dienliche vertikale Lage die Öffnungen für den Flüssigkeitsdurchtritt und für den Luftaustritt zwangsläufig und selbsttätig zweckmässig gleichzeitig geschlossen werden. Diese Einrichtung besteht aus folgenden Teilen :
Das Belüftungs-und Entlüftungsrohr 14 ist in seinem oberen Teil bei 14a winkelig abgebogen.
Es trägt an einem Zapfen 51 einen Gewichtshebel ?, der im Sinne und entgegen dem Pfeil pi begrenzt ausschwingen kann. Für das Entleeren bleibt das Gefäss im wesentlichen in Ruhe, so dass auch der
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Gewichtshebel 52 in Ruhe bleibt. Der Gewichtshebel 52 weist oben einen Ansatz 53 auf, dessen Nase 54 in einen-Ausschnitt 55 eines L-förmig gebogenen Organs, z. B. eines Schiebers, eingreift.
Der etwa L-förmige, einen längeren und einen kürzeren Schenkel 56 bzw. 56a aufweisende Schieber ist mit seinem längeren Schenkel 56 mittels Schlitz 57 um den Drehzapfen 51 des gewichtsbelasteten Hebels 52 verschiebbar und liegt dabei am Rand der Ausmündung 14e des Belüftungsrohres 14 in den Behälter auf, wogegen der kürzere Schenkel 56b senkrecht zur Öffnung des Stutzens 60 um einen Stift 58 des Hahnkörpers in seiner Öffnung 64 geführt ist, so dass bei Betätigung des Gewichtshebels 52 der kurze Schenkel eine zur Ebene der Öffnung 11 des Stutzens 60 senkrechte Hubbewegung, der längere Schenkel hingegen eine Schleifbewegung längs der Mündung 14c des Luftrohres 14 vollführt. Scheibe 65 mit Splint sichern den Schieber gegen Abnehmen.
Der obere Rand 55a des Schiebers 56 schleift an der Öffnung 14e des Belüftungsrohres 14.
Für das Einfüllen von Flüssigkeit m den Behälter müsste dieser in eine vertikàle Lage gebracht werden, d. h. er wird im Sinne des Pfeiles P verschwenkt. Dadurch schwingt aber der Gewichtshebel 52
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sich schräg stellt und den Schieber 56 nach aufwärts bewegt. Der Teil 56b des Blechstückes 56 legt sich satt gegen den Rand 59 des Stutzens 60 der Öffnung 11 und schliesst diese.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Ein- und Abfüllvorrichtung mit einer Sperrvorrichtung für Behälter (Fässer od. dgl. ) nach Patent Nr. 143861 dadurch gekennzeichnet, dass an den feststehenden Teilen (4, 14) der Vorrichtung, wie Hahngehäuse od. dgl., sich selbsttätig einstellende Steuerorgane (ein gewichtsbeschwerter Hebel (52) od. dgl. ) gelagert sind, die mit Schiebern (56) oder Ventilen gelenkig verbunden sind und welche bei einem Neigen des Behälters und damit der Vorrichtung in eine dem Wiedereinfüllen dienende vertikale Lage, den Schieber (56) oder die Ventile in Sperrstellung bringen, so dass der Flüssigkeitsdurchtritt durch die Ein- und AbfüllkanÅale (11) und der Luftaustritt durch die Luftkanäle (14, 15) zwangsläufig und selbsttätig vorteilhaft gleichzeitig gesperrt wird.
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