AT149624B - Elektrische Regeleinrichtung. - Google Patents

Elektrische Regeleinrichtung.

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AT149624B
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Johann Ing Bayer
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Johann Ing Bayer
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  • Control Of Eletrric Generators (AREA)

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Elektrische Regeleinrichtung. 



   Für die Regelung von elektrischen Grössen, wie z. B. Spannung, Strom usw., werden mit Vorteil elektrische Regelmaschinen verwendet. Derartige Einrichtungen arbeiten oftmals mit Brücken- schaltungen oder auch mit einer festen Grunderregung (D. R. P. Nr. 590373) und besitzen den Nachteil, dass für die Erreichung einer gewissen Genauigkeit verhältnismässig grosse Steuerleistungen gebraucht werden, wodurch sich zwangläufig eine grosse Zeitkonstante ergibt und die Regelungen auch träge werden. In einer Anordnung nach dem österr. Patent Nr. 142494 werden diese Nachteile dadurch vermieden, dass die Grunderregung durch Verwendung eines spannungsabhängigen Widerstandes mit negativem Temperaturkoeffizienten stark veränderlich gemacht wird.

   Diese Anordnung neigt jedoch in   gewissenFällen   zuPendelungen, was besonders dann unangenehm ist, wenn an Stelle elektrischer   Grössen mechanische,   wie z. B. Geschwindigkeit, Druck usw., geregelt werden. 



   Gemäss der Erfindung wird dieser Nachteil dadurch vermieden, dass der Widerstand im Strom- kreis der Grunderregung spannungsunabhängig mit möglichst kleinem Temperaturkoeffizienten und jener im Steuerstromkreis spannungsabhängig gemacht wird, ferner dass die magnetische Zeitkonstante der Grunderregung und des   Steuerstromkreises   sehr klein und jene der konstanten Sollwerterregung gross ausgeführt wird und die der Steuerwicklung gegengeschaltete   Hilfswicklung   konstant erregt wird. 
 EMI1.1 
 möglichst einander angeglichen werden, so dass der Arbeitsbereich auf dem steilen ungesättigten Teil der Magnetkennlinie liegt. Dies ist notwendig, damit bei kleinen Änderungen der Amperewindungen der Steuerwicklung bereits grosse Änderungen im resultierenden Feld und in der Klemmenspannung der Regelmaschine erreicht werden.

   Erfindungsgemäss werden als spannungsabhängige Widerstände für den Steuerstromkreis bei Gleichstrom solche mit besonders kleiner Zeitkonstante und stark überproportionaler Stromänderung, etwa Glimmlampen, Kohlenfadenlampen, Elektronenröhren oder Gleichrichtersäulen, verwendet, hingegen bei Wechselstrom stark gesättigte Eisendrosseln in Verbindung mit Trockengleichrichtern. 



   Aus Fig. 1 der Zeichnung ist die grundsätzliche Schaltung einer solchen Regelmaschine ersichtlich. 



  Sie ist ein   Gleichstrom-Nebenschlussgenerator   mit drei Wicklungen an sich bekannter Art (siehe auch österr. Patent Nr. 142494). Im   Hauptfeldkreis I befindet sich   ein einstellbarer Widerstand W1, mittels welchem die Höhe der Grunderregung eingestellt werden kann.   W1   wird derart gewählt, dass seine Spannungskennlinie möglichst mit der Magnetisierungskennlinie der Regelmasehine zusammenfällt. 



  Die beiden   Hilfsfelder i und s   sind einander entgegengesetzt und gleich, wenn die   Steuergrösse   den Sollwert besitzt. Im   Steuerstromkreis 11   liegt ein spannungsabhängiger Widerstand We der vorangeführten Art. Der Strom   von 12   ist konstant und stellt den Sollwert dar. Durch den Widerstand   W2   wird die Sollwerteinstellung verändert. Um den Strom   in 12   konstant zu halten, kann 12 unter Vorschaltung eines Variator W"an die Steuerspannung direkt geschaltet werden. Andernfalls erfolgt die Speisung durch eine eigene Stromquelle, wie z.

   B. eine Batterie B oder eine kleine Gleichstrommaschine G.   Wird 12   an eine von der   Steuergrösse   unabhängige Stromquelle angeschlossen, so kann die Klemmenspannung der   Regelmasehine auch   über Null hinaus in ihrer Richtung umgekehrt werden. 



