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Als Sender und Empfänger von Morsezeichen verwendbarer elektrischer Signalapparat.
Die Erfindung betrifft einen elektrischen Signalapparat, der erfindungsgemäss mit einer elektrischen Batterie, einer Glühlampe, einem Stromunterbrecher sowie einem Morsetaster ausgerüstet ist und mittels eines Schalters derart eingestellt werden kann, dass bei Betätigung des Morsetasters wahlweise der Unterbrecher die Morsezeichen, wie bei einem Telegraphen, als Klopfzeichen abgibt oder diese wie bei einem Summer in hohen Tönen sendet, oder die Glühlampe eingeschaltet wird, durch welche die Morsezeichen als Blinklicht aufscheinen.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht, u. zw. zeigt Fig. 1 den Signalapparat im Schaubild und Fig. 2 die Inneneinrichtung mit dem Schaltungsschema des Apparates.
Die abgestufte Oberwand 1 des Metallgehäuses 2 des Signalapparates trägt eine elektrische Glühlampe 3, einen Taster 4 zum Abgeben von Morsezeichen, ferner einen auf Kontaktknöpfen J, 6,7 einstellbaren Schalthebel 8 sowie zwei Anschlussklemmen 9, 10. Ausserdem ist an der Gehäuseoberseite eine mit dem gesamten Morsezeichenalphabet versehene Tafel 11 angebracht und die Glühlampe. 3 von einem U-förmigen Reflektor 12 umgeben, der mittels Lappen 13 in entsprechende Schlitze der Gehäuseoberwand 1 eingesetzt ist. Das Gehäuse 2 ist durch einen Deckel 14 abschliessbar und beinhaltet eine oder zwei hintereinandergeschaltete Trockenbatterien 15, sowie einen Stromunterbrecher 16.
Die von dem Elektromagneten 17 beeinflusste Unterbrecherfeder 18 liegt bei stromlosem Elektromagneten an einem Kontakt 19 an. Der Taster 4 ist an Schneiden 20 eines herausgebogenen Lappens 21 der Gehäuseoberwand 1 verschwenkbar gelagert und durch eine mittels einer Schraube 22 nachspannbare Blattfeder 23 in Hochlage gehalten. Der Taster 4 wirkt mit einem Kontaktknopf 24 auf eine federnde Zunge 26 ein.
Durch den aus den Kontaktknöpfen 5, 6,7 und dem drehbaren Schalthebel 8 bestehenden Schalter, der von dem Gehäuse isoliert ist, können drei verschiedene Stromkreise hergestellt werden, von denen jeder durch den Taster 4 geschlossen und geöffnet werden kann.
Befindet sich der Schalthebel 8 mit dem Kontaktknopf 5 in Kontakt, so gelangt beim Niederdrücken des Tasters 4 der Strom von der Batterie 15 durch eine Leitung 26 zum Drehzapfen 27 des Schalthebels 8 und über diesen zum Kontaktknopf 5. Von dem Kontaktknopf 6 geht der Strom über eine Leitung 28 zu dem Kontakt 19, dann durch die Feder 18 und deren Träger 29 in die Wicklung 30
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bei 19 unterbrochen, jedoch durch Zurückschnellen der Feder 18 sofort wieder geschlossen. Die Feder 18 wird daher in äusserst rasche Schwingung versetzt und dadurch hohe Töne wie bei einem Summer erhalten, die durch entsprechende Betätigung des Tasters 4 als Morsezeichen gehört werden.
Um die Morsezeichen, wie bei einem Telegraphen, als reine Klopfzeichen zu erhalten, wird der Schalthebel mit dem Kontaktknopf 7 in Kontakt gebracht. Hiedurch wird ein Stromkreis hergestellt, bei welchem beim Betätigen des Tasters 4 der Strom von der Batterie 15 über den Zweig 26 und Schalthebel 8 zu dem Kontaktknopf 7 gelangt. Von diesem geht der Strom über eine Leitung 33 in den
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Klopfton zu erzeugen.
Um Morsezeichen als Blinklicht abgeben zu können, wird der Schalthebel 8 mit dem Knopf 6 in Kontakt gebracht. In diesem Falle wird ein Stromkreis hergestellt, der von der Batterie 1. über den Zweig 26, Schalthebel 8, Kontaktknopf 6, eine Leitung 35, Glühlampe 3, Gehäusewand 1, Taster 4, Zunge 25, Leitung 32 und Batterie zurückverläuft. Die vom Taster 4 abgegebenen Morsezeiehen werden durch die Glühlampe als Blinklieht aufgezeigt.
Der Signalapparat kann zum leichten Erlernen des Telegraphierens und zur Einübung, auf nicht zu grossen Entfernungen, als Sender oder Empfänger gebraucht werden.
Um von einem Ort zum andern telegraphieren zu können, wird an jedem Ort ein Signalapparat aufgestellt und beide Apparate durch Leitungen 36,37 miteinander verbunden, die an die Klemmen 9, 10 bzw. 9', 10'angeschlossen werden. Durch Betätigen des Tasters 4 in der Station B werden in der Station A die gleichen Morsezeichen wie in B ausgelöst. Es führt nämlich der Strom von B über die Leitung 36, Klemme 10 in die Wand 1 und von dieser, je nach der Stellung des Schalthebels 8, entweder in die Glühlampe 3 oder über den Zweig 31 in die Elektromagnetwicklung 30.
Der weitere Stromverlauf ist über den Zweig 35 bzw. 33 oder 28 in den Schalthebel 8 und von diesem über den Zweig 26, Batterie 15 und Zweig 32'zu der von der Wand 1 isolierten Klemme 9, Von dieser führt der Strom durch die Leitung 37 zur Station B zurück.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Als Sender und Empfänger von Morsezeiehen verwendbarer elektrischer Signalapparat, dadurch gekennzeichnet, dass der mit einer Batterie, einer Glühlampe, einem Stromunterbrecher und einem Morsetaster ausgerüstete Apparat durch einen Schalter - derart einstellbar ist, dass durch die Betätigung des Morsetasters (W die Morsezeiehen wahlweise als reine Klopfzeichen, oder in den hohen Tönen eines Summers, oder als Blinklicht hervorgebracht werden können.