AT14952U2 - Bordwand - Google Patents
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Abstract
Es wird eine Bordwand (1) für ein Fahrzeug aus wenigstens zwei nebeneinanderliegenden und miteinander entlang ihrer Längsseiten gelenkig verbundenen Metallprofilen (2, 3) vorgeschlagen, wobei jeweils benachbarte Metallprofile (2, 3) im Kontaktbereich einer ersten Bordwandfläche (4) einerseits eine Gelenkpfanne (5) und anderseits einen in die Gelenkpfanne eingesetzten Gelenkkopf (6) umfassen, und wobei die Metallprofile (2, 3) im Kontaktbereich einer zweiten Bordwandfläche (7) einen gegenseitigen Anschlag (8) aufweisen. Um vorteilhafte Konstruktionsverhältnisse zu schaffen, wird vorgeschlagen, dass der Anschlag (8) einerseits einen von einem Randsteg (9) des einen Metallprofils (2) gebildeten Rastkörper (10) und anderseits eine dem benachbarten Metallprofil (3) zugeordnete, von der Metallprofil (3) zugeordnete, von der Bordwandfläche (7) zurückspringende Quernut (11) umfasst, die eine vom Rastkörper (10) hintergriffene Hinterschneidung bildet.
Description
Beschreibung [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Bordwand für ein Fahrzeug aus wenigstens zwei nebeneinander liegenden und miteinander entlang ihrer Längsseiten gelenkig verbundenen Metallprofilen, wobei jeweils benachbarte Metallprofile im Kontaktbereich einer ersten Bordwandfläche einerseits eine Gelenkpfanne und andererseits einen in die Gelenkpfanne eingesetzten Gelenkkopf umfassen und wobei die Metallprofile im Kontaktbereich einer zweiten Bordwandfläche einen gegenseitigen Anschlag aufweisen.
[0002] Bordwände sind bauliche Einrichtungen auf Fahrzeugen, welche die Ladung im Fahrzeug zurückhalten sollen beziehungsweise die Ladefläche nach außen hin begrenzen und abschließen. Eine Bordwand der eingangs geschilderten Art ist beispielsweise aus der DE 2335705 A bekannt. Die in Rede stehenden Bordwände bestehen aus einer Mehrzahl an zur Bordwand zusammengesetzten Metallprofilen.
[0003] Um im rauen Alltagsbetrieb entsprechende, auf die Bordwand einwirkende Kräfte gesichert abtragen zu können sind üblicherweise Aluminiumprofile im Einsatz, die über Nuten und Federn, beziehungsweise, wie aus der DE 2335705 A bekannt, über Gelenke miteinander verbunden sind. Die bekannte Bordwand aus den Metallprofile zusammengesetzt, wozu die einzelnen Metallprofile miteinander verhakt und anschließend mittels die Bordwand stirnseitig umfassenden Rahmenprofilen in ihrer Verwendungslage gesichert werden. Die Zusammenfügung geschieht dabei mittels profilierter Kanten, die ineinander passen, wobei eine Kante der einen Metallprofilsebene eine Gelenkpfanne und die gegenüberliegende Kante des benachbarten Metallprofils einen Gelenkkopf ausbildet, der in die Gelenkpfanne eingesetzt wird. Von Nachteil ist bei diesem Stand der Technik insbesondere die nicht zufriedenstellende Eigenstabilität der Bordwand. Zudem besteht das Problem, dass eine fertig zusammengesetzte und lackierte Bordwand nur in eine Biegerichtung belastbar ist. Zudem bedingt die Fuge zwischen den aneinander anstoßenden Metallprofilen dass die Lackschicht im Betrieb an der Stoßstelle aufbricht, insbesondere in Folge von Profilbewegungen die bei dynamischen Belastungen der Bordwand entstehen, wodurch nach Schmutzanlagerungen und durch Lackabsplitterungen an diesen Stellen ein unansehnliches Bild entsteht.
[0004] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde eine Bordwand der eingangs geschilderten Art derart weiterzubilden, dass sie auch ohne stirnseitiges Abdeckprofil eine entsprechende Eigenfestigkeit aufweist. Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung soll zudem die Gesamtbelastbarkeit der Bordwand durch konstruktive Maßnahmen merklich erhöht werden.
[0005] Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass der Anschlag einerseits einen von einem Randsteg des einen Metallprofils gebildeten Rastkörper und anderseits eine dem benachbarten Metallprofil zugeordnete, von der Bordwandfläche zurückspringende Quernut umfasst, die eine vom Rastkörper hintergriffene Hinterschneidung bildet.
[0006] Damit ist gewährleistet, dass die ordnungsgemäß zusammengesetzte Bordwand unmittelbar nach einem Zusammenfügen der benachbarten Metallprofile ohne zusätzliche Mittel eine Eigenfestigkeit und somit eine unmittelbare Tragfestigkeit aufweist.