   Besitzt die Steuergrösse ihren Sollwert, so sind die Amperewindungen   von 11 und 12 gleich   und die Spannung der Reguliermaschine besitzt einen Wert, der durch   W1   gegeben ist, aber auch zwangläufig auf Null gebracht werden kann. Weicht die   Steuergrösse   vom Sollwert ab, so   wird 11   bedeutend grösser oder kleiner   als 12, wodurch sich   das   Hauptfeld I und   damit die Klemmenspannung der Regelmaschine ändern. Durch eine geeignete Wahl des Arbeitspunktes   von I auf   dem steilen ungesättigten 

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Teil der Magnetisierungslinie hat man es in der Hand, bei kleinen Änderungen   von 11   sehr grosse Änderungen   von t und   der Spannung der Regelmaschine zu erzielen. 



   Aus Fig. 2 ist eine Anordnung für die Spannungsregelung eines Drehstromgenerators ersichtlich. 



   Die Regelmasehine ist gleichzeitig die   Erregennaschine.   Im Stromkreis von/2 liegt ein Variator   Wv,     . ferner ist/2   an eine kleine   Gleichstrommaschine   K, die mit der Erregermaschine gekuppelt ist, angeschlossen ; hiedurch   wird/2   von der Steuerspannung vollkommen unabhängig und konstant.   /1   wird über einen Trockengleichrichter   G vom   Drehstromgenerator erregt.

   Auf der Wechselstrom- seite des Gleichrichters liegt eine stark gesättigte Eisendrossel, wodurch der Kreis ausserordentlich   empfindlich für Spannungsschwankungen gemacht wird,   d. h. also, es ergeben sich bei kleinen Spannungs- schwankungen auf der Wechselstromseite grosse Stromschwankungen   im- Gleichstromkreis von 11'  
Sobald die Spannung des Wechselstromgenerators, z. B. grösser wird als der Sollwert,   wird/1 grösser     als/2'hiedurch   wird das   Hauptfeld f sehr   klein und die Klemmenspannung der Erregérmaschine fällt ausserordentlich stark ab, so dass die Generatorspannung nahezu auf ihren höheren Wert zurückgeht.
Wie man sieht, besitzt die Regelung einen statischen Charakter, wodurch Pendelungen zuverlässig vermieden werden. 



   Bei Stromerzeugern mit eigener Erregermasehine, die bereits im Betriebe sind, ist es oft nicht möglich, die Feldwicklung der Erregermaschine grundlegend zu ändern. In diesem Falle kann die
Feldwicklung in zwei Teile geschaltet werden, falls sie genügend reichlich ist. Der eine Teil wird an den Anker der Erregermaschine angeschlossen. Der zweite wird durch die Regelmaschine plus/minus zusätzlich erregt. Die Regelmaschine braucht in diesem Falle nur mehr mit zwei Wicklungen aus- gestattet zu werden, da als Grunderregung die eine   Wieldungshälfte   der Erregermaschine verwendet werden kann. Eine solche Anordnung ist aus Fig. 3 für einen fremderregten Gleichstromerzeuger ersichtlich, kann aber unter Verwendung eines Gleichrichters für Wechsel (Dreh) stromerzeuger ver- wendet werden.

   Die Feldwicklung der Hauptmaschine wird durch die Erregermaschine E gespeist. 



   Die Feldwicklung der letzteren ist in zwei Teile   F1   und F2 geteilt, von welchen F1 selbsterregend wirkt, während F2 durch die Regelmaschine   R   fremderregt wird. Diese selbst besitzt, wie bereits erwähnt, nur mehr zwei Wicklungen, u.   zw./1   als Steuerwicklung   und   als konstante Sollwertwieldung. Die Wirkungsweise ist ohne weiters aus dem Schaltbild zu entnehmen. 



   Ist eine Unterteilung der Feldwicklung nicht möglich, so wird die Regelmaschine in den Feldkreis der Erregermaschine direkt geschaltet, wobei letztere also eigenerregt bleibt. Durch die Regelmaschine wird nur eine zusätzliche   Plus- oder Minusspannung eingeführt, wodurch   die   Erregermasehine   bei konstantem Widerstand   W1 mehr   oder minder erregt wird. Auch in diesem Falle braucht die Regelmaschine nur mit zwei Wicklungen, für Konstantfeld und Steuerfeld, ausgeführt zu werden. Bei   Wechsel- und Drehstromgeneratoren   kann, um eine besondere Stromquelle zu vermeiden, die Konstant-   feldwicklung/2   an den Anker der Erregermaschine unter Vorschaltung eines Variator angeschlossen werden. 



