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Rollfilmkamera.
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Die Wirkungsweise der Einrichtung bei der Betätigung des Filmtransportes und des Verschlussaufzuges durch das Schaltorgan 1 ist in den Fig. 5,6, 7 dargestellt und ist folgende :
Bei der Bewegung des Steuergliedes 29, welches mit dem Schaltorgan 1 (Fig. 1 und 4) fest ver- bunden ist und in der Richtung des Pfeiles bewegt wird, gleitet die Schrägfläche 16 am Bolzen 17, der in den Hebel 18 eingenietet ist, und verschwenkt die beiden Hebel 18 und 19 um den Drehpunkt 20 in die in Fig. 6 gestrichelt gezeichnete Lage. Dadurch wurde der Bolzen 17, an dem gleichzeitig eine
Zugfeder 21 aufgehängt ist, über die Verbindungslinie des Drehpunktes 20 mit dem Bolzen 22, an dem das andere Ende der Feder 21 aufgehängt ist, gebracht und kippt durch die Wirkung der Feder 21 selbsttätig in die in Fig. 6 voll ausgezogen gezeichnete Lage.
In dieser Stellung ist das Steuerglied 29 des Schaltorgans 1, wie aus Fig. 6 ersichtlich ist, in seiner Endlage angelangt, und es kippt, wie an Hand der Fig. 1 vorher beschrieben wurde, die Sperrklinke 4 unter der Wirkung der Feder 5 in ihre Mittellage zurück, wodurch sie die Rückwärtbewegung des Schaltorgans 1 freigibt.
Bei der Rückwärtsbewegung des Steuergliedes 29 gleitet der Hebel 18 so lange an der Fläche 23, bis er mit seiner Nase 24 über die Kante 25 des Steuergliedes 29 fällt und dieses arretiert. In dieser
Stellung hat das Schaltorgan 1 seine Ruhelage wieder erreicht, und es kippt, wie an Hand der Fig. 1 vorher beschrieben wurde, die Sperrklinke 4 unter der Wirkung der Feder 5 in ihre Mittellage zurück, wodurch sie ihrerseits eine weitere Aufzugsbewegung des Schaltorgans 1 freigibt, welches jetzt aber durch den Hebel 18 am Steuergliede 29 mittels seiner Nase 24 gesperrt ist.
Die Wirkungsweise der Einrichtung bei der Betätigung der Verschlussauslösevorrichtung ist in den Fig. 5,7 und 8 dargestellt und ist folgende :
Bei der Bewegung des Auslöseorgans 15 in der Pfeilrichtung stösst der Ansatz 26 gegen den Hebel 19 und bewegt beide Hebel (18 und 19) bis in die in Fig. 8 gestrichelt gezeichnete Lage. Dadurch wurde der Bolzen 17 abermals über die Verbindungslinie des Drehpunktes 20 mit dem Bolzen 22 gebracht, wodurch die Hebel 18 und 19 unter der Wirkung der Feder 21 selbsttätig in die in Fig. 8 voll ausgezogen gezeichnete Lage kippen. In dieser Stellung wird die Auslösung des Verschlusses durch eine weitere Abwärtsbewegung des Organs 15 bis zum Anschlag 35 bewirkt.
Bei der Rückwärtsbewegung des Organs 15 gleitet die Nase 27 des Hebels 18 an der Fläche 28 des Auslöseorgans 15, bis er über den Ansatz 26 fällt und dadurch die in Fig. 5 gezeichnete Stellung des Hebels 18 erreicht wird. In dieser Stellung ist eine nochmalige Auslösung des Verschlusses unmöglich, da das Verschlussauslöseorgan 15 mittels seines Ansatzes 26 durch die Nase 27 des Hebels 18 arretiert wird.
Die oben beschriebene Sicherheitseinrichtung bewirkt also, dass jedes der beiden Organe 1 und 15 nur dann ein nächstes Mal betätigt werden kann, wenn das andere zuvor betätigt worden ist.
Um das Einspulen eines Filmvorspannes, welches eine mehrmalige Betätigung des Schaltorgans 1 notwendig macht, und eine gewünschte Mehrfachbelichtung eines einzelnen Filmabsehnittes, welche eine mehrmalige Betätigung des Verschlussauslösers erfordert, zu ermöglichen, wurde die zwischen der Verschlussauslosevorrichtung und dem Steuergliede 29 des Sehaltorgans 1 angeordnete Sicherheiteinrichtung durch eine besondere Vorrichtung ausschaltbar ausgeführt.
Diese Vorrichtung ist in den Fig. 9 und 10 dargestellt und wird im folgenden beschrieben.
In Fig. 9 sind die beiden Ausgangsstellungen der Hebel 18 und 19 und die Aussehaltvorrichtung 30 in unbetätigtem Zustande dargestellt. Die voll ausgezogen gezeichnete Stellung stellt den Zustand der Einrichtung dar, in dem gerade vorher ein Filmtransport erfolgt ist und als nächste Betätigung eine Verschlussauslösung zu erfolgen hat. Die gestrichelt gezeichnete Stellung stellt den Zustand der Einrichtung dar, nachdem gerade eine Verschlussauslösung erfolgt ist und ein Filmtransport und der Verschlussaufzug zu erfolgen hat.
In Fig. 10 ist die Ausschaltvorrichtung 30 in betätigtem Zustande dargestellt. Die voll ausgezogen gezeichnete Stellung der Hebel 18 und 19 zeigt diese, beeinflusst durch die Ausschalt- vorrichtung 30, in dem Zustande, in dem vorher eine Filmtransportbewegung erfolgt ist und eine Ver- schlussauslosung zu erfolgen hat. Die gestrichelt gezeichnete Stellung der Hebel 18 und 19 zeigt diese, beeinflusst durch die Aussehaltvorrichtung 30, in dem Zustande, in dem vorher gerade eine Auslösung erfolgt ist und ein Filmtransport und der Verschlussaufzug zu erfolgen hat.