[0007] Die Metallprofile werden durch Zusammenfügen des Knickgelenks aus Gelenkpfanne und Gelenkkopf durch Einschwenken um eine Profillängsachse zusammengefügt und anschließend in eine gemeinsame Bordwandebene verschwenkt, wobei die der gegenüberliegenden Bordwandfläche zugeordneten Randschenkel der Metallprofile in Anschlag kommen. Dabei stoßen diese Randprofile stirnseitig aneinander an. Vom einen Randprofil wird dabei eine c-profilförmige Nut ausgebildet, deren Endschenkel aus der zugeordneten Bordwandfläche zurückversetzt ist und wobei dieser Zurückversatz vom Rastkörper des Endschenkels des anderen Metallprofils hintergriffen wird. Diese Quernut mit dem Endschenkel bildet somit für das andere Profil eine Hinterschneidung, welche vom Rastkörper hintergriffen wird.
[0008] Damit wird die Eigenfestigkeit und Stabilität der Bordwand in allen Richtungen erheblich erhöht, ohne den Zusammenbau zu verkomplizieren. Durch die beim zusammenfügen aufge baute Spannung des Randsteges wird eine formschlüssige Verriegelung von Rastkörper und Hinterschneidung erreicht.
[0009] Um auch die mechanische Festigkeit im Bereich der ersten Bordwandfläche, nämlich im Bereich der Gelenke, zu verbessern wird vorgeschlagen, dass die Gelenkpfanne von einem Führungsansatz am selben Metallprofil unter Freilassung eines Führungsspaltes umgriffen wird und dass ein federnder Randsteg des benachbarten Metallprofils mit einem endseitigen, hakenförmigen Gelenkkopf unter Umgreifung des Führungsansatzes in den Führungsspalt eingreift. Führungssatz und Gelenkpfanne bilden somit einen Führungsspalt, insbesondere einen kreisbogenförmig verlaufenden Führungsspalt, in den ein kreisbogenförmig gebogener, hakenförmiger Gelenkkopf beim Zusammenbau der Bordwand einführbar ist. Durch das Zusammenspiel von hakenförmigen Gelenkkopf und der Gelenkpfanne mit Führungskopf wird die Zugfestigkeit in diesem Bereich erheblich erhöht, da ein Herausspringen des Gelenkkopfes aus der Führung auch bei Überbelastung praktisch nicht möglich ist beziehungsweise nur dann möglich ist, wenn die Fließgrenze des Metalles überschritten wird. Die Zugfestigkeit im Bereich der Bordwandfläche, welcher das Gelenk zugeordnet ist, wird somit gegenüber dem Stand der Technik erheblich erhöht.
[0010] Eine weitere Verbesserung der Gelenkfestigkeit kann erzielt werden, wenn die Gelenkpfanne, der Führungsansatz und der Gelenkkopf aus der zugeordneten Bordwandebene in die Bordwand zurückgesetzt sind. Durch diese Anordnung wird die gegenseitige Bewegung zwischen benachbarten Metallprofilen bei dynamischer und unregelmäßiger Belastung merklich verringert.
[0011] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass der Führungsansatz den Kontaktspalt zwischen Führungsansatz und Gelenkkopf unter Ausbildung einer Schattenfuge mit einer gegen den Randsteg vorragenden Nase überdeckt. Dadurch ist sichergestellt, dass bei einer Ansicht direkt auf die Bordwandfläche, also quer zur Bordwandfläche, eine Schattenfuge entsteht, die ein Eindringen von Schmutz und Wasser in die Ein4 hakverbindung vermeidet. Durch die Schattenfuge kann die Lackschicht in diesem Bereich bewusst und gewollt unterbrochen werden, wodurch ein Lackeinriss durch Profilbewegungen, die bei dynamischen Bewegungen entstehen, ausgeschlossen werden kann. Wird die Bordwand also quer zur Bordwandoberfläche lackiert, wird ein Eindringen von Lack bis hin zur Gelenkpfanne vermieden und wird somit dieser besonders kritische, Lackabplatzungen verursachende Bereich von Lack ausgespart.
[0012] Durch die erfindungsgemäße Verhakungstechnik stützen sich die Metallprofile gegenseitig ab, die zudem durch die gegenseitige Verrastung auf der dem Gelenk gegenüberliegenden Metallprofilseite eine selbständig haltende formschlüssige Verbindung aufweisen.
[0013] In der Zeichnung ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels schematisch dargestellt. Es zeigen [0014] Fig. 1 eine erfindungsgemäße Bordwand im Querschnitt und [0015] Fig. 2 einen Ausschnitt der erfindungsgemäßen Vorrichtung aus Fig. 1 im Bereich der
Stoßfläche benachbarter Metallprofile in vergrößerter Darstellung.