   Mit Vorteil kann eine solche Schaltung aber auch für selbsterregte Gleichstromgeneratoren verwendet werden, wenn diese keine konstante Drehzahl besitzen. Die Regelmaschine wird dann, wie bekannt, in Gegenschaltung in den Feldkreis des Gleichstromgenerators geschaltet und mit der Hauptmaschine gekuppelt. Ihre Klemmenspannung ändert sich auch mit der Drehzahl, wodurch bei kleiner Leistung eine grosse Genauigkeit erreicht wird. 



   Die Regelmaschine kann aber auch, wie bereits erwähnt, zur Regelung von mechanischen Grössen verwendet werden, wenn ein geeignetes Organ zur Umwandlung der mechanischen in elektrische Energie, welche zur   Impulsgebung   dient, vorhanden ist. 



   Eine derartige Anordnung für die Geschwindigkeitsregelung einer Wasserturbine ist aus Fig. 4 ersichtlich. 



   Von der Welle der Turbine T wird das Regelaggregat, bestehend aus einer Regelmaschine R und einem Geschwindigkeitsdynamo G, angetrieben. Die Spannung von G ist ein Mass für die Geschwindigkeit und soll konstant bleiben. R speist den Motor M, der über ein Vorgelege den Leitapparat L verstellt. Entspricht die Geschwindigkeit von T dem Sollwert, so ist die Klemmenspannung Null und M in Ruhe. Andernfalls wird bei Abweichung der Geschwindigkeit das Feld fi grösser oder kleiner als das Feld/2, hiedurch wird   R   erregt und die Klemmenspannung positiv oder negativ. Der Motor M wird in der einen oder andern Richtung von Strom durchflossen und verstellt über ein entsprechendes Vorgelege den Leitapparat, so lange, bis der Sollwert der Geschwindigkeit erreicht ist.

   Durch die gegenelektromotorische Kraft des Motors, welche bei seinem Lauf auftritt, wird die Regelung zwangläufig rückgeführt. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Elektrische Regeleinrichtung mit einer Gleichstrom-Nebenschlussmaschine mit drei Wicklungen zur Regelung von elektrischen und mechanischen Grössen, wie z. B. Spannung, Geschwindigkeit usw., dadurch gekennzeichnet, dass die als selbsterregte Nebenschlusswicklung ausgeführte Hauptwicklung eine besonders kleine Zeitkonstante besitzt und ihre Magnetkennlinie der Widerstandskennlinie möglichst angeglichen wird, sowie zur Steuerung bzw. Impulsgebung eine Hilfswieklung mit spannungsabhängigem <Desc/Clms Page number 3> Widerstand mit negativem Temperaturkoeffizienten in Gegenschaltung zu einer zweiten Hilfswifidung, welche konstant erregt ist, verwendet wird.
    2. Elektrische Regeleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Gleichstrom für die Steuerwickhung als spannungsabhängiger Widerstand eine Glimmlampe, Kohlenfadenlampe, Gleichrichtersäule oder Elektronenröhre verwendet wird.
    3. Elektrische Regeleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Wechselstrom für die Steuerwicklung als spannungsabhängiger Widerstand eine gesättigte Eisendrossel in Verbindung mit einem Trockengleichrichter verwendet wird.
    4. Elektrische Regeleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für selbsterregte Gleichstrommaschinen mit ungeregelter Drehzahl die Regelmaschine von der Antriebsmaschine der Gleichstrommaschinen mit angetrieben und in den Nebenschlusskreis derselben geschaltet wird, wobei die Regelung durch Einführung einer Zusatzspannung erfolgt.
    5. Elektrische Regeleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für die Regelung von mechanischen Grössen die Regelmaschine auf einen Gleichstromhilfsmotor wirkt und die Regelung durch eine positive oder negative Klemmenspannung erfolgt, wobei Regelmaschine und Gleichstromhilfsmotor von einer besonderen Stromquelle fremderregt werden. EMI3.1
AT149624D 1936-04-21 1936-04-21 Elektrische Regeleinrichtung. AT149624B (de)

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