Die Wirkungsweise dieser Einrichtung, bezogen auf die in Fig. 9 voll ausgezogen gezeichnete Ausgangsstellung, ist folgende :
Soll zwecks Einspulens des Filmvorspannes das Schaltorgan 1 mehrmals hintereinander betätigt werden, so muss der am Steuergliede 29 sperrende Hebel 18 aus der Bewegungsbahn desselben gebracht werden. Dies geschieht dadurch, dass das Ende 31 der Ausschaltvorriehtung 30 gegen den Hebel 19 stösst und diesen bis in die in Fig. 10 voll ausgezogen gezeichnete Lage bewegt. In dieser Stellung der Sicherheitseinrichtung (18 und 19) kann das Steuerglied 29 des Schaltorgans 1 unbehindert mehrmals hintereinander betätigt werden.
Die durch die Betätigung der Ausschaltvorrichtung 30 erreichte Lage der beiden Hebel 18 und 19 ist in einem Zustande, bei welchem durch Loslassen der Ausschaltvorrichtung 30 diese wieder in die in Fig. 9 voll ausgezogen gezeichnete Lage zurückfallen können. Dadurch wird bewirkt, dass das Schaltorgan 1 am Steuergliede 29 nach Beendigung des Einspulens des Filmvorspannes durch die Sicherheitseinrichtung (18 und 19) wieder gesperrt wird. Dies
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ist erforderlich, weit nach Beendigung des Filmvorspanntransportes der erste Filmabschnitt im Bildfenster steht und nicht wieder daraus entfernt werden darf, bevor er belichtet ist.
Befinden sich die beiden Hebel 18 und 19 in der in Fig. 9 gestrichelt gezeichneten Ausgangsstellung und soll das Schaltorgan 1 zwecks Einspulens des Filmvorspannes mehrmals hintereinander betätigt werden, so ist die Wirkung der Ausschaltvorrichtung JO folgende :
Bei Betätigung derselben drückt die Schrägfläche 32 den Hebel 18 seitlich ab, wodurch die beiden Hebel 18 und 19 in die in Fig. 10 gestrichelt gezeichnete Lage gebracht werden.
Wird nun das Steuerglied 29 des Schaltorgans 1 zwecks Einspulens des Filmvorspannes zum ersten Male in der Pfeilrichtung bewegt, so gleitet die Schrägfläehe 16 gegen den Bolzen 17 und bewegt ihn über die Verbindungslinie des Drehpunktes 20 mit dem Bolzen 22, worauf die beiden Hebel 18 und 19 sich selbsttätig unter der Wirkung der Feder 21 weiterbewegen, bis der Hebel 19 gegen das Ende 31 der Aussehaltvorrichtung 30 schlägt. Somit ist die vorher beschriebene ausgeschaltet Stellung der beiden Hebel 18 und 19 wieder erreicht, und es ist ersichtlich, dass die beiden Hebel nach Beendigung des Einspulens des Filmvorspannes und nach dem Loslassen der Ausschaltvorrichtung 30 wieder gegen das Steuerglied 29 fallen, wodurch das mit ihm verbundene Schaltorgan 1 wieder gesperrt wird.
Soll zwecks gewünschter Mehrfaehbeliehtung eines Filmabsehnittes die Auslösevorrichtung mehrmals hintereinander betätigt werden, so ist die Wirkung der Einrichtung, bezogen auf die in Fig. 9 voll ausgezogen gezeichnete Ausgangsstellung der beiden Hebel M und 19, folgende :
Durch die Abwärtsbewegung der Ausschaltvorrichtung 30 wird das Ende M derselben in die in Fig. 10 gezeichnete Lage gebracht. Erfolgt daraufhin die Betätigung des Auslöseorgans 16 in der
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bewegt, bis die Fläche 33 des Hebels 18 gegen die Fläche 34 der Auslösevorrichtung 30 schlägt. In dieser Stellung ist die Auslösung des Verschlusses noch nicht erfolgt.
Bei einer Weiterbewegung des Auslöseorgans bis an den Anschlag 35 wird der mit dem Hebel 18 verbundene Hebel 19 um seinen Drehpunkt 20 durch den Ansatz 26 des Auslöseorgans 15 weiterbewegt, bis die Auslösung des Verschlusses erreicht ist. Der Hebel 19 verlässt hiebei seine Anlage am Bolzen 17 unter Überwindung der Feder 36.
Die Wirkungsweise der Einrichtung, bezogen auf die in Fig. 9 gestrichelt gezeichnete Ausgangsstellung der Hebel 18 und 19, ist folgende :
Durch die Abwärtsbewegung der Aussehaltvorrichtung 30 drückt die Schrägfläche 32 den Hebel 18 seitwärts, wodurch die Abwärtsbewegung des Auslöseorgans 16 freigegeben wird. Der weitere Vorgang spielt sich wie vorstehend beschrieben ab.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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zeichnet durch eine Sperrvorrichtung, die in einer Endstellung mit dem Filmtransport-und Verschluss- aufzugsorgan und in ihrer andern Endstellung mit dem Verschlussauslöseorgan, dieses sperrend, in Eingriff steht und in den Weg der zu sperrenden Organe derart hineinragt, dass es bei Betätigung eines jeden der Organe durch dieses selbst in die für dieses Organ wirksame Sperrstellung gebracht wird.