[0016] Eine Bordwand für ein Fahrzeug, welches nicht näher dargestellt ist, umfasst unter anderem mehrere, insbesondere vier in Fig. 1, nebeneinander liegende und miteinander entlang ihrer Längsseiten gelenkig verbundene Metallprofile 2, 3 wobei jeweils benachbarte Metallprofile 2, 3 in den Kontaktbereich einer ersten Bordwandfläche 4, insbesondere der äußeren Bordwandfläche, einerseits eine Gelenkpfanne 5, und andererseits einen in die Gelenkpfanne 5 eingesetzten Gelenkkopf 6 umfassen und wobei die Metallprofile 2, 3 im Kontaktbereich einer zweiten, inneren Bordwandfläche 7 einen gegenseitigen Anschlag 8 aufweisen.
[0017] Erfindungsgemäß umfasst der Anschlag 8 einerseits einen vom einem Randsteg 9 des einen Metallprofils 2 gebildeten Rastkörper 10 und anderseits eine dem benachbarten Metallprofil 3 zugeordnete von der Bordwandfläche 7 zurückspringende Quernut 11, die eine vom Rastkörper 10 hintergriffene Hinterschneidung bildet. Zum Zusammenbau der Bordwand wer den die benachbarten Profile durch Einführen des Gelenkkopfes 6 in die Gelenkpfanne 5 und gegenseitigem Verschwenken der Metallprofile 2, 3 um eine Metallprofillängsachse ineinander geführt um im Zuge eines Aufklappen der beiden Metallprofile 2, 3 in die Bordwandebene E an der gegenüberliegenden Bordwandfläche 7 mittels Rastkörper 10 und Quernut 11 verrastet.
[0018] Die Gelenkpfanne 5 wird von einem Führungsansatz 12 am selben Metallprofil 4 unter Freilassung eines Führungsspaltes 13 umgriffen. Ein federnder Randsteg 14 des benachbarten Metallprofils 3 greift mit einem endseitigen, hakenförmigen Gelenkkopf 6 unter Umgreifung des Führungsansatzes 12 in den Führungsspalt 13 ein. Die Metallprofile 4 verhaken beziehungsweise verrasten somit bei ordnungsgemäßer Montage ohne zusätzlich erforderliche Montagemittel.
[0019] Zudem sind die Gelenkpfanne 5 und der Führungsansatz 12 und der Gelenkkopf 6 aus der zugeordneten Bordwandebene E in die Bordwand 1 zurückgesetzt. Der Führungsansatz 12 überdeckt den Kontaktspalt 15 zwischen Führungsansatz 12 und Gelenkkopf 6 unter Ausbildung einer Schattenfuge mit einer gegen den federnden Randsteg 14 vorragenden Nase 16. Die Nase 16 des in der Zeichnung oberen Profils ragt also gegen den federnden Randsteg 14 des anschließenden unteren Profils vor, wodurch ein spitzer Zulaufwinkel zur Kontaktfläche zwischen Gelenkkopf 6 und Gelenkpfanne 5 entsteht, der merklich schräg nach oben gerichtet ist. Wird die Bordwand quer zu ihrer Oberfläche lackiert, kann damit ein Eindringen von Lack in den Bereich zum Gelenk hin vermieden werden.
Claims (4)
- Ansprüche1. Bordwand (1) für ein Fahrzeug aus wenigstens zwei nebeneinanderliegenden und miteinander entlang ihrer Längsseiten gelenkig verbundenen Metallprofilen (2, 3), wobei jeweils benachbarte Metallprofile (2, 3) im Kontaktbereich einer ersten Bordwandfläche (4) einerseits eine Gelenkpfanne (5) und anderseits einen in die Gelenkpfanne (5) eingesetzten Gelenkkopf (6) umfassen, und wobei die Metallprofile (2, 3) im Kontaktbereich einer zweiten Bordwandfläche (7) einen gegenseitigen Anschlag (8) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (8) einerseits einen von einem Randsteg (9) des einen Metallprofils (2) gebildeten Rastkörper (10) und anderseits eine dem benachbarten Metallprofil (3) zugeordnete, von der Bordwandfläche (7) zurückspringende Quernut (11) umfasst, die eine vom Rastkörper (10) hintergriffene Hinterschneidung bildet.
- 2. Bordwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gelenkpfanne (5) von einem Führungsansatz (12) am selben Metallprofil (4) unter Freilassung eines Führungsspaltes (13) umgriffen wird und dass ein federnder Randsteg (14) des benachbarten Metallprofils (3) mit einem endseitigen, hakenförmigen Gelenkkopf (6) unter Umgreifung des Führungsansatzes (12) in den Führungsspalt (13) eingreift.
- 3. Bordwand nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gelenkpfanne (5), der Führungsansatz (12) und der Gelenkkopf (6) aus der zugeordneten Bordwandebene (E) in die Bordwand (1) zurückgesetzt sind.
- 4. Bordwand nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsansatz (12) den Kontaktspalt (15) zwischen Führungsansatz (12) und Gelenkkopf (6) unter Ausbildung einer Schattenfuge mit einer gegen den Randsteg (14) vorragenden Nase (16) überdeckt. Